Vegan: Rein pflanzlich = ganzheitlich gesünder? (Spezial)

Shownotes

Für viele ist die vegane Ernährung längst mehr als ein Ernährungstrend. Sie steht für Haltung, für Tierwohl, für Nachhaltigkeit - und für die Hoffnung, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun. Gleichzeitig wird kaum eine Ernährungsform so emotional diskutiert wie diese. Die einen sehen darin den Schlüssel zu Gesundheit, Langlebigkeit und metabolischer Stabilität. Die anderen warnen vor Mangelernährung, biologischen Grenzen und einer Ernährung, die im Alltag schwer durchzuhalten ist.

Im Mittelpunkt der vierten Folge unserer HEALTH NERDS Spezialserie steht die vegane Ernährung. Wir schauen sie uns nüchtern und systematisch an, trennen Lebensgefühl von Wissenschaft und klären, was vegan ernährungswissenschaftlich konkret bedeutet: kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier, kein Honig - also eine vollständig pflanzliche Ernährung. Und wir ordnen ein, welche Mechanismen dabei im Körper greifen und wie belastbar die Evidenz tatsächlich ist.

Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum erklärt, warum eine gut geplante, naturbelassene vegane Ernährung messbare Vorteile haben kann. Studien zeigen Verbesserungen bei Körpergewicht, Blutfettwerten, Langzeitblutzucker und kardiometabolischen Risikofaktoren – vor allem dann, wenn mit dem Weglassen tierischer Produkte auch das weite Feld ultrahoch verarbeiteter Lebensmittel, Zusatzstoffe und übermäßiger gesättigter Fettsäuren reduziert wird. Ein zentraler Faktor ist außerdem der hohe Anteil an Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Polyphenolen, der sich positiv auf Darmmikrobiom, Entzündungsprozesse und Stoffwechselregulation auswirken kann.

Gleichzeitig wird klar: Vegan ist nicht automatisch gesund. Eine vegane Ernährung kann sehr unterschiedlich aussehen - von vollwertig und pflanzenvielfältig bis hin zu stark verarbeitet und einseitig. Entscheidend ist, wodurch tierische Produkte ersetzt werden. Wird der Fokus zu stark auf Obst, Getreide oder schnelle Kohlenhydrate gelegt, können Makronährstoffverteilung, Eiweißzufuhr und Sättigung aus dem Gleichgewicht geraten. Und damit rücken die kritischen Punkte der veganen Ernährung in den Vordergrund: die langfristige Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen und Fettsäuren.

Wir sprechen deshalb über die limitierenden Nährstoffe, die besonders im veganen Kontext aktiv gemanagt werden müssen - allen voran Vitamin B12, Jod, Eisen, Calcium und Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. Dazu kommen Stoffe, die typischerweise über tierische Lebensmittel zugeführt werden, etwa Kreatin oder Cholin. Die zentrale Frage lautet nicht, ob vegan grundsätzlich möglich ist, sondern wie konsequent die Versorgung geplant, kontrolliert und im Alltag wirklich umgesetzt wird.

Zum Abschluss ordnen wir vegan evolutionär ein. Wie pflanzenbasiert war die Ernährung des Menschen historisch und welche Nährstoffe waren für Entwicklung, Stoffwechsel und Gehirnbiologie entscheidend verfügbar? Waren wir rein pflanzlich oder eher omnivor - sammelnd, fischend, mit tierischen Anteilen je nach Region und Verfügbarkeit? Und was bedeutet das für einen vollständig tierfreien Ansatz heute? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Ich sag's hier noch einmal ganz klar.

00:00:03: Eine naturbelassene, natürliche Lebensmittel, vegane Ernährung.

00:00:09: Versus eine ultra hochverarbeitete vegane Ernährung.

00:00:12: Es sind milenweite Unterschiede.

00:00:15: Und nur weil vegan das Ganze beschrieben ist, ist es nicht per se gesundheitsförderlich.

00:00:35: Die vegane Ernährung ist längst mehr als ein Ernährungstrend.

00:00:40: Für viele ist sie Ausdruck von Haltung, für andere ein gesundheitlicher Neuanfang.

00:00:45: Und gerade jetzt zum Jahresstaat entscheiden sich viele Menschen, ich ernähre mich ab sofort vegan.

00:00:51: Gleichzeitig wird kaum eine Ernährungsform so emotional diskutiert wie diese, die einsehen darin den Schlüssel zur Gesundheit, zur Nachhaltigkeit, zur Langlebigkeit auch zum Einklang im Leben mit der Natur und den Tieren, die anderen warnen aber vor Mangelernährung und vor biologischen Risiken.

00:01:09: Veganer Ernährung, Folge vier unserer HealthNurts-Spezialwoche.

00:01:15: Aus gesundheitlicher Sicht steht vegan damit so ein bisschen zwischen zwei Polen, denn einerseits zeigen Studien Vorteile bei Körpergewicht, Blutzucker, kardiovaskulären Risikofaktoren, andererseits wirft der vollständige Verzicht auf tierische Lebensmittel schon zentrale Fragen auf, etwa zur Proteinqualität, zur Versorgung mit Mikronährstoffen und zur langfristigen Umsetzbarkeit.

00:01:38: In dieser Folge schauen wir uns die vegane Ernährung deshalb nüchtern, systematisch wissenschaftlich an.

00:01:45: Wir klären, was vegan aus ernährungswissenschaftlicher Sicht konkret bedeutet, welche biologischen Mechanismen eine Rolle spielen und wie belastbar die wissenschaftliche Evidenz tatsächlich ist.

00:01:57: Und wir ordnen das Ganze aus evolutionärer Perspektive ein, also wie Pflanzen basiert, war unsere menschliche Ernährung historisch und wo liegen die biologischen Grenzen eines Ständig tierfreien Ernährungsansatzes.

00:02:11: Zeit für eine differenzierte Analyse hier bei den health nerds vegan.

00:02:15: Matthias Baum unser Gesundheitswissenschaftler.

00:02:17: herzlich willkommen Matthias.

00:02:18: schön dass du da bist.

00:02:19: hallo Felix ich freue mich wie immer mit dabei zu sein.

00:02:22: Lass uns ganz simpel starten.

00:02:24: vegan zur Einordnung noch mal bitte erklärt der unterschied zwischen vegetarisch oder einer überwiegend pflanzenbetonten Ernährung

00:02:33: Also vegan.

00:02:34: relativ simpel erklärt keine tierischen Produkte, die verzehrt werden, weder das Tier selbst noch die Produkte der Tiere, die produziert werden.

00:02:43: Also integriert das logischerweise Milchprodukte oder natürlich auch Honig.

00:02:49: Und dementsprechend sind wir in einer rein pflanzlichen Ernährung, auch hier nochmal zu unterscheiden.

00:02:55: Es gibt noch extremerer Varianten, dass man sagt, auch selbst von den Pflanzen nicht irgendetwas abzunehmen und zu töten.

00:03:02: Das hat mit Veganismus nichts zu tun.

00:03:04: Hier haben wir von der Grundlage her eine rein pflanzliche Ernährung als Grundlage.

00:03:10: Matthias, bevor wir gleich wissenschaftlich uns mit dem Thema vegane Ernährung beschäftigen, mit dem Thema Nährstoffe und welche Dinge man dort ist und auf welche man wirklich verzichtet, lass uns einmal kurz das Thema Ethik ansprechen, weil das für viele Veganer ein Punkt in der Entscheidung ist, sich eben vegan zu ernähren.

00:03:28: Das Thema Tierwohl, das Thema Tiere töten, Tiere essen.

00:03:33: Aber eben auch bei Veganern noch mehr als bei Vegetariern den Tieren etwas wegnehmen.

00:03:37: Den Kälbern, die Milch entziehen, den Bienen stemmen, den Honig entziehen.

00:03:43: Wie sehr spielt das in der veganen Community eine Rolle?

00:03:47: Ich glaube, für viele nochmal deutlich mehr vor der gesundheitlichen Entscheidung.

00:03:53: Und wir sprechen ja gleich noch dazu.

00:03:54: Und da würde ich auch heute lieber den Hauptfokus drauflegen.

00:03:58: die Moralvorstellungen eher in den Vordergrund rücken.

00:04:02: Und was für viele auch die erste initiale Zündung vielleicht dafür ist, sich damit auseinanderzusetzen.

00:04:07: Und die Argumente sind schon nachvollziehbar.

00:04:11: Dinge, die wir hier häufig auch schon angesprochen haben.

00:04:14: Das heißt, Fleisch aus Massentierhaltung beispielsweise, aus überzüchteten entweder Tieren selbst, die nur zur Schlachtung vorbereitet werden.

00:04:23: Das heißt, Das Tierwohl wird nicht mit berücksichtigt.

00:04:26: Jetzt versucht man eben zu sagen, okay, dann gehen wir eben auf eine artgerichtere Tierhaltung.

00:04:33: Aber das Prinzip bleibt immer gleich.

00:04:34: Und der moralische Knackpunkt liegt logischerweise auch darin, dass wir hier ja eine Unterscheidung in den Rassen machen.

00:04:42: Das heißt, für uns ist es völlig in Ordnung über Rinder, über Schweine.

00:04:48: über auch bei den Rindern noch mal speziell Kälber zu sprechen.

00:04:51: Das ist alles erst mal klar, weil das sind unsere Nutztiere.

00:04:56: Geflügel ist genau das gleiche Thema.

00:04:59: Aber der Verzehr von anderen Tieren, die eben sicher nicht prinzipiell erst mal unterscheiden wie Hunden, Katzen, Pferde, klar, gibt es hier sicherlich regionale Ideen und Umsetzung.

00:05:13: Und hier gibt es auch eine gewisse Verarbeitung.

00:05:16: Aber ... die die moral dahinter ist.

00:05:18: warum sind die ein Tiere besser als die anderen und warum ziehe ich das konzept dann nicht komplett durch und würde darauf verzichten tierische erst mal Fleischprodukte zu konsumieren?

00:05:31: aber eben auch die Kette die dahinter steht.

00:05:34: das heißt wenn ich die Eier von Hühnern nehme dann Wir kennen viele auch die Bilder von Massentierhaltung, von Hühnern, Hochzüchten, von hohen Eierlegfrequenz.

00:05:46: Wir haben über die Eier selbst auch noch mal gesprochen.

00:05:48: Nährstoffseitig ist das natürlich sehr spannend und wichtig.

00:05:52: Die Frage, die jetzt im Raum steht, muss ich, kann ich das mit meiner Moral verknüpfen?

00:05:58: Und der spannende Teil, den ich finde, ist, wenn man sich dafür entscheidet, ich wäre der Letzte, der jemanden absprechen würde, zu sagen, mach das ernährlich vegan.

00:06:08: Ich kann den inhaltlichen Punkten auch vieles abgewinnen, aber ist die Nährstoffseite abgedeckt und die muss mit berücksichtigt werden und es ist möglich.

00:06:17: Und dennoch würde ich infrage stellen, ob das für jeden gleichermaßen gut geeignet ist.

00:06:23: Auch hier wieder die Frage ist, also die vegane Ernährung, die pauschal betrachtet einzig vernünftige biologisch sinnvolle Ernährungsvariante.

00:06:32: oder ist sie möglich mit Der Begutachtung der eigenen Ernährung, was sich esse mit Berücksichtigung und dann kann man das durchaus mit integrieren und auch gesundheitliche Vorteile mit nutzen kann, keine Frage.

00:06:44: Also das Thema Ethik, hier wohl ein großes großes Thema bei der veganen Ernährung.

00:06:48: Wir wollen hier in diesem Health Nerds spezial, aber vor allem natürlich auf die Ernährungsform als solche schauen.

00:06:55: Wollen also schauen, was wird dort konsumiert, was passiert auch in unserem Körper, wenn wir uns rein pflanzlich ernähren.

00:07:01: Und wie sieht die evolutionäre Verknüpfung aus?

00:07:03: Also ist unser Mensch, unser Körper dafür gedacht, sich rein pflanzlich zu ernähren?

00:07:10: oder zwängen wir uns hier etwas auf, was ja so vielleicht gar nicht möglich ist.

00:07:16: So, du hast jetzt schon ein paar Dinge genannt, also tierische Lebensmittel wären komplett... Außen vorgelassen, auch eben tierische Produkte wie Milch, wie Eier, wie Honig.

00:07:26: Was ist denn dann der Kern dieser Ernährung?

00:07:29: Klar, alles, was übrig bleibt, also wahrscheinlich sehr, sehr viel Gemüse, sehr, sehr viel Gemüse, Obst, solche Dinge?

00:07:36: Hülsenfrüchte, gehören auf jeden Fall noch mit dazu, Nüsse gehören mit dazu.

00:07:41: Die Vielfalt ist groß und die Community wird natürlich auch größer und der Industrie springt auch auf den Zug mit auf.

00:07:47: Da will ich auch gerne gleich nochmal drauf eingehen.

00:07:49: So grundsätzlich, wir haben auch schon in den anderen Episoden, das sollten wir hier auch tun, über so die Makronährstoffverteilung gesprochen.

00:07:57: Eine vegane Ernährung ist über einen großen Teil natürlich kohlenhydratreich, ist aber sehr stark davon abhängig, wie ich meine Ernährung zusammensetze.

00:08:05: Das ist einer der zentralen Aspekte in der veganen Ernährung.

00:08:10: ist nicht gleich gesund beste Variante der Ernährung, die man sich vorstellen kann, evolutionär die sinnvollste.

00:08:16: Sie ist möglich, aber man muss bestimmte Dinge berücksichtigen.

00:08:20: Das heißt, die Spanne der Kohlenhydratmenge variiert zwischen forty bis seventy Prozent der Energie, die aus Kohlenhydraten gezogen werden.

00:08:28: So, und wenn wir jetzt natürlich sagen, alles, was erst mal was Gemüselastik ist, aber natürlich gehören dazu auch genauso Getreide, Hülsenfrüchte hat mir schon gesagt, sarten, all das ist darüber natürlich möglich.

00:08:39: Und die Lebensmittel selbst haben auch wieder eine unterschiedliche Zusammensetzung.

00:08:42: Das heißt, die Auswahl der Lebensmittel entscheidet nachher wie viel Kohlenhydratanteils ist.

00:08:47: Beim Eiweißgehalt sehen wir eine ähnliche Schwankung.

00:08:49: Irgendeine Range zwischen zehn bis fünfundzwanzig Prozent Eiweißgehalt und der Fettgehalt zwischen fünfzehn bis fünfunddreißig Prozent.

00:08:57: Als ihr seht, es kann unterschiedlich zusammengesetzt sein.

00:09:00: Und wenn ich natürlich eine vollwertige oder natürliche Lebensmittel in der veganen Ernährung verwende, versus eine ultra hochverarbeiten veganen Ernährung.

00:09:11: oder, und das ist eine große Gefahr logischerweise dabei, es zu einseitig zu gestalten.

00:09:17: Ich entscheide mich jetzt aus, nehmen wir jetzt etisch moralische Gründe aus gesundheitlichen Gründen, für einen veganen Januar beispielsweise.

00:09:25: Und ich nehme alle Lebensmittel, die ich sonst mit dabei habe, ungeplant und schmeiße raus.

00:09:29: Milchprodukte, tierische Produkte aus Fleisch, Geflügel, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, alles geht weg.

00:09:36: Die Frage ist, mit was ersetzt sich das?

00:09:38: Und wie setzt, wir haben auch über Eiweiß und Eiweiß zuvor gesprochen, das ist ein Teil des Sette-Jungs-Mechanismus.

00:09:44: So, wie decke ich das ab?

00:09:46: Und dann verlagert sich das unter Umständen zu.

00:09:49: in eine rein obstlastige Ernährung oder sehr viel Getreide, ausschließlich Kartoffeln, ausschließlich Reis.

00:09:56: Und selbst wenn wir hier noch gewisse Eiweißmengen drin finden, ihr seht dann, die Verteilung der Makronährstoffe verschiebt sich unter Umständen.

00:10:04: Plus, Mikronährstoffseite kann man noch nicht draufgeschaut, fehlt unter Umständen auch das ein oder andere Wichtige, was ich hier nicht mit abdecken

00:10:11: kann.

00:10:12: Das heißt, eine vegane Ernährung ist aus, sagen wir mal, gesundheitswissenschaftlicher Sicht nicht etwas, was man mal so nebenbei einfach mal so macht, wo man einfach mal mit anfängt und dann guckt man mal wie es so läuft, sondern das ist, wenn man das, sagen wir mal, auch gesundheitsperspektivisch ordentlich machen will, auch seinem Körper etwas Gutes tun will.

00:10:33: schon etwas, mit dem man sich wirklich auseinandersetzen muss, um eben zu schauen, okay, wenn ich so viele Komponenten aus meiner Ernährung rausstreiche, wie kann ich die fehlenden Nährstoffe, Mikronährstoffe, Vitamine, alles, was dazugehört, über pflanzliche Produkte quasi abdecken oder ersetzen?

00:10:50: Also ist es nichts, was ich irgendwie mal so, wie du gerade so schon gesagt hast, ich lass das alles weg, dann fehlt natürlich auch eine ganze Menge.

00:10:57: Dann fehlt eine Menge und du hast es schön gesagt mit der Formulierung so mal eben nebenbei.

00:11:03: Ich

00:11:03: würde für alle da draußen, die uns zuhören.

00:11:07: Und das muss mich selbst auch immer wieder daran erinnern.

00:11:09: Ernährung ist grundsätzlich nicht etwas für nebenbei.

00:11:14: Das heißt, Mangel-Situationen sind jetzt nicht nur Veganern oder den Kaliworen vorbehalten.

00:11:19: Das heißt, dass bestimmte Komponenten fehlen.

00:11:21: Das sehen wir in der Mischkurse, in der westlichen Ernährung auch ganz häufig.

00:11:24: Also trotz Überernährung Qualitativ eine Ernährungsmangel-Situation, Nährstoffmangel-Situation, die auftreten kann.

00:11:32: Ernährung braucht immer Planung.

00:11:34: Aber immer, wenn ich restriktiver vorgehe, braucht es unter Umständen nochmal etwas mehr Planung mit dazu.

00:11:41: Ich wiederhole gerne nochmal, es gibt Vorteile auch in dieser Kohlenhydratreichen Ernährung.

00:11:48: Warum?

00:11:48: Haben wir auch schon angesprochen und besprochen?

00:11:51: Natürlich haben wir einen anderen Verstoffwechslungsweg.

00:11:55: Das heißt, es ist schon prinzipiell, wenn es Kohlenhydratlastiger ist, vielleicht dann dazu auch kurzkettige Kohlenhydrate kommen, frei verfügbare Kohlenhydrate, Zucker mit dazu kommen.

00:12:06: Dann haben wir auch wieder einen Anstieg von Insulin- und Triglycerin, die produziert werden.

00:12:10: Das muss man natürlich auf Stoffwechsel-Ebene mit berücksichtigen.

00:12:13: Aber auch hier kann man Dinge natürlich von intermittentem Fasten und ähnliches mit ergänzen.

00:12:18: Und es sind natürlich Kohlenhydrate auch mit integriert, die wir eher als Ballaststoffe oder Faserstoffe bezeichnen.

00:12:25: Und hier liegt einer den zentralen positiven Aspekte neben der Reduktion, auch hier wieder der Elimination von potentiell entzündungsfördernden Substanzen in der Nahrung.

00:12:36: plus sehr hoher Ballaststoffanteil, der jetzt natürlich auch regelmäßig aufrechterhalten wird.

00:12:42: Die macht das nicht nur einen Tag.

00:12:44: Und das wirkt sich dann in Verbindung mit sekundären Pflanzenstoffen und Polyphenolen aus einer vielfältigen Veganernährung.

00:12:52: positiv durchaus auf verschiedene Bereiche aus.

00:12:55: Auch auf das Thema das Lipid Profils.

00:12:58: Es verändert sich.

00:12:59: logischerweise muss automatisch mit dem Wegfall der Anteil der gesättigten Fettsäuren, die ich über die Nahrung aufnehme.

00:13:08: Weil die finde ich typischerweise in tierischen Lebensmitteln.

00:13:11: Die ist dann bei Null.

00:13:13: Deshalb ist der Anteil an gesättigten Fettsäuren natürlich deutlich niedriger.

00:13:16: Und dann haben wir wieder Auswirkungen auch hier wieder.

00:13:18: Kardiometabolische Marke mit Blick auf Cholesterin, Lipidsstoffwechsel insgesamt.

00:13:24: Das ist möglich.

00:13:25: Das sehen wir auch in Untersuchungen und auch sehr guten Untersuchungen dabei, wenn konsequent darauf geachtet wird.

00:13:32: Ich sage es hier noch einmal ganz klar.

00:13:34: Eine naturbelassene natürliche Lebensmittel, vegane Ernährung, versus eine ultra hochverarbeitete vegane Ernährung.

00:13:43: Es sind meilenweite Unterschiede.

00:13:46: Und nur weil vegan das Ganze beschrieben ist, ist es nicht... per se gesundheitsförderlich.

00:13:52: Es gibt bestimmte Süßigkeiten beispielsweise.

00:13:55: Es ist sogar klassiker sind Oreo-Kekse.

00:13:56: Wenn mich hier nicht alles tauscht, bitte korrigiert mich ansonsten gerne.

00:13:59: Die sind vegan.

00:14:01: Aber natürlich keine gute Quelle für Nährstoffe und Co.

00:14:03: Genau.

00:14:04: Und das ist das Label, was dann viele falsch verstehen, nämlich zu sagen vegan, gleich gesund und das einzig wahre.

00:14:10: Das heißt, sobald es vegan ist, bin ich besser unterwegs.

00:14:12: Und das ist nicht richtig.

00:14:13: Das heißt, ich muss mit berücksichtigen meine Makronährstoffe im Idealfall auch besser zu verteilen als zu viel Kohlenhydrate und zu wenig Heils und auch zu wenig Fetts.

00:14:23: Das gehört logischerweise auch mit dazu.

00:14:26: Und mikronährstoffseitig sowieso nochmal spezifische Mikronährstoffe, die gerade in der veganen Ernährung immer wieder eine Rolle spielen.

00:14:32: Und haben wir in der Folge, wo es um Carnivore Ernährung ging, auch über einige Effekte gesprochen, die von Menschen beschrieben werden und auch von der Wissenschaft, die bei einer Ernährung, die aus rein tierischen Produkten besteht.

00:14:45: eintreten können.

00:14:46: Also Gewichtsverlust, mentale Klarheit, weniger Entzündungen im Körper, das Gefühl von viel stabiler Energie.

00:14:54: Man geht sehr energiegeladen durch den Tag.

00:14:56: Jetzt hören wir bei der veganen Ernährung im Grunde ähnliches.

00:15:01: Also häufig sind damit verbunden, wenn man das mal so auch in den Foren liest und auf was Leute berichten, der Blutzucker verbessert sich, die Insolinsensitivität wird besser, die Blutfettwerte verbessern sich erheblich.

00:15:14: Was sagt die Wissenschaft zu einer Reihen?

00:15:17: Veganen, also einer rein pflanzlichen Ernährung.

00:15:20: Sind diese Effekte messbar?

00:15:22: Sind sie real oder ist es ein Lebensgefühl?

00:15:25: Sie sind messbar, sie sind real.

00:15:27: Es gibt mehrere systemische Reviews, Meteranalysen, Umbrella Reviews, das heißt mehrere Meteranalysen, die quasi zusammengeführt worden sind, mit Blick auf vegane Ernährung, natürlich auch mit Blick auf vegetarische, auch im Vergleich zu anderen Ernährungsformen und das Thema Gewichtsreduktion.

00:15:46: Blutfettwerte, Langzeitblutzuckerwerte, sehen wir Verbesserungen, also insgesamt metabolische Vorteile, die entstehen und insbesondere auch bei Gruppen mit Stoffwechselvorerkrankungen oder zumindest Potenzial dafür, dass die entstehen können.

00:16:02: Und nochmal die grundlegende Mechanismen, auch hier gilt natürlich, ich habe eine vollwertige.

00:16:08: Also so vollwertig, wie man sich das, wenn man es dekonstruiert an Makronährstoffen und Mikronährstoffen, vegane Ernährung aus bestimmten Quellen, die sonst eher rausfallen.

00:16:18: aus unterschiedlichen pflanzlichen Quellen quasi mit ergänzt.

00:16:23: Und ich hab natürlich auch hier, und das gilt logischerweise für alle, die sich jetzt auch dafür entschieden haben, wenn ich bestimmte Dinge eliminiere und mich plötzlich mit Ernährung beschäftige, dann rückt das Thema mehr in das Zentrum rein.

00:16:34: Die westliche Ernährung ist nicht nur geprägt dadurch, dass wir uns überernähern und zu häufig essen und also einer zu hohe Energiedichte haben, zu viele gesättigte Fettsäuren, zu einseitig, zu wenige Lebensmittel, Grundlagen zu viel ultra hochverarbeitete Sachen, sondern dass das Ganze auch noch nebenbei passiert.

00:16:53: Und von daher hat jede Ernährungsform, die auch mit der Diätlogik verknüpft ist, am Anfang meistens den Effekt, dass sich am Gewicht auch etwas verändern wird.

00:17:05: Aber auch hier, für längerfristigen Verlauf pendelt sich das durchaus gut mit ein, wenn es gut gemacht

00:17:10: ist.

00:17:11: Lass uns noch mal beim Thema wissenschaftliche Evidenz bleiben.

00:17:14: Du hast schon gesagt, es gibt natürlich, wenn das so ein Riesentrend ist und vegane Ernährung ist ja nicht erst seit gestern ein Thema, sondern seit vielen Jahren oder Jahrzehnten.

00:17:22: Das heißt, es gibt auch immer bessere Untersuchungen, bessere Studien.

00:17:26: Was sieht man bei einer rein pflanzlichen Ernährung noch für Vorteile?

00:17:31: Welche Risikofaktoren sinken, welche positiven Effekte stellen sich mit einer rein pflanzlichen Ernährung ein?

00:17:38: Der Hauptaspekt liegt natürlich mit Blick auf den.

00:17:43: Stoffwechsel, also das sind eher die harten Endpunkte, die gemessen werden, rund um an die Positas-Typ II Diabetes.

00:17:47: Wenn wir das Krankheitsbild bezogen, sehen auch bestimmte Krebsraten, Herzkreise auf Erkrankungen.

00:17:53: Und dann die einzelnen Parameter, wie wir sie gerade schon genannt haben, Langzeitblutzuckerwärts sinkt, Gewicht sinkt, die Cholesterin-Transporter, also LDL, Gesamtcholesterin, ApoB sinken können, also darüber mit beeinflusst werden.

00:18:06: Und ein anderer Aspekt, der quasi als vorgeschalteter Mechanismus mit dazugehört wird.

00:18:11: Die Frage ist nämlich, warum funktioniert das?

00:18:12: Auf der einen Seite eliminiere ich natürlich Dinge, wo ich beispielsweise sehr hohe gesättigte Fettsäuren mit in der Nahrung integriert habe.

00:18:21: Ich achte auf meine Ernährung, also sie ist nicht im Idealfall nicht ultra hochverarbeitet.

00:18:25: Das gilt egal in welcher Ernährungsform, das sollten wir tendenziell eher vermeiden.

00:18:30: Und dann habe ich natürlich durch den hohen Phaserstoff- und Ballerstoff-Anteil einen eine supergute und wichtige Grundlage als fermentierbare Substrate für unser Darmikrobium.

00:18:41: Und dementsprechend kennen viele schon die Aussage, oder wir haben das auch schon häufig genannt, die vielfältige Ernährung ist ja nicht nur eine wilde Idee.

00:18:51: Wenn ich eine vielfältige Pflanzenernährung habe, dreißig unterschiedliche Lebensmittel aus dem pflanzlichen Kontext Obst, Gemüse, was auch immer, Purowoche, steigert das Signifikant die Diversität des Darm-Mikrobioms.

00:19:04: Wenn ich das jetzt meine Ernährung im veganen Kontext umgestellt habe und nur auf Pflanzen zurückgreifen kann und die dann auch noch vielfältig gestaltert und wechselnde Komponenten habe und dann vielleicht mich auch mit Anbauthemen und Ähnlichem mit beschäftige, dann hat das unweigerlich eine positive Auswirkung auf das Darm-Mikrobiom.

00:19:21: Und hier sehen wir die Verkettung Darm-Mikrobiom, Darm-gesamter-Stoffwechsel.

00:19:26: Und die Zeiten, in denen sich das positiv mit einstellt, auch Kontrollen länger über mehrere Wochen, zwölf Wochen hinweg und so weiter.

00:19:35: Und jetzt kommt so der andere Punkt mit dabei.

00:19:37: Natürlich werden Studien gibt es auch über Jahrzehnte mitbegleitet.

00:19:42: Und wenn das kontinuierlich durchgeführt wird, das wird dann meist so mit Questionnaires abgefragt, dann bleiben auch positive Aspekte mit bestehen.

00:19:49: Aber noch mal, wenn man daraus schließt und sagt, okay, dann einfach alles tierische raus, ich bleib jetzt rein pflanzlich.

00:19:55: und berücksichtigen nicht die Komponenten, die wir auf Vitamin- und Mineralstoffseite sehen, also insbesondere Vitamin B-II, Jod, Eisen, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere aus der Gruppe der Omega-III-Fettsäuren und dann spezifisch EPA und DHA, die werde ich nicht in ausreichender Menge aus der pflanzischen Ernährung bekommen können.

00:20:18: Vitamin D-III gehört mit dazu, Calcium gehört mit dazu und nicht zuletzt das häufig erwähnte Thema.

00:20:26: Und wenn wir das Tierische noch nehmen, wir haben über die Carnivorenerung gesprochen, kommen diese Carninutrienten logischerweise auch noch mit dazu.

00:20:32: Kreatin, Kulin, L-Karnitin, Karnosine.

00:20:37: Das werde ich nicht aufnehmen können.

00:20:39: Die Argumentation ist dann hier häufig, ja, aber der Körper kann das in Teilen auch selbst produzieren oder ich kann es in Teilen irgendwie abdecken.

00:20:46: Aber die Frage ist im normalen Leben, wie lange beschäftige ich mich dann, Felix, intensiv mit?

00:20:53: Ernährung und geht das immer wieder durch.

00:20:56: Es geht ja auch darum, dass ich das in den Alltag gut integriert bekomme.

00:21:00: Und wenn das nicht passiert, können potentielle Mangel-Situationen entstehen und es fehlen Substanzen, die letztendlich dann auch wieder ein gesundheitliches Risiko darstellen können.

00:21:10: Aber wenn ich es ergänze ... haben wir eine gute Möglichkeit, einen Ausgleich zu schaffen, dass die Vorteile oder die vom ethisch moralischen Aspekt heraus auch gesundheitliche Aspekte zusammengeführt werden können.

00:21:25: So, und dann lass uns doch, um hier nochmal den Bogen zu schließen, auch wirklich noch einmal auf die Kritikpunkte der veganen Ernährung schauen, beziehungsweise diesen Mangel.

00:21:37: Auch nochmal einordnen.

00:21:39: Für wen würdest du aus ernährungsberatender Sicht sagen, ist eine vegane Ernährung keine optimale Idee oder keine optimale Ernährungsform?

00:21:49: Sind es eher die älteren Menschen, die dann vielleicht Probleme bekommen?

00:21:53: sind es Frauen, die schwanger sind, sind es Leute, die viel Sport treiben?

00:21:58: Welche Gruppe sollte aufpassen bei einer veganen Ernährung?

00:22:02: Also, man kann es gar nicht mehr nach Gruppen teilen, weil mittlerweile schon gute Untersuchungen gibt.

00:22:06: Man hat es lange auch gesagt, okay, nicht während der Schwangerschaft nicht für Kinder geeignet, auch im Alter nicht geeignet.

00:22:13: Wenn wir uns aber endpunkte der Stoffwechselparameter längere Untersuchungen auch Mortalitätsrisiko mit anschauen, dann hat das durchaus auch einen Vorteil, nochmal, wenn die Dinge mit abgedeckt sind.

00:22:26: Und deswegen kann ich nicht eine Gruppe nehmen, sondern es gilt am Ende für alle, dass die limitierenden Faktoren, noch mal allen voran B-Zwölf, auch andere B-Vitamine entteilen, wobei die kann ich auch über eine Pflanzigernährung noch mit abdecken, aber insbesondere B-Zwölf, also Kovalamin, Jot, Eisenhaushalt, Omega-III und zwar nicht die sogenannte Alpha-Lilolensäure, die ich in Pflanzigentölen finden kann, die im Verhältnis zu Omega-VI-Versäure der Linolsäure steht, sondern direkt verfügbares EPA und DHA gewinnen kann, weil auch hier gilt, der Körper kann es in Teilen umwandeln, darauf muss ich schauen, auf Mineralstoffe wie Calcium.

00:23:05: Und das gilt für alle Gruppen.

00:23:07: Und wenn das mit berücksichtigt wird und man sich vielleicht auch dazu bereit erklärt und sagt, ich lass das kontrollieren, ich lass das abchecken, wo stehe ich damit, wie viel muss ich davon einnehmen, dann ist das möglich.

00:23:20: Ich scheue mich so ein bisschen davor zu sagen, so nein, das ist aus evolutionäre Perspektive, da gucken wir gleich noch drauf, überhaupt nicht geeignet.

00:23:28: Ich möchte Menschen weniger Angst machen als einfach zu sagen, okay, wenn man sich dafür entscheidet, muss man diese Punkte aber berücksichtigen und dann ist das möglich.

00:23:36: Matthias, wir schauen uns das ganze Thema Ernährung hier in dieser Spezial-Serie natürlich auch immer mit der Evolutionären Brille an, klar.

00:23:46: Wir wollen verstehen, wie gut passt die jeweilige Ernährungsform wirklich zu unserer Maschine, zu unserem Körper, weil es nützt natürlich nichts, wenn wir plötzlich anfangen einer Kuh, die ihr Leben lang und über Jahrhunderte, Jahrtausende nur Gras gefressen hat, wenn wir der plötzlich Spiegeleier anbieten.

00:24:05: Und so ist es natürlich bei uns Menschen auch.

00:24:07: Also wie unser Körper ist programmiert, ist gebaut für eine bestimmte Form der Ernährung.

00:24:13: Es ist hier hoch und runter diskutiert worden in den letzten Monaten und Jahren, vor allem eben eine sehr abwechslungsreiche Ernährung.

00:24:20: Deswegen lass uns einmal schauen, evolutionär betrachtet.

00:24:23: Wie pflanzlich war denn unsere Ernährung tatsächlich und wie groß war am Ende auch der tierische Anteil?

00:24:29: Ich würde da gerne auf zwei Aspekte eingehen.

00:24:31: Der eine ist die evolutionäre Perspektive mit Blick auf Entwicklung, das sagt ja die Evolution mit aus, von Homo sapiens.

00:24:40: Das heißt, nicht für mich individuell, sondern, dass wir so sind und funktionieren, hängt von limitierenden, insbesondere Mikronährstoffen ab.

00:24:50: Das heißt, dein Gehirn beispielsweise besteht zu größten Teilen aus Fettsäuren.

00:24:54: Und die Fettsäuren, die daraus, aus der das Gehirn hauptsächlich gebildet ist, ist die Dokosahexainsohre DHA.

00:25:03: Danach folgen die sogenannte Arachylonsäure, zweithäufigste.

00:25:07: Es gibt wichtige Entwicklungsschritte, die Vitamin B abhängig sind, also die gesamte Gruppe, aber vor allen Dingen Vitamin B-II abhängig.

00:25:17: Jod, Eisen, habe ich schon mit erwähnt, als Co-Faktoren.

00:25:21: Und wir können das Ganze weiterziehen mit Selen und Zink und viel mehr.

00:25:26: ist die Überlegung natürlich, wenn ich das selbst nicht produzieren kann und wir auch im Laufe der Evolution nicht zwischendrin Phasen hatten, wo wir eine höhere Produktionsrate oder Ähnliches hatten, muss die Verfügbarkeit der Nährstoffe sichergestellt worden sein.

00:25:37: Und jetzt können wir uns vorstellen, dass vor zwei Millionen Jahren die ersten Homo-Noiden sich noch nicht damit beschäftigt haben und gesagt haben, na ja, wo bekomme ich das jetzt her, sondern das, was mir der Kontext des Umfelds gegeben hat an Nährstoffen in der Verfügbarkeit.

00:25:52: So, das heißt, es muss eine Rolle gespielt haben.

00:25:55: Dann ist der andere Aspekt dabei, dass wir uns ja mit der evolutionären Perspektive häufig auch an anthropologischen Daten orientieren.

00:26:01: Und es gibt Naturvölker, wenn wir heute darauf schauen, die sich durchaus auch Pflanzen basiert oder Pflanzenreicher ernähren.

00:26:10: Wenn wir es einordnen würden, dass Homo sapiens komplett vegan war, ist nicht zutriffend.

00:26:17: Und das würde am Ende des Tages in, was wir keinem wünschen wollen, es hätte ethisch auch, könnte man als Studie gar nicht durchführen.

00:26:23: Aber wenn es kritisch werden würde, würden wir uns für Essen entscheiden, ob es uns gut tut oder nicht.

00:26:29: Weil wir werden dem Drang irgendwann nicht widerstehen können, wenn wir in extremen Hungersituationen sind.

00:26:35: Und nichtsdestotrotz ist, auch wenn wir bestimmte Bereiche kennen, bei den Carnivoren können wir das genauso sagen, verschiedene Inuitsvölker, die sich rein ... tierisch ernährt haben, dass das nicht für jeden gleich gut funktioniert.

00:26:47: Es gibt dann eben doch, wenn auch nur gering, aber Unterschiede, ob mir das gut bekommt oder nicht.

00:26:52: Und das wird übrigens jeder auch für sich selbst erfahren und einordnen können und vielleicht ist das auch ein bisschen Ideologie, dass man sagt, okay, die Carnivore Ernährung funktioniert für mich jetzt gerade besser und die an vegan lebenden Menschen sagen, für mich funktioniert aber vegan besser, weil sie auch körperlich bessere Erfahrungen gemacht haben.

00:27:09: Und in der evolutionären Perspektive Rein von Pflanzen wird die Versorgung nicht sicherstellen.

00:27:15: Zumal, wenn wir jetzt weiter argumentieren und sagen, okay, nicht nur, dass wir tierische Quellen aus, wo wir B-II enthalten haben, weglassen, sondern dann natürlich auch auf Eiweißquellen schauen.

00:27:26: Und welche Eiweißquellen in der Natur hatten wir in der Regelmäßigkeit zur Verfügung, die heute gerne mit hinzugezogen wird?

00:27:34: Weil Eiweißversorgung ist so ein wichtiger Aspekt, dass man sagt, na ja, Wie viel Eiweiß ist denn da drin?

00:27:40: Wir brauchen die darin enthaltenen Aminosäuren, dazu haben wir schon gesprochen.

00:27:44: Und in der veganen Ernährung weicht man eben tendenziell aus auf

00:27:47: Saaten

00:27:48: und in eine besondere Variante davon auf Hülsenfrüchte.

00:27:52: Aber hier handelt es sich ja logischerweise um Anbau.

00:27:54: Die Logik ist nur, wo ich darauf hinweisen möchte, die evolutionäre Perspektive.

00:27:59: Wenn es nicht in der Verfügbarkeit war, dann kann es keine Hauptquelle gewesen sein.

00:28:03: Wenn gleich das heute Natürlich möglich ist, wenn ich es vertrage, mein Darm auch mit der Antinährstoffmenge gut zurechtkommt und dann gibt es ja gleichzeitig wieder positive Aspekte durch mehr Ballaststoffe.

00:28:16: Wenn sich das ausgewogen hält, dann kann man darauf logischerweise ausweichen.

00:28:20: Wir haben es bei der Eiweißreichen Ernährung High Protein ja auch schon mit erwähnt.

00:28:24: Vielfalt auch der Quellen, das heißt, es muss nicht notierisch sein.

00:28:27: Es muss nicht aus Milchprodukten stammen.

00:28:30: Es kann ein Mix sein, wenn die Verträglichkeit gut funktioniert.

00:28:33: Das heißt, Matthias, nur um es noch mal ganz klar zu sagen, in unserer evolutionären Entwicklung waren wir oder sind wir ein Allesfresser.

00:28:42: Fleisch pflanzlich in Kombination.

00:28:45: Man könnte jetzt hier immer wieder auch den Punkt ranziehen, dass die eine Seite würde eher sagen, okay, es ist dann nur Richtung Fleisch gegangen.

00:28:54: Es gibt hier Veränderungen und es gibt bestimmte Populationen, die sich auch etwas anders in der Verfügbarkeit gesehen haben.

00:29:00: Für unseren Hauptdursprung von Homo sapiens gilt aber eher nicht das Jagen-Sammler-Prinzip, sondern ich wiederhole es noch mal, sammeln.

00:29:08: Und sammeln ist tendenziell auch pflanzlich, hat aber auch tierische Quellen wie Insekten und ähnliche mit dabei.

00:29:13: Und Fischen und dann etwas jagen.

00:29:16: So würde man es eher einordnen.

00:29:18: Und dann haben wir auch die Nährstoffverfügbarkeit, wenn wir uns danach kopieren.

00:29:22: Ich finde den pflanzlichen Anteil extrem wichtig.

00:29:26: Und über die Ernährung abzudecken, während die tierischen Quellen mit dabei, wenn ich mich also arbeit dagegen entscheide, muss ich die erwähnten Punkte auf Fettsäurenebene, Eiweiß, Aminosäurenebene und Mikronährstoffen mit berücksichtigen und supplementieren.

00:29:40: So, jetzt machen wir mal einen kurzen Katt Matthias und stellen uns die Menschheit in zweihundert oder fünfhundert Jahren vor.

00:29:48: Auch wenn wir zurückschauen in der Historie natürlich fünfhundert oder tausend oder zweitausend Jahre zurückschauen, Dann haben wir natürlich schon eine Entwicklung gemacht in vielen Bereichen hin zu einem intelligenten, mitfühlenden, ethisch, sagen wir mal, sensibleren Lebewesen als eben noch zu Zeiten, als wir uns gegenseitig die Köppe eingeschlagen haben und es relativ dunkel in Europa und der Welt war und das Recht des stärkeren Gesetzes war.

00:30:17: Auch wenn wir noch weiter von weg sind, wirklich perfekt zu sein oder... Entschuldigung,

00:30:21: ich muss da gerade... Ich muss einmal rein, weil das ist in der momentan politischen Lage schwierig und gesellschaftlich.

00:30:28: Also die reine Überlegenheit würde ich da nicht unterschreiben, aber ich lass dich gerne weitermachen.

00:30:32: Entschuldigung, ich muss...

00:30:33: Ja, also da bin ich voll bei dir.

00:30:34: Wir sind noch weit weg.

00:30:35: Das wollte ich gerade sagen von einem wirklich intelligenten Wesen oder von einem Wesen, was die Gesamtheit auch eines solchen Planeten beachtet und wirklich bedenkt.

00:30:46: Aber ich habe die Hoffnung, dass wir vielleicht in zweihundert oder fünfhundert Jahren an einem Punkt sind, wo wir uns eben nicht mehr die Köpfe einer Kriege führen oder wo vielleicht wirtschaftliche politische Interessen stärker sind als das Leben eines Einzelnen oder eines ganzen Volkes.

00:31:01: Kannst du dir vorstellen, dass sich die Ernährung auch dahingehend so ändert, dass die Leute in fünfhundert Jahren vielleicht sagen werden,

00:31:08: Boah, im Jahr, im

00:31:08: Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:31:21: im

00:31:22: Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:31:26: im

00:31:27: Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:31:30: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr.

00:31:35: Ob die Frage jetzt zu sagen, dass aufgrund dieser Logik, wie du sie gesagt hast von dem, was wie gesagt auch ein bisschen überspitzt ist, aber von einer, wenn man so im Mittelalter-Zeit herauskommt, unzivilisiert und zu töten und zu jagen und das aufzugeben, ist meine Antwort weniger.

00:31:57: Also Hoffnung hab ich in ganz vielen Bereichen.

00:32:00: Und ich glaube, das ist auch ... wie so oft auch nicht nur die eine Richtung geben wird, sondern auch kleinere Gruppierungen, Populationen und Ähnlichem, aber gesamtgesellschaftlich ist die Antwort sehr wahrscheinlich, wenn sich die Idee von Wirtschaft und Ähnlichem hält, ist es eher davon abhängig.

00:32:20: Und die Entwicklung sehen wir im Moment.

00:32:22: Einer der größten, ich würde sagen Fleischproduzenten in Deutschland beispielsweise.

00:32:28: macht mittlerweile mehr Umsatz in der Herstellung von veganen Wurstalternativen.

00:32:36: Es ist wirtschaftlich getrieben am Ende des Tages.

00:32:39: Wenn es gekauft wird und angenommen wird und dieser Ersatz stattfindet, dann bei einer ultra hochverarbeiteten Wurst, wie Wurst grundsätzlich hochverarbeitet ist, mit ganz vielen Komponenten, die potenziell für den Organismus auch negativ sein können oder definitiv auch negativ sind, Felix, der Unterschied zwischen der Mortadella aus Schweinefleisch und vegan ist geschmacklich, wahrscheinlich nicht festzustellen.

00:33:04: Das heißt, das eine wird durch das andere ersetzt.

00:33:07: Und man darf sich selbst auch fragen, das ist auch, glaube ich, eine ethisch moralische Frage, die im veganen, in der veganen Community aufkommt, wäre ich in der Lage, ein Lebewesen zu töten.

00:33:17: wenn es vor mir stille.

00:33:19: Dann könnte man anfangen mit einem Huhn hier und einem Hasen da und einem Fisch weitergedacht.

00:33:24: Und dann, wie sieht's denn mit einer Kuh aus?

00:33:26: Oder einem Schwein?

00:33:27: Bin ich in der Lage dazu, das zu tun?

00:33:29: Oder hier ist der moralische Aspekt auch andere Menschen beispielsweise auch.

00:33:33: Das gehört ja auch nicht mit dazu.

00:33:35: Und von daher glaube ich weniger an die Intelligenz, der abzweigt, den die Evolution an der Stelle genommen hat.

00:33:44: Intelligenz hat noch nichts damit zu tun, Moral, Ethik und so weiter.

00:33:49: Damit ist die Grundvoraussetzung.

00:33:52: Das heißt dann nicht, dass sich daraus wirklich etwas verändern wird.

00:33:55: Und von daher wird es wirtschaftlich getrieben sein.

00:33:57: Und ich befürchte eher, so wie es auch war, wir haben hier natürlich nicht in unserer Community Menschen, die sich intensiv mit den Themen auseinandersetzen oder auseinandersetzen wollen.

00:34:08: Es gibt aber noch viele andere Milliarden, wo der Blick darauf ein völlig anderer ist, wo natürlich auch die Voraussetzungen völlig andere sind, wo es teilweise um reines Überleben geht.

00:34:17: Und wenn die Industrie erkennt, okay, das greift, das nehmen wir, dann wird das funktionieren.

00:34:22: Und so ist es mit jedem Thema und es wird weniger damit zusammenhängen, dass Homo sapiens aus seiner Intelligenz Weisheit hat werden lassen oder erkannt hat, dass man Dinge auch anders umstellen kann.

00:34:35: Ich möchte es an der Stelle noch mal betonen.

00:34:37: Ich halte den tierischen Anteil für mich auch persönlich.

00:34:42: Halte ich den aufrecht, weil er sich über die Ernährung für mich besser einbauen lässt, als so konsequent daran bleiben zu können.

00:34:49: Ich möchte trotzdem Menschen und ich arbeite da für mich selbst auch mit dran empfehlen, sich auch damit auseinanderzusetzen.

00:34:56: Nur wenn ich mich am Ende, jetzt gehe ich wieder auf das Veganer zurück, Ernährer, achte darauf, dass die ... kritischen, limitierenden Substrate, Mikronährstoffe, Makronährstoffe mit abgedeckt sind.

00:35:09: Und dann kann man das mit umsetzen.

00:35:13: Also,

00:35:14: wir halten fest, vegane Ernährung respekt an alle, die das wirklich dauerhaft durchziehen und die es gemanaged bekommen.

00:35:22: Es ist mit Sicherheit, und da wollen wir gar nicht diskutieren, moralisch, ethisch, der bessere Weg als das, was viele andere mich eingeschlossen.

00:35:30: tun.

00:35:31: Wir sind gut beraten und da hat Matthias vollkommen recht das Thema im Blick zu behalten, uns kritisch damit auseinanderzusetzen, auch unseren eigenen Fleisch oder tierischen Produktkonsum zu überprüfen, vielleicht auch dazu reduzieren, wo es sinnvoll ist, wo es geht.

00:35:46: Und wir halten fest, dass

00:35:47: die

00:35:49: Mangelthemen oder die Themen, die mit einer veganen Ernährung auftauchen, dass die sich auf jeden Fall mit unserer Intelligenz lösen lassen.

00:35:58: Da habe ich keinen Zweifel dran.

00:35:59: Und jetzt gibt es schon gute Lösungen und ich bin sicher, in den nächsten Jahren wird es noch bessere Lösungen geben, dass wir eben eine vegane Ernährung durchführen können, ohne dass unser Körper da irgendwie Probleme bekommt.

00:36:12: Ein Argument, vielleicht das auch noch, die limitierenden Substanzen sind dann häufiger auch die, die letztendlich auch zu Intelligenz führen.

00:36:20: Aha.

00:36:21: Also nochmal B-twelf, Eisen, Jot, EPA, DHA, DHA besonders.

00:36:27: Die Kani-Nutrienten gehören an der Stelle mit dazu.

00:36:31: Das ist ja auch so ein Argument in die Richtung, nur was ein wichtigen Punkt, und so wollte ich es eben auch formuliert haben, in einem bewussten Zufuhr von tierischen Lebensmitteln und hier natürlich auch die Qualität zu versuchen, mit zu berücksichtigen, vielleicht auch über Eigenproduktion und ähnliches mit nachdenken, weil, wie das gesamtgesellschaftlich normal ist, wenn man etwas freigibt, sorgt es am Ende des Tages dafür, dass Menschen sagen, ja gut, das kann ich einfach konsumieren und es ist dann einfach konsumiert und vorhanden.

00:37:05: Und das ist etwas, was politisch, wirtschaftlich vielleicht steuerbar ist, dass dann einfach Milchprodukte an manchen Stellen nicht mehr auftauchen, sowie auch bestimmte Milch-Eiweiße oder Milchzucker irgendwie in Pharmaindustrie und ähnlichem mit auftauchen würden, was einfach quasi Bestandteil dabei ist.

00:37:24: Und da lässt sich hier hellig vieles noch mal mit verändern.

00:37:26: Aber wenn ich tierisch Lebensmittel konsumiere, dann ist die Qualität wichtig.

00:37:31: Nicht unbedingt nur auf Ebene so Nährstoffprofilen, das nicht unbedingt, aber um unter Umständen auch hier wirklich zu sagen, okay, es ist mir das auch Werts dafür auch vielleicht dann mehr Geld auszugeben.

00:37:43: Eine differenzierte Analyse zum Thema vegane Ernährung?

00:37:47: Ihr habt die Möglichkeit bei Spotify, uns, euren Kommentar.

00:37:50: Auch zum Thema vegane Ernährung zu hinterlassen.

00:37:53: oder eure Frage.

00:37:54: Ernährt ihr euch vielleicht vegan oder vegetarisch?

00:37:56: Welche Ernährungsform verfolgt ihr momentan und warum?

00:37:59: Welche Fragen ergeben sich daraus?

00:38:01: Wir sind gespannt über eure Nachrichten.

00:38:04: Morgen gibt's den nächsten Teil hier in unserer Spezialserie bei den Health Nerds.

00:38:08: Bis dahin, Leute, bleibt gesund und bleibt uns gewogen.

00:38:11: Vielen Dank.

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