Angst & Furcht: Wie negative Nachrichten unser Gehirn verändern
Shownotes
„Angst ist ein evolutionär konserviertes Vorhersagesystem für potenzielle Bedrohungen.“ Wir leben in einer Zeit, in der Angst für viele Menschen zum Dauerzustand geworden ist. Kriege, Klimawandel, wirtschaftliche Unsicherheit. Unser Gehirn ist ständig mit potenziellen Bedrohungen konfrontiert – oft abstrakt, oft weit entfernt, aber trotzdem wirksam.
In dieser HEALTH NERDS Episode spricht Podcast-Host Felix Moese mit Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum über die Biologie der Angst und darüber, warum sie heute für viele Menschen belastender ist als je zuvor. Evolutionär war Angst ein entscheidender Vorteil. Sie half uns, akute Gefahren zu erkennen und schnell zu reagieren. Diese Form der Furcht ist konkret, lösbar und endet, sobald die Bedrohung vorbei ist.
Heute kommt ein entscheidender Faktor hinzu: die permanente Verfügbarkeit von Informationen. Während unsere Vorfahren nur mit den Gefahren ihres unmittelbaren Umfelds konfrontiert waren, erreichen uns heute rund um die Uhr Nachrichten aus der ganzen Welt. Konflikte, Krisen und Katastrophen sind jederzeit abrufbar – oft in einer Dichte und Frequenz, für die unser Gehirn nicht gemacht ist. Das Problem: Unser Gehirn unterscheidet nicht zuverlässig zwischen einer realen, unmittelbaren Bedrohung und einer Information darüber. Jede dieser Informationen kann das gleiche Angstsystem aktivieren.
Moderne Angst funktioniert deshalb anders. Sie entsteht im Kopf, wird vom präfrontalen Cortex vorweggenommen und aktiviert trotzdem die gleichen Stressmechanismen im Körper. Der entscheidende Unterschied: Die Bedrohung ist oft diffus und lässt sich nicht direkt lösen. Das Ergebnis ist ein dauerhaft aktiviertes Stresssystem. Mehr Cortisol, mehr Anspannung, mehr Unsicherheit.
Diese Form der Angst verändert nicht nur, wie wir uns fühlen, sondern auch, wie wir denken und handeln. Unser Blick verengt sich, komplexes Denken fällt schwerer, wir reagieren vorsichtiger, emotionaler und oft auch misstrauischer. Im sozialen Kontext kann das zu Polarisierung, Abgrenzung und einem „Wir gegen die“-Denken führen. Ein zentraler Mechanismus dabei: Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, dauerhaft mit ungelösten Bedrohungen konfrontiert zu sein.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie wir Angst vermeiden, sondern wie wir lernen, mit Unsicherheit umzugehen. Ein zentraler Ansatz: Ambiguitätstoleranz. Die Fähigkeit, Unsicherheit auszuhalten, unterschiedliche Perspektiven zuzulassen und das eigene Denken flexibel zu halten.
Was unterscheidet Angst von Furcht? Warum fühlen wir uns heute oft unsicherer, obwohl wir objektiv sicherer leben? Was passiert im Gehirn bei dauerhafter Unsicherheit? Und welche Strategien helfen wirklich, um Angst besser zu regulieren?
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:01: Erstmal ist Angst eine Grundemotion.
00:00:03: Der Emulsionär ist ein konserviertes Vorhersagesystem für potenzielle Bedrohungen.
00:00:09: Der Begriff, der hier einen Schlüsselbegriff darstellt, ist die sogenannte Ambiguitätstoleranz also die Fähigkeit Unsicherheit auszuhalten und auch unterschiedliche Meinungen beispielsweise bestehen zu lassen.
00:00:23: Die Angst selbst entsteht primär aus Unsicherheiten nicht aus der Gefahr.
00:00:29: Schlafregulation ist ein wichtiger Ansatzpunkt.
00:00:31: Zusätzlich Bewegung!
00:00:46: Leute, herzlich willkommen schön dass ihr da seid.
00:00:48: wir haben heute einen wie ich finde großartiges Thema ein spannendes Thema Ein Thema das vielleicht mehr Menschen betrifft als man zuerst meinen mag.
00:00:56: Wir leben in einer Zeit in der für viele Menschen Angst zum Dauerzustand geworden ist.
00:01:02: Kriege, Klimawandel, wirtschaftliche Unsicherheit.
00:01:06: Unser Gehirn ist ständig mit potentiellen Bedrohungen konfrontiert.
00:01:10: Dabei ist Angst eigentlich ein überlebenswichtiger Mechanismus.
00:01:15: Sie hilft uns schnell zu reagieren, Gefahren früh zu erkennen und Risiken zu vermeiden.
00:01:21: Das Problem unserer Gehirne unterscheidet nicht sauber zwischen einer echten unmittelbaren Bedrohnung und einer diffusen Unsicherkeit irgendwo in der Zukunft.
00:01:31: Und genau diese Unsicherheit, die kann uns doch stärker belasten als eine konkrete Gefahr.
00:01:36: Gleichzeitig zeigt die Forschung Angst beeinflusst nicht nur unser individuelles Verhalten sondern auch wie wir denken entscheiden ja sogar wie sich ganze Gesellschaften entwickeln.
00:01:48: was passiert also im Körper und im Gehirn wenn wir Angst haben?
00:01:52: warum ist
00:01:52: Angst
00:01:53: heute stärker Als früher?
00:01:56: ist das so oder neben wie sie nur anders war.
00:01:58: Und wie können wir lernen, Angst besser zu verstehen und am Ende auch besser zu kontrollieren?
00:02:03: Und vielleicht ein bisschen entspannter mit dir umzugehen.
00:02:06: Darüber wollen wir sprechen!
00:02:07: Mit Matthias Baum, unserem Gesundheitswissenschaftler unserem Health Nerd.
00:02:11: herzlich willkommen Mathias.
00:02:12: Hallo Felix ich freue mich immer mit dabei zusammen.
00:02:15: Mein lieber unser Podcast ist ein angstfreier Raum.
00:02:17: ja Wir können uns hier angstfrei über alle möglichen Themen austauschen.
00:02:22: Lass uns trotzdem, bevor wir inhaltlich und wissenschaftlich reingehen, lass uns einmal interessiert mich wie ist es bei dir?
00:02:29: In deinem Umfeld, in deiner Familie, im Freundeskreis, bei deinen Patienten die du in einer Praxis in Hamburg hast?
00:02:34: würdest du sagen Angst is ein Thema das sich in den letzten Jahren irgendwie anders darstellt oder dass du anders erlebst als vielleicht noch vor zehn, zwanzig Jahren.
00:02:42: also Definitiv ist unsere Zeit und gerade so die letzten Jahre geprägt von Angst, die immer wieder aufkommt.
00:02:52: Die von Patienten auf der einen Seite berichtet werden.
00:02:55: Und natürlich wenn man sich anschaut, von was so berichtet wird ... Du hast es grad schon schön eingangs erwähnt.
00:03:01: zu dieses Diffuse-Es ist nicht wirklich zuordnbar.
00:03:04: Es ist abstrakter des Beschäftigmenschenen.
00:03:08: Ich würde sagen, dass Angst auf jeden Fall eine Rolle spielt hier.
00:03:11: Dann lass uns mal reingucken.
00:03:12: Also Angst, ich hab's eingangs gesagt ist ja eigentlich ein Mechanismus der evolutionär eine großartige Erfindung war.
00:03:20: Ja also wir Menschen sind oder auch alle Lebewesen aller höher entwickelten lebewesen Haben diesen ja diesen Mechanismus dass sie nicht sagen misstrauisch sind aber das die vorsichtig sind dass sie Nicht heils über Kopf sich in alles rein stürzen von jedem Berg springen und auf jedes Tier raufspringen, sondern dass sie eine gewisse Erfahrung, eine gewissere Angst, eine bestimmte Distanz haben.
00:03:41: Und wissen das könnte gefährlich sein, das könnte wehtun.
00:03:44: Das könnte mir nicht gut tun.
00:03:46: Also Angst ist ja erst einmal etwas evolutionär würde ich sagen was einen positiven Effekt hat.
00:03:52: Dennoch ist es heute so negativ konnotiert und dennoch erleben auch heute viele Menschen negativ Was hat sich verändert?
00:03:59: Na ja, also erst mal ist Angst eine Grundemotion und das heißt wir kennen sie alle.
00:04:05: Wenn wir darüber sprechen haben wir schon eine Vorstellung dazu was es bedeutet.
00:04:10: und wie du sagst evolutionär ist ein konserviertes Vorhersagesystem für potenzielle Bedrohung.
00:04:16: so könnte man's beschreiben und das macht natürlich Sinn dass wir etwas erkennen können und dementsprechend darauf reagieren können.
00:04:23: Was is anders als früher und heute?
00:04:26: Wir leben objektiv eigentlich in einer sichereren Welt, auch wenn das schwer vorstellbar ist.
00:04:32: Aber wir fühlen uns unsicherer und das heißt früher im Laufe der Evolution gab es konkrete und akute Gefahren.
00:04:40: Wir können die Klassiker nehmen von Raubtier bei Hunger, Verletzungen, was auch immer.
00:04:45: Also potentiell und dementsprechend Reaktionen darauf.
00:04:49: Und da spielt dieses Angstsystem oder Vorhersagesystem für potenzielle Bedrohung eine ganz entscheidende Rolle.
00:04:56: Heute sind die Unsicherheiten deutlich abstrakter und sie sind dauerhaft vorhanden.
00:05:04: Wenn wir jetzt Themen nehmen ... Die Leuten, wenn wir uns das anschauen in Untersuchungen Was macht Menschen Angst?
00:05:10: Dann kann man das unterscheiden in unterschiedlichen Generationen.
00:05:14: Die Themen verschieben sich noch mal, aber die großen Themen von Klima-, Krieg-, Wirtschaft und natürlich Zukunftsperspektiven ... Das sind Themen, die neu dazugekommen sind und die präsent sind.
00:05:29: Und dass der große Unterschied dauerhaft vorhanden ist und nicht eben nur einmal kurz.
00:05:35: wie das Raubtier.
00:05:36: Ich finde eine Lösung, indem ich mich im Idealfall davon wegbewege oder kämpfen kann und dann ist das Problem gelöst.
00:05:43: Notfalls auch dass man es vielleicht nicht gut gelöst hat aber verständlich.
00:05:48: also ich habe da eine reale Gefahr die gelöst wird und das hab' ich heute und jetzt haben wir alle und merken das auch so nicht und es bleibt weiter bestehen.
00:05:57: Das heißt, diese Unmöglichkeit für das Individuum, für mich selbst.
00:06:03: Eine potenzielle Gefahr, die ich irgendwie wahrnehme, von der ich höre und lese, die in meinen Kopf kommt ... Ich kann sie nicht wirklich lösen!
00:06:13: Dass ich sie nicht lösen kann, dass ich keinen Einfluss habe auf diese Gefahr?
00:06:18: Das ist ein zentrales Problem, wenn ich dich richtig verstehe.
00:06:24: Die Fuse-Thema.
00:06:26: und also, es ist irgendwie vorhanden.
00:06:28: Und das ist eine Unsicherheit die jetzt aber nicht damit gelöst werden kann dass ich raus gehe mich dahin bewege und das Klima was schon ein menschliches Konstrukt ist in dem Vokabular und allem was dazugehört.
00:06:41: Also natürlich existiert Klima nur
00:06:43: wie man damit... Das ist auch ein diffuser Begriff ja?
00:06:47: Es ist so groß dass sich es alleine nicht lösen kann Aber die Unsicherheit bleibt trotzdem bestehen.
00:06:51: Und hier unterscheidet unser Gehirn natürlich nicht zwischen, ist das jetzt ein Raubtier oder etwas anderes?
00:06:58: Es löst diese Unsicherkeit
00:06:59: aus!
00:07:00: Jetzt wollen wir diese ganze Angstthematik mal so ein bisschen filitieren.
00:07:03: ja ich habe ganz viele Fragen im Kopf.
00:07:05: lass uns mal gucken dass wir da also langsam durchhangeln.
00:07:08: Also erst einmal würde ich gerne noch ein bisschen besser verstehen auch aus wissenschaftlicher Sicht wie angst definiert wird.
00:07:15: Du hast schon gut beschrieben diese unmittelbare Gefahr.
00:07:19: Etwas passiert, jeder kennt das.
00:07:21: man läuft auf der Straße plötzlich klingelt hinter mir ein Fahrradfahrer... Oh ich war auf dem Fahrradweg unterwegs springe zur Seite und bring mich sozusagen in Sicherheit.
00:07:29: Oder ich gehe Gedanken verloren, irgendwie auf die Straße setzen Fuß auf den Asphalt kommt eine Auto angefahren bremst oder quietscht.
00:07:35: Ich erschrecke mich und weiche zurück.
00:07:37: also diese impulsive Reaktion Das würde ich sagen ist ja ein großartiges Mechanismus der uns vom Aussterben wahrscheinlich bewahrt hat Ja.
00:07:50: Aber es gibt in der Wissenschaft weiß ich noch andere Abstufungen oder Definitionen, oder Begrifflichkeiten von Angst.
00:07:58: Genau
00:07:58: und es gibt eine sehr gute Unterscheidung, die man sich einfach merken kann Wir reden insgesamt von unserem Vorhersagesystem auf potenzielle Bedrohung.
00:08:06: Wir könnten's jetzt auch Anksystem nennen.
00:08:08: Filitieren wir diese Begrifflichkeit ein etwas?
00:08:10: Reden wir von dem was du gerade gesagt hast Von Furcht Also eine akute reale Gefahr Die entsteht.
00:08:18: Und jetzt eben Über einen Sinnesreiz wird etwas wahrgenommen.
00:08:23: In dem Falle zum Beispiel das Hören der Fahrradklingel oder das Sehen des Autos, was mich quasi fast überfahren hat.
00:08:29: und ich habe eine gute Reaktion.
00:08:30: Und hier ist jetzt entscheidend, dass Strukturen im Gehirn die weniger mit dem prozessualen Denken zusammenhängen sondern eher als fast reflexartige Reaktionen dazu führen, dass ich schnell auf diese Situation reagieren kann.
00:08:44: Hier kommt ein Gehirnarial ins Spiel, das haben viele schon mal gehört.
00:08:49: Amygdala wird auch vereinfacht, gerne als das Angstzentrum ausgedrückt.
00:08:53: Das wird quasi aktiv und durch die Aktivität der Amygdalas wird das autonome Nervensystem aktiviert in dem Falle der Sympathikus.
00:09:02: Und dann reden wir wieder von unserer Stressaktivität und dann löst es in dem Moment meinen Problem indem ich nämlich die Bedrohung einmal erkenne.
00:09:14: die Stresshormone sorgen dafür, dass Energie mobilisiert wird.
00:09:17: Und ich kann meinen Verhalten sehr akute anpassen in dem Falle zum Beispiel zur Seite springen oder etwas anderes tun und da macht es ja total viel Sinn das man hier reagiert.
00:09:26: Das nennen wir Furcht Akute real Gefahr schnelle reflekshafte Reaktion.
00:09:32: wenn wir aber dann von Angst sprechen Dann sprechen wir eigentlich Von einer antizipierten potenziellen Bedrohung und vielleicht eine mögliche Gefahr in der Zukunft.
00:09:45: Das heißt eher eine gedankliche Angst, etwas was ich im Kopf mir vorstelle?
00:09:49: Genau das ist der Punkt!
00:09:51: Und jetzt im Kopf vorstellen... Jetzt ändert sich die Reihenfolge der Gehirnstrukturen, so sprich bei Furcht ist sie ermüchterlich aktiv und natürlich wird im Nachgang auch der präfrontale Cortex aktiviert werden.
00:10:04: abschätzen wird, ist das eine Problemlage.
00:10:07: Der Hypokampus wird eine Rolle spielen um das Ganze zu koordinieren und nachher würde man sagen okay ich habe mich zwar stark erschrocken Ich hatte ein Furchtgefühl Das könnte man so benennen.
00:10:18: Ich hab aber einmal mehr reagiert weil umgefahren werden vom Auto wäre potenziell tödlich.
00:10:24: Bei der Angst dreht sich das
00:10:26: d.h.,
00:10:27: du sagst es gerade man denkt quasi drüber nach D.h.
00:10:30: vorgeschaltet ist der präfrontale Cortex.
00:10:33: Das heißt, ich erarbeite mir gedanklich eine potenzielle zu antizipierende Situation.
00:10:40: Und jetzt können wir diese Beispiele nehmen die in unserer Gesellschaft heute eben vorkommen sehr abstrakte Themen Die nicht unmittelbar mit mit mir zu tun haben.
00:10:50: also simpel ausgedrückt Es geht mir nicht um Ignoranz von Themen aber wenn Ich es nicht hören würde Wenn ich nichts davon mitbekomme würde mich abschotten würde wäre diese reaktion nicht da.
00:11:00: wohin gegen bei eine akuten Bedrohung auf mich, natürlich eine Reaktion da wäre.
00:11:06: Das heißt bei Angst ist der präfrontale Cortex aktiv, Strukturen bis Striatums spielen dann eine Rolle und das aktiviert die Amygdala.
00:11:13: Und dann habe ich im Umkehrschluss auch wieder meine Stressachsen-Aktivität und deutlich mehr Cortisol nachher im System.
00:11:21: Wenn diese Angst nicht gelöst wird, bleibt das Ganze weiter bestehen und potenziell könnte es quasi chronifizieren.
00:11:31: Es entsteht quasi durch Vorhersagbarkeit nicht durch primäre Realität, die stattfindet.
00:11:40: Diesen Punkt würde ich gerne mal aufgreifen.
00:11:41: also das realität ist ein guter punkt wenn wir noch einmal in der evolution bleiben.
00:11:46: Der mensch vor?
00:11:47: ich sag mal zehn tausend jahren oder zwanzig tausende jahren Oder hunderttausend?
00:11:51: ja was hat er für informationsquellen gehabt?
00:11:54: Ja also logischerweise kein internet keinen fernsehen keinen smartphone in der husentasche keine weltweite Satelliten, Echtzeitübertragung von Ereignissen die am anderen Ende der Welt stattfinden.
00:12:04: Er hatte gar keine Vorstellung von der Welt und von der Größe der Welt jedenfalls nicht wie wir sie heute haben.
00:12:10: also was für Probleme können ihm Angst gemacht haben?
00:12:13: vielleicht dass die Nachbarsippe denen irgendwie die Hühner klaut oder Die Mädchen raubt oder das da irgendwie Wölfe aus dem Wald kommen die vielleicht Ärger machen.
00:12:24: ja das waren vielleicht Ängste aber verglichen mit dem was wir Heute an Informationen nicht nur aus unserem unmittelbaren Umfeld bekommen, sondern eben aus aller Welt.
00:12:36: Kann ich mir schon vorstellen dass das natürlich für viele Leute eine Reizüberflutung ist mit negativen Dingen die einem durchaus vielleicht Angst machen können vor allem wenn man sie immer und ständig hört.
00:12:48: Und du weißt Matthias Ich habe lange beim Radio gearbeitet gab es immer wieder Momente, wo wir darüber gesprochen haben dass die Nachrichten, die im Radium Fernsehen in den Zeitungen kommuniziert werden überwiegend negativ konnotiert sind.
00:13:03: Es geht immer um Mord, Raub, Überfälle Kriege Umweltkatastrophen schlimme Dinge ja?
00:13:09: Die schönen Dinge die weltweit passieren die positiven Ereignisse spielen meistens leider zumindest was die Schlagzeilen angeht eine eher untergeordnete Rolle und es gibt immer wieder auch Versuche.
00:13:20: bei Radiosendern weiß ich dass man bewusst sagt, wir wollen versuchen in den Nachrichten die positive Meldung des Tages irgendwie reinzubringen.
00:13:28: Etwas Schönes zu berichten ein Erfolg etwas was Spaß macht was den Leuten gefällt.
00:13:32: das ist natürlich tatsächlich nicht so leicht weil dass negative uns vielleicht auch mehr reizt und irgendwie mehr triggert, das wir es Gefühl haben.
00:13:42: Das finde ich irgendwie spannender.
00:13:43: oder ich will wissen was ist da los?
00:13:46: Es ist fast wie eine Droge!
00:13:47: Vielleicht kannst du auch da nochmal einen Inzeit geben in welche Gehirnareale da getriggert werden.
00:13:53: aber um den Bogen noch mal zu schlagen also... Was passiert mit unserem
00:13:57: Gehirnen?!
00:13:58: Urmensch vs.
00:14:00: Mensch im Jahr, ... wenig angstmachende Information oder nur punktuell angstmachen Informationen versus Dauerbeschallung von morgens vom Aufstehen bis abends ins Bett gehen mit einer Weltlage die scheinbar mir Angst macht und scheinend außer Kontrolle ist.
00:14:16: ich kann überhaupt nichts dagegen tun.
00:14:18: was passiert da im Gehirn?
00:14:20: verändert sich unser Gehirnt?
00:14:22: Ich habe es eingangs gesagt verändert sich vielleicht auch unser Charakter unsere Art wie wir auf Dinge reagieren, wie wir mit Menschen umgehen.
00:14:29: Wie wir denken und fühlen?
00:14:31: Gibt es da Untersuchungen?
00:14:32: Also gibt es auf jeden Fall ... Da können wir gerne noch mal drauf eingehen.
00:14:35: Das Verhalten wird natürlich beeinflusst durch Angst.
00:14:39: Und so wie wir's eben schon definiert haben, also potenzielle Bedrohung, die antizipiert werden, die dann nicht aufgelöst werden.
00:14:46: Die simple Vorstellung für den das, wenn es noch nicht ganz klar ist, stellt euch vor ich sage euch schonmal Es könnte eine Gefahr kommen Es könnte irgendetwas passieren, was dich gleich zu Furcht bringen würde.
00:15:00: Also eine akute Bedrohung die du jetzt lösen könntest Aber ich sag dir nicht wann.
00:15:05: Und das passt sehr zu den Themen über die wir sprechen.
00:15:07: Die sind abstrakt, die sind global und komplex.
00:15:11: Ich habe keine ausreichende Selbstwirksamkeit um es zu lösen So dass ganze bleibt bestehen.
00:15:17: Mein präfrontaler Cortex simuliert die Zukunft.
00:15:21: Mein Angstsystem wird aktiv.
00:15:23: Am Mögtaler bleibt aktiv, wird hochaktiv und das sorgt natürlich für Rückkopplung auch auf Bezüglich unseres Stresssystems.
00:15:29: Das passt sich natürlich daran an.
00:15:32: Und am Ende mündet es in einem veränderten Verhalten, so könnte man sagen.
00:15:37: Wir merken nachher, dass wir Lösungen finden wollen.
00:15:42: Es gibt dann Möglichkeiten zum Beispiel der Vermeidungsstrategien die kurzfristig für Entlastung sorgen, langfristiger für Verstärkung sorgen würden.
00:15:50: Wir haben eine veränderte Risiko-Bewertung, die verzerrt sich.
00:15:54: Also dass alles plötzlich Gefahr ist und wir noch weniger Kontrolle dabei haben.
00:15:58: Und der Fokus liegt auf dem Thema immer weiterer potenzieller Bedrohungen.
00:16:03: Das heißt meine Wahrnehmung wird auch deutlich selektiver... ...und im sozialen Verhalten – du hast das Eingangs auch schon so erwähnt gesellschaftlich – ist es natürlich hochspannend und hochaktuell, ich nenn's mal die Meinungsmache mit Angst!
00:16:20: Und das ist das, was wir sehen.
00:16:22: Nicht jetzt einzelnen Personen vorzuwerfen, aber es ist das Konklomerat aus den Situationen die bestehende Information, die uns zur Verfügung gestellt wird.
00:16:31: Die Argumentation von Politikgesellschaften wie auch immer und dann natürlich die Medien, wie's dir präsentiert wird.
00:16:39: also nehmen wir das Beispiel von Social Media und ich soll bitte du hast es eben auch schon erwähnt verkürzt etwas dargestellt werden.
00:16:47: Dann habe ich natürlich ein immer Gleiches Wiederkehren, das Muster dieser abstrakten potenziellen Bedrohungen.
00:16:53: Und gesellschaftlich also erstmal vor allem selbst sorgt es auf Dauer dafür dass man eingeschränkter könnte man sagen im Denken ist andere Gehirnareale aktiver werden und das Ganze mehr zum Thema von Polarisierung führt oder von von Separation so dass ich sage Ich denke das so wir denken das so und die machen das anders.
00:17:15: Es entsteht ein Misstrauen
00:17:18: Und ein bisschen auch dieses.
00:17:19: Wir gegen die?
00:17:20: Absolut.
00:17:21: Und Schwarz-Weißdenken gehört mit dazu
00:17:24: und
00:17:24: Polarisierung ist das Stichwort, auch politisch betrachtet sowohl nach rechts als auch nach links.
00:17:30: Ja wir haben die Extreme, die noch mehr in die Meinung versuchen mit auszurichten und dass natürlich Angst getrieben heißt am Ende des Tages Angst macht Menschen steuerbarer.
00:17:43: Das ist ein großer Effekt, ja.
00:17:44: Und ich hab's einen Gangs gesagt, dass das ganze Nationen oder Generationen durch dieses Gefühl sich in Summe verändern und dass das natürlich so eine Dynamik dann auch bekommt und ganze Gesellschaften sich dadurch eben auch in die ein oder andere Richtung bewegen können.
00:18:01: Ja also ich fass nochmal zusammen Angst verändert durchaus unser Verhalten gegenüber anderen.
00:18:06: Du hast es gut gesagt weniger Empathie stärkere Abgrenzung dieses Gefühl, wir oder ich gegen die mehr Misstrauen.
00:18:14: Es verändert wie wir denken.
00:18:16: Wir werden Risiko vermeiden da manchmal sogar irrational übervorsichtig.
00:18:21: Impulsiver werden Entscheidungen oder eben weniger weitsichtig.
00:18:27: Das finde ich interessant.
00:18:28: der Fokus auf die unmittelbare Bedrohung ist irgendwie größer und das komplexe Denken wird eher zurückgefahren.
00:18:36: also auch dass ein Ein biologischer Mechanismus aus der Evolution irgendwie gut erklärbar, der aber heute natürlich für Veränderungen in einer Gesellschaft sorgen kann.
00:18:44: Super spannend!
00:18:45: Wir versuchen ja hierbei den Helfners Matthias auch immer konkrete Tipps zu geben die jeder sofort irgendwie ausprobieren kann.
00:18:52: wenn ich das Gefühl habe Angst ist etwas was in meinem Kopf irgendwie immer mich umtreibt oder ich merke dass sich tatsächlich auch einige dieser Charaktereigenschaften oder veränderte Eigenschaften an mir feststelle Was würdest du empfehlen?
00:19:06: Was kann man tun, um der Angst sich entgegenzustellen oder um unserem Körper das Gefühl zu geben regulier dich?
00:19:15: Es ist eine diffuse Angst.
00:19:16: Du kannst sie eh nicht beeinflussen.
00:19:18: Sie ist vielleicht auch gar nicht so groß und real wie du meinst.
00:19:20: Gib mal konkrete Tipps!
00:19:21: Ist es Bewegung?
00:19:22: Ist es Meditation?
00:19:24: Ja... Ist es das Händchen weglegen?
00:19:25: was würdest du empfehlen?
00:19:28: Hier würde ich noch mal diese Unterscheidung zwischen dieser Furcht und der Angst erst in den Vordergrund rücken.
00:19:35: Weil bei der Furchte natürlich ist Bewegung das, was die Lösung ist, was viele auch nicht machen.
00:19:40: Es gibt dann eine akute Situation, Menschen bewegen sich da nicht.
00:19:43: Bei dieser diffusen Angst, diese potenzielle Bedrohung wird das nicht gut und nicht ausreichend funktionieren.
00:19:51: Das heißt ... Es kommt hier noch etwas mit hinzu, das ist dieser evolutionäre Mismatch in der heutigen Zeit dauerhaft Beschallung.
00:19:59: Und wir wissen nicht ob überhaupt irgendetwas passiert.
00:20:02: Deswegen denken wir immer mehr darüber nach und dann kommt es zu chronischen Angst bis hin zur Angststörung die dadurch natürlich mit entstehen können.
00:20:12: Ein Grundthema und das wird glaube ich klar wenn wir diese Unterscheidungen zwischen Furcht und Angst haben furcht beginnt Und wird rückgekoppelt mit dem präfrontalen Cortex und Hypokampus, also auch Gedächtnis- und Abwägung der Situation.
00:20:26: Wohingegen die Angst im prä frontalen Cortex beginnt?
00:20:29: Das heißt für mich ... Der Ansatzpunkt muss dann auch sein, dass eine Lösung in prä-frontalem Cortex begint und nicht irgendwie mit Techniken von was sinnvoll sein kann.
00:20:41: Auch Bewegungen, Meditationen, Stressregulation sind alles sinnvolle Aspekte.
00:20:46: Aber insbesondere bei Angst ist das Thema der Kommunikation des Zentrale.
00:20:52: Und das fällt jetzt natürlich extrem schwer im ersten Moment, also könnte mir vorstellen, dass Menschen die nichts davon hören wollen und sagen, warum reden die auch noch darüber?
00:21:03: Das wäre so das klassische Prinzip... Also
00:21:05: dieses bisschen wegschieben ...
00:21:07: Genau!
00:21:08: Weil Vermeidungsstrategie für den ersten Moment erst mal ich will da gar nichts von hören, ich will damit nicht zu tun haben.
00:21:14: Ziel sollte einmal Kommunikation sein.
00:21:17: Nicht nur mit mir selbst, sondern im Idealfall in der
00:21:21: Gesellschaft.".
00:21:21: Und dann würde ich das eher beschreiben als ein Training des Gehirns, dass es wieder funktionieren kann um Dinge zulassen zu können.
00:21:32: und ich nehme's mal auf... Es kann politisch betrachtet sein, es können verschiedene Themen sein aber dass sich die unterschiedlichen Meinungen zulassen kann.
00:21:40: Das ist ein Thema was Ich würde sagen, seit ... und dann wissen alle in welchem Zeitraum wir uns bewegen.
00:21:48: Corona?
00:21:48: Extrem aufgefallen ist!
00:21:50: Mhm.
00:21:51: Dass wir in dieser Hochphase noch ein Lockdown, noch einen Lockdown ... Angst, die vermittelt wird... Die Fuseangst, ne?
00:21:59: Teilweise ja klar natürlich sind Dinge passiert aber es war eine Defuse-Angst, eine Bedrohung.
00:22:05: ich weiß nicht ob das kommt und ich weiß nie wann es kommt Aber es arbeitet in mir weiter.
00:22:09: Das Verhalten verändert sich, die Gehirnareale sind unterschiedlich aktiv.
00:22:13: Neurobiologisch wirklich erklärbar und ich schaffe es nicht mehr Meinung zuzulassen.
00:22:18: Das ist nicht etwas was nur ein paar Leute in der Gesellschaft betrifft und das hat nichts mit Intelligenz zu tun.
00:22:23: Das haben wir bei allen möglichen Menschen gesehen.
00:22:25: Guckt euch Interviews und Talkshows an wie aufgeladen diese Situation war.
00:22:34: Der Ansatzpunkt muss aber sein Das Ganze beginnt im präfrontalen Cortex.
00:22:39: Also müssen wir dort ansetzen über Kommunikation und der Begriff, der hier ein Schlüsselbegriff darstellt ist die sogenannte Ambiguitätstoleranz also die Fähigkeit Unsicherheit auszuhalten Und auch unterschiedliche Meinungen beispielsweise bestehen zu lassen und sich darauf quasi wieder Zutrainieren weil ich sonst immer wieder in diesem Angstmuster mit unterwegs ist.
00:23:03: Die Angst selbst entsteht primär aus Unsicherheiten, nicht aus der Gefahr.
00:23:08: Das hätten wir sonst eher bei der Furcht mit dabei.
00:23:11: und das heißt ich brauche auch eine gewisse Exposition gegenüber diesen Unsicherheit.
00:23:16: Ich brauche wieder mehr kognitive Flexibilität.
00:23:19: Ich brauch den Perspektivwechsel.
00:23:21: In der Psychotherapie wäre das eher so angeordnet.
00:23:24: Das heißt nicht dass alle machen müssen in der kognitiven Verhaltenstherapie aber Das zuzulassen, das Gehirn wieder darauf zu trainieren über Kommunikation.
00:23:32: Über ein Zugangsweg.
00:23:33: Das ist eigentlich die einzige Strategie, die wirklich funktionieren kann.
00:23:37: jetzt könnte man natürlich auch sagen okay ich kann versuchen es wäre etwas anderes beispielsweise irgendwie einen Weg zu finden eine Selbstwirksamkeit zu erfahren im Sinne von ok da is Potentielle Kriegsgefahr, da kann ich gerade nichts machen.
00:23:53: Aber ich bereite mich selbst darauf vor.
00:23:55: Die einen oder anderen kennen vielleicht dieses Prinzip von Preppen sich auf potenzielle Risiken vorzubereiten.
00:24:01: Oder so ein Riesentrend ... Wenn wir mal über den großen Teich nach Amerika schauen, dann gibt's natürlich auch wieder das andere Extrem, dass Leute wirklich die Gefahr dann sich sehr ...
00:24:09: Warum?
00:24:10: Weil genau das passiert, weil ich versuche zumindest das für mich und meine Familie und mein Umfeld, so wie wir evolutionär funktionieren die Sicherheit wieder zu erzeugen.
00:24:21: Und das kann, ich würde so einordnen einen Teil der Strategie sein, man muss aber natürlich im Blick behalten ob es nicht dadurch noch extremer
00:24:30: wird.
00:24:31: Ja, das wollte ich gerade sagen.
00:24:32: also dieses große Thema Verschwörungstheorien da wollen wir jetzt gar nicht abschweifen Aber Es ist ja ein Riesentrend und auch das hat den Nährboden in der Angst.
00:24:44: Wenn Leute Angst haben wenn sie verunsichert sind nach schnellen Lösungen suchen vielleicht auch für sich eine Antwort wollen, die es aber so vielleicht gar nicht gibt.
00:24:52: Da ist natürlich die Verschwörungstheorie oder das Feld der Verschwörungstheoretiker riesig und ich beobachte halt dass viele Leute so nach diesen einfachen Lösungs suchen und das beschreibt gut wie du sagst dieses Für Sich selber und für seine Familie irgendwie eine Lösung finden.
00:25:08: Ich baue mir einen Bunker im Garten, ich kaufe mir irgendwie Zehntausend Liter Wasserflaschen Und bin gewappnet falls irgendwas passiert.
00:25:15: Das ist aber schon natürlich ein anderes Extrem.
00:25:19: Aber du sagst, biologisch ist es eben gut erklärbar?
00:25:21: Genau!
00:25:22: Aber nochmal aufpassen... Also die Lösung kann jetzt nicht sein okay preppt alle mal und dann kriegt man das gehandelt weil die Informationen gehen weiter.
00:25:30: Es gibt noch ein paar andere Ansatzpunkte.
00:25:31: Der Hauptaspekt wie gesagt nochmal liegt eher bei dem Thema der Konfrontation, der gezielten Konfrontations mit den Themen.
00:25:40: Mit neuem Lernen, mit unsicherheiten Aushalten zu lernen Und natürlich Bewertung von Situationen versuchen zu verändern, das geht eher auch in eine therapeutische Richtung Gedanken zur Hinterfragen.
00:25:53: Das sind alles Punkte dass wir uns dafür auch öffnen und quasi unser Gehirn neue Schaltkreise widersetzen können um dadurch Regulation zu erzeugen weil es werden immer mehr und mehr Informationen dazu kommen soll.
00:26:07: das sind für mich die Hauptpunkte.
00:26:08: und begleitend gibt es natürlich physiologische stabilisierende Faktoren.
00:26:12: Ein zentrales Thema ist das Thema Schlaf und Schlafregulation, Schlafhygiene spielt eine ganz entscheidende Rolle.
00:26:19: also gerade so der Einsatz.
00:26:20: jetzt haben wir schon von den Informationen und dem Medien gesprochen.
00:26:23: zu spät am Abend Katastrophe weil das wird den Schlaf in der Qualität wahrscheinlich dann aber auch an der Quantität reduzieren.
00:26:33: dementsprechend ist die Regeneration nicht gut.
00:26:34: das System ist wiederum anfällig dafür, auf neue Ängste zu reagieren.
00:26:40: Also dieses typische Abends, man liegt im Bett ... Netflix ist leer
00:26:44: geschaut.
00:26:45: Man scrollt durch den Feed und sieht natürlich Tausend Nachrichten und tausende Mailungen.
00:26:50: Guckt noch mal kurz was online geschrieben wird?
00:26:52: Mit einer Technik, die dir zur Verfügung gestellt wird mit einer Art wie Videos gestaltet sind das genau das nochmal mitgetriggert wird.
00:26:59: Das ist ... Schlafregulation ist ein wichtiger Ansatzpunkt.
00:27:04: Zusätzlich Bewegung insbesondere auch so moderate Bewegungseinheiten super sinnvoll begleitend.
00:27:10: Aber das löst natürlich nicht, sondern begleitet.
00:27:13: Stress-Regulationen, Atemtechniken du hast eben Meditation oder sowas angesprochen, begleiten total sinnvoll um wirklich den Mechanismus zwischen präfrontalem Cortex und der Mykthala positiv zu beeinflussen.
00:27:26: Und der letzte oder ein wichtiger Punkt dabei ist sicherlich diese Informationshygiene könnte man sagen weniger Reizüberflutung bewusst selektieren.
00:27:38: Und ich habe es auch schon erwähnt, da geht's mir nicht darum sich abzuschotten und alles abzustellen.
00:27:45: Es geht nicht um Vermeidung sondern eine bewusste Reduzierung oder vielleicht auch in der Bewertung selbst zu erkennen.
00:27:51: okay ich merke dass mich bestimmte Medien nochmal mehr pushen als andere also dosiert man die vielleicht eher runter.
00:27:57: das sind Kombinationen die sinnvoll sind.
00:28:00: aber wie gesagt Konfrontation Ambiguitätstoleranz trainieren, die Unsicherheit bewusst zulassen und aushalten können.
00:28:09: In Gruppen im Medialfall unterschiedliche Meinungen bestehen lassen zu können das wiederzutrainieren ist eigentlich der
00:28:14: Hauptpunkt.
00:28:16: Ein großes Thema Matthias.
00:28:18: ich finde es toll wie wir von dir Insights bekommen haben auch was Angst überhaupt evolutionär ist und wie sie funktioniert und wie man sie unterscheidet zwischen Furcht Also der unmittelbaren Gefahr und der Angst, der vielleicht diffusen potenziellen Gefahr, die ich im Kopf mir entwickle.
00:28:36: Weil ich mir etwas vorstelle was vielleicht mal zur Gefahr werden kann.
00:28:40: Wieder viel gelernt!
00:28:41: Ich sag Dankeschön hat wirklich große Freude gemacht.
00:28:45: Ich hoffe wir konnten euch ein bisschen inspirieren mit Angst vielleicht besser umzugehen.
00:28:50: Ich nehme auf jeden Fall mit Angst ist kein Fehler unseres Systems sondern einen Uraltermechanismus der unser Überleben gesichert hat.
00:28:57: Das Problem ist also nicht die Angst selbst, sondern eine Welt in der unser Gehirn permanent Bedrohungen wahrnimmt ohne sie lösen zu können.
00:29:07: Das ist irgendwie glaube ich ein guter Punkt den wir verstehen müssen.
00:29:09: Angst macht uns kurzfristiger, vorsichtiger, emotionaler und damit eben auch anfälliger für einfache Antworten.
00:29:17: stärkere Abgrenzung und weniger rationales Denken!
00:29:23: Und der Weg daraus?
00:29:25: geht gemeinsam in der Gesellschaft, in einem guten Miteinander, im guten Austausch.
00:29:30: In einer guten Kommunikation.
00:29:32: Ich glaube das können wir alle auch mitnehmen.
00:29:34: Super!
00:29:35: Also Angst verschwindet nicht indem wir sie verdrängen sondern indem wir Sie richtig einordnen.
00:29:40: Nicht jede Bedrohung in unserem Kopf und unserer Vorstellung auf unserem Handy-Display ist eine reale Gefahr für uns Und genau diese Unterscheidung ist
00:29:49: wichtig.
00:29:50: Matthias herzlichen Dank.
00:29:51: Leute nächsten Montag gibt es einen neuen Deep Dive hier bei den Health Nerds.
00:29:54: Bis dahin bleibt gesund, macht euch locker und bleibt uns vor allem gewogen.
00:29:59: Vielen Dank!
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