SPRECHSTUNDE: Eure Fragen zum Darm im Ausnahmezustand an den Feiertagen

Shownotes

"Sind für die Darmgesundheit regelmäßige Essenspausen wichtiger als eine möglichst perfekte Lebensmittelauswahl?” “Hängen plötzliches Sodbrennen rund um die Feiertage eher mit Ernährung und Stress zusammen und welche Maßnahmen sind sinnvoll, ohne auf Lutschtabletten zurückzugreifen?” “Wie lässt sich der Darm nach der Weihnachtszeit bei anhaltender Trägheit und Blähungen sinnvoll unterstützen, auch wenn die Ernährung nicht immer perfekt ist?” “Gibt es eine sanfte Möglichkeit, den Darm nach Weihnachten zu entlasten, ohne zu fasten oder Detox Programme zu machen?” Vielen Dank für Eure Fragen zur aktuellen Folge „Wenn der Darm Weihnachtsferien macht: Unser Körper im Ausnahmezustand“. Matthias Baum aus dem HEALTH NERDS Wissenschaftsteam liefert hier in der Sprechstunde die Antworten.

Zur Hauptfolge: „Ein, zwei Tage üppiges Essen steckt ein gesunder Körper meistens locker weg. Doch fünf Wochen Dauer-Ausnahmezustand im Dezember bringen Stoffwechsel, Immunsystem und Mikrobiom ordentlich ins Trudeln.“ In dieser Folge HEALTH NERDS spricht Podcast-Host Felix Moese mit Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum darüber, was rund um Weihnachten tatsächlich in unserem Verdauungssystem passiert: mehr Zucker, mehr Alkohol, mehr hochverarbeitete Lebensmittel, dazu Stress und oft deutlich weniger Schlaf. Eine Kombination, die den Körper messbar belastet – und rund um die Feiertage sogar mit einem Anstieg der Herzinfarktrate einhergeht.

Während unser Darm mit kurzfristigem Überfluss gut umgehen kann, ist er evolutionär nicht auf wochenlangen Dauerstress ausgelegt. Im Zentrum der Folge stehen deshalb die evolutionären Grundlagen unseres Stoffwechsels, die Bedeutung von Rhythmus und Vorhersagbarkeit für die Verdauung sowie die Auswirkungen von Stress auf Darmbarriere, Mikrobiom und Immunfunktion. Oder anders gesagt: "Evolutionär betrachtet kann unser Körper nichts mit XXL-Adventskalendern anfangen.“

Ein zentrales Thema ist der biologische Ausnahmezustand, in den viele Menschen rund um Weihnachten geraten. Hohe Kaloriendichte, ständiges Snacken und verschobene Schlafzeiten verändern das Darmmikrobiom messbar und fördern entzündliche Prozesse. Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Reflux oder Trägheit sind dabei keine Schwäche, sondern nachvollziehbare Warnsignale eines Systems, dem über längere Zeiträume Regenerationspausen fehlen. Diese Prozesse bleiben nicht auf den Darm beschränkt, sondern wirken sich auch auf Energielevel, Immunfunktion und die Anfälligkeit für Infekte aus. Gleichzeitig geht es in dieser Folge um praktikable Strategien jenseits von Verboten und Perfektionsdruck: Warum Bewegung ein zentraler Regulator für Verdauung und Stressverarbeitung ist – Stichwort Weihnachtsspaziergang. Warum Essenspausen und feste Routinen dem Darm Stabilität geben. Wie kurze Atemrituale vor dem Essen den Parasympathikus aktivieren. Und wann Verdauungsenzyme oder Bitterstoffe sinnvoll unterstützen können.

HEALTH NERDS – Mensch, einfach erklärt.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Vielleicht nicht zu viele Mahlzeiten, Portionskurse kann man darauf achten, auch die Zusammensetzung.

00:00:05: Bitterstoffe halte ich für eine gute Idee.

00:00:07: Vielleicht auch ein paar Verdauungsenzyme.

00:00:09: Gerade in so Extremphasen, Ausnahmezustand, psychisch emotional bis hin wirklich zur Verdauung.

00:00:16: Dann kann das eine gute Unterstützung sein.

00:00:30: mit Felix Möse und Matthias

00:00:32: Baum.

00:00:33: Der erste Weihnachtsfeiertag, Leute, wir hoffen und wünschen euch, dass ihr schon tolle Weihnachtsstunden erlebt habt, ob alleine oder im Kreise eurer Liebsten, ob ganz klein mit eurem Schatz vielleicht zu zweit oder schon mit der großen Familie und vielen Kindern, Enkeln, wie auch immer.

00:00:50: Schön, dass ihr trotzdem heute die Zeit findet, am ersten Weihnachtsfeiertag uns zu hören.

00:00:55: Wir haben auch einige Zuschriften bekommen und auch Fotos wohnen uns geschickt von Leuten, die uns zum Beispiel in der Küche hören beim Vorbereiten von Weihnachtsbraten oder weil jetzt Familie im Anflug im Anmarsch ist.

00:01:07: Also wir schicken liebe Grüße zu euch allen raus und wir versprechen wir halten uns kurz in dieser Folge.

00:01:12: Wollen euch gar nicht so viel von eurer kostbaren Family und Weihnachtszeit rauben, aber wir wollen natürlich unserem Format treu bleiben und heute hier in der Sprechstunde eure Fragen aus der Community beantworten, ja Fragen, die reingekommen sind zu unserer aktuellen Folge, wenn der Darm Weihnachtsferien macht, unser Körper im Ausnahmezustand.

00:01:31: Wenn ihr die Folge nicht gehört habt, macht das am besten mal, denn es geht darum, was in unserem Körper los ist, wenn wir nicht nur jetzt über die zwei, drei Weihnachtstage vielleicht essenstechnisch mal über die Strenge schlagen und auch viel Stress haben, wenig schlafen, vielleicht auch viel Alkohol trinken, sondern was passiert vor allem in den langen Wochen?

00:01:47: der ganze Dezember Ende November geht schon los mit Weihnachtsfeiern, mit vielen Einladungen, mit vielen Plätzchen und Versuchungen, die überall auf uns lauern, Weihnachtsmarkt.

00:01:58: Ja, unser Darm ist dann durchaus mal fünf Wochen im Dauer Ausnahmezustand.

00:02:01: Und das verkraftet er eben nicht so leicht.

00:02:04: Und wir haben tatsächlich viele Fragen reinbekommen zu dem Thema.

00:02:06: Auch viel einfach nur Kommentare von Leuten, die geschrieben haben.

00:02:10: Hey, vielen Dank.

00:02:11: Die Folge habe ich gebraucht.

00:02:12: Das hilft mir sehr und hat für mich einige Sachen verständlich erklärt.

00:02:18: Aber es kommen eben auch ganz konkrete Fragen rein.

00:02:20: Und mit so einer starten wir jetzt direkt.

00:02:21: Matthias Baum ist da, unser Health Nerd, Matthias auch du, im Family Stress unterwegs, aber es geht dir gut, du siehst gut aus.

00:02:29: Hast du was Schönes bekommen?

00:02:31: Was ganz Schönes, auf

00:02:32: jeden

00:02:33: Fall.

00:02:33: Viel Liebe und Zuneigung.

00:02:35: Und das ist schon wichtig.

00:02:38: Ich habe auch viele Geschenke aus der Kita bekommen.

00:02:40: Bastelsachen, die Jungs in den letzten Wochen gebaut haben.

00:02:42: Kleine Kerzen.

00:02:43: Ich dachte irgendeine Erkältung.

00:02:45: Die gibt es gratis immer dazu.

00:02:47: Aber nein, ist doch schön, wenn man sich auch über die kleinen Dinge freut.

00:02:52: Was ich noch nicht bekommen habe von meinen Jungs, tatsächlich sind Flöhe oder Läuse, gab es das schon bei euch?

00:02:56: Interessanterweise war also Flöhe nicht, aber Leuze

00:03:00: war

00:03:00: gerade ein Thema, aber es ist bei uns nicht angekommen.

00:03:03: Du hast auch eh wenig Haare auf dem Kopf insofern.

00:03:05: Jetzt

00:03:06: kommst du wieder.

00:03:06: Ich wusste, dass jetzt auch noch ein Spruch in die Richtung kommt, aber ja.

00:03:10: Okay, also legen wir mal los.

00:03:11: Wir haben viele Nachrichten reinbekommen, zum Beispiel von Sabine.

00:03:14: Die hat uns eine E-Mail geschrieben an podcastatartgericht.com.

00:03:18: Hallo Felix, hallo Matthias.

00:03:19: Ich habe rund um die Feiertage plötzlich starkes Sodbrennen bekommen, das ich sonst so nie kenne.

00:03:26: liegt das womöglich wirklich am Essen und an der stressigen Zeit.

00:03:30: Die Wochen jetzt vor Weihnachten waren auch bei mir ziemlich turbulent.

00:03:34: Vielleicht habt ihr auch ein Tipp, was ich dagegen tun kann.

00:03:37: Ich habe gehört, die Lutsch-Tabletten aus der Apotheke sind nicht so empfehlenswert.

00:03:42: Was haltet ihr davon?

00:03:43: Liebe Grüße, Sabine.

00:03:45: Also Sabine, vielen Dank für deine Nachricht.

00:03:47: Sodbrenn ist tatsächlich ein Thema, Matthias, haben wir so noch nie intensiv besprochen.

00:03:51: Aber lass uns das jetzt mal tatsächlich mal erklären.

00:03:54: Was ist denn das genau?

00:03:55: Was passiert da und kann es tatsächlich eine Auswirkung des Darm im Ausnahmezustand-Thema sein?

00:04:02: Ja, das Verdauungstrakt ist.

00:04:05: Sodbrennen findet nicht unmittelbar im Darm statt, aber der Verdauungstrakt ist natürlich hier mit beeinträchtigt.

00:04:13: und der Frage nachzugehen, woher kommt eigentlich dieses Sodbrennen, wenn man damit sonst keine Probleme hat.

00:04:20: die größte Wahrscheinlichkeit, dass es irgendeine Reaktion auf ein Lebensmittel ist oder auch eine Lebensmittelkombination oder die Menge und die hohe Dichte, vielleicht auch an Fett, die in der Nahrung mit dabei war.

00:04:33: Sodbrennen, grundsätzlich, wäre also Aufsteigen von Speisebrei aus dem Magen über die Speiseräure.

00:04:40: Und es brennt quasi den Schlund die Speiseräure nach oben.

00:04:45: Und manche bekommen dann auch ein bisschen was ... in den Mundraum mit rein, wenn man das Mal hat.

00:04:50: Und gerne wird das noch mal ein Thema, wenn man gerade dann erst ins Liegen kommt.

00:04:53: Also, wenn das Mal auftritt, kann es sehr gut sein, dass das irgendwie eine Überreizung ist.

00:05:00: Ein Zuviel.

00:05:01: Und Tabletten, je nachdem, welche das so sind.

00:05:05: Es gibt halt unterschiedliche Ansatzpunkte.

00:05:07: Was ich fühle, die therapeutisch sehr hilfreich finde, sind ... Ich hab die zur Empfehlung schon vorweg präventiv mit erwähnt.

00:05:13: Das sind Bitterstoffe.

00:05:16: Es gibt ein Präparat, das ich jetzt auch nicht direkt empfehlen werde, aber sehr große deutscher Fahrmacherkonzern, sehr bekanntes Präparat, pflanzliche Substanzen und viel Werbung im Moment und wird gerne so bei funktionellen Gastrointestinalen Beschwerden mit eingesetzt, eher auch so bei Völlegefühl am Ende.

00:05:36: Und ich würde halt grundsätzlich empfehlen, es vor einem Mahlzeit mit einzubauen, bewusst um den Verdauungsdruck vorzubereiten und das damit vielleicht etwas zu reduzieren bei dieser Akkutsymptomatik.

00:05:46: Und dann kann Sod brennen.

00:05:47: und jetzt um da nochmal genauer darauf einzugehen, wie der häufiger Themen mit hat.

00:05:52: Natürlich kann es anatomische Veränderungen geben, sogenannte Yartushärmie beispielsweise, oder dann fehlen das Finkteschluss, also ein Eingangsschluss von der Speiseröhre in den Magen, sodass das eher auch wieder zurückgehen kann.

00:06:05: Die Ernährung selbst spielt auf jeden Fall eine große Rolle dabei und manchmal auch unterschätzt.

00:06:11: Histamin kann auch wieder, also Nahrungshistamin entweder aufgenommen oder produziert, kann durchaus eine Rolle bei Sodbrennen mitspielen.

00:06:20: Muss es nicht unbedingt, aber ich sage mal für die, die längerfristigen Themen damit haben und sich anders damit noch mal auseinandersetzen würden, ist das vielleicht ein Bereich, den man sich mit anschauen kann.

00:06:29: Und so brennen das nicht, gleichzusetzen mit, ich habe hier viel zu viel Magensäure.

00:06:35: Das ist auch ein wichtiger Punkt.

00:06:37: Das denkt man, wenn man denkt, da wird zu viel Magensäure

00:06:39: produziert.

00:06:40: Genau, aber es gibt genau beides.

00:06:41: Es kann nämlich auch genau anders rum sein, nämlich, dass es zu wenig Magensäure ist.

00:06:47: Ich meine schon, dass wir mal zugesprochen haben, aber es lohnt sich ja immer noch mal, die Themen mit aufzugreifen.

00:06:53: Warum?

00:06:54: zu viel oder zu wenig Magensäure existiert oder in bestimmten Phasen existiert, gibt es unterschiedliche Prozesse für.

00:07:00: Bei dem zu wenig Magensäure macht es aber aus physiologischer, auch aus evolutionärer Perspektive Sinn.

00:07:07: Weil Magensäure wird produziert, wenn der Verdauungstrakt gut angesteuert werden kann.

00:07:12: Und das ist vor allen Dingen immer dann, wenn das vegetative Nervensystem, also der Parasympathikus, zur Ruhe kommen kann.

00:07:18: In akuten Stresssituationen kann der Magensäure-Spiegel gerne auch mal mit... anschießen, nach oben gehen.

00:07:24: Aber ganz häufig ist es eher einzu wenig, gerade bei chronischer Stressbelastung.

00:07:28: Jetzt haben wir dieses Thema ja auch mit aufgegriffen.

00:07:30: Psychoemotional sind solche Festtage manchmal gar nicht so einfach, die Vorweihnachtszeit vielleicht auch nicht.

00:07:37: Also kommt so einiges zusammen, was durchaus auch den Verdauungstrakt beeinträchtigen kann, beziehungsweise wie gut Verdauung funktioniert.

00:07:44: Und wenn dann längerfristig Magensäure weniger produziert wird, dann wird der Speiseprein nicht richtig chemisch.

00:07:51: Verdauert und aufgespalten und irgendwann schiebt aber der Speisepreis doch weiter in den Dünndarm.

00:07:56: Im Dünndarm gibt es dann Rezeptoren, die den Sorgehalt messen und dann kann es durchaus sein, dass sich das Ganze wieder zurückschiebt in den Magen und dann sind mittlerweile schon Enzyme und Galle mit integriert und das Ganze geht die Speiseröhre nach oben und dann wäre das auch wieder etwas, weil der Magen sich davon auch entledigen möchte und das eigentlich so nicht möchte.

00:08:16: Also, beide Varianten sind denkbar.

00:08:18: Ich glaube, jetzt hier in dem Fall in der Akutphase wahrscheinlich ein zu viel, ein bisschen Pause macht Sinn.

00:08:22: Wir hatten zugesprochen.

00:08:24: Vielleicht nicht zu viele Mahlzeiten, Portionsgröße kann man drauf achten, auch die Zusammensetzung.

00:08:29: Bitterstoffe halte ich für eine gute Idee.

00:08:30: Vielleicht auch Verdauungsentzüme.

00:08:33: Hatten wir ja auch schon mitgesagt oder mit die Empfehlung mitgegeben, dass man das ruhig auch dann mitnehmen kann, gerade in so Extremphasen, Ausnahmezustand, psychoemotional bis hin wirklich zur Verdauung.

00:08:45: Dann

00:08:45: kann das eine gute Unterstützung

00:08:46: sein.

00:08:47: Gibt es noch Hausmittelchen, kleine Tricks, die du empfehlen kannst?

00:08:51: Kann es helfen.

00:08:52: in dem Moment, wo ich merke, jetzt habe ich wirklich Sodbrinder, läuft der Magensaft irgendwie, der Brei, das läuft nach oben.

00:08:58: Kann es helfen, ein großes Glas Wasser zum Beispiel zu trinken?

00:09:02: oder trinkt man keine Ahnung mit einem Spritzer Zitrone oder ich weiß nicht.

00:09:06: Also gibt es irgendetwas, wo du sagst, das könnte eine Strategie sein, um dort eine Verdünnung herzustellen, um das runterzuspülen?

00:09:13: Nein.

00:09:14: So würde man nicht vorgehen, in dem Sinne, dass man jetzt das irgendwie versucht, weiterzuschieben oder anders zu vermischen.

00:09:21: Ich sage am Ende des Tages die Frage, ob das säure Gefühl, was auch in der Speisenreue, das Brennende, das Sod, brennende, dann auch mit ausmacht, ob das wirklich jetzt durch Magensäure oder vielleicht eher auch durch Gallensäure und ähnliches mit erzeugt wird und die Schleimhautwände einfach dadurch gereizt werden.

00:09:39: Bitterstoffe ist ein guter Einsatz, den man durchaus dafür verwenden kann.

00:09:45: Ansonsten vielleicht auch noch mal einen Spaziergang vornehmen, nicht jetzt intensiv laufen, sondern einfach ein bisschen rauskommen, frische Luft atmen.

00:09:53: Der Vorteil ist im Regelfall, wenn der Magen sich dann lehrt, hört die Symptomatik natürlich auch wieder auf, gerade in diesen Akutphasen.

00:10:03: Also, super.

00:10:04: Sabine, wir hoffen, dass du das Thema Sodprint schnell in den Griff bekommst und dass es keine dauerhafte Sache wird.

00:10:10: Ich weiß, es gibt Leute, die haben das ihr Leben lang ziemlich intensiv und müssen auch irgendwie Medikamente nehmen.

00:10:15: Das kann man so operativ versorgen.

00:10:18: Es gibt dann aber, und das wollte ich hier nochmal unterscheiden, es gibt es als Symptom, begleitend zu anderen Themen mit dazu.

00:10:25: Distaminhaushalt hat ich mit erwähnt, auch Fehlbesiedlungen im Darm oder auch Magen können.

00:10:32: eine Rolle spielen, zu viel, zu wenig Magensohre.

00:10:35: Das müsste, wenn dann differenziert werden und versuchen, hier einen passenden Einsatz zu finden.

00:10:39: So der Klassiker, so Pantoprazol, also Säureblocker, hat Auswirkungen auf die Säureproduktion, aber eben auch auf die Damenbeweglichkeit, weshalb dann die Rezeptoren, die die Säure erkennen, nicht mehr so gut funktionieren.

00:10:52: und dann geht das Ganze weiter in eine Akutphase, möglicherweise auch denkbar, so aber eigentlich nicht vorgesehen.

00:10:58: Jetzt sind wir jetzt gerade erst mitten in Weihnachten.

00:11:01: Es kommen ja noch ein paar Tage und es kommen dann noch mal zwischen den Jahren.

00:11:04: Man kann natürlich darauf achten, auch in dem, was man ist, wenn man die Frequenz sich ganz anpassen kann, dass man schon auch feststellt, okay, hohe Energiedichte, hohe Fettmenge, vielleicht nochmal eine Extreportion.

00:11:16: Das ist das Ganze natürlich auch nochmal mit verstärkt.

00:11:19: Und ich hatte es als Empfehlung und als Tipp gegeben, präventive.

00:11:23: Wer nicht zum Gebet neigt, macht ein paar Artenübungen vor jeder Mahnzeit.

00:11:27: werdet euch bewusst und esst dann auch wirklich in Ruhe.

00:11:31: Ausreichend kauen,

00:11:31: achtsames Essen.

00:11:33: Das ist präventiv wahrscheinlich die bessere Strategie.

00:11:36: Super.

00:11:36: So, weiter geht's.

00:11:37: Nächste Frage.

00:11:38: Markus hat uns geschrieben bei Instagram.

00:11:40: Liebe Health Nerds, mein Bauch fühlt sich rund um Weihnachten tagelang träge und aufgebläht an.

00:11:46: Das geht immer schon vor Weihnachten los und zieht sich eigentlich bis Silvester.

00:11:52: Was kann ich tun, um meinen Darm irgendwie zu unterstützen, sich schneller zu erholen?

00:11:57: Ich versuche irgendwie auf die Ernährung zu achten, aber so richtig gelingt es mir eben nicht.

00:12:03: Im Grunde, er liefert die Antwort ja fast in seiner Frage mit.

00:12:09: Vor Weihnachten die Tage mit Essen und Trinken in Hülle und Fülle.

00:12:14: Klar, dass der Bauch dann irgendwie sich verändert, ist normal Matthias, oder?

00:12:18: Auf jeden Fall.

00:12:18: Und vielleicht kommen jetzt auch so ein paar Lebensmittel und Kombinationen, die man sonst in seinem Alltag nicht mit dabei hat.

00:12:24: Auch das ist eine Erfahrung, die viele machen, wenn man über das Jahr hinweg auch bestimmte Lebensmittel vielleicht nicht mehr so häufig konsumiert, wie man sie früher gegessen hat, so wie Klassiker sind.

00:12:34: Plutenhaltige Lebensmittel beispielsweise, die viele für sich oder auch andere Getreidesorten, die viele für sich versuchen zu reduzieren.

00:12:42: Und dann gibt es solche festlichen Ereignisse und dann bekommt man besonders viel davon.

00:12:45: Und das ist dann häufig auch, das kann auch eine Menge an Fleisch oder Fisch sein, die man sonst so vielleicht nicht in seinem Alltag mit dabei hat.

00:12:53: Und warum erwähne ich das?

00:12:54: Weil auch hier der Verdauungstrakt an Gewohnheit sich sehr gut anpassen kann und dann auch ziemlich genau das Gleiche immer will.

00:13:04: Und das ist in der Zusammensetzung der Lebensmittel auch.

00:13:07: quasi immer die gleichen Lebensmittel reinkommen, dann passen sich dementsprechend auch Enzymproduktion und ähnliches mit an.

00:13:14: Beziehungsweise wenn ich etwas raus lasse eben auch weniger und jetzt kommt dann plötzlich mehr.

00:13:18: Fett beispielsweise mit rein oder ganz viel Eiweiß gebunden in Fleisch, was sonst länger nicht mehr mit dabei war, oder viel getreide glutenhaltige Lebensmittel und ähnliches, was vorher nicht da war.

00:13:29: Und dann merkt man das irgendwie noch mal mehr.

00:13:31: Und die Reaktionen sind vielfältig.

00:13:33: Der erste Schritt wird wahrscheinlich sein, passt die Verdauungsekrete, können die das jetzt gut mit abdecken?

00:13:41: Anscheinend nicht.

00:13:42: Auswirkungen auf das Darmikrobium wissen wir auch relativ zügig.

00:13:46: Das Immunsystem im Darm wird auch arbeiten, aber längerfristig muss es gar nicht so bestehen bleiben.

00:13:52: Das kann sich logischerweise auch wieder regulieren.

00:13:54: Und von daher ist hier vielleicht so der Unterschied, dass man von sich selbst weiß, so bestimmte Lebensmittel funktionieren vielleicht nicht so gut, also dass man die, wenn jetzt noch was ansteht, eher auch mit rauslässt oder man eben versucht auch über Mahlzeiten, Häufigkeit und Menge.

00:14:11: es mit zu reduzieren.

00:14:13: Ich erwähne noch mal meine zwei Tage-Regel, auch über drei Tage Feiertage, im Sinne von, wenn gestern Abend das ein oder andere auch mit Alkohol und ähnlichem mitgespielt hat, vielleicht den fünfundzwanzigsten schon wieder etwas zu verändern und nicht genauso weiterzumachen.

00:14:33: Super Tipps und wir machen direkt weiter.

00:14:34: Miriam hat uns bei Facebook eine Nachricht hinterlassen als Direct Message.

00:14:38: Lieber Felix, lieber Matthias, danke für die spannende Folge.

00:14:42: Ich stehe tatsächlich gerade in der Küche und koche und höre euch dabei.

00:14:45: Meine Frage sind Essenspausen für den Darm wichtiger als die perfekte Lebensmittelauswahl?

00:14:53: Ich verliere da schnell den Überblick.

00:14:54: Vielleicht könnt ihr das für mich nochmal erklären.

00:14:56: Liebe Grüße und für euch noch ruhige Tage zwischen den Jahren Miriam.

00:15:00: Miriam, grüßen die Küche, wobei wahrscheinlich stehst du jetzt nicht mehr in der Küche, als du die Nachricht uns geschickt hast.

00:15:05: Das ist schon wieder ein paar Stunden her.

00:15:07: Was können wir Miriam mitgeben, Matthias?

00:15:09: Also, perfekte Lebensmittelauswahl ist schwierig in der Definition.

00:15:14: Ich vermute mal, sie meint wahrscheinlich, die Qualität der Lebensmittel, wir haben häufig über hochverarbeitete Lebensmittel besprochen.

00:15:19: Natürlich

00:15:21: ist

00:15:21: Hochverarbeitung und das, was ich gerade schon vorher auch gesagt habe, der bekannten Routine so abweicht, was jetzt über die Festtage passiert oder in der Weihnachtszeit vorher, dass das dann vielleicht auch zu mehr Reaktionen führt auf Verdauungsebene, aber vielleicht auch die Reaktion des Immunsystems, des Darmikrobiums.

00:15:38: Nichtsdestotrotz ist das Thema Mahlzeitenfrequenz etwas, was wir, wo ich wahrscheinlich eher darauf schauen würde, gerade wenn man, wie ich persönlich jetzt auch bei meiner Familie, und das hier auch von Tag zu Tag wechselt bei wem man ist.

00:15:54: Und man will natürlich nicht anfangen und sagen, das kann ich nicht essen, das möchte ich nicht, können wir das noch mal mit anpassen.

00:16:00: So, bedeutet, ultra hochverarbeitete Sachen im Idealfall sowieso weglassen.

00:16:05: Das würde ich hier noch empfehlen, damit kann man drauf achten.

00:16:08: Die gekochten Mahlzeiten, da hat man ja meistens, je nachdem, wenn man selbst darauf Einfluss hat, kann man das natürlich gut mit aussteuern.

00:16:14: Aber dann bleibt mir natürlich über Mahlzeiten Frequenz und mein Timing mein bestes Tool, um hier vielleicht Anpassung vorzunehmen und eben zu sagen, ihr hört es heute Morgen, also heute Morgen vielleicht schon sagen, okay, heute Mittag gibt es wieder eine ganz oder ähnliches.

00:16:31: Wie wäre mein normaler Ablauf am Tag, würde ich jetzt vormittags etwas essen, dann nehmt eine Kleinigkeit und am Nachmittag oder dieses Mittagessen oder verspätete Mittagessen dann vielleicht auch nicht zu viel, was man sonst auch eben nicht machen würde.

00:16:47: Und dann durchaus zu sagen, okay, für heute reicht es dann auch.

00:16:51: Und ich lass so eine letzte Mahlzeit des Tages vielleicht dann

00:16:54: nochmal ausfallen.

00:16:56: Claudia hat uns auch geschrieben, bei Instagram Liebe Health Nerds gibt es eine sinnvolle Möglichkeit, den Darm nach Weihnachten zu entlasten, ohne gleich zu fasten oder irgendein Detox

00:17:07: zu machen.

00:17:07: ... ist mit irgendeinem Detox auch so was wie Reset gemeint.

00:17:12: Ich glaube nicht.

00:17:13: Also

00:17:14: ich sehe es ja nicht so als Detox-Kur, das wenn, dann sowieso nicht.

00:17:18: Aber auch vielleicht fürs neue Jahr, um so ein Startpunkt zu setzen.

00:17:24: Und wenn das wirklich so Darm- und Verdauungsthemen eine Rolle spielen, finde ich persönlich ... selbst erprobt und mag das sehr, Resets für den Jahresstart mitzunehmen, wenn man sagt, so will ich das auch nicht unbedingt.

00:17:38: Dann würde ich auf grundsätzliche Themen eingehen.

00:17:41: Reset, Matthias, musst du einmal kurz erklären.

00:17:43: Ich bin sicher die meisten hier in der Community kennen das, aber wir haben schon mehrfach drüber gesprochen, aber es gibt immer wieder auch natürlich Neulinge hier in unserer Runde, die sagen, Reset, was ist, worüber redet ihr da?

00:17:53: Das muss man einmal kurz erklären.

00:17:55: Es ist quasi ein Darmsanierungsprogramm von Artgerecht, also der Firma hier hinter dem Podcast, was du mitentwickelt hast, ein Dreißig-Tage-Programm.

00:18:05: in verschiedenen Phasen, um den Darm wieder auf einen Zustand zu bringen, der dem, wie er funktionieren sollte und wie er evolutionär vorgesehen war, zumindest sehr nahe kommt.

00:18:17: Es ist kein klassisches Detox, es ist kein Entgiften in dem Sinne, sondern es ist eher ein Umstellen der Ernährung, es ist ein Begleiten mit bestimmten sehr ausgewählten hoch dosierten Nahrungsergänzungsmitteln, um in bestimmten Phasen den Darm wieder in einen besseren Zustand zu bringen.

00:18:35: Du hast gesagt, du hast es ausprobiert.

00:18:36: Ich habe es auch vier oder fünf Mal mittlerweile schon gemacht.

00:18:39: Und es tut wirklich gut.

00:18:40: Es ist wirklich ein tolles Tool, um gerade nach diesen fetten und und Völle Tagen da so ein bisschen Struktur wieder reinzubringen.

00:18:49: Unten seiteffekt will ich an dieser Stelle noch sagen.

00:18:51: Ich nehme jedes Mal sechs, sieben Kilo ab in diesen dreißig Tagen, ohne dass es ein Abnehmprogramm ist.

00:18:55: Ich wollte zumindest mal sagen, Reset.

00:18:57: Alles

00:18:57: gut.

00:18:57: Was hab ich vergessen?

00:18:58: An den Punkten noch mal, ich fand, ein Wort hat, das sticht für mich gerade raus.

00:19:03: Es ist ein Programm und Reset, das steckt so im Namen drin, Neustart.

00:19:07: Das heißt nicht, dass ab Tag eins dann irgendwie, das ist auch unterschiedlich, wie Menschen das wahrnehmen, aber das dann alles ganz wunderbar ist, ganz toll ist, sondern es ist natürlich eine gewisse Veränderung.

00:19:20: Was ich hier unterstreichen möchte und das vielleicht auch deswegen kam ich gleich drauf, weil so was kann ich dann wirklich tun?

00:19:25: Und natürlich kann ich jetzt wieder fünf, sechs Tipps geben, die hilfreich sind.

00:19:29: Also auf die Lebensmittelauswahl achten, möglichst natürlich zu essen, Mahlzeitenfrequenz und Blick zu behalten, nicht zu viele zwischen Mahlzeiten, Regelmäßigkeit in den Mahlzeiten mit einzubauen, Bewegung mit einzubauen.

00:19:39: Auch das ist eine wichtige Komponente für den da Stressregulationen, Techniken und so weiter.

00:19:45: Aber mir fehlt das, was du gerade eben sagtest, das Strukturierte.

00:19:48: Also.

00:19:49: Die Tipps, man kann das ausprobieren und dann wird es einige von euch geben, die sagen, das hat mir wunderbar

00:19:54: geholfen.

00:19:55: So eine selbsthypnose Achtsamkeitsübung gibt es viele, die man online finden kann für meinen Bauch, beispielsweise.

00:20:04: Supertechnik.

00:20:05: Aber bei Reset ist so der Gedankengang, okay, wir machen das strukturiert, auch gerne in der Community.

00:20:11: Wir führen das gemeinsam mit durch.

00:20:13: Man hat auch eine Begleitung.

00:20:15: Und ja, man hat alle Ebenen, Ernährung und klare Ernährungsempfehlungen, Mikronährstoffe, die sinnvoll sind auf unterschiedlichen Ebenen.

00:20:22: Wie du sagst, das ist Darmes, Verdauung und Darmschleimhaut, Immunsystem und Bakterien, die hilfreich sind.

00:20:30: Da haben wir viel auch schon darüber gesprochen, die andere nicht so positive Bakterien vielleicht mit verdrängen können.

00:20:36: Also auf jeden Fall, dass sie das am Ende, Obnutverdauung, aber auch Energielevel und ähnliches gut mit auswirkt.

00:20:42: Und dieses Gefühl von, ich habe viel Luft im Bauch oder ähnliches.

00:20:46: Und das merken viele jetzt gerade so nach oder während den Feiertagen oder dann jetzt dann auch für zwischen den Jahren.

00:20:54: Und da gezielt davor zu gehen, ist das wahrscheinlich eine Richtung, die ich empfehlen würde.

00:20:58: Aber klar, kann man für sich auch Elemente rausnehmen aus der Ernährung, Verdauungsenzyme.

00:21:04: Damenschleimhautregeneration, ob nun stofflich unterstützt oder was man eben auf anderen Ebenen noch mit dazu tun kann.

00:21:10: Es ist meistens nicht nur eine Sache, wenn man nicht irgendwie große Diagnostik in dem Bereich macht und von daher halte ich das für einen guten und strukturierten Plan.

00:21:19: Wenn der Darm Weihnachtsferien macht, unser Körper im Ausnahmezustand.

00:21:23: Das war die Sprechstunde zu diesem Thema.

00:21:25: Leute, jetzt macht ihr hoffentlich Weihnachtsferien und ein bisschen Pause und lasst es locker angehen.

00:21:31: Wir jedenfalls schalten jetzt ab.

00:21:32: Sachen Dankeschön für eure Zeit, auch zwischen den Jahren.

00:21:36: Wir hören uns am Montag noch einmal mit einem spannenden Deep Dive, bevor dann das Jahr zu Ende ist und wir am ersten Januar mit einem neuen frischen Thema starten.

00:21:44: Da können wir jetzt schon mal einen Sneak-Peak geben, Matthias.

00:21:46: Das wird eine klasse Folge.

00:21:47: Da geht es um Warum wir eigentlich so oft scheitern, wenn wir uns was vornehmen?

00:21:51: Warum unsere Ziele, die wir uns stecken rund um Abnehmen, Ernährung ändern, mehr Geld verdienen, was man sich alles so vornimmt.

00:21:59: Warum wir da so oft scheitern?

00:22:02: Es funktioniert nämlich doch ein bisschen anders unser Gehirn, als wir vielleicht meinen.

00:22:05: Und evolutionär gucken wir mal, wie unser Gehirn programmiert ist und wie unsere Wahrnehmung von Zielen und Zielsetzung eben eine ganz andere ist, als die Mechanik dahinter tatsächlich funktioniert.

00:22:17: Das gibt's dann wie gesagt am ersten Januar bis dahin.

00:22:20: Leute wünschen euch jetzt eine schöne Zeit, bleibt neugierig und bleibt gesund.

00:22:24: Vielen Dank.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.