Radikaler Kurswechsel: Die neue US-Ernährungspyramide (Deep Dive)
Shownotes
„Esst mehr echtes Essen.“ – Mit diesem einfachen Satz stellt die US-Regierung ein jahrzehntealtes Ernährungsdogma infrage. Die neue amerikanische Ernährungspyramide – streng genommen keine Pyramide mehr – sorgt weltweit für Diskussionen. Denn plötzlich rücken Lebensmittel in den Fokus, die lange als problematisch galten: mehr Protein, mehr tierische Produkte, mehr Vollfett-Milchprodukte. Gleichzeitig wird Zucker klar zum Gegner erklärt und ultrahoch verarbeitete Lebensmittel werden offen kritisiert.
In diesem HEALTH NERDS Deep Dive analysieren Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, was hinter den neuen US-Ernährungsrichtlinien steckt. Warum verabschieden sich die USA vom klassischen „Low Fat, High Carb“-Denken? Weshalb wird Protein plötzlich mit bis zu 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen? Und ist das biologisch sinnvoll – oder politisch motiviert?
Im Zentrum der Folge steht der wissenschaftliche Perspektivwechsel: Ernährung wird nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Stoffwechselgesundheit, Entzündungsprozessen, Herz-Kreislauf-Risiken und dem Darmmikrobiom. Statt Kalorienzählerei geht es um Lebensmittelqualität, Energieverfügbarkeit und biologische Funktion. Ein klarer Bruch mit alten Modellen – und für viele ein überfälliger Schritt.
Gleichzeitig bleiben Widersprüche nicht aus. Wie passt die Empfehlung für mehr Fleisch und Vollfettprodukte zu der weiterhin geltenden Obergrenze für gesättigte Fettsäuren? Warum spielen pflanzliche Proteinquellen in der öffentlichen Wahrnehmung der Leitlinien eine Nebenrolle, obwohl die Studienlage hier stark ist? Und wie realistisch ist ein drastisch reduzierter Zuckerkonsum in einem Land, das weltweit an der Spitze des Industriezuckerverbrauchs steht?
Auch die Kritik am Entstehungsprozess kommt zur Sprache: Interessenkonflikte, Industrie-Nähe einzelner Beteiligter und die Frage, wie unabhängig Ernährungsempfehlungen überhaupt sein können. Matthias Baum ordnet ein, was evidenzbasiert ist, wo Interpretationsspielräume liegen und warum Leitlinien immer nur Leitplanken sein können, keine individuellen Lösungen.
Eine Deep Dive Folge über einen radikalen Kurswechsel in der Ernährungspolitik, über echte Lebensmittel statt Ersatzprodukte – und über die Frage, ob diese neuen Empfehlungen ein Fortschritt für die metabolische Gesundheit sind oder nur die nächste Runde im alten Ernährungskrieg.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Esst mehr
00:00:02: echtes
00:00:02: Essen.
00:00:03: Das ist eine Abkehr, die für die USA schon, muss man mal ehrlicherweise sagen, ungewöhnlich ist.
00:00:07: In einer Industrie, die natürlich ernährungsseitig mit Seismi abgeprägt ist, mit ultra hochverarbeiteten Lebensmitteln überall und ständig zu esst.
00:00:17: natürliches Essen, Milchprodukte rücken in den Vordergrund, aber auch definitiv Obst, Gemüse und ein ganz, ganz spannendes Thema Eiweiß, weil das hat sich hier komplett geändert.
00:00:41: Viele von uns kennen dieses Ding noch aus der Schulzeit, die sogenannte Ernährungspyramide.
00:00:47: Da war unten Obst und Gemüse, oben Fett und Süßes.
00:00:52: Also in der Spitze soll es heißen.
00:00:54: Wenig davon, wenig Fett, wenig Süßes und unten im Bauch, wo quasi viel Platz ist in der Pyramide.
00:00:59: Da viel Gemüse, viel Obst.
00:01:01: Also ein relativ einfaches Modell für eine doch sehr komplexe Frage, die wir ja hier seit Jahren bei den HealthNurts auch diskutieren.
00:01:08: Was ist die optimale Ernährung für uns Menschen, für uns Homosapiens?
00:01:13: So, diese Pyramide gibt es in ähnlicher Form in vielen Ländern.
00:01:16: in Deutschland von verschiedenen Organisationen immer wieder mal aktualisiert, aber im Grunde ist sie seit vielen Jahren relativ konstant.
00:01:23: Bis vor wenigen Tagen, die USA vorgeprescht sind und dieses Denkmodell grundlegend neu aufgestellt haben.
00:01:30: Die US-Regierung hat neue Ernährungsrichtlinien veröffentlicht und diese sorgen momentan für heftige Diskussionen.
00:01:35: Dann plötzlich stehen dort Dinge im Fokus, die jahrzehntelang eher als Problem gehalten.
00:01:40: Also beispielsweise mehr Protein, mehr Fleisch, mehr Vollfettmilchprodukte.
00:01:45: Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr.
00:01:48: sagt,
00:01:49: eat real food.
00:01:50: Also, erst echtes Essen, weniger Zucker, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, weniger Softdrinks, Kekse, Chips, Schokolade usw.
00:02:00: Und das muss man sagen, auch wenn es relativ simpel ist, ist ja natürlich genau die Richtung, die wir hier auch bei den Helfnerts seit Jahren vertreten und für die wir immer wieder wissenschaftliche Beweise suchen und auch finden.
00:02:11: Diese ultra hoch verarbeiteten Lebensmittel, da haben wir auch eine Folge zugemacht, sind im Grunde ziemlich schädlich für unseren Organismus.
00:02:18: So, jetzt wollen wir mal gucken.
00:02:19: Was steht in dieser neuen Pyramide genau drin?
00:02:22: Streng genommen, das können wir schon vorwegnehmen, ist es gar keine Pyramide mehr, sie steht eigentlich mehr oder weniger auf dem Kopf.
00:02:26: Und Matthias Baum, unser Gesundheitswissenschaftler, hat sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, damit wir hier im Deep Dive euch umfassend eine Einschätzung geben können, wie diese neue amerikanische Ernährungsrichtlinie einzuschätzen ist und vor allem wer dahinter steckt.
00:02:42: Und was die Wissenschaft sagt, was davon ist wirklich evidenzbasiert und was ist vielleicht auch wieder getrieben von irgendeiner Industrie.
00:02:50: Matthias, wir haben natürlich im Vorfeld auch schon gesprochen und du hast gesagt, hey, das ist ein heißes Thema, das geht momentan im Internet richtig ab.
00:02:56: Warum ist diese Ernährungspyramide oder dieser neue Vorstoß der Amerikaner so bahnbrechend?
00:03:01: Warum sind die Leute so aufgeregt?
00:03:04: Also fangen wir ganz vorne an und das finde ich schon mal diesen ersten wichtigen Punkt.
00:03:08: Wir reden häufig von Ernährungspyramide.
00:03:10: Das ganze System ist eher schon ein bisschen veraltet.
00:03:13: Das mit Pyramiden gearbeitet wird, die DGE arbeitet mittlerweile auch eher mit einem Ernährungskreis.
00:03:19: Und man könnte es als, ich weiß nicht, ob es so gemeint ist, aber als kleinen Marketing Gag verstehen, dass jetzt, wenn man sich das anschaut und die Ergebnisse anschaut, die Pyramide plötzlich auf dem Kopf steht.
00:03:31: Das heißt, Du hast es eben erwähnt, unten steht Gemüseobst in der Vergangenheit, aber eigentlich stand immer als großer Teil unten drunter Getreide aus Prozeryalien, Reis, Pasta und davon relativ viel.
00:03:45: Danach gab es also Früchte und Gemüse, die integriert worden sind, dann deutlich weniger Fleisch aus Geflügel, tierisches Fleisch, also Säugetierfleisch, Eier.
00:03:58: eher weniger, dann auch Milch und Milchprodukte eher deutlich weniger und ganz oben, dann Fette vor allen Dingen nochmal herausgenommen und Süßungsmittel.
00:04:06: Vor allen Dingen, wenn wir mit Blick auf auf zuckerhaltige Lebensmittel schauen.
00:04:10: So, jetzt sieht das Bild, wer sich das einmal anschaut, sieht es aus, als ob die Pyramide nach unten gerichtet ist, aber es handelt sich letztendlich um eine Richtlinie, Guidelines für Amerika erstmal vorgesehen.
00:04:21: Das heißt, es hat für uns erstmal überhaupt keinen Einfluss, aber die Gesellschaften dienen natürlich als Grundlage, die dann überführt werden, beispielsweise in Schulen oder in staatliche Einrichtungen, dass danach nach diesen Prinzipien auch gekocht wird und diese Empfehlungen erstmal so quasi mit im Raum stehen.
00:04:41: bevor wir tiefer einsteigen in das thema und uns das genau mal anschauen eine kleine anekdote.
00:04:47: du hast es gerade mir schon erzählt vor vielen jahren wer die serie fauspark noch kennt ja mit kenny und und sein kumpels diese zeichentrick serie die ja auch sehr viel politisches immer hat.
00:05:00: da gab es mal eine folge und da wurde diese Ernährungspyramide schon vor vielen Jahren auf den Kopf gestellt.
00:05:06: Ja, es ist insofern spannend.
00:05:07: Es passt zudem, dass es gerade wer in der Blase und um Gesundheit Ernährungsthemen unterwegs ist, wird damit bombardiert worden sein, die letzte Zeit über Social Media, über Beiträge, Newsletter und so weiter.
00:05:18: Es taucht überall auf, wir sollten deswegen ja auch darüber sprechen.
00:05:21: Und da wurde dieses als Meme quasi herangezogen, also einer ruft an und sagt, Alle sind krank, alle werden immer kränker.
00:05:30: Ihr müsst die Pyramide umdrehen, dreht die Pyramide um und sie drehen sie auf den Kopf.
00:05:35: Und die Logik, die in der Pyramide besteht, ist ja die Basis, war vorher Getreide.
00:05:41: Gar nicht getrennt in Richtung, primär getrennt in Richtung Vollkorn und Weißmehl, aber auch Zerealien.
00:05:48: Also da stickt's.
00:05:49: Die Idee der großen Frühstücksindustrie dahinter, das war immer auch dieser Hauptkritikpunkt.
00:05:54: Jetzt steht das grafisch gesehen, steht Vollkorn ganz unten und es läuft spitzt zusammen und man könnte jetzt denken, ja jetzt steht die Pyramide auf dem Kopf.
00:06:04: Wenn wir dann wirklich in diese Guideline tiefer reinschauen, sehen wir, naja, so ganz sieht es nicht aus.
00:06:10: Es gibt durchaus einigen Wandel, der stattgefunden hat und Kritikpunkte, die es gab mit zu viel Getreide, zu viel Zerealien, zu wenig Fetts und auch Fetts nicht differenziert betrachtet, sondern pauschal zu sagen, ganz wenig davon, Zucker ganz wenig und tierische Lebensmittel auch weniger pro Woche beispielsweise, dass sie verwendet werden sollen.
00:06:33: Also das meinte ich mit vielleicht ist es eine Art Marketing Gag, das auf den Kopf zu stellen.
00:06:38: Schaut es euch an oder auch bei der DGE findet ihr nicht mehr die klassische Pyramide, sondern eher einen Kreis und dann hat man so eine Art prozentuale Einteilung.
00:06:47: Und das sehen wir dann auch des Guidelines.
00:06:49: eine Richtung Leitplanken vorgeben können und man darf es jetzt auch nicht über dramatisieren, wie ich finde, Richtlinien, aber natürlich kann man Kritikpunkte darin finden, wie man überall Kritikpunkte drin finden kann, aber man sieht im Ergebnis, okay, getreide Zerealien werden deutlich weniger, fette Rücken in den Vordergrund, gesunde Fette, so werden sie auch benannt und tierische Lebensmittel rücken in den Vordergrund.
00:07:12: Milchprodukte rücken in den Vordergrund, aber auch definitiv Obst, Gemüse und ein ganz, ganz spannendes Thema Eiweiß, weil das hat sich hier komplett geändert.
00:07:23: So, also das ist schon, sagen wir mal, ein radikaler Kurswechsel.
00:07:27: Und wenn man jetzt also schaut, natürlich die Trump-Regierung nutzt das Ding auch wieder für ihre Zwecke und sagt ganz klar, jahrelang wurden die Amerikaner quasi von der Industrie betrogen und wurden hier falsche Richtlinien rausgegeben.
00:07:41: Sie haben das jetzt korrigiert.
00:07:43: Hier ist jetzt also eine rein wissenschaftlich basierte Ernährungsempfehlung.
00:07:49: Wenn man sich das Ding jetzt genauer anschaut, auch genauer anschaut, wer hat denn da im Bord?
00:07:53: gesessen und das mit entschieden.
00:07:55: Was stellt man da fest?
00:07:56: Naja, das sind auch Kritikpunkte, die aufkommen.
00:07:59: Wenn man sich das Panel anschaut, geht es ja auch online verfügbar, sieht man hochkarätige Wissenschaftler in ihren Bereichen.
00:08:08: Bei der einen oder anderen Person könnte man aber gegebenenfalls doch... Naja, Unterstützung vielleicht aus der Industrie vermuten, gerade aus der Fleisch- oder Milchindustrie, das sind Themen, die mitdiskutiert werden.
00:08:20: Wenn man sich das aber ganz sachlich vornimmt, nicht Marketing, nicht politisch orientiert, dann ist es wie immer, das sind Wissenschaftler, die meines Erachtens schon sauber arbeiten und an einigen Stellen auch sagen, wir belassen es an der Stelle jetzt erstmal so und gehen davon aus, die Richtlinie ist ausgelegt, jetzt bis zum Jahr- und Dreißig und dann wird natürlich auch weiter überprüft werden.
00:08:43: final davon noch umgesetzt werden kann, ist schwierig.
00:08:45: Jetzt noch mal zu der Grafik.
00:08:47: Grafiken helfen uns ja immer.
00:08:49: Da würde man im ersten Moment sagen.
00:08:50: Und viele der Kritiken, die ich so online auch schon gefunden habe, dass sie sagen, oh mein Gott, jetzt steht das Hühnchen, das ist also wirklich in der Grafik abgebildet, neben dem Prokoli.
00:09:01: Also ist Hühnchen genauso wichtig.
00:09:03: Und Butter steht vor anderen Lebensmitteln.
00:09:06: Noch mal, wenn wir es gar nicht als Pyramide betrachten, sondern erst mal so als Konklomerat, dann den Gag.
00:09:11: mit der geträhten Pyramide quasi mit dabei haben.
00:09:15: Und uns die Inhalte anschauen, lässt sich das relativieren.
00:09:18: Weil natürlich viele, auch einige natürlich auch aus kardiologischer Sicht sagen, zu viele gesättelte Fettsäuren werden nicht gut.
00:09:27: Aber lass uns da, glaube ich, mal im Detail noch mal reinschauen, was das bedeutet.
00:09:30: Okay,
00:09:31: also was ich mitnehmen kann, ist, dass wir schon feststellen, neu an dieser Pyramide ist oder an dieser Ernährungsempfehlung ist eben, dass Ernährung nicht mehr isoliert betrachtet wird, sondern schon versucht wird, einen Kontext herzustellen, zu Stoffwechselgesundheit, zu Entzündungsprozessen, zu Herz-Kreislauf-Riesigen, zu unserem da Mikrobiom.
00:09:50: Also das, finde ich, ist wissenschaftlich schon ein Upgrade, dass man sich das ganzheitlicher betrachtet.
00:09:55: Wie schätzt du das ein?
00:09:56: Das sehe ich ehrlicherweise auch so.
00:09:58: Ich bin gerade dem über diesen kurzen Paper, was es dazu gibt, was als die Richtlinien zusammenfasst, darauf würde ich mich jetzt auch in erster Linie beziehen, merkt man schon, okay, das fängt mit einigen Grundprinzipien an, können wir mal ganz vorne vorwegstellen, dass zum Beispiel darauf geachtet werden soll, die richtige Menge zu essen.
00:10:18: So, nochmal, das ist eine Richtlinie, das ist jetzt nicht für jeden einzeln berechenbar, wie viel Energie, Kalorien ich dann wirklich benötige, aber zumindest der Hinweis, der im Raum steht, die Kilo-Kalorienmenge, die gebraucht werden, angepasst an Alter, Geschlecht, Angröße, Angewicht im Level der sportlichen Aktivität.
00:10:40: Und das ist halt wichtig ist, das Überessen zu vermeiden.
00:10:44: Das ist der erste Punkt, der auftaucht bzw.
00:10:48: so ist die Internetseite schon festgelegt.
00:10:50: Und du hast es eben auch anfangs erwähnt.
00:10:52: Und das ist der übergeordnete Punkt.
00:10:54: Esst mehr echtes Essen.
00:10:57: Das ist die Parole,
00:10:58: ja.
00:10:58: Natürlich
00:10:59: Lebensmittel.
00:11:01: Das ist eine Abkehr, die für die USA schon, muss man mal ehrlicherweise sagen, ungewöhnlich ist.
00:11:06: In einer Industrie, die natürlich ernährungsseitig mit Seismi abgeprägt ist, mit ultrahoch verarbeiteten Lebensmitteln überall und ständig zu erst gesundes, na ja, erst natürliches Essen ohne die Verarbeitung.
00:11:21: Und da haben wir eine extreme Abkehr.
00:11:22: Das ist definitiv erkennbar.
00:11:24: Und unterm Strich in der Einschätzung, wie du es auch schon gesagt hast, richtig und gut und sinnvoll.
00:11:31: Wenn wir jetzt nochmal reinzoomen, Matthias, in das Thema Proteine beziehungsweise.
00:11:36: Fleisch, wenn wir uns das noch mal genauer angucken.
00:11:39: Da hast du schon gesagt, dass da ist.
00:11:41: eine radikale Umkehr findet dort statt, also weg von den Kohlenhydraten hin zu deutlich mehr Protein, deutlich mehr Fleischkonsum.
00:11:51: Ich habe es neulich erst gelesen, es hat jemand mal hochgerechnet.
00:11:53: Für einen Erwachsenen im Schnitt würde das beispielsweise bedeuten, man müsste jeden Tag ein halbes Kilo Fleisch essen, ein halbes Kilo Steak.
00:12:02: Beispielsweise, um auf die Menge Protein zu kommen, die dort empfohlen wird.
00:12:07: Ist das realistisch, ist das gesund?
00:12:09: Wie schätzt du das ein?
00:12:12: Also, die Eiweißmenge war, lag, glaube ich, auch in den USA.
00:12:16: Ich bin eher bei Heimat, hier im deutschsprachigen Raum, lag meines Erachtens auch bei Nürnkommer acht Gramm pro Kilogramm
00:12:23: Körpergewicht.
00:12:24: So, wir haben eine nahezu Verdopplung zwischen eins, zwei bis eins, sechs Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
00:12:30: Wir haben hier auch schon häufiger, wenn man grobe Empfehlungen gibt, auch diese Bereiche schon angesprochen.
00:12:36: Wir haben auch gesagt, ja, es gibt medizinische Indikationen, wo man aufpassen muss, aber es heißt nicht, dass man gar kein Eiweiß mehr essen darf.
00:12:44: Das ist häufig wird das.
00:12:46: Bei Nierenerkrankungen sagt man, man muss schauen, ob die Niere die Eiweißmenge überhaupt verarbeiten kann, den anfallenden Stickstoff, den Haarstoff umwandeln zu können.
00:12:55: Die pauschale Empfehlung lautet jetzt, eins, zwei bis eins, sechs Gramm.
00:12:59: Und jetzt hast du gerade was Schönes aufgemacht.
00:13:01: Da merkst du auch die vielen, die jetzt darüber diskutieren und sich miteinander setzen.
00:13:06: Es steht schon sehr klar drin, nicht eins, zwei bis eins, sechs Gramm Eiweiß.
00:13:11: aus Fleisch ausschließlich zu holen, sondern konsumieren eine Vielzahl unterschiedlicher proteinreicher Lebensmittel, tierischen Ursprungs, dazu zählen Eier, Geflügel, Meeresfrüchte, rotes Fleisch steht mit drin, ja, aber auch eine Vielfalt von pflanzlichen Proteinquellen, zum Beispiel Bohnen, Hülsenfrüchte gehören mit dazu, Nüsse, Saaten.
00:13:37: Hier steht auch Soja mit dabei.
00:13:39: Da kann man wieder über die einzelnen diskutieren.
00:13:41: Dann kann wieder sagen, nicht so viele Saaten, nicht so viele Hülsenfrüchten.
00:13:44: Und Soja ist auch schlimm.
00:13:46: Aber es gibt Raum dafür.
00:13:48: Die grobe Empfehlung, das ist das Spannende, dass die nach oben gerückt ist.
00:13:52: Ja, auch tierische Lebensmittel mit beinhaltet.
00:13:55: Und das finde ich übergeordnet auch noch mal wichtig.
00:13:58: Du hast es eben schön gesagt.
00:13:59: Der Fokus, priorisiere Eiweiß, steht hier.
00:14:02: Ja, in jeder Mahlzeit.
00:14:04: Und das hat sich geändert, im Vergleich zuvor her Hauptsache ganz viele Getreidequellen zu verwenden.
00:14:11: Und da waren die Menge, die Portionen pro Tag schon mit bis zu, ich gucke es hier nochmal nach, zwischen sechs bis elf Portionen Empfehlungen, wenn es um Getreidevarianten geht.
00:14:22: Zerialien, Reis, Pasta, Brot.
00:14:25: Also, ganz klar auch hier spannend zu sehen, es lohnt sich eben tiefer reinzuschauen, weil genau diese Diskussion habt ihr vielleicht auch bei Social Media schon gesehen, dass einige gesagt haben, ich kann noch nicht jeden Tag ein halbes Kilo Steak essen, wie sollen das funktionieren?
00:14:38: Also, reinschauen, was steht genau drin, die Empfehlung heißt mehr Protein, deutlich mehr Protein, aber eben auch deutlich mehr Vielfalt.
00:14:45: Und auch da, Matthias, müssen wir sagen, rückt diese Empfehlung deutlich näher auch an das ran, was du, was deine Kollegen bei Artgerecht schon seit vielen Jahren im Grunde proklamieren und sagen, Vielfalt, der Mensch hat sich immer vielfältig abwechslungsreich ernährt.
00:15:00: Die Ernährung war nie so limitiert monoton, wie sie in vielen Kühlschränken heutzutage stattfindet, sondern wir haben immer eine Vielzahl von Dingen zu uns genommen und unseren Körper mit verschiedensten Quellen mit Energie versorgt.
00:15:14: Würdest du sagen, das ist auf jeden Fall schon mal etwas sehr Positives an dieser neuen Ernährungsrichtlinie?
00:15:19: Das ist was Positives.
00:15:20: Ich glaube, was auch Positives ist, ist wirklich, dass wir diese Pyramidenlogik noch mal inhaltlich, wenn wir wirklich reinschauen, auch verlassen, dass sich ein anderes wichtiges Dogma USA bezogen auch wirklich auflösen.
00:15:33: Das ist diese Low-Fat-Thematik, die schon immer wieder auch hier noch mal eine Rolle gespielt hat, die wir in der DGE natürlich auch immer wieder finden, möglichst wenig gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen, die primär natürlich ein Energieträger sind.
00:15:47: Aber wenn ich alles an Fetten vermeide oder wenn ich natürliche Lebensmittel vermeide, die ich in Geflügelei omega-dreireichem Fisch finde und sage, nee, auch Nüsse, Saaten, das will ich alles nicht haben, weil es ist fett.
00:16:00: Das wird gerade versucht aufzulösen.
00:16:02: Und da sagen auch viele, oh mein Gott, jetzt steht hier, wieder auf die Grafik geschaut, die Butter neben dem Prokoli.
00:16:09: Und das heißt ja, übersetzt, Ich soll genauso viel Butter essen wie Brokoli und Butter hat sehr viel gesättigte Fettsäuren.
00:16:16: So, das ist jetzt ein Zwischending.
00:16:17: Ich habe herausgefunden, dass in den USA viel darüber diskutiert worden ist, ob man das nicht komplett aufweicht und gesättigte Fettsäuren komplett frei gibt.
00:16:25: Aber es ist hier auch der klare Hinweis, keinen Überfluss an gesättigten Fettsäuren.
00:16:31: Hier liegt die Richtlinie aktuell bei zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr durch gesättigte Fettsäuren.
00:16:37: Da wird es nachher tricky werden, weil wenn ich empfehle, viel Fleisch, Geflügel, Eier, Omega-Dreireichen, Fisch zu essen, dann bin ich schnell unter Umständen bei über zehn Prozent meiner Energiedichte von gesättigten Fettsäuren.
00:16:50: Also das muss man natürlich an der Stelle auch mit berücksichtigen.
00:16:53: Es ist ein guter Aufschlag, würde ich sagen.
00:16:56: Okay, was ist in dieser neuen Ernährungsrichtlinie aus deiner Sicht noch auffällig oder spannend?
00:17:02: Ja, zwei Dinge finde ich noch spannend.
00:17:04: Einmal das Thema natürlich Milch- und Milchprodukte.
00:17:07: Hier wird auch relativ klar gesagt, vollfetz Milchprodukte ohne zusätzlichen Zucker, die sollen auf jeden Fall konsumiert werden, drei Portionen pro Tag.
00:17:16: Das verändert sich deutlich zu dem, was vorher die Empfehlung war.
00:17:19: Auch hier wird natürlich kritisiert, Fettmenge unter Umständen oder natürlich auch der Bezug zur Milchindustrie hin.
00:17:28: Und ich würde natürlich auch sagen, nicht alle Menschen vertragen gleich gut diese Milchprodukte, das wissen wir, auch evolutionär betrachtet.
00:17:34: Kann es gut sein, dass die einen oder anderen entweder auf Laktose oder auch Kaseine, also andere Milchallweise, reagieren.
00:17:40: Aber das sind individuelle Aspekte.
00:17:42: Aber klar, wir haben hier eine Guide Line, an der sich erst mal orientiert werden soll.
00:17:46: Dann finde ich auch interessant, auch das ist ein Kritikpunkt.
00:17:49: Das Thema Alkohol taucht hier natürlich auch wieder mit auf.
00:17:52: Bisher stand im Raum weniger als zwei Drinks.
00:17:56: Pro Tag und Drink wird dann definiert, meistens zwischen Null Komma Eins bis Null Komma.
00:18:00: zwei Liter pro Tag für Männer und einer ein Drink für Frauen pro Tag weniger als das.
00:18:08: So und jetzt hat sich die Formulierung verändert.
00:18:11: Die Formulierung heißt jetzt eher das Grund, dass sich weniger Alkohol konsumiert werden sollte für eine bessere Gesundheit.
00:18:18: Und natürlich in bestimmten Lebensphasen.
00:18:21: schwangere Frauen, Menschen mit Alkoholerkrankungen, unter bestimmten anderen medizinischen Konstitutionen, sollten auf Alkohol verzichten.
00:18:28: Und da ist der Kritikpunkt natürlich das und sagt, naja gut, wir haben auch darüber gesprochen und würden dem Alkohol ehrlicherweise nicht eine positive Funktion zusprechen können, für sich alleine genommen.
00:18:40: Warum steht jetzt hier nicht sehr konsequent?
00:18:42: Kein Alkohol ist eigentlich das, was wir versuchen wollen zu erreichen.
00:18:46: Vorher waren es sehr konkret benannt, wobei ich so zwei Drinks pro Tag für Männer dann auch schon viel halte, vor allen Dingen in der Regelmäßigkeit.
00:18:53: So muss man sich natürlich auch noch mal überlegen.
00:18:55: Jetzt ist es aber schwammiger formuliert.
00:18:56: Auch hier wird dann wieder gesagt, na, vielleicht steckt da die Alkoholindustrie mit dahinter, die natürlich versucht, so einen Schlupfluch zu haben, dass man sagt, ja weniger, aber du bekommst es schon gut hin, das für dich selbst einzuschätzen.
00:19:08: Es ist kleinteilig, wenn man so reingeht, übergeordnet würde ich aber schon sagen, wenn wir uns die einzelnen Punkte ansehen, die Aufschläge finde ich so weit ganz gut.
00:19:17: Abschließend, Matthias, möchte ich gerne mit dir nochmal über die fünf größten Kritikpunkte zur neuen Ernährungsempfehlung der USA sprechen.
00:19:25: Vielleicht kannst du immer eine kurze Einschätzung von dir dazu geben.
00:19:30: Punkt eins, der taucht immer wieder auf von Kritikern, die sagen, es gibt innerhalb der Empfehlungen viele Widersprüche.
00:19:36: Also die Leitlinien empfehlen auf der einen Seite mehr Lebensmittel, die genau das liefern, was eigentlich begrenzt werden soll.
00:19:43: Zum Beispiel wird mehr rotes Fleisch empfohlen und mehr Vollfettmilchprodukte stärker betont.
00:19:49: Auf der anderen Seite werden Bestandteile davon eher negativ eingeschätzt und sollen reduziert werden.
00:19:55: Wie schätzt du das
00:19:56: ein?
00:19:56: Naja, das ist das, was ich eben schon auch kurz mit erwähnt hatte, mit Blick auf zehn Prozent der Kalorienzufuhr soll pro Tag nur aus gesetzlichen Fettsäuren kommen.
00:20:05: Wenn ich dann diese Lebensmittel auswähle, dann schießt sich schnell darüber hinaus.
00:20:10: Ich verstehe den Punkt und er ist auch richtig und ich glaube auch, dass er wenn wir es uns mal dann im Detail anschauen, mathematisch nicht hundertprozentig aufgehen würde, also wenn man dann das so verteilen würde.
00:20:19: Aber sind wir mal ehrlich, dieses Rechnen mit Kalorien, auch wenn ich auch häufiger schon dazu gesprochen habe, das kann eine Orientierung sein, aber der Blick auf natürliche Lebensmittel sorgt natürlich längerfristig, nicht nur an einem Tag gedacht Felix, sondern natürlich längerfristig dafür.
00:20:36: dass wir viele versteckte entweder Zucker- oder auch gesättigte Fettsäuren, die wir auch finden, oder auch Transfettsäuren in der Verarbeitung vermeiden werden.
00:20:46: Und ich verstehe den Kritikpunkt und der ist berechtigt und man darf ja hier auch noch nachjustieren.
00:20:51: Ich glaube nicht, dass diese Leitlinien dazu führen, dass die gesättigten Fettsäuren noch mehr steigen.
00:20:56: Wir haben hier auch gerade in den USA sehen wir, dass unter den bisherigen Leitlinien immer noch mehr Stoffwechselerkrankungen mit entstehen.
00:21:05: Thema zwei ist die Überbetonung von Protein und gleichzeitig gibt es eben viele Stimmen, die sagen, der Mehrwert durch mehr Protein ist eher fraglich.
00:21:15: Was sagst du dazu?
00:21:16: Das sehe ich überhaupt nicht so.
00:21:17: Also in den Bereichen siedelt sich das ganz häufig an.
00:21:21: Ich habe in den meisten auch Stoffwechsel-Analysen, die ich durchführe und sehe und wenn wir uns dann die auf der individuellen Stoffwechsel-Base sonst anschauen, noch nicht wirklich gesehen, dass da weniger empfehlenswert daraus wäre.
00:21:34: Und das ist von dir, dann hat der eigenen Atemgasanalyse und ähnlichem.
00:21:39: Ich halte die Mengen für durchaus sinnvoll.
00:21:41: Ich würde sogar darüber sprechen, dass man individuell sogar auch noch höher gehen kann, aber individuell auch niedriger gehen kann.
00:21:47: Pauschal finde ich das schon mal richtig.
00:21:49: Und wenn sich natürlich eine Industrie daran anpasst und Eiweiß auch mehr und mehr betont.
00:21:56: kommen wir in eine richtige Richtung.
00:21:57: Gerade für alte Menschen, nicht nur für das Thema Muskel erhalten, Muskelaufbau, die Bausteine des Lebens.
00:22:03: Darum geht es, die Aminosäuren, die darin enthalten sind und das wir uns ausreichend damit versorgen.
00:22:07: Und von daher gibt es definitiv Vorteile.
00:22:11: Ja, wenn ich mich dazu nicht bewege, werde ich keine Muskulatur aufbauen, aber es gibt die Vorteile.
00:22:15: Und von daher finde ich an der Stelle sage ich selten, aber in dem Fall ist mehr besser.
00:22:20: Punkt drei, der häufig als Kritik genannt wird, pflanzliche Proteine werden.
00:22:25: unterbewertet.
00:22:27: Sie spielen in den neuen Leitlinien nur eine Nebenrolle, hört man immer wieder.
00:22:31: Ist es wirklich so?
00:22:32: Und was sagst du?
00:22:33: Das, was wir medial erfahren, ist natürlich so eine Abkehr und tierisches alles am besten, ob jetzt Fleisch oder Milchprodukte.
00:22:43: Wenn man reinliest, ist die klare Empfehlung.
00:22:45: Nein, natürlich sollen die Proteinquellen auch auf pflanzlicher Basis sein.
00:22:49: Es gibt Hinweise nochmal für Vegetarierinnen und Veganer.
00:22:52: Von daher finde ich die Richtung völlig in Ordnung.
00:22:54: und um das abzudecken, ist relativ klar benannt, also dieser, also dieser, also dieser, also dieser, also dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser,
00:23:00: dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser,
00:23:01: dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser,
00:23:04: dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser, dieser.
00:23:12: Also da lohnt sich wirklich der Blick tiefer rein in die Unterlage, in die Empfehlung und nicht nur in diese vereinfachte Übersicht.
00:23:15: Auch ein häufiger Kritikpunkt haben wir im Grunde schon erklärt.
00:23:18: In diesem Board waren tatsächlich einige Wissenschaftler, die der Tier- oder Fleischverarbeitenden Industrie oder der Milchindustrie sehr nah stehen.
00:23:27: Ja, und da wo es Grenzen gibt, wird relativ klar gesagt, es braucht auch noch mehr Forschung.
00:23:32: Das gilt übrigens auch für das ganze Team.
00:23:34: der Fettsäuren.
00:23:35: Da gibt es auch klare Hinweise zu.
00:23:38: Und ich würde jetzt nicht dem kompletten Panel vorwerfen, dass sie nur der Industrie zugetragen sind oder da Interessenskonflikte bestehen.
00:23:45: Das steht mir auch nicht zu.
00:23:47: Ich bin da auch nicht investigativ vorgegangen, sondern ich habe das auch erst mal nur aufgenommen.
00:23:51: Und ehrlicherweise ohne Verschwörung, aber die dürfte man dann auch fragen, was sonst in der Vergangenheit passiert ist.
00:23:58: Das heißt, wie sind die Leitlinien vorher entstanden?
00:24:00: Und ich weiß, dass dieser Kritikpunkt gerade, was so die Getreidezufuhr und Serialienzufuhr anging, das auch immer wieder mitbetont worden ist.
00:24:08: Wir werden das mit beobachten.
00:24:10: Und wenn das mit Forschung weiter gefüttert wird, halte ich das noch mal als Veränderung, als Auftakt.
00:24:17: finde es schwierig, da sehr große Kritikpunkte zu finden.
00:24:19: Also über weniger verarbeitete Lebensmittel und echtes Essen zu essen, weniger Ersatzstoffe zu verwenden und mehr Heileis, finde ich eigentlich schon gute Aspekte dabei.
00:24:32: Und der letzte unserer Top-Five-Kritikpunkte an dieser neuen Ernährungsrichtlinie, Zucker.
00:24:37: Starker Fokus auf Zucker, was sicherlich inhaltlich gut ist, aber die Kritik geht in die Richtung, dass da wenig Umsatzrealismus dahinter steckt.
00:24:46: Klar, wenn man sich anguckt, der Zucker-Konsum weltweit auf Platz eins liegen tatsächlich die USA im Schnitt.
00:24:53: Sechzig bis sieben und siebzig Kilogramm Zucker pro Kopf.
00:24:57: Und wir reden von Industriezucker pro Kopf.
00:25:00: Mal zum Vergleich, in der EU im Schnitt ist es die Hälfte, ja, dreißig bis bis fünfundreißig Kilo pro Kopf pro Jahr.
00:25:07: Also die USA sind Spitzenreiter.
00:25:08: und wer einmal da war, die Werbungen, die Supermärkte sind vollgestopft mit Süßkram und und Dingen, also dagegen sind unsere Supermärkte wirklich die Leitvariante.
00:25:19: Klar, die die Kritik ist durchaus da zu sagen, okay, plötzlich eben diese Abkehr, plötzlich der Fokus auf, hey Leute, Zucker ist wirklich das weiße Gift, Finger weg davon.
00:25:31: Wie sehr kann man das als Kritikpunkt sehen, dass es da eben wenig Chance auf echte Umsetzung gibt in den USA?
00:25:37: Die Kritikbestand vorher auch schon.
00:25:40: Die Alternative war, dass eher fokussiert worden ist, dass man gesagt hat, dann lieber Zuckerersatzstoffe.
00:25:46: weil sie keine Kalorien enthalten, weil sie keine Energie enthalten und damit nicht zur Überernährung weiter beitragen würden.
00:25:53: Das ist in der Idee auch passend.
00:25:55: Und ja, es gibt Untersuchung, dass, wenn man Ernährungsformen so durchführt und das damit ersetzt, es auch funktionieren kann.
00:26:00: Aber wenn ich das in die normale Gesellschaft reingebe, wir genau das Gegenteil erkennen, dass eben genau nicht funktioniert.
00:26:05: Dadurch wurde nicht Gewicht reduziert und Diabetes Meditus Typ II Risiko reduziert und so weiter und so fort.
00:26:12: So hat die Kritik, verstehe ich, dass man jetzt sagt, naja, jetzt wird das rausgegeben, aber es wird doch eh nicht umgesetzt.
00:26:17: Aber das gilt doch immer.
00:26:18: Es ist der Auftakt dafür.
00:26:21: Und nochmal, diese Kilogrammanzucker, die konsumiert werden, da werden auch Amerikanerinnen und Amerikaner sagen, ich hab mich nicht dran erinnert, dass ich in meinen Kaffee oder Tee jeden Tag ein halbes Kilo Zucker reingeknallt hab.
00:26:33: Das ist richtig, aber es ist der versteckte Zucker, den wir in den Ultrahofer arbeiten, Lebensmittel finden.
00:26:39: So dass eine bedingt hier logischerweise das andere, um das zu reduzieren.
00:26:42: Das wird nicht auf null herunterfahren und es wird sich auch nicht jeder Amerikaner Amerikanerin daran halten.
00:26:50: Aber es ist der Anfang und es darf sich weiterentwickeln.
00:26:52: und lieber so rum und lieber eine Entwicklung als zu sagen, ja mein Gott, das kriegen wir doch sowieso gesamtgesellschaftlich nicht hin.
00:27:00: Also von daher finde ich die Richtung gut.
00:27:03: Und wenn wir das mit der DGE, also Deutschen Gesellschaft für Ernährung, vergleichen, dann gibt es schon gravierende Unterschiede.
00:27:11: Wir haben darüber gesprochen, die Empfehlung, wie viele Eier dürfen es pro Woche sein,
00:27:14: eins.
00:27:16: Das ist jetzt mittlerweile wieder ein bisschen angepasst.
00:27:19: Was hier nicht berücksichtigt wird, ist, dass der Nachhaltigkeitsaspekt, der in vielen anderen Gesellschaften mehr in den Fokus rückt und natürlich auch die Umwelt, die mit berücksichtigt wird.
00:27:30: Stoffwechselseitig halte ich viele dieser Aspekte für durchaus nachvollziehbar und sinnvoll und auch wissenschaftlich fundiert.
00:27:37: Und wenn gleich man offen und ehrlich zugeben kann, klar, dann vielen Punkten muss noch weiter geforscht werden, aber das gilt für alle Richtungen.
00:27:43: Und es ist wie immer im Leben, es wird selten oder nie etwas geben, wo... alle einer Meinung sind und vor alle Hurra schreiden werden und sagen, genau so ist es.
00:27:53: Das ist der heilige Gral der Ernährung und genau so ist es in Stein gemeißelt und die nächsten tausend Jahre.
00:27:59: Also es ist ein lebendiges Ding.
00:28:01: Die Wissenschaft hört nie auf, bleibt nie stehen, es geht immer weiter, es wird immer neue Erkenntnisse geben und neue Erfahrungen.
00:28:07: insofern zusammenfassend.
00:28:08: Und so habe ich dich verstanden, Matthias, kann man schon sagen, dass diese neue Ernährungsrichtlinie ein großer Schritt nach vorne ist.
00:28:14: viele Dinge in den Fokus rückt, die wir auch aus artgerechter Sicht, aus evolutionärer Sicht absolut für richtig halten.
00:28:21: Wenn gleich im Detail man eben auch hinschauen muss, okay, für jeden individuell wird es dann eben doch auch nochmal eine andere Lösung geben müssen.
00:28:29: So.
00:28:29: Was machen wir?
00:28:30: Wir haben uns was überlegt.
00:28:31: Ab Donnerstag, Leute, starten wir hier bei den Health Nerds in ein Ernährungsspezial.
00:28:36: Denn dieses Thema Ernährung, das sehen wir auch hier aus dem Feedback der Community, ist für viele ein Riesenthema, gerade jetzt zum Jahresstart.
00:28:43: Und wir wollen am Donnerstag beginnen, jeden Tag eine Podcastfolge veröffentlichen für eine Woche.
00:28:48: zu einer speziellen Ernährungsform.
00:28:51: Beispielsweise Ketogene Ernährung oder Low Carb Ernährung oder FDH.
00:28:56: Wir schauen uns das alles sehr genau an.
00:28:58: Was ist wissenschaftlich wirklich evidenzbasiert?
00:29:01: Wo gibt es eine echte wissenschaftliche Grundlage?
00:29:04: Wie funktionieren die einzelnen Ernährungsformen?
00:29:07: Und wie schätzt Matthias aus evolutionärer Sicht das Ganze ein?
00:29:10: Das machen wir ab Donnerstag für euch.
00:29:12: Schreibt uns gerne auch hier in dieser Folge in den Kommentaren, welche Ernährungsform ihr gerne einmal besprochen haben wollt.
00:29:18: wo ihr mehr Infos wollt, dann freuen wir uns über euer Feedback.
00:29:21: Und Leute, bis zum Donnerstag, bleibt uns gewogen und bleibt gesund.
00:29:26: Vielen
00:29:38: Dank.
Petra R.
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