Low Fat: Weniger Fett = weniger Gewicht? (Spezial)

Shownotes

Über Jahrzehnte galt Fett als der Hauptschuldige für Übergewicht, Herzinfarkt und Stoffwechselerkrankungen. Low Fat war nicht nur eine Ernährungsform, sondern ein gesellschaftliches Dogma. Lebensmittel wurden entfettet, Kalorien gezählt, während Kohlenhydrate als unproblematisch galten. Diese Denkweise prägte Ernährungsempfehlungen, Industrieprodukte und das Essverhalten ganzer Generationen. Heute wirkt Low Fat fast wie ein Relikt aus einer anderen Zeit – und doch lohnt sich ein genauer Blick.

In dieser Folge unserer HEALTH NERDS Spezialserie nehmen wir Low Fat differenziert unter die Lupe. Wir klären, was eine fettarme Ernährung aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich bedeutet, welche Rolle die hohe Energiedichte von Fett spielt und warum eine Reduktion für viele Menschen ein einfacher Hebel sein kann, um insgesamt weniger Energie aufzunehmen. Gleichzeitig wird deutlich, wo die Grenzen liegen: Low Fat ist nur dann sinnvoll, wenn es nicht in eine schlecht geplante, stark kohlenhydratlastige Ernährung mit vielen ultrahoch verarbeiteten Light-Produkten kippt. Wir ordnen Low Fat außerdem im Vergleich zu anderen Ernährungsformen ein und prüfen, wo die wissenschaftliche Evidenz trägt – und wo nicht.

Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum erklärt, warum Fett zwar ein energiedichter Nährstoff ist, aber gleichzeitig essenziell für zentrale Funktionen im Körper. Fettsäuren sind Bausteine von Zellmembranen, notwendig für Hormonproduktion, Gehirnfunktion und Immunsystem und Träger fettlöslicher Vitamine. Entscheidend ist daher nicht das pauschale Weglassen von Fett, sondern die Menge, die Qualität und das Verhältnis der Fettsäuren. Eine radikal fettarme Ernährung kann langfristig problematisch werden, insbesondere wenn dadurch essenzielle Fettsäuren und fettlösliche Vitamine nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.

Wir sprechen darüber, wie Low Fat den Stoffwechsel beeinflusst, warum viele Menschen sich bei sehr fettarmer Ernährung weniger satt fühlen und weshalb diese Ernährungsform häufig ungewollt in eine stark kohlenhydratlastige Ernährung übergeht. Vor allem dann, wenn Fett durch raffinierte Kohlenhydrate und stark verarbeitete Lebensmittel ersetzt wird, können Blutzuckerschwankungen, Insulinspitzen und ein ungünstiges Lipidprofil die Folge sein. Low Fat ist damit kein automatisches Abnehmprogramm, sondern funktioniert nur im Kontext einer insgesamt ausgewogenen Nährstoffverteilung.

Zum Abschluss ordnen wir Low Fat evolutionär ein. War Fett für den Menschen wirklich der Feind – oder über Jahrtausende ein unverzichtbarer Energieträger? Was passiert biologisch, wenn Fett dauerhaft stark reduziert wird? Und wo liegt die Grenze zwischen sinnvoller Energiereduktion und einer Ernährung, die dem Körper essenzielle Baustoffe entzieht? Eine nüchterne Neubewertung einer Ernährungsform, die unsere Esskultur geprägt hat wie kaum eine andere. HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast

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00:00:02: Ich habe am Ende in einer nicht gut durchgeführten Low Fat Ernährung eine schlechte Makronährstoffbilanz, zu wenig Eiweiß, zu viele Kohlenhydrate, zu viel ultra hochverarbeitete Lebensmittel und dann auch zu wenig Sättigung.

00:00:22: Bis High Protein.

00:00:24: Ernährungsformen im Check.

00:00:27: Mit Felix

00:00:28: Möse und Matthias Baum.

00:00:30: Über Jahrzehnte galt Fett.

00:00:32: Als der Hauptschuldige für Übergewicht, Herzinfarkt und Stoffwechselerkrankungen.

00:00:38: Low Fett war nicht nur eine Ernährungsform, sondern ein gesellschaftliches Dogma.

00:00:43: Lebensmittel wurden entfettet.

00:00:45: Kalorien wurden gezählt.

00:00:47: Kohlenhydrate wiederum galten als unproblematisch.

00:00:50: Und das alles mit weitreichenden Folgen für unser Essverhalten, für die Industrie und für öffentliche Gesundheitsrichtlinien.

00:00:56: Heute wirkt Low-Fat fast ein bisschen wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

00:01:02: Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, warum diese Ernährungsform so dominant war und warum sie für viele Menschen trotzdem funktioniert hat.

00:01:10: Denn Low-Fat steht nicht nur für weniger Fett, sondern für ein ganz bestimmtes Verständnis von Kalorien, Herzgesundheit und Krankheitsprävention.

00:01:19: In dieser Folge der HealthNurse-Spezial-Reihe schauen wir uns also low-fat differenziert an.

00:01:26: Wir klären, was eine fettarme Ernährung aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich bedeutet, welche biologischen Mechanismen dahinter stecken und wie belastbar die Evidenz ist, insbesondere im Vergleich zu moderneren Ansätzen wie low-carb oder high-protein.

00:01:41: Darüber haben wir hier schon gesprochen in dieser Serie.

00:01:44: Und wir ordnen low-fat aus evolutionärer Perspektive ein, ist FET.

00:01:49: Wirklich ein Problem für unseren Körper?

00:01:52: Oder war es der Kontext, in dem Fett verteufelt wurde?

00:01:55: Zeit für eine nüchterne Neubewertung.

00:01:58: Low Fett.

00:01:59: Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum aus dem HealthNerds Wissenschaftsteam.

00:02:02: Mein lieber herzlich willkommen.

00:02:04: Hallo Felix, ich freue mich, mir immer mit dabei zu sein.

00:02:06: So, unsere Reihe der Ernährungsformen, die wir uns hier sehr genau anschauen, geht weiter.

00:02:11: Low Fett.

00:02:12: spannendes Thema, wie ich finde, schon in meiner Kindheit.

00:02:15: Und in deiner sicherlich auch war das so ein Thema.

00:02:18: Low-Fat, Leitprodukte, alles war irgendwie fett reduziert, Joghurt ohne Fett, Käse fett reduziert.

00:02:25: Also, man hatte so den Eindruck, das war wirklich so ein gesellschaftliches Dogma.

00:02:29: Alle waren irgendwie darauf bedacht, oh, das böse Fett, gut, dass es fett reduzierte Lebensmittel gibt.

00:02:36: Wie ist deine wissenschaftliche Einordnung vom Thema Low?

00:02:41: Fett.

00:02:41: Wie siehst du diese Ernährungsform?

00:02:43: Definitiv differenziert und mit klarer Unterscheidung.

00:02:48: Also du hast angesprochen, es gibt eine große Industrie darauf, die alles auf Leitprodukte und Leit nicht im Sinne von Zuckerreduktion gibt es ja auch, sondern Fettreduktion ausgelegt hat.

00:02:58: Und wenn wir über die Low Fett Ernährung sprechen, reduzieren wir also die empfohlene Energiezufuhr.

00:03:04: pro Tag von Fett unter zwanzig Prozent, vielleicht auch unter zehn Prozent möglichst wenig.

00:03:12: So, meine Differenzierung folgt darin, dass Fettgrunds, die erst mal ein Energieträger ist und ein Gramm Fett, wenn wir es energetisch betrachten, neun Kilo Kalorien enthält.

00:03:22: Das ist im Vergleich zu Kohlenhydraten mehr als doppelt so viel, das bedeutet verwendetes Fett beinhaltet am Ende des Tages auch mehr Energie.

00:03:30: Und da ist es egal, ob wir von einfach ungesättigten, mehrfach ungesättigten oder gesättigten Fetts so rund sprechen.

00:03:36: Die Energiedichte bleibt erst mal gleich.

00:03:40: Wenn ich das übergeordnet betrachte und wir uns die Zahlen trotz Trend in der Leitindustrie anschauen, dann wird nach Ernährungsrichtlinien zu viel Fett bei ganz vielen Menschen konsumiert.

00:03:56: Und zwar verhältnismäßig.

00:03:58: Wir haben erst gestern über ketogene Ernährung gesprochen.

00:04:02: wo dieses Thema quasi mit fokussiert worden ist.

00:04:05: Auch hier könnte ich mich auch bei der Ketogenernährung überernähern, weil ich einfach die Energiedichte sehr hoch ist.

00:04:12: Und für viele bedeutet Lofen letztendlich die simpelste Variante, Energie einzusparen.

00:04:17: Weil wenn ich die gleiche Menge, aber nur halb so viel Energiedichte darin habe, dann würde man versuchen, eher auf etwas anderes auszuweichen.

00:04:26: Das ist der eine Teil in der Energiebilanzierung, wo ich noch sagen würde, okay, das kann eine Strategie sein, um es auch vielleicht mit Blick auf Gewichtsreduktion mitzusehen.

00:04:36: Und dann sehe ich gesamtgesellschaftlich nach wie vor ein Überkonsum von Fett.

00:04:42: Und jetzt sagen viele von unseren Zuhörnern hier auch, die häufig mit dabei sind, na ja, aber wir sprechen doch hier auch ganz häufig über Lebensmittel, die viel Fett enthalten.

00:04:50: Und das ist der andere Teil, wenn wir qualitativ drauf schauen.

00:04:54: Fett ist Und bleibt aber auch enorm wichtig für uns.

00:04:57: Teilweise ist es essentiell, teilweise antienzündlich.

00:05:01: Und diese Fettsäuren brauchen wir durchaus.

00:05:04: Dann reden wir insbesondere über einfache und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

00:05:08: Und auch per se sind nicht alle gesättigten Fettsäuren katastrophal und schädlich.

00:05:14: Nur der massive Überkonsum, der ist durchaus auch für den Leberstoffwechsel ein.

00:05:19: zu viel.

00:05:20: Und dann für die hier auch schon in den letzten Tagen häufig zitierten Fette im Blut oder das Lipid-Profil natürlich unter Umständen auch belastend, weil höhere Mengen an gesättigten Fettsäuren, die aufgenommen werden, werden unweigerlich auch zu mehr Cholesterinproduktion führen.

00:05:37: Aber auch zu K-Plastik, zu Cholnhydratlastik würde auch die Triglycerinmenge körperigener Produktion erhöhen und dann auch die Cholesterinproduktion mit beeinflussen.

00:05:47: Am Ende des Tages geht es sicherlich hier auch um die Verhältnisse.

00:05:51: Und die Gefahr, die ich hier ganz klar drin sehe, ist, wenn meine Empfehlung zu Low-Fet-Lustig sind und ich Fett quasi verteufel, weil einfach sehr viel Energie drin enthalten, dann fehlen mir wichtige Fettsäuren, die ich für die Funktionsweise meines Gehirns benötige, meiner Zellen zur Funktionsweise meines Immunsystems und auch als antioxidativen Schutz bis dahin, dass natürlich Fettsäuren auch Energieträger sind und uns Energie bringen

00:06:17: können.

00:06:17: Das heißt, wenn ich es richtig verstehe, das Missverständnis, was es in früheren Zeiten also beim Thema Low Fat gab, das Fett als ein Ding angesehen wurde.

00:06:26: Fett.

00:06:27: Und das ist schlecht.

00:06:28: Und es wurde nicht differenziert zwischen... guten, ungesättigten Fettsäuren oder vielleicht zwischen Fetten, die eher, sagen wir mal, in größeren Mengen auch negative Auswirkungen durchaus auf unseren Körper haben.

00:06:38: Das ist der eine Punkt, den ich hier mitnehme.

00:06:40: Das heißt, wenn ich dich richtig verstehe, generell die Idee zu sagen, viele Menschen ernähren sich zu fettlastig.

00:06:47: Wir konsumieren prozentual gesehen und auch mengenmäßig zu viel Fett, das zu reduzieren.

00:06:52: Um eben auch eine bessere Kalorienbilanz zu haben, um eben die Energie ein bisschen zu reduzieren oder die kalorische Energie, die ich zu mir nehme, zu reduzieren, ist sinnvoll.

00:07:02: Aber Achtung, wir brauchen Fette, im besten Fall aber eben.

00:07:06: Die guten Fette.

00:07:07: Ich weiß, du magst gut und schlecht.

00:07:08: Den Begriff magst du nicht.

00:07:09: Aber du weißt, was ich meine.

00:07:10: Die Fette, die gesättigte,

00:07:12: genau, einfach gesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, beide Gruppen Omega-Six und Omega-Drei, aber nicht im Überschuss nur Omega-Six lastig, sondern... Vor allen Dingen auch die Omega-Dreifetzloren, die in der Ernährung häufig zu kurz kommen, weil wir sie so in Fisch- und Meeresfrüchten prinzipiell direkt in der Verfügbarkeit mit dabei haben.

00:07:33: Und ja, gut und schlecht, die Einteilung finde ich ein bisschen schwierig, manchmal aber nachvollziehbar, was damit gemeint ist.

00:07:41: Und die Gefahr, die logischerweise mit der pauschalen Empfehlung reduziert einfach mal deine Fettmenge, dann funktioniert das schon, mit ein Her geht, rein in der Energiebilanzierung, noch nachvollziehbar.

00:07:52: für unseren Stoffwechsel aber nicht von Vorteil.

00:07:54: Lass uns mal in den Stoffwechsel reingucken, wenn wir also die Fettzufuhr deutlich reduzieren.

00:08:00: Wie reagiert unser Körper?

00:08:01: Lass uns mal schauen auf

00:08:03: Hormone,

00:08:04: auf Sättigungsgefühl, auf Energiehaushalt.

00:08:08: Naja, wenn wir wirklich radikal die Fette kürzen und gar keine Fette mehr vorhanden haben, kann es längerfristig durchaus in Hormonproduktionen aber eben auch in Funktionsweise des Immunsystems in Regeneration des Gehirns oder Aufbau von Gehirnmaterial deutliche Schwierigkeiten geben, gerade wenn wir so auf essentielle Fettsäuren einen Blick darauf werfen.

00:08:31: Ich würde es sogar noch erweitern, weil einhergehend mit Fettsäuren, die wir aufnehmen über die Nahrung, Zählen auch häufig fettlösliche Vitamine zum Beispiel mit dazu oder andere fettlösliche Substanzen, die quasi auch entweder in Fett eingebettet sind oder in Lebensmitteln zu finden sind, gerade die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, die ich quasi auch im Kontext der Ernährung dadurch weniger zu mir nehme.

00:08:55: Natürlich kann man für verschiedene Aspekte jetzt sagen, naja, anstatt Vitamin A direkt, könnte ich auch Karotinoine haben, diese bitter Karotine, die dann auch im Körper umgewandelt werden können.

00:09:05: und Vitamin D kann ich auch separat vielleicht noch zuführen oder über Sonneneinstrahlung produzieren.

00:09:10: Also natürlich gibt es da Möglichkeiten, aber die Gefahr ist, Fett komplett runter zu regulieren, bedeutet am Ende, ich nehme alle Fettsäuren raus, gesättigt, ungesättigt, mehrfach ungesättigt, fettlössige Substanzen, Vitamine.

00:09:22: Und dann fehlen mir die Substanzen mit Blick auf Antioxidation, Funktionsweise des Immunsystems, Muskelstoffwechsel, Gehirnfunktion und so weiter und so fort.

00:09:33: Und bei den fettlöslichen Substanzen ist es so, das gilt bei den Vitaminen nochmal besonders, die können wir quasi einspeichern.

00:09:40: Das heißt, bis wir davon einen Effekt merken, müsste auch etwas Zeit vergehen, das ist nicht etwas, was mit ein paar Wochen Low Fett Ernährung passieren würde, aber längerfristig betrachtet sollte man das auf jeden Fall im Blick behalten.

00:09:53: Lass uns ein bisschen tiefer reinzoomen in das Thema und du hast gerade schon kurz angerissen eine stark reduzierte Fettzufuhr verändert unseren Körper, denn der Körper braucht Stoffe, die in diesen Fetten enthalten sind.

00:10:06: Du hast genannt fettlösliche Vitamine.

00:10:10: beispielsweise oder essenzielle Fettsäuren.

00:10:13: Und die Frage ist natürlich, wenn ich das jetzt deutlich reduziere, was passiert zum Beispiel beim Thema Hormone?

00:10:20: Wie verändert sich mein Hormonhaushalt, der ja auf diese Stoffe angewiesen ist?

00:10:24: Ja, ein Hormonhaushalt kann durchaus etwas sein auf Dauer, wenn mir auch Reserven vielleicht verloren gehen oder die Reserven an gerade an essenziellen Fettsäuren, die mir dabei fehlen würden.

00:10:37: dass wir Veränderungen quasi mit erkennen können.

00:10:41: Hormone sind aber auch unterschiedlich von Fettsäuren mit abhängig, aber hier kann durchaus auch mit einer Veränderung stattfinden.

00:10:47: Ist aber eigentlich nicht so.

00:10:48: das primäre Thema.

00:10:50: Das Thema Sättigungsgefühl hört man häufig, dass Menschen sagen, die sich low Fett ernähren.

00:10:57: dass sie weniger Sättigung erfahren, dass sie dann tendenziell auch eher mehr essen wollen oder mehr Appetit haben, als sie eigentlich normalerweise gegessen haben.

00:11:06: Ist das irgendwie wissenschaftlich Erklärbar?

00:11:09: Meistens dadurch erklärbar, dass wie bei allen Ernährungsformen, die wir auch besprechen, häufig das Thema Planung wieder nicht mit einhergeht.

00:11:17: Das heißt, ich verbanne alles, was irgendwie fettig ist oder eine fettige Substanz hat.

00:11:23: Und dann sind das natürlich auch wieder gesamte Lebensmittel und Lebensmittelgruppen.

00:11:27: Also ersetze ich das durch etwas anderes.

00:11:30: Und häufig, und das ist einer der häufigsten Kritikpunkte auch, ersetze ich das eben leider nicht mit mehr Eiweiß.

00:11:36: sondern eher mit mehr Kohlenhydratquellen.

00:11:39: Und dann steigt der Kohlenhydratanteil sehr stark an.

00:11:41: Das kann prinzipiell machbar sein und möglich sein.

00:11:45: Aber für viele gilt dann dabei, okay, ich steige um auf unterhochverarbeitete Lebensmittel, Leitprodukte, die vielleicht auch eine niedriger Nährstoffdichte haben.

00:11:55: Oder ich ersetze das Ganze dann durch mehr Getreide, mehr Kartoffel, mehr Reis, wenn man es denn noch als vollwertige Lebensmittel mit betrachtet.

00:12:04: Und dann wissen wir, spätestens seit der Eiweißfolge, dass Sättigung vielleicht auch dadurch nicht so gut stattfinden kann.

00:12:11: Insulin-Spitzenhöhe ansteigen, Fettwürde, das Ganze noch ein bisschen abdämpfen, also der Blutzucker würde nicht so stark ansteigen.

00:12:17: In dem Moment startet aber auch der Stoffwechsel im Körper.

00:12:20: mit mehr Insulin, werden auch wieder mehr Triglyceride produziert.

00:12:23: Das heißt, meine Blutfettwerte steigen unter Umständen sogar noch weiter mit an.

00:12:27: Auf die Cholesterinhaushalt kann es eine Auswirkung haben.

00:12:29: Low Fett in der Ernährung.

00:12:31: Aber ich habe am Ende in einer nicht gut durchgeführten Low Fat Ernährung eine schlechte Makronährstoffbilanz, zu wenig Eiweiß, zu viele Kohlenhydrate, zu viel ultra hochverarbeitete Lebensmittel und dann auch zu wenig Sättigung.

00:12:47: Also wenn ich es richtig verstehe, du hast quasi metabolische Nachteile aufgrund eines hohen Anteils an Kohlenhydraten.

00:12:55: Kann man das so sagen?

00:12:56: Ja, und dann ist aber trotzdem ... Qualitativ die Frage wieder der Kohlenhydrate.

00:13:00: Natürlich mit viel Faserstoffen und Ähnlichem macht es durchaus Sinn, das sowieso im Idealfall mit zu integrieren.

00:13:09: Wir wissen aber auch, dass je nach Lebensmittel Matrix.

00:13:13: durchaus es sinnvoll ist eine gewisse fettmenge mit dabei zu haben damit substanzen und da sind wir wieder bei den fettlöslichen vitaminen beispielsweise die auch besser gelöst und aufgenommen werden können auch aus pflanzlichen lebensmitteln heraus.

00:13:25: und matthias ein letzter punkt und dann können wir weiter marschieren hier in diesem wie ich finde sehr spannenden thema low fetternährungsform das thema energie energiegefühl energiehaushalt menschen die sich sehr fettarm ernähren.

00:13:40: Wie ist die wissenschaftliche Erkenntnis, was passiert energetisch im Körper?

00:13:44: Fühlt man sich eher gut, fühlt man sich powervoll oder hat das eher negative Auswirkungen?

00:13:52: Also bei einer gut durchgeführten Low-Fet Ernährung muss sich am Energiehaushalt erst mal nichts verändern.

00:13:59: Es würde halt mehr auf Kohlenhydrate zurückgegriffen werden, Ducogenspeicher werden gefüllt.

00:14:03: Es würde vielleicht gar nicht so auffallen bei einer schlechten Durchführung, also wo wir eigentlich eine hohe Kohlenhydrate und raffinierte Kohlenhydrate quasi mit dabei haben.

00:14:12: Dann kommt es nicht nur unter Umständen zu dem eben schon angesprochenen Hunger-Thema, sondern auch nach hohem Klukurselast mehr Insulin, dann Heiß-Hunger-Attacken und das kann durchaus sich auf dem Energie- nicht so positiv anwirken.

00:14:24: Längerfristig auf Fette und Fettsäuren, gerade die Essenzellen zu verzichten, würde sich durchaus auch negativ im Energielevel miederspiegeln.

00:14:33: Okay, dann lass uns doch mal Matthias eine Low-Fett Ernährung definieren, die du als Gesundheitswissenschaftler, sagen wir mal, für gut befinden kannst.

00:14:45: Also ich habe verstanden, auf Null reduzieren ist keine gute Idee, also no fat geht nicht.

00:14:50: Low Fat ist nicht fest definiert, das heißt, lass uns mal darüber reden, was ist denn eine optimale Fettmenge für den menschlichen Körper und welche Fettquellen sollten es sein?

00:15:01: Also wahrscheinlich der Krustenbraten, der Schweinekrustenbraten mit einer dicken Fettsparte, der er nicht, das gute Olivenöl vielleicht schon.

00:15:09: Also, lass uns mal über eine gesunde Low Fat Variante sprechen.

00:15:13: Was würdest du sagen, ist ein gutes Verhältnis.

00:15:16: Ich würde ehrlicherweise die low Fettkomponente nicht zu low setzen.

00:15:21: Wir haben hier im Podcast auch schon mal darüber gesprochen, was auch ein bisschen, ich erwähnt es an der Stelle, noch mal zu kontroversen geführt hat, mit der Empfehlung auch die Fettmenge zu halbieren, zu kappen.

00:15:31: Und statistisch gesehen stimmt das, weil die meisten Menschen in der westlichen Ernährung doppelt so viel Fett zu sich nehmen, wie sie sollen.

00:15:41: Das heißt, ich würde allgemein in der Orientierung um die dreißig Prozent der Energie pro Tag aus Fett beziehen und würde den Fokus primär auf also zwanzig Prozent davon auf einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren legen.

00:15:56: Dazu zählt dann auch die Supplementierung mit Fischöl oder Eigenöl beispielsweise.

00:16:01: Dazu zählt das Olivenöl, was mit dabei ist.

00:16:03: Dazu zählen beispielsweise Avocados, die man mit dazu nehmen würde.

00:16:07: Dazu zählen Nüsse.

00:16:09: Oder und natürlich auch gesättigte Fettsäuren.

00:16:12: bis zu einem gewissen Grad ist das Thema, was wissenschaftlich viel diskutiert wird, mit Blick auf LDL soll das nicht zu hoch sein.

00:16:19: Wir hatten das kürzlich auch in der veränderten umgekehrten Ernährungspyramide mit besprochen.

00:16:25: Aber man fährt wahrscheinlich gut schon mal mit ungefähr zehn Prozent an gesättigten Fettsäuren.

00:16:30: Das kann auch etwas höher liegen als Energieträger, gehört natürlich auch noch andere Komponenten wie Bewegungsverhalten und ähnlichem mit dazu.

00:16:36: Und das können dann ruhig auch tierische Quellen mit sein, wo ich die gesättigten Fettsäuren tendenziell eher drin finde.

00:16:42: Wo ich sie nicht nehmen würde raus, die gesättigten aus.

00:16:45: ultra hochverarbeiteten Lebensmitteln.

00:16:47: Und das gilt natürlich auch für andere fethaltige Fertigprodukte oder ähnliches.

00:16:52: Aber ich würde insofern meine Definition von Low Fet eher definieren, dass ich mich an diesen dreißig Prozent meiner gesamten Energie orientieren würde.

00:17:02: Weil für viele bedeutet das Low, weil sie deutlich darüber hinaus Schießen und die ein oder anderen werden jetzt vielleicht das sagen ja aber ich es trotzdem.

00:17:10: mehr fett das kann in der verteilung auch stimmen.

00:17:12: wir müssen nur berücksichtigen ok wo ziehen wir sonst noch energie her?

00:17:17: wenn ich mein kohlenhydratanteil aus gemüse und obst mitbeziehe schön faserstoffreich dann ist die energie lichter nicht so hoch.

00:17:24: das also dementsprechend auch passend.

00:17:26: ich würde hier auf jeden fall insgesamt auch schon mal den eifers einteilen mit berücksichtigen und würde den persönlich auch eher ihr könnt es dann noch mal aus aber irgendwas im Bereich der twenty-fünfzig-dreißig Prozent meiner Energiedichte mit abdecken, um es darüber zu verteilen.

00:17:45: Aber lower würde ich persönlich nicht sehen, dass das unbedingt sinnvoll wäre, wenn gleich, und das noch als Ergänzung, wenn wir uns die Datenlage anschauen, der Einsatz natürlich gedacht ist für das Thema Gewichtsreduktion, weil es für viele simpel funktioniert.

00:18:02: Die Energiedichte wird niedriger, wenn einfach etwas rausfällt, das pro Gramm doppelt so viel Kilo Kalorien hat.

00:18:08: wie Eiweiß und Kohlenhydrate.

00:18:11: Und dann ist das ja gefühlt ein simpler Trick, aber die Umstellung sorgt unter Umständen für den Mangel wichtiger essentieller Substanzen auf Vitaminebene und Fettsäurenebene.

00:18:22: Wenn ich das so umsetze, wie du es jetzt gerade beschrieben hast, das Low nicht zu Low mache, sondern auf, wie du beschrieben hast, etwa dreißig Prozent meiner Ernährung auf die Fettkomponente setze, wenn ich auf gute Fettquellen setze, Ist das ein Tool?

00:18:36: oder kann das ein Tool sein, um Gewicht zu reduzieren?

00:18:39: Nein, das für sich alleine nicht.

00:18:42: Da geht es mir primär erst mal nur um eine Versorgung global betrachtet, dass ich über die Eiweiße meiner Aminosauron bekomme, über die Fette meiner essentiellen Fettsauron bekomme und über die Kohlenhydrate meiner Faserstoffe bekomme.

00:18:56: So würde ich es eigentlich aufteilen.

00:18:58: Die Energiegewinnung kann auch gerne und findet in Ruhe auch über Fett statt.

00:19:03: Und ich habe über die Kohlenhydrate ja auch nicht nur Ballaststoffe und Phaserstoffe, sondern auch eine gewisse Menge, aber ich würde sie eben preferieren aus der gebundenen Form, also wir haben darüber gesprochen, intrazelluläre Kohlenhydrate.

00:19:15: Und dann ist das auch keine Low Carb Ernährung unterm Strich.

00:19:19: Und dann habe ich hier eine gute Abdeckung über Kohlenhydrate, die meinen Blutzuckerspiegel nicht ständig überschießen lassen und Insulin mit drauf reagieren lassen.

00:19:29: Und dann kommt es eher noch darauf an, wie viel Gesamt Energie nehme ich zu mir.

00:19:32: Ich habe über relative Zahlen gesprochen, prozentuale Angaben.

00:19:35: Das heißt, Gewichtsreduktion wird am Ende des Tages nur stattfinden, wenn ich mich unterbilanziere oder meinen Bewegungsumfang über den Tag dafür sorg, dass ich mehr Energie verbrauche, als ich aufgenommen

00:19:46: habe.

00:19:47: Also low fat erst einmal pauschal kein Abnehmenprogramm, sondern eben nur, wenn man tatsächlich den hoch kalorischen Anteil so deutlich reduziert und auch nicht mehr von anderen Kalorien natürlich in Form von Protein oder Kohlenhydraten sich zuführt, dass man also in diese Unterbilanzierung geht.

00:20:04: Dann kann es ein Tool sein, um abzunehmen.

00:20:07: Ansonsten hat Matthias das gut erklärt.

00:20:09: Er nicht.

00:20:10: Lass uns noch einmal auf die evolutionäre Entwicklung von uns Homo sapiens, von uns Menschen schauen.

00:20:16: Jetzt haben wir schon verstanden.

00:20:17: Es ist eigentlich ein Thema, was entstanden ist, weil wir in der westlichen Welt uns viel zu fettreich ernähren.

00:20:24: Das wird wahrscheinlich in der Evolutionsgeschichte über einen längeren Zeitraum... nicht relevant gewesen sein, dass wir Fett reduzieren mussten oder hatten wir evolutionär betrachteten großen Zugriff auf viel Fett, auf ständig viel Fett?

00:20:36: wahrscheinlich nicht.

00:20:37: Nein, weil wenn wir uns heute die Fettsquellen anschauen, ja definitiv, aber die Frage ist im Laufe der Evolution und wir haben schon drüber gesprochen, unterschiedliche Populationen oder auch mit Blick auf Naturvölker gibt es sicherlich Formen in der Ernährung, wo auch der Fettgehalt auch etwas höher liegen mag.

00:20:55: Aber wenn wir das typische Bild der ehemal zu benannten Jäger-Sammlerernährung uns anschauen, dann haben wir hier auch Schwankungen.

00:21:03: Das ist eher weniger extrem fettlastiger.

00:21:06: Also die fetten Menge bekommen wir logischerweise auch in tierischen Produkten, weil sie hochgezüchtet werden, sodass sie mehr Fett ansetzen.

00:21:15: So, und dann haben wir hier einen höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren mit dabei.

00:21:19: Fettarm ist aber evolutionär kein Prinzip.

00:21:23: Das heißt, es ist nicht vorgesehen, dass wir auch Fett unbedingt verzichten sollen.

00:21:28: Wir haben auch Fett natürlich in Lebensmitteln gebunden, wenn man sich auch verschiedene Früchte von unterschiedlichen Pflanzen mit anschauen, die auch ein Fettgehalt mit dabei haben.

00:21:39: Also nicht klassisch einen Apfel in dem Sinne, auch wenn da, meinetwegen, ein Bruchteil von irgendetwas an Fett mit enthalten ist.

00:21:47: Ein Überschuss, wenn dann ... Phasenweise, ein Übermaß, aber auch wie eine Mangel-Situation.

00:21:53: Und das Ziel ist natürlich, oder die Möglichkeit des Organismus, wie er sich entwickelt hat, geformt von der Umwelt, bedeutet, ich kann mit allem gut umgehen.

00:22:01: Ich kann nur nicht mit diesem einen extremen Überschuss umgehen, mit dauerhaft viel zu viel Fett.

00:22:07: Aber wir können auch nicht damit umgehen und das zeigt es uns auch ohne Fett.

00:22:12: Sonst könnte es keine essenziellen Fettsäuren geben, mit denen wir quasi eine Co-Evolution eingegangen sind.

00:22:19: Und diese Betonung finde ich immer wieder wichtig, Omega-Sex und Omega-Drei, aus teilweise Fleisch, insbesondere bei Omega-Drei-Fettsäuren aus Fisch- und Meeresfrüchten, die Verfügbarkeit der Fettsäuren in der Nahrung gehabt zu haben.

00:22:33: und nicht Felix nur einmal alle dreihundert Jahre, sondern es muss eine Regelmäßigkeit gegeben haben, weil der Zusammenhang und die Enge mit Hirnentwicklung im Laufe der Evolution, mit der Funktionsweise des Gehirns jetzt, mit der Funktionsweise unseres Immunsystems, unseres gesamten Stoffwechsels, könnte nicht funktionieren.

00:22:52: Dann hätten wir lernen müssen, es zu produzieren oder es hätte keine Rolle gespielt.

00:22:56: Also muss es vorhanden gewesen sein und danach orientiert auch auf evolutionäre Lebensmittel zu schauen.

00:23:03: Wo finden wir das drin?

00:23:05: Kann eine Strategie sein, das darüber mit abzudecken.

00:23:08: Und das ist meines Erachtens evolutionär nachvollziehbar und abdeckbar.

00:23:13: Wir können Phasen mit weniger Fett auskommen, aber es ist nicht vorgesehen gar kein

00:23:18: Fett zu konsumieren.

00:23:19: Beim Thema Low Fat müssen wir natürlich auch mal über das persönliche Körper eigene Fett sprechen, dass auch wir Menschen natürlich vor allem mit zunehmendem Alter ansetzen, die meisten jedenfalls von uns.

00:23:30: Wir hatten vor einiger Zeit mal darüber gesprochen, ich erinnere mich gut, da hast du das auch gut erklärt, evolutionär betrachtet, war das eigentlich ein Schutzmechanismus, dass unser Körper in der Lage war, Energie zu speichern für schlechtere Zeiten.

00:23:41: Heute, wo wir diese schlechteren Zeiten, zumindest was die Zufuhr mit Kalorien, mit Ernährung angeht, ja gar nicht mehr erleben, der Kühlschrank ist immer voll.

00:23:48: Ist das natürlich eher ein Schutzmechanismus, der uns jetzt Probleme bereitet?

00:23:53: Erklär uns das bitte nochmal.

00:23:54: Ja, du hast es gerade insofern erwähnt, dass Fett unser Langzeitenergie-Speicher ist.

00:24:00: Das heißt, in Phasen der höheren Verfügbarkeit von Energie und nicht verbrauchter Energie wird es umgewandelt.

00:24:06: Und das passiert jeden Tag bei uns und sind erstmal erklärbar über die Nahrung, die wir zu uns nehmen.

00:24:14: Das heißt, Fette, die wir aufnehmen, werden eingespeichert, in Teilen verbraucht, in Teilen eingespeichert.

00:24:21: Aber ich muss, um Fett einzulagern, nicht Fett konsumieren, das verstehen viele falsch.

00:24:27: Es geht genauso über Kohlenhydrate und man sagt eigentlich auch vielleicht sogar noch etwas mehr.

00:24:32: oder spätestens in der Kombination, weil die Kohlenhydrate der Zucker und extremer Zuckeranstieg für mehr Insolinausschüttung sorgt, die Leber dadurch den Auftrag von Insolinen bekommt, das Hormon, das quasi an der Leber andockt und sagt, hey, Wenn ich da bin, das Insulin, dann sind wir im Speichermodus, also produziere körpereigene Fettsäuren.

00:24:54: Und das funktioniert auch nochmal besonders gut bei einem bestimmten Zucker, nämlich Fructose.

00:24:59: Das ist auch noch so ein Thema.

00:25:01: Und hohe Fructose-Mengen sorgen auch für mehr den Novo-Lipogenese, also Neubildung von Fetten in der Leber, die dann die Leber verlassen, transportiert werden und in den Fettsäuren eingespeichert werden.

00:25:14: Und evolutionell betrachtet, macht das total viel Sinn, dass wir ein System haben, das wir uns Energie zurückhalten können.

00:25:21: Wir können jetzt mehr essen und das irgendwann uns wieder rausholen.

00:25:26: Aber dass dieses Rausholen funktioniert, dafür muss unser Stoff wechseln.

00:25:30: und jetzt kommen wir zum nächsten Punkt zurück.

00:25:32: Flexibel sein.

00:25:34: So, und die Flexibilität verlieren wir, indem die Ernährung zu einseitig wird.

00:25:38: Und mit zu vielen Mahlzeiten versehen uns irgendwie diese Pausen dazwischen, um auf Reserven zurückgreifen zu können.

00:25:44: Und einen Satz noch zu der Fructose, weil das in dem Kontext auch immer wiederkommt, das erzeuge ich nicht mit ein bisschen Obst, das ich konsumiere.

00:25:53: Obst hat viel Fruchtzucker, aber viele, viele, viele Faserstoffe.

00:25:57: Und sich mit zu viel Obst zu überfuttern, dass die Fructosemenge so massiv ansteigt, dass ich dadurch eine Fettleber mehr eresse, ist eher unwahrscheinlich.

00:26:08: Es geht primär um Fructose, die wir schon in unserem ganz normalen Haushaltszucker

00:26:13: finden.

00:26:14: Das ist das Thema, was im US-Raum noch mal damit versehen ist, dass die Fructose noch mehr und besser süßen kann und der Anteil im Haushaltszucker noch höher ist.

00:26:24: Also wir haben das klokosefructose-Sirup, was überall mit reingemischt wird.

00:26:29: Und das erzeugt Fetlewald, weil ohne Faserstoffe, ohne alles mit dabei.

00:26:33: Also keine Angst vor Obst, sondern eher industriell verarbeiten hohen Zuckerkonsum in allen Kombinationen und überall reingemix, wo man sagt, was hat das Glucose-Fructose-Sirup in meiner Wurst zu suchen, die man dann beispielsweise konsumiert.

00:26:50: Ob sie auch noch so gut, sie darf auch noch so gut einmal schmecken, aber wenn sie halt dauerhaft in der Verfügbarkeit ist.

00:26:55: Und dann, wenn wir zurückkommen, die gespeicherte Energie, die nicht mehr freigegeben wird, wird dann auf Dauer zum Problem, und wir sehen das auch in unterschiedlichen Lebensabschnitten, wenn das in der Kindheit beginnt, werden dafür noch mehr und mehr Fettzellen produziert und die werden sukzessive weiter und weiter mit Fetts gefüllt werden.

00:27:16: Und dann wird das definitiv zum Problem.

00:27:18: nochmal die Low Fett Ernährung

00:27:21: wird

00:27:21: Nicht dafür sorgen, dass alle Fettreserven automatisch dahinschmelzen.

00:27:25: Es kann nur funktionieren, wenn ich Energie einspare, weniger esse und dann dadurch abnehme.

00:27:31: Spannende Insights zum Thema Low Fett Ernährung.

00:27:34: Matthias, abschließend deine wichtigste Botschaft an Menschen, die immer noch glauben, Fett sei grundsätzlich ungesund.

00:27:41: Nein.

00:27:41: Ich würde definitiv sagen, erst Fett, man darf gerne mal für sich selbst schauen, wie viel es dann unter Umständen ist.

00:27:47: Das ist manchmal auch vielleicht ein bisschen Arbeit, aber achtet bei den Fettquellen auf einfach ungesättigte, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, auf fettlösliche Substanzen in der Nahrung.

00:27:58: nicht verteufeln, auf gar keinen Fall.

00:28:01: Und wer sagt, ja, ich möchte meine Fettsmenge reduzieren und dadurch vielleicht wirklich Energie einsparen kann, kann das tun.

00:28:07: Aber falsch durchgeführte Low-Fett Ernährung, die in einer High-Carb und dann mit sehr viel raffiniertem Kohlenhydraten arbeitet, führen sollte, ist nicht sinnvoll.

00:28:20: Und für manche ist es auch wirklich nicht gut umsetzbar.

00:28:23: Das sehen wir auch, dass die Leute nicht gut dranbleiben können.

00:28:26: Ja, es gibt Möglichkeiten der Gewichtsreduktion.

00:28:28: Ja, es gibt Möglichkeiten der Veränderung der Cholesterinparameter.

00:28:32: Die lassen Sie aber wirklich über die Zusammensetzung der gesetzlichen Fettsäuren miterklären.

00:28:37: Aber nicht alles an Fett ist dadurch schlecht.

00:28:41: Die einen oder anderen würden von etwas weniger Fett wahrscheinlich auch profitieren.

00:28:45: Klare Meinung von unserem Gesundheitswissenschaftler.

00:28:47: Matthias, herzlichen Dank.

00:28:49: Das war eine spannende Folge.

00:28:50: Leute, ihr könnt bei Spotify direkt in die Kommentare schreiben.

00:28:52: Low fat, habt ihr das schon mal probiert?

00:28:54: Kennt ihr das vielleicht noch aus eurer Jugend oder Kindheit?

00:28:57: Und wie sind eure Erfahrungen damit?

00:28:59: Wir sind sehr gespannt auf eure Kommentare.

00:29:01: Morgen, das können wir jetzt schon sagen, gibt es eine spannende nächste Folge hier in unserem Ernährungsspezial.

00:29:07: Da schauen wir uns die Mediterranean oder die mediterrane Ernährungsform, die mediterrane Diät an.

00:29:14: Und da können wir schon so viel vorwegnehmen, Matthias.

00:29:16: Das ist eine Ernährungsform.

00:29:18: Da bist nicht nur du, sondern viele Kollegen von dir weltweit, große Fans von.

00:29:23: Es ist die Ernährungsform, die jetzt gerade wieder von einem großen Panel von verschiedenen Ernährungswissenschaftlern auf Platz eins der besten Ernährungsform gewählt wurde.

00:29:33: Warum wirst du uns morgen erzählen?

00:29:35: Ich bin sehr gespannt.

00:29:36: Was gibt es heute Abend bei dir zu essen?

00:29:38: Pizza.

00:29:42: Sehr schön.

00:29:42: High fat.

00:29:43: Lass es dir schmecken.

00:29:44: Leute, wir hören uns morgen bis dahin.

00:29:46: Euch auch einen entspannten Tag und bleibt zu uns gewogen.

00:29:50: Vielen Dank.

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