Erythrit: Schädigt dieser Zuckerersatz unsere Gehirnzellen? (Deep Dive)
Shownotes
„Erythrit liefert Süße - ohne Zuckerstoffwechsel.“ Kaum Kalorien, kein relevanter Einfluss auf Blutzucker und Insulin. Genau das macht den Zuckerersatzstoff so beliebt. Gleichzeitig häufen sich aktuell Schlagzeilen über mögliche Risiken für Gefäße und Gehirn. In diesem HEALTH NERDS Deep Dive ordnen Felix Moese und Gesundheitsexperte Matthias Baum die Studienlage ein und trennen Daten von Dramatisierung.
Erythrit gehört zu den Zuckeralkoholen und kommt in kleinen Mengen sogar natürlicherweise in Lebensmitteln vor. Der Körper kann ihn teilweise selbst bilden. Der entscheidende Unterschied zu Zucker: Er wird größtenteils aufgenommen, im Blut transportiert und unverändert ausgeschieden - ohne klassischen Einfluss auf den Stoffwechsel.
Die aktuell diskutierten Risiken basieren vor allem auf Zellstudien. Dabei wurden isolierte Gefäßzellen unter hohen Konzentrationen untersucht und zeigten Hinweise auf oxidativen Stress. Wichtig: Das sind In-vitro-Daten - keine Belege für reale Effekte im menschlichen Körper.
Auch verbreitete Annahmen zu Insulinreaktionen oder Bauchspeicheldrüsenbelastung sind so nicht belegt. Gleichzeitig zeigt sich: Große Mengen isolierter Süßstoffe entsprechen nicht unserer natürlichen Ernährung und könnten langfristig Effekte auf Stoffwechsel, Mikrobiom und Essverhalten haben.
Entscheidend ist deshalb der Kontext. Als Ersatz kann Erythrit sinnvoll sein - etwa zur Reduktion von Zucker. Eine dauerhafte, großzügige Verwendung in stark verarbeiteten Lebensmitteln oder beim Backen sollte jedoch kritisch hinterfragt werden.
Wie aussagekräftig sind Zellstudien wirklich für unseren Alltag? Ab welcher Menge wird aus einer Alternative ein potenzielles Risiko? Und ist weniger Süße am Ende vielleicht die gesündere Strategie?
HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.
Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben)
Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:02: Die Headline zieht halt besser, wenn dort steht.
00:00:04: Erythritz schädigt
00:00:07: das
00:00:07: Gehirn.
00:00:09: Es macht evolutionär nicht Sinn immer alles zu süßen und es könnte vielleicht potenziell auch ein Problem werden gerade wenn's zu viel wird.
00:00:19: ich würde hier vor allen Dingen auf einen zu viel oder zu hohen Konsum eingeben.
00:00:24: Artgerecht help nerds Mensch einfach erklärt Mit Felix Möse und Matthias Baum.
00:00:35: Eritried
00:00:36: gilt für viele als der bessere Zuckersatz, kaum Kalorien, kaum Einfluss auf unseren Blutzucker überall in Proteinriegeln Leitgetränken- und zuckerfreien Produkten enthalten.
00:00:47: Doch in den letzten Monaten vor allem in den vergangenen Tagen häufen sich die Schlagzeilen mögliche Risiken für Herz- und Kreislaufgefäße, Laborbefunde zu gestörter Funktion von Hirngefäßzellen.
00:00:59: Und sogar Warnungen – Irritrieb könne für Hunde giftig sein!
00:01:04: Was ist dran an diesen Berichten?
00:01:06: Handelt es sich um echte wissenschaftlich belegte neue Risiken?
00:01:10: oder werden hier Ja, vielleicht ganz abwegige Zellversuche und statistische Zusammenhänge mit Tiermüten durcheinandergeworfen.
00:01:18: Und am Ende ein verzerrtes Gesamtbild auf diesen Zuckerersatzstoff Eritrit gelängt in diesem Helfnutz-Deepdive.
00:01:24: Wollen wir uns das anschauen?
00:01:25: Matthias Baum ist da.
00:01:26: herzlich willkommen!
00:01:26: Schön, dass du da bist.
00:01:27: Hallo Felix ich freue mich über dabei zu sein.
00:01:29: Matthias wie fangen ganz simpel an wie immer hier im Deep Dive.
00:01:31: Eritriet der Zuckerersatztoff.
00:01:34: was genau ist das und warum ist er so beliebt?
00:01:37: also Eritritt oder Erittrithol ist ein Zuckeralkohol, das haben die einen oder anderen schon mal gehört.
00:01:45: Ein sogenanntes Polyol und quasi eine kleine Kohlenstoffstruktur mit sogenannten Hydroxylgruppen dran.
00:01:55: Also erstmal so das Chemische abzuklären und wir finden dieses Erritritt auch in kleineren Mengen, in manchen Früchten oder Pilzen, in fermentierten Lebensmitteln.
00:02:06: Teilweise kann es sogar im Körper selbst hergestellt werden und von daher ist das erst mal ein fast physiologischer Bestandteil hat aber einen wichtigen eine wichtige Funktion nämlich eine Süße die es quasi mit erzeugt.
00:02:23: Und das ist ja das Prinzip von Zuckeraustoffen oder von Zuckerersatzstoffen, wir wollen quasi eine Süße erzeugen ohne den Effekt metabolisch zu haben wie wir ihn von Zucker haben also Energiebringend.
00:02:36: und bei Erythritis ist so dass wir diese Struktur haben die und das ist die Besonderheit bei diesem Polyol die bleiben nämlich gerne im Darm und sorgen für Verdauungsprobleme dass nach Humanstudien quasi man davon ausgehen kann, das seventy- bis ninety-fünf Prozent über den Dünnendarm aufgenommen wird.
00:02:57: Zirkuliert dann quasi in der Blutbahn und wird komplett über die Nieren wieder ausgeschieden Und hat auf dem Weg keinen relevanten Effekt auf die Blutkukose oder den Insulin-Spiegel, und von daher haben wir einen Zuckeraustauschstoff.
00:03:12: Den werden wir als sogenannten natürlichen Zuckeraustauschtoff bezeichnen im Vergleich zu künstlichen, so was wie Aspertame oder Sucralose.
00:03:21: Was aber letztendlich auch nur eine andere chemische Verbindung ist.
00:03:25: der Mechanismus ist etwas anders vom Prinzip.
00:03:28: Und von daher wird dieser natürliche Stoff gerne auch eingesetzt in nicht-zuckerhaltigen oder leidgetränkenden Produkten, die man so auf
00:03:42: dem Markt
00:03:42: findet.".
00:03:42: Aber klingt ja erstmal ganz gut!
00:03:44: Also es ist kein künstlich hergestellter Stoff sondern ein Stoff der auch in einer Natur und natürlichen Verbindungen vorkommt.
00:03:50: Ein Stoff von dem du gerade gesagt hast den unser Körper sogar in bestimmten Mengen selber irgendwie bilden oder herstellen kann klingt ja erst einmal nicht verkehrt.
00:03:59: Das heißt, es ist etwas womit wir auch in der Evolution immer wieder mal vielleicht in Berührung gekommen sind.
00:04:03: Ja wahrscheinlich in diesen hohen Mengen.
00:04:06: oder was ist jetzt
00:04:07: das Problem?
00:04:08: Genau also das heißt wenn ich hier einen Bruchteil von diesem Polyol in Früchten beispielsweise drin habe, ist das zu vernachlässigen.
00:04:18: Die körpereigene Produktion ist nicht zu vernachtlässigten aber macht jetzt nicht den enormem Hebel aus.
00:04:25: Es geht natürlich um die übermäßige Zufuhr, oder die hohe Zufur von verarbeiteten Lebensmitteln.
00:04:32: Die quasi Zucker was sonst in der Formulierung war mit Erythritz beispielsweise austauschen.
00:04:38: und ja auf der einen Seite ist es richtig es kommt natürlich vor oder in den Natur selbst vor und damit ist es doch gut und gesund.
00:04:46: aber das müssen wir ehrlicherweise auch sagen wäre eine Verzerrung wenn wir sagen okay nur weil es natürlich ist es auch gleichzeitig gesund.
00:04:52: Und das ist glaube ich etwas, wo viele darauf einsteigen und sagen naja bevor ich einen künstlichen Zuckerersatzstoff nehme dann nehme ich lieber Eritritt.
00:05:02: Unterm Strich ist vieles davon sehr ähnlich aber jede Substanz muss einzeln untersucht werden und ich glaube dazu wollen wir jetzt ja auch noch sprechen.
00:05:10: Oh jeden Fall!
00:05:11: Also Eritrett du hast es gut beschrieben?
00:05:13: Ich habe das jetzt auch verstanden.
00:05:15: also es gibt mir diese Süße diesen süßen Geschmack auf der Zunge ohne dass es mir tatsächlich einen calorischen mehrwert liefert also ohne dass es den blutzuckerspiegel dieses blutzucker spikes die wir die wir auch schon besprochen haben hervorrufen.
00:05:30: ich trinke also ein getränk was süß schmeckt was irgendwie toll schmeckt wo ich sage mega Aber eigentlich veräppel ich meinen Körper, denn es ist gar nicht süß.
00:05:38: Es ist gar kein echter Zucker, den ich da in meinem Körper
00:05:42: zufüge.".
00:05:43: Jetzt gab's in den letzten Tagen vermehrt Berichte ... Ich hab' es im Social-Web gesehen aber auch in den großen Tageszeitungen, gab's große Überschriften.
00:05:51: Da wurde gewarnt oder von einer Studie berichtet das Eritrit angeblich Gehirnzellen schädigen kann!
00:06:00: Du hast dir diese Studie ein bisschen genauer angeschaut.
00:06:03: Was wurde da wirklich untersucht und was vielleicht nicht?
00:06:06: Um das einzuordnen, viel zitiert – ich habe das auch gesehen zwischendurch, was hier untersucht wurden ist es nicht ein menschliches Gehirn und die Konfrontation mit Erythritz sondern eine kultivierte humane zereprale mikrovaskuläre Endothelzellenstudie.
00:06:28: Also vereinfacht ausgedrückt.
00:06:29: Wir haben in der Petri-Schale kleine, gezüchtete menschliche Hirngefäßzellen und die wurden letztendlich untersucht wenn sie versetzt worden sind mit Erythritie mit einer Konzentration.
00:06:51: Und das wird in der Studie eben auch mit erwähnt, wo die Autoren davon ausgehen dass da so ungefähr das typische wäre wenn man dreißig Grammeritrit über die Nahrung quasi mit aufnehmen würde.
00:07:07: und was sie gefunden haben ist, dass wir eine erhöhte Marke an oxidativen Stress an den Endothelzellen haben.
00:07:14: und dann wissen Gefäße, die mit viel oxidativen Stress konfrontiert werden.
00:07:21: Dann wird es zu Entzündungsreaktionen kommen und dann vielleicht auch zur atheroslerotischen Veränderung.
00:07:27: Also Gefäßverengungen beispielsweise was natürlich für die Hirndurchblutung problematisch werden könnte gleichzeitig wurde gezeigt Stickstoffmonoxid was die Gefäse quasi weitermacht wird nicht oder zu wenig freigesetzt.
00:07:41: also hier haben wir eine Beeinträchtigung dadurch so wie das so oft Gucken wir uns diese Daten an.
00:07:49: Es ist eine Invitro-Studie, es ist keine humaner Studie.
00:07:52: Es is ne Orientierung aber wirklich klinische Studien dazu fehlen und das ist erstmal ein Hinweis den man wissenschaftlich erst mal aufnimmt und dann natürlich auch versucht mehr zu diesem Thema herauszufinden.
00:08:06: Also
00:08:07: wenn in diesen Zellstudien Hinweise auf Probleme in Hirngefäßzellen gefunden werden wie groß ist denn wirklich der Sprung?
00:08:14: von solchen Labor befunden zu einer realen Gefahr für Menschen.
00:08:18: Muss man sich Sorgen machen, würdest du jetzt abraten das überhaupt zu konsumieren?
00:08:22: Wie ernst ist es?
00:08:23: Es ist ebenso die Headline zieht halt besser wenn dort steht Eritritt schädigt oder gehören Zellen und wenn man's dann runterbricht sagt man ja okay es wurde an Zellen des Gehirns, also an kultivierten Romanen mikrovaskulären Nervenzellen geforscht.
00:08:47: Aber diese Hinweise der gestörften Gefäßfunktion an diesem Zellmodell reicht nicht aus um jetzt zu sagen, eritrit macht das Gleiche beim menschlichen Gehirn und es ist das schädigt.
00:09:02: Es ist manchmal schwierig auszuhalten dass sie so stehen zu lassen aber es muss eben weiter dran geforsht werden.
00:09:07: Das heißt, im Moment würde man sagen okay wir haben diese in Vitrodaten und wie so oft würde ich bei Zuckeraustauschstoffen, Zuckerersatzstoffen sagen.
00:09:19: Je zu wenig wie möglich oder ein maßvoller Konsum wenn man nicht umhin kommt sie zu verwenden.
00:09:27: es macht evolutionär nicht Sinn immer alles zu süßen.
00:09:30: der Effekt auf Blutzucker- und Insulinstoffwechsel ist wenn dann überhaupt überschaubar.
00:09:36: potenzielle Veränderungen, die wir im da Mikrobiom finden.
00:09:41: auch potenzielle Ansatzpunkte sind, wo man sagt bitte nicht zu viel davon.
00:09:45: Im Idealfall kann ich darauf verzichten.
00:09:48: wenn ich Energie einsparen möchte ist es eine Alternative im Vergleich zu Zucker.
00:09:53: weil wir wissen auch Zucker hat auch viele negative Effekte wenn wir ihn übermaß konsumieren und dann kann in bestimmten Fällen ein Zuckern Ersatzstoff einer Strategie einen Teil der Prävention oder der therapeutischen Strategie sein für eine bestimmte Phase.
00:10:10: Ich würde sagen, maßvolle Konsum eher weniger verwenden und hier an der Stelle sich die Daten erst mal stehen lassen.
00:10:19: und wenn ich keinen übermäßigen Verzehr davon habe wird es wahrscheinlich tolerierbar sein.
00:10:24: Eine andere Schlagzeile, die es auch immer wieder einmal gibt oder auch Diskussionen, die man im Internet verfolgen kann generell bei Zuckerersatzstoffen und Irrität ist da nicht ausgenommen Es sei schädlich für die Bauchspeicheldrüse, weil quasi der Körper den Impuls bekommt.
00:10:39: Da kommt was Süßes!
00:10:40: Die Bauchspeicheldrüse fängt an zu produzieren und zu arbeiten aber dann kommt da gar nichts Süsses.
00:10:45: Und dann gibt es einige, die sagen ja das ist schlecht für die bauchspeicherdrüsse, die löst sich selber quasi auf und die Gefahr für Bauch- speicheldrisen Krebs steigt signifikant.
00:10:55: Ist das wissenschaftlich belastbar oder auch eher Theorie?
00:11:00: Das ist nicht belastbar.
00:11:01: Wir haben ja eine ganze Folge zum Thema Zucker- und Ersatzstoffe gemacht, auch so was dieses Kantorogene Risiko eingeht.
00:11:09: Dann geht es immer um die Menge wie viel davon konsumiert werden würde.
00:11:13: aber es gibt beides.
00:11:16: Es gibt auf der einen Seite Hinweise in interessanten Studiendesigns mit Blick auf Damikrobium und potenziell sowas wie Insulinresistenz das entstehen könnte.
00:11:26: Fakt ist aber auch, so eine wirklich hohe Insolinausschüttung wird es nicht geben.
00:11:30: Aus einer evolutionären Perspektive zu sagen oder erst mal mitzuergänzen, dass die Anwesenheit von zu viel Süß erstmal nur vom Geschmack in der Natur so nicht vorkommt würde ich biologisch auch noch einmal versuchen mit in die Waagschale zu legen und zu sagen macht vielleicht Sinn nicht so viele davon zu haben.
00:11:49: Aber nochmal das wird nicht automatisch zu einer Insolinenresistenz führen.
00:11:53: Das geben die Daten nicht her und so stimmt es auch nicht.
00:11:56: Über die Sinnhaftigkeit, das ist eben auch schon Thema, die längerfristig quasi immer auf Zucker-Satzstoffe zu gehen wird auch von der WHO nicht als Strategie empfohlen.
00:12:08: Es gilt auch für Erritritt also nichts zu sagen.
00:12:10: okay tausch einfach alles mit Erritriet aus dann hast du damit Präventive Strategie plus.
00:12:18: Es gibt ja nicht nur diesen Blick bei Erythrit auf die Hirn, Gefäßversorgung quasi mit dazusenden und auch natürlich mit Blick auf kardiobaskuläre Erkrankungen.
00:12:29: Da muss noch mehr dran geforscht werden.
00:12:31: Und von daher kann man nicht klar sagen, nimm mal so viel wie gehts und es ist völlig unbedenklich im Moment.
00:12:38: Mehr können wir dazu an der Stelle nicht sagen.
00:12:40: Aber es ist eben auch nicht so, dass wenn man das verwendet sofort gefäßschädigende Wirkungen am Gehirn erzeugen würde.
00:12:48: Ja aber es ist ein großer Trend.
00:12:50: also wer im Supermarkt mal schaut es gibt auch immer mehr Zuckerersatzstoffe, Irritrieb aber auch Stevia und andere die zum Backen beispielsweise verwendete werden und dann nimmt man natürlich in der Regel wahrscheinlich größere Mengen dann als ich jetzt in einem Null-Zweierglas Kohleleit beispielsweise drin habe.
00:13:07: ja Das ist schon Thema.
00:13:09: Ich weiß auch, meine Schwiegermamma backt viel und gerne und setzt da häufig auf Zuckersatzstoffe anstelle von echtem Zucker.
00:13:17: Und das
00:13:18: nochmal vielleicht, damit ich ganz kurz reingehen darf.
00:13:22: noch ein interessanter und wichtiger Aspekt?
00:13:24: Dass wenn wir jetzt natürlich ein weiteres... Verarbeitungsverfahren mit dabei haben, in dem Fall thermisch.
00:13:29: Also mit Hitze die Strukturen sich verändern.
00:13:32: auch das wird gerade wild diskutiert wenn wir auf ein potenzielles Risiko strukturelle Veränderungen auch von künstlichen Zuckerersatzstoffen mit darauf schrauen.
00:13:44: aber das gleiche werden wir mehr Erythrit auch haben.
00:13:47: Wir können das nicht hundertprozentig final festlegen, welchen Effekt das potenziell für die Gesundheit haben wird.
00:13:57: Klar ist aber wenn ich etwas sehr stark erhitze, können immer Substanzen aus bestehenden Eiweißstrukturen oder eben solchen Polyolen oder anderen Aminosauernverbindungen entstehen, die am Ende anders mit dem Organismus interagieren und potentiell vielleicht auch schädlich sein können.
00:14:17: Bei dem Erhitzen muss man dann auch noch mal drauf schauen, wie stark ist das Gericht wirklich innen erhitzt.
00:14:23: Also sind es dann wirklich hundert-achtzig Grad?
00:14:25: Weil das sind dann häufig so Zahlen die damit benannt werden was natürlich nicht der Fall ist weil's dann wahrscheinlich verkohlt wäre.
00:14:31: So kurz um... Das ist auch nochmal für sich ein Thema und auch hier gilt nicht übermäßige Angst zu schüren, aber das Thema im Blick zu halten und sich im Klaren darüber zu sein.
00:14:44: Es könnte vielleicht potenziell auch ein Problem werden gerade wenn es zu viel wird.
00:14:49: ich würde hier vor allen Dingen auf einen zu viel oder zu hohen Konsum
00:14:52: eingehen.
00:14:53: Und Matthias?
00:14:53: Ein Punkt der rund um Irritrieb auch in diesen Tagen viel für Schlagzeilen gesorgt hat.
00:14:59: Ich habe zum Beispiel gelesen Irritrie ist für Hunde giftig.
00:15:04: So, das ist eine Behauptung oder eine Aussage die man wenn man es googelt auch relativ schnell findet.
00:15:09: Viele Zeitungen sind darauf angesprungen und man denkt natürlich okay Hund der beste Freund des Menschen irgendwie auch ein Säugetier natürlich dem Menschen in seinem Aufbau in seiner Biologie relativ ähnlich.
00:15:22: Wenn das für Hunde giftig ist dann sollte ich als Mensch vielleicht auch die Finger davon lassen.
00:15:27: Was ist da dran?
00:15:28: Wie können wir hier ein bisschen auch sagen mal Fakten von Science-Fiction trennen.
00:15:32: Die einfache Antwort lautet, obwohl wir uns den Hund so gezüchtet haben dass er doch so menschenähnlich geworden ist der Stoffwechsel doch deutlich anders.
00:15:45: geht ja nicht nur jetzt um diese Zuckerhaustauschstoffe sondern Kennt viele Hundetierbesitzer, dass man bei bestimmten Lebensmitteln besonders aufpassen muss.
00:15:55: Bei den einsinnndes eher Milchprodukte, Käse dann geht es um Schokolade, Kakao.
00:16:01: ganz großes Problem.
00:16:03: Tomaten habe ich auch übrigens gehört ja?
00:16:05: Genau.
00:16:05: also von daher nein egal wie eng der Hund bei euch mit euch lebt Es ist kein Menschersatz und der Stoffwechsel funktioniert unter Umständen auch ein bisschen anders.
00:16:16: Bezüglich der Zuckerersatzstoffe ist relativ gut belegt oder ein bekanntes Problem, dass Xylith nicht Eridrit auch in kleinen Mengen zu einer hohen Insulinfreisetzung führen können bei den Hunden.
00:16:31: Man kann zu einer schweren Unterzuckerung kommen eine Hypoklychemie oder eben vielleicht auch einen Leberversagen.
00:16:38: Ich bin Veterinärmedizinisch nicht so bewandert.
00:16:41: Das ist nur das, was ich in der Recherche auch mit zu dem Thema gefunden habe.
00:16:46: Bei Eritritt ist es ein bisschen anders und wird teilweise deutlich besser vertragen.
00:16:54: Und von daher ist die Gefahr des Risikons nicht so riesengroß.
00:16:59: Es kann sein, dass du noch mal aktuelle Zahlen dazu gefunden hattest, weil das, Besser, aber bitte trotzdem den Hunden nicht aktiv irgendwie jetzt, also Ksiliz sowieso nicht.
00:17:14: Aber auch nicht Erythritz geben, aber es unterscheidet sich eben von den Strukturen auf der einen Seite und dann dementsprechend auch die potenzielle Wirkung für den Stoffwechsel des Hundes.
00:17:25: Also Erytrit zeigt sehr gut wie komplex Ernährung und Wissenschaft heute geworden sind.
00:17:31: Ein Zuckersatzstoff, der lange als unproblematisch galt wird plötzlich neu diskutiert.
00:17:37: Studien liefern Hinweise aber eben keine einfachen Antworten.
00:17:41: Entscheidend ist deshalb zu unterscheiden zwischen laborbefunden Statistischen Zusammenhängen und tatsächlichen Risiken im Alltag.
00:17:50: Und genau das ist die Aufgabe, nicht jeder Trend ist automatisch gut aber eben auch nicht jede Schlagzeile sofort ein Grund zur Sorge!
00:17:57: Matthias Baum vielen Dank für deine Einordnung hat großen Spaß gemacht.
00:18:00: wir haben eine Menge gelernt hier in diesem Deep Dive.
00:18:02: Leute bleibt neugierig und bleibt gesund.
00:18:06: Vielen Dank original podcast.
Neuer Kommentar