Fett direkt in Energie umwandeln: MCT-Öl (Deep Dive)

Shownotes

MCT Öl gilt als schneller Energielieferant. Ein Esslöffel im Kaffee soll genügen, um den Stoffwechsel effizienter arbeiten zu lassen, die Konzentration zu steigern und Fett direkt in Energie umzuwandeln. Kaum ein anderes Fett wird derzeit mit so klaren Leistungsversprechen beworben. Doch hinter diesem Trend steckt weniger Magie als ein besonderer biologischer Mechanismus. MCT steht für Medium Chain Triglycerides, also mittelkettige Fettsäuren. Entscheidend ist ihre Kettenlänge. Im Fokus stehen vor allem C8 und C10 Fettsäuren, Kaprylsäure und Kaprinsäure. Sie kommen natürlicherweise unter anderem in Kokosfett und in Muttermilch vor, dort jedoch eingebettet in ein komplexes Nahrungsgefüge. Als isoliertes Öl werden sie heute gezielt eingesetzt, um einen bestimmten Stoffwechselweg zu nutzen.

In diesem HEALTH NERDS Deep Dive ordnen Podcast Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum die biochemischen Besonderheiten von MCT Öl ein. Der zentrale Unterschied liegt im Verdauungsweg. Während langkettige Fettsäuren Galle, Enzyme und den Transport über das Lymphsystem benötigen, werden mittelkettige Fettsäuren deutlich schneller aufgenommen. Sie gelangen direkt über die Pfortader zur Leber und werden dort rasch oxidiert. Dieser Weg erklärt, warum MCT Öl schneller Energie bereitstellen und die Ketonkörperproduktion erhöhen kann. Damit unterscheidet sich MCT Öl klar von klassischen Nahrungsfetten. Die schnelle Verfügbarkeit bedeutet jedoch nicht automatisch Fettabbau. Der Einfluss auf Körpergewicht und Fettmasse ist gering und immer an die Gesamtenergiebilanz gekoppelt. Auch MCT liefert neun Kilokalorien pro Gramm. Die beworbene Fettverbrennung ist daher kein eigenständiger Effekt, sondern eher eine Folge veränderter Energieverwertung im Rahmen bestimmter Ernährungsformen.

Ein weiterer Aspekt ist die Verträglichkeit. Gerade weil MCT Fettsäuren den klassischen Verdauungsweg umgehen, reagieren viele Menschen empfindlich auf höhere Mengen. Übelkeit, Bauchkrämpfe oder Durchfall sind keine Seltenheit, wenn der Einstieg zu schnell erfolgt. Evolutionär betrachtet war der menschliche Stoffwechsel zwar immer mit mittelkettigen Fettsäuren konfrontiert, jedoch nie in isolierter, hochkonzentrierter Form. Genau diese fehlende Einbettung erklärt, warum Geschwindigkeit für den Stoffwechsel sowohl Vorteil als auch Belastung sein kann. Wann kann MCT Öl sinnvoll sein? Etwa bei eingeschränkter Fettverdauung, bei bestimmten ketogenen Ansätzen oder als gezielte Energiequelle für das zentrale Nervensystem. Gleichzeitig ist es kein universeller Leistungsbooster und kein Stoffwechsel Hack ohne Nebenwirkungen. Entscheidend sind Menge, Kontext und individuelle Verträglichkeit. Was kann MCT Öl tatsächlich leisten? Wo endet der biologische Vorteil und wo beginnt die Überforderung? Und für wen ist diese Form der schnellen Energie wirklich geeignet? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Die schnelle Energiegebindung aus mittelkettigen Fettsäuren, das wiederum ist ein Teil eines uralten Überlebensprogramms, weil ich ganz viele andere Themen nicht brauche, lange Verdauungsprozesse und so weiter.

00:00:11: und schnelle Verfügbarkeit aber eben prozentual gesehen.

00:00:14: In der Natur wird es in der hohen Menge nicht vorkommen und wenn das System dann einmal so gefordert wird, kann es zu Verdauungsproblemen kommen.

00:00:30: Mit Felix Möse und Matthias Baum.

00:00:33: Fett

00:00:34: direkt in Energie umwandeln.

00:00:36: Genauso wird MCT-Öl häufig beworben.

00:00:39: Ein S-Löffel davon im Café und der Körper soll plötzlich effizienter laufen, klarer denken.

00:00:45: Und was habe ich noch gelesen?

00:00:46: Schneller Energie bereitstellen.

00:00:48: Das sind so die Schlagworte, die wir auch häufig im Social-Web auf Instagram und Co.

00:00:52: lesen.

00:00:53: Das klingt natürlich, finde ich, fast zu schön, um wahr zu sein.

00:00:57: Biologisch betrachtet steckt hinter MCT Öl aber tatsächlich ein besonderer Mechanismus, denn diese speziellen Fettsäuren werden im Körper anders verarbeitet als normales Fett.

00:01:08: Schneller, direkter und so ein bisschen mit einer Abkürzung durch den klassischen Verdauungsweg.

00:01:15: Wie das genau funktioniert, das wollen wir uns hier anschauen.

00:01:17: Was macht MCT Öl wirklich im Körper?

00:01:20: Warum kann es schneller Energie liefern und wo endet aber dieser Effekt?

00:01:24: Wann ist es sinnvoll in der Anwendung?

00:01:26: Und wo ist das Marketing und das Versprechen, was es kann, vielleicht doch ein bisschen übertrieben?

00:01:30: Matthias Baum, unser Gesundheitswissenschaftler ist hier im Health Nerds Deep Dive.

00:01:35: Lass uns wieder ganz simpel starten.

00:01:37: MCT-Öl.

00:01:38: Erst mal, wofür steht MCT?

00:01:41: Und was ist das für ein Öl?

00:01:42: Wo kommt es her?

00:01:43: Genau, es geht hier um eine englische Abkürzung.

00:01:46: Und MCT steht für Medium Chain Tri-Clycerides oder auf Deutsch Mittelkettige Fettsäuren.

00:01:53: Ihr kennt dieses Prinzip.

00:01:55: Kurzkettige Fettsäuren, über die haben wir schon gesprochen, die werden gerne im Darm produziert, langkettige Fettsäuren, die quasi auch viel Energie gespeichert haben.

00:02:03: Und die mittelkettigen Fettsäuren liegen also quasi irgendwo dazwischen.

00:02:07: Und es geht um die Anzahl an Kohlenstoffatomen.

00:02:11: Fettsäuren sind auch aus Kohlenstoffatomen aufgebaut.

00:02:14: Und in den Bereichen zwischen C-Acht, also Achtkohlenstoffatoma bis C-Zehn.

00:02:20: Und die nennen wir namentlich Kaprylsäure und Caprinsäure, reden wir von mittelkettigen Fettsäuren.

00:02:26: Manchmal wird auch die Laurinsäure mit zwölf C-Atomen noch mitvermarktet.

00:02:32: Und diese haben eine ganz besondere Eigenschaft, wenn wir auf den Verdauungsdruck schauen und die Energiegewinnung.

00:02:38: Spannend, so.

00:02:39: Und ich habe einen Anwendungs-Szenario schon genannt, auch das ist so ein Hype im Internet, dass man das eben in den Kaffee reinmacht.

00:02:48: Es gibt ja auch diesen Bulletproof Kaffee, wo man Butter reinmacht.

00:02:53: Ich denke, das kommt alles so ein bisschen aus der gleichen Ecke.

00:02:56: Lass uns noch mal schauen.

00:02:57: Dieses Öl wandert nicht den klassischen Weg durch den Verdauungstrakt, sondern nimmt eine Abkürzung.

00:03:04: Wie funktioniert das und was kann da der Vorteil sein?

00:03:07: Oder sagen wir mal, was ist da anders als bei klassischen Ölen?

00:03:10: Genau, also wir gucken uns an Fettverdauung grundsätzlich.

00:03:13: Heißt, wir schmeißen oben etwas in den Schlund rein.

00:03:16: Es wird zerkaut, es wird zerkleinert.

00:03:18: Es geht über die Speiseröhr in den Magen.

00:03:22: und vom Magen in den Dünndarm.

00:03:24: Und dann wissen wir, okay, es gibt etwas, was in der Leber produziert wird, nämlich Galle.

00:03:30: Und Galle ist ein Emulgator.

00:03:32: Das heißt, es ist wie, wenn ihr fettige Hände habt und sie waschen wollt, nehmt ihr Seife mit dazu.

00:03:38: Galle macht genau das.

00:03:38: Das ist ein Emulgator, es bindet das quasi.

00:03:42: Und dann kommen wir aus der Bauchspalthydriese Enzyme hinzu.

00:03:45: In dem Falle brauchen wir Lipasen, also fett aufspalten der Enzyme.

00:03:49: Und dann werden größere Strukturen, also nicht in der Länge der Fettsäuren, sondern verpackte Strukturen, Triglyceride und Ähnliches auseinandergebrochen zu einzelnen Fettsäuren.

00:04:01: Und um den Prozess weiterzugehen, dann werden die verpackt in sogenannte Mietzellen, die gehen dann über den Darm und dann werden sie in sogenannten Chilomekronen, nur dass man es mal gehört hat, also Transporter für Fettsstrukturen, über das Lymphsystem in den Körperkreislauf gebracht.

00:04:20: Das erwähne ich jetzt, weil das MCT genau nicht macht.

00:04:24: Also mittelkettige Fettsäuren gehen diesen Weg nicht.

00:04:28: Das heißt, wir haben in der Verdauung oder in der Aufspaltung, haben wir eine schnellere Aufnahme und sie gelangen direkt in die Blutbahn, über die Fortader zu leben.

00:04:40: Und das ist interessant beispielsweise, wenn man sagt, ey.

00:04:44: Ich hab Verdauungsprobleme und Fett ist gerade ein großes Problem bei mir.

00:04:47: Enzyme fehlen oder geilen Problemen bestehen oder der Verdauungsdreck beeinträchtigt ist.

00:04:51: Dann werden hier häufig gerne mittelkettige Fettsäuren eingesetzt, um diesen Energieträger auch zu bekommen.

00:04:58: Und der andere Aspekt, deswegen, das sagt die Folge ja auch schon, so die mittelkettigen Fettsäuren werden quasi, so wird es häufig beschrieben, direkt zur Energie umgewandelt.

00:05:08: Und wir haben hier einen gewissen Effekt, nämlich auf das Thema der Funktionsweise der Energieproduktion in der Leber.

00:05:16: Und die Mittelkettigen verzorben werden rasch oxidiert, umgewandelt.

00:05:21: Und dienen dann häufig zur Ketunkörperproduktion.

00:05:25: Und jetzt kommt der Punkt, den du eingangs eben erwähnt hast, nämlich viele machen sich dann MCT-Öl in den Kaffee, dieser sogenannte Bulletproof-Koffee, der quasi gerade bei dem Thema ketogene Ernährung spannend ist, weil mehr Ketunkörper produziert werden unter dieser Anwendung.

00:05:42: Das heißt zusammengefasst dieses Thema direkt der Energie.

00:05:45: Ich habe eine schnellere Aufnahme im Darm oder auch einen anderen Weg, gerade wenn Verdauungsprobleme bestehen.

00:05:50: Ich habe eine schnelle Oxidation in der Leber und eine höhere Ketonkörperproduktion.

00:05:57: Aber es ist kein Wunder-Zaubermittel und diese Fettsäuren schmelzen dann nicht andere Fettdepots weg, so wie das dann auch häufig gerne beschrieben wird.

00:06:05: Ja, das ist genau ein Punkt.

00:06:06: Das heißt nämlich auch, also MCT-Öl wird ja wirklich als Fettverbrenner.

00:06:11: beworben.

00:06:11: Du nimmst es ein und die Fettverbrennung wird angekurbelt, dein Bauchfett geht weg.

00:06:16: Solche Anzeigen habe ich auch schon gesehen.

00:06:19: Das also würdest du sagen, ist wissenschaftlich nicht haltbar.

00:06:21: Ja, und wenn dann wirklich klein.

00:06:24: Klein ist der Effekt, wenn wir im Vergleich zu langkettigen Fettsäuren uns das ganze Hand schauen, mit Veränderung von Gewicht, Fettmasse, Tallienumfang.

00:06:34: wenn man so etwas vergleichen wollen würde.

00:06:36: Am Ende gehört das Thema immer auch grundsätzlich die gesamte Energiebilanzierung rein.

00:06:41: Auch bei mittelkettigen Fettsäuren heißt es nicht viel, hilft viel.

00:06:45: Man kann das verwenden.

00:06:46: Man kann eine milde Ketose auch ohne komplette Ketogene, die äht, durchaus mit Bein flussen und mit erzeugen.

00:06:55: Und natürlich ein schnell verfügbarer Energieträger, der dann auch spannend für das zentrale Nervensystem ist.

00:07:01: Kognition beispielsweise und ähnliches.

00:07:04: Aber eher auch über diesen Kettoseweg beschrieben.

00:07:07: Aber es ist nicht der ultimative ... Ist ja immer wieder dieser Begriff Game Changer.

00:07:13: Ich nehme Mittelkettegefettsäuren.

00:07:15: Und zwar viele große Mengen.

00:07:17: Und dann hab ich kein Problem.

00:07:19: Es ist verdauungsseitig sehr interessant.

00:07:22: Und auch der Energieverfügbarkeit und auf den Kettonkörperproduktionsweg durchaus interessant.

00:07:28: Und hier sicherlich eine spannende Ergänzung.

00:07:31: Und trotzdem muss man sagen, du hast gerade schon gesagt, die Menge ist natürlich auch entscheidend.

00:07:36: und man hört auch, dass viele Menschen sehr empfindlich auf MCT-Ö reagieren, vor allem eben der Darm sehr empfindlich reagiert.

00:07:46: Wie lässt sich das erklären oder begründen?

00:07:48: Was ist da los, wenn das in den Darm gelangt?

00:07:51: Jetzt haben wir den einen Vorteil gerade schon beschrieben, nämlich, dass wir in anderen Verdauungsweg haben, beziehungsweise wir brauchen zumindest erstmal keine Gallensohren dafür.

00:08:01: Wir haben einen schnelleren Transport über die Pfort, aber da müssen nicht über das Lymphsystem transportiert werden.

00:08:06: Wir haben eine schnellere Oxidation und Verarbeitung in der Leber, aber fett auch in großen Mengen.

00:08:13: kann natürlich die Verträglichkeit mit Blick auf Übelkeit, Bauchkrämpfe und Durchfall durchaus beeinflussen.

00:08:19: Weil wenn dann zu viel Fett auf einmal ankommt, und der Verdauungstrakt auch, obwohl es schneller funktioniert und obwohl ich keine Galle brauche, damit nicht umgehen kann, dann wirkt sich das durchaus auf Verdauung und potenziell Verdauungsbeschwerden aus.

00:08:34: Deshalb sollte man einen Einstieg moderat wählen.

00:08:38: Also, wenn man beispielsweise dieses Thema Bulletproof Coffee ... sich überlegt, dann sollte man nur einfach einen großen Schluck nehmen.

00:08:48: So Orientierung ist vielleicht ein T-Löffel, so ungefähr fünf Milliliter.

00:08:52: Man kann es auch zu einer Mahlzeit nehmen und dann könnte man es noch etwas steigern.

00:08:57: Häufig im praktikablen Bereich zwischen zehn bis zwanzig Milliliter, aber wer auf Energiebilanzierung achten möchte, nicht vergessen.

00:09:07: Auch hier hat ein Gramm Mittelkette gefetzt, so auch einen neuen Kilo Kalorien.

00:09:12: Das heißt, das wird schnell übersehen.

00:09:14: Wir haben das gleiche Thema ja auch mit Olivenöl, wo auch gerne gesagt wird, wo auch die Empfehlung ist, polyphenolreiches Olivenöl einsetzen, zwanzig Milliliter pro Tag.

00:09:23: Energie bilanziert, wenn man sich das anschaut, bleibt die Energiedichte gleich.

00:09:28: Und das muss man unter Umständen mit berücksichtigen.

00:09:31: Und sag mal, evolutionär betrachtet.

00:09:33: Wir schauen ja hier bei den Health Nerds immer auch, wo kommt unser Organismus, wo kommt der Mensch her und wie muss er sich zurechtfinden in der aktuellen, sich ja doch sehr veränderten Welt.

00:09:43: Also evolutionär betrachtet gab es für unseren Stoffwechsel jemals vergleichbare Fettquellen, wie hoch konzentriert das MCT-Öl?

00:09:51: oder überfordern wir damit vielleicht ein System, das eigentlich eher auf langsam verfügbare Energie ausgelegt ist.

00:10:01: Ist MCT Öl auch Teil aus einer evolutionären Sicht oder auch Teil einer artgerechten Ernährung?

00:10:06: Das würde ich sagen auf jeden Fall und wir finden es in unterschiedlichen Lebensmitteln nicht zu geringen Anteil beispielsweise auch im Muttermilch.

00:10:13: Zehn bis zwanzig Prozent der Fettsäuren sind mittelkettige Fettsäuren.

00:10:17: Wir finden es in der Kokosnuss beispielsweise in Milch.

00:10:21: Aber es ist nicht so omnipräsent und diese schnelle Energieverfügbarkeit hat natürlich einen evolutionären Vorteil.

00:10:27: Aber Es macht dann wieviel Prozent aus, zehn Prozent, zwanzig Prozent aus.

00:10:31: Aber das, was wir jetzt dann heute häufig haben, sind Extrakte rein aus den C-Acht bis C-Zehn, vielleicht C-Zwölf, Fettsäuren Längen.

00:10:43: Das heißt, die alle ergänzt und einmal rein und das ... ist natürlich evolutionär für unseren Verdauungsdruck nicht so vorgesehen und kann dann durchaus eine Erklärung sein, warum es für so Probleme sorgt.

00:10:55: und für den Energiestoffwechsel, auch wenn wir den jetzt quasi dadurch gehackt haben, ist es in der Präsenz der mittelkettigen Fettsäuren so eigentlich nicht vorgesehen.

00:11:05: Es gibt

00:11:07: MCT-Öl, so können wir uns vorstellen, nicht als Evolutionäres Lebensmittel.

00:11:12: Und damit auch im Laufe der Evolution nicht die Konfrontation damit, wenngleich als Bestandteil es durchaus ein Thema in der Ernährung war und noch sein kann.

00:11:21: Und es hilfreich ist, dass das System so funktioniert.

00:11:24: Aber es war also eben nie isoliert oder nie eben in, ich sag mal, Esslöffelform verfügbar.

00:11:29: Wo?

00:11:29: Genau.

00:11:30: Immer irgendwie eingebettet in Nahrung oder du hast auch Muttermilch genannt.

00:11:35: wo das drin vorkommen kann, spannend.

00:11:37: Die schnelle Energiegebindung aus mittelkettigen Fettsaugen.

00:11:39: Das wiederum ist ein Teil eines uralten Überlebensprogramms, weil ich ganz viele andere Themen nicht brauche, lange Verdauungsprozesse usw.

00:11:47: und schnelle Verfügbarkeit.

00:11:48: aber eben prozentual gesehen.

00:11:50: In der Natur wird es in der hohen Menge nicht vorkommen.

00:11:53: Und wenn das System dann einmal so gefordert wird, kann es zu Verdauungsproblemen kommen.

00:11:58: Abschließend, Matthias, wem würdest du MCT Öl empfehlen, in welchen Lebensphasen, Lebenssituationen oder für wen?

00:12:06: kann es durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein, es zumindest mal auszuprobieren?

00:12:11: In gewissen Mengen kann das ruhig Bestandteil sein.

00:12:15: Weder Muttermilch haben wir täglich.

00:12:17: Jetzt aktuell noch mit dabei.

00:12:18: Viele verwenden auch wenig bis keine Milchprodukte.

00:12:22: Und natürlich lohnt es sich, dieses System durchaus mit anzustoßen.

00:12:28: und diesen Energiegewinnungsprozessen vor allen Dingen die Ketonkörperproduktion mit zu integrieren.

00:12:33: Das heißt, als, ich sag mal alles, eine Art Quick Win für den Energiestoffwechsel, kann man das durchaus ausprobieren, gerade mit Blick auf Kognition, Konzentrationsthemen, Energieverfügbarkeit auch im zentralen Nervensystem, wo ich es wirklich eine sinnvolle Indikation sehe und auch häufig mit empfehle, immer dann, wenn gar eine Funktion insbesondere, Und Bauspeicheltrüse mit beeinträchtigt sind, wenn die Ausspaltung von Fetten nicht gut funktioniert.

00:13:02: Auch das kann man beispielsweise in der Stuhlanalysie ganz gut mit testen.

00:13:06: Und dann hat man zumindest eine gute Energiequelle, die dann auch noch den Vorteil im Körper selbst hat in der Leber, dass die Energie gut produziert werden kann.

00:13:15: Und in gewissen Mengen, jetzt können wir uns ja an diesen prozentualen orientieren, kann das Teil der Ernährung sein.

00:13:22: und die Empfehlung hier langsamer zu starten und sich dann eher etwas zu steigern, dass man eine gewisse Menge der Energie auch über MCT abdecken

00:13:31: kann.

00:13:33: MCT Öl zeigt, wie schnell und flexibel unser Stoffwechsel Energie nutzen kann, aber eben auch wie sensibel er auf Geschwindigkeit reagiert.

00:13:43: Evolutionär ist unser Körper nicht auf Turbo-Energie ausgelegt, sondern eher auf Verlässlichkeit und genau darin liegt der Unterschied zwischen sinnvoller Ergänzung und durchaus auch

00:14:11: Überforderung.

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