Lithium: Hinweise auf Effekte bei Alzheimer und Alterungsprozessen (Deep Dive)
Shownotes
„Lithium ist ein Stoff, bei dem die richtige Dosis entscheidend ist wie bei kaum einem anderen.“ Lithium kennen viele aus dem Chemieunterricht oder aus Batterien und Akkus. Was den wenigsten bekannt ist: Dieses Element kommt auch in unserem Körper vor. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Lithium eine Rolle für Gehirn, Stimmung und mentale Gesundheit spielen könnte.
Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum ordnen die aktuelle Studienlage ein. Als sogenanntes Ultraspurenelement kommt Lithium nur in kleinsten Mengen vor, etwa über Trinkwasser. Trotzdem gibt es Hinweise auf Effekte im Nervensystem, etwa auf Neurotransmitter, Entzündungsprozesse und die Plastizität des Gehirns. Gleichzeitig ist Lithium seit Jahrzehnten ein etabliertes Medikament in der Psychiatrie.
Genau daraus entsteht aktuell ein neues Forschungsfeld: Kann niedrig dosiertes Lithium neuroprotektiv wirken, etwa im Kontext von Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen, oder sogar Alterungsprozesse beeinflussen? Erste Daten aus Tiermodellen sind vielversprechend, beim Menschen jedoch noch nicht eindeutig. Entscheidend ist die Einordnung: Lithium hat Wirkung, aber auch Risiken. Eine unkontrollierte Zufuhr kann zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Übelkeit oder Störungen von Schilddrüse und Niere führen.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Lithium wird schon sehr lange auch in der Medizin eingesetzt und insbesondere in der Psychiatrie, wenn es um das Thema bipolare Störungen angeht.
00:00:10: Auch gerade im Longevity-Context ist interessant dass Zellen vielleicht dadurch angestoßen werden können durch die Lithiumversorgung, dass sie in einen Selbstereinigungsprozess starten.
00:00:21: Wirkung gibt es so oder so, das ist zweifelsohne der Fall aber Risikomitabwägung macht hier durchaus mit Sinn Artgerecht, Health Nerds, Deep Dive.
00:00:36: Analyser und Fakten mit Felix Möse und Matthias
00:00:41: Baum.
00:00:42: Lithium ist ein Element das viele bestenfalls noch aus dem Chemieunterricht kennen oder aus dem Kontext von Batterien- oder Akkus.
00:00:50: Lithiumbattery, Lithium-Akku... Das hat man vielleicht schon mal gehört.
00:00:54: was aber kaum bekanntes.
00:00:55: Lithium kommt auch in unserem Körper vor!
00:00:58: Und könnte eine wichtige Rolle für Gehirn Stimmung und mentale Gesundheit spielen.
00:01:04: Spannend ist dabei, dass schon kleinste Mengen Einfluss auf zentrale Prozesse im Nervensystem zu haben scheinen – etwa auf Neurotransmitter, auf Entzündungsreaktionen oder auf die Stabilität unserer Stimmung.
00:01:17: Gleichzeitig ist Lithium ein Stoff bei dem die richtige Dosis entscheidend ist wie bei kaum einem
00:01:24: anderen
00:01:24: Stoff.
00:01:25: Was also macht Lithium in unserem Körper?
00:01:28: Gibt es so etwas wie einer Na, ich sage mal grundlegende Basisversorgung?
00:01:33: und was sagt wirklich die aktuelle Wissenschaft?
00:01:36: Die aktuelle Studienlage zu Lithium zur Wirkung und zu Risiken.
00:01:40: Das wollen wir klären in diesem Health Nerds Deep Dive.
00:01:42: Matthias Baum ist da unser Health Nerd Experte und Gesundheitswissenschaftler.
00:01:46: schön dass du da bist.
00:01:47: hi
00:01:48: hallo Felix sie freut mich wie immer mit dabei zu
00:01:50: sein.
00:01:50: Matthias, als du mit dem Thema um die Ecke gekommen bist, Lithium habe ich gedacht okay machen wir eine Folge und reden über Akkus oder Batterien.
00:01:59: Was hat es damit zu tun?
00:02:00: Dass Lithium in unserem Körper vorkommt und jetzt nicht nur als ein winziger Atomspur irgendwie sondern wirklich also ein Element was eine Funktion im Körper hat.
00:02:11: das ist mir ehrlich gesagt bisher neu gewesen und ich denke es wird einigen so gehen.
00:02:15: Insofern lass uns da doch mal ganz soft einsteigen.
00:02:19: Lithium Was ist das genau für ein Element?
00:02:22: Und was ... ja, was ist es.
00:02:26: Ist es ein Spuren-Element?
00:02:27: Ist es einen Medikament?
00:02:29: Was ist es genau?
00:02:30: Genau!
00:02:31: Also Lithium ist ein Leichtmetall.
00:02:33: Das ist schon richtig und wenn wir das kategorisieren, ist es ... und das ist wirklich spannend eben eigentlich in der Einteilung, dass man sagt, das ist nicht essentiell.
00:02:44: Es ist auch kein klassisches Spurenelement.
00:02:46: Man nennt es Tendenziell eher Ultraspurenelement.
00:02:50: Wir wissen schon, wir haben die Mineralien mengenmäßig mehr vorhanden wie Calcium beispielsweise oder Magnesium.
00:02:57: und dann kommen wir zu den Spurenelementen, da reden wir über Eisen von paar Gramm Und jetzt drehen wir über Lithium wenn überhaupt sowieso noch eine geringere Menge einer Rolle spielt.
00:03:08: Jetzt hat Lithium in der Funktionsweise auf unseren Körper vielleicht doch einen größeren Einfluss, als wir denken.
00:03:15: Und Lithium wird schon sehr lange auch in der Medizin eingesetzt und insbesondere in der Psychiatrie wenn es um das Thema bipolare Störungen angeht also sprich Mani oder Depressionen oder dass eben auch im Wechsel und hier ist ganz klar ein Medikament was verwendet wird Es hat eine gefühlt auch sehr lange Tradition und natürlich kommt es in Teilen auch in Nahrung Trinkwasser und Ähnlichem vor.
00:03:39: Was auch interessant ist, wenn man sich anschaut was es da für Zahlen gibt gucken wir sicherlich gleich nochmal mit drauf.
00:03:46: Aber es ist ein starkes Psychopharmakon auf der einen Seite.
00:03:50: und jetzt kommt Der Weg in die Richtung, dass man sagt okay wie funktioniert das eigentlich?
00:03:56: Wie wirkt es denn?
00:03:57: Welchen Einfluss nimmst du hast gerade schon erwähnt mit Blick auf den Neurotransmitterhaushalt also die Botenstoffe bei uns im Gehirn.
00:04:03: Das ist der eine Teil des Wirkmechanismus.
00:04:06: aber dann wird darüber diskutiert und geforscht, da man sagt naja okay Lithium macht vielleicht noch mehr im Gehirn neue Ergebnisse zeigen, okay hier kommt es jetzt dann auch wirklich physiologisch.
00:04:18: In kleinsten Mengen auch vor und das spielt dann doch eine wichtige Rolle.
00:04:23: Und hier beeinflusst es eben nicht nur Neurotransmitterhaushalt sondern gegebenenfalls auch und ich sage es bewusst so Auch dass Wachstum die neuroplastischen Effekte im Gehirn aktiviert quasi Wachsumsfaktoren.
00:04:36: Das wird gerade wild diskutiert könnte man wirklich sagen.
00:04:39: Es taucht immer wieder auf.
00:04:40: deswegen dachte wir nehmen das Thema heute einmal auf sprechen da drüber, was ist es dann wirklich?
00:04:45: Also eigentlich ein Medikament.
00:04:47: Dann geht's jetzt aktuell um eine andere Verbindung und niedrigadossiert und sehr spannend für neurodegenerative Erkrankungen.
00:04:54: oder auch das Thema Longevity taucht es immer wieder auf aber wir sollten sie hier richtig einordnen.
00:05:00: Spannend also.
00:05:01: als Medikamente in der Psychiatrie hast du gesagt ist es schon seit längerem im Einsatz eben um diese Gefühlsprozesse diese ja vielleicht auch depressiven Verstimmungen besser in den Griff zu bekommen, zu kontrollieren um dann eine Stabilität reinzubekommen.
00:05:15: Und wenn ich dich richtig verstehe aus diesen Anwendungsfällen hat man also auch andere positive Effekte ableiten können beziehungsweise sieht das Lithium im Gehirn im Körper noch andere Aufgaben haben kann.
00:05:30: Genau!
00:05:30: Das ist quasi noch weitere Aufgaben kann beziehungsweise die Wirkmechanismen einfach auch noch besser erforscht werden.
00:05:37: Im Ursprung, wie gesagt in klare Einsatzbereiche, bipolarische Störungen teilweise auch unterschiedliche Therapie, resistente Depression wo es mit eingesetzt wird und immer heute noch mit eingesetzt wird.
00:05:48: Und dann verändert sich quasi der Blick darauf.
00:05:51: Es gibt noch eine interessante Untersuchung aus dem Jahr zwei tausend siebzehn Eine Beobachtungsuntersuchung Wo quasi der Lithiumgehalt in Trinkwasser mit untersucht worden ist Und man daraus ableiten konnte, okay, einmal das Thema weniger Suizide in der Region, die auftreten.
00:06:10: Also auch dieses Thema Suizidprävention spielt hier eine Rolle.
00:06:14: und jetzt aber in dieser Untersuchung noch mal etwas anderes, weniger Menschen, die an Demenz erkrankt sind.
00:06:20: Jetzt wird es natürlich spannend.
00:06:22: und dann sagt, okay Lithium quasi gar nicht gezielt in hohen Dosierungen zugeführt nur im Trinkwasser mit vorhandenen Spuren.
00:06:31: Und wir sehen hier erstmal diese Beobachtung.
00:06:33: und wie das dann immer so ist, Felix.
00:06:35: Wenn wir uns Studien anschauen es ist jetzt keine klinisch randomisierte Studie mit niedrig dosiertem Lithium gewesen sondern erst mal vorhandensein und eine Beobuchtung.
00:06:44: natürlich geht dann hier die Forschung auch weiter hochspannend.
00:06:48: Also interessant, auch danke mal für diesen Einblick.
00:06:51: ja dass man sich das vorstellen kann.
00:06:52: also die Wissenschaft hat also tatsächlich Bereiche oder Regionen untersucht mit höheren Lithiumgehalten in der sagen wir tägliche Ernährung im Grundwasser und daraus abgeleitet positive oder Unterschiedseffekte zur Region wo weniger Lithium im Trinkwasser vorhanden ist.
00:07:11: Spannend!
00:07:12: Es ist also toll wie die Wissenschaft natürlich diese Querverbindungen herstellt, das finde ich immer faszinierend.
00:07:20: Jetzt ist es so nur dass wir mal so ein Gefühl bekommen.
00:07:22: also wir haben hier im Podcast schon häufig gesprochen über Zink, Magnesium, über andere Metall- oder metallische Verbindungen Spurenelemente.
00:07:33: da waren die Mengen auch die zugeführten Mengen über einen Supplement oder die Ernährung relativ groß.
00:07:39: im Verhältnis wenn ich's richtig verstehe zu Lithium gibt uns da mal einen Einblick.
00:07:44: über welche Mengen sprechen wir hier.
00:07:46: Also wie wenig Lithium ist es denn am Ende tatsächlich, die unser Körper über das Trinkwasser aufnimmt oder die er wirklich auch braucht um da einen messbaren Effekt?
00:07:57: in irgendeiner Form zu haben.
00:07:59: Als Ultraspuren-Element oder wirklich nur in Spuchen vorhanden?
00:08:02: reden wir jetzt nicht von wirklich viel, also wenn wir das auf Wassermengen beziehen liegt der Gehalt in Europa inklusive natürlich auch Deutschland eigentlich im Bereich unter zehn Mikrogramm, nicht Milligramm pro Liter und häufiger Bereich den man immer wieder findet zwischen ein bis fünf Mikrogrammen nochmal.
00:08:25: Das ist wichtig, ich betone das bewusst.
00:08:27: mit diesem Mikrogramm und diese Region mit höherem Gehalt sehen wir dann gegebenenfalls bis zu fünfzig Mikro gram pro Liter oder auch mehr.
00:08:36: aber auch hier noch mal wichtig nicht viel hilft viel.
00:08:39: also es gibt eine Arbeit aus Nature, aus twenty-fünfundzwanzig die quasi Lithium auch nochmal in ihrer Funktionsweise mit beschrieben haben und noch mal darauf eingegangen sind.
00:08:51: Okay, Lithium kommt natürlicherweise im Gehirn vor – in kleinen Mengen!
00:08:55: Ein Abfall geht einher mit Veränderungen der Generation im Gehören.
00:09:00: das ist so ein bisschen der Ursprung der Thematik.
00:09:03: warum viele jetzt auch sagen ja klar wenn das doch der Fall ist dann müssen wir einfach nur Lithium quasi mit ergänzen aber es ist wichtig für verschiedene Zelltypen im Gehirn.
00:09:13: Kleine Menge physiologischer Aufnahme, gewisse Regionen etwas mehr.
00:09:17: und wenn wir jetzt über Anwendung in diesem Niedrigdosierungsbereich sprechen dann nimmt man nicht reines Lithium.
00:09:24: das ist auch bei dem Arzneimittel Lithium nicht der Fall.
00:09:27: Man nimmt also nicht das einzelne Metall so wie wir kennen das auch bei anderen Spuren Elementen und Mineralien.
00:09:32: die kommen immer in einer Verbindung vor Und in dem fall werden verschiedene Lithium Salze beispielsweise mit eingesetzt als Arzneimittel und im Kontext der, was jetzt immer mehr auftaucht, Lithium in einer Verbindung mit einer Säure.
00:09:50: Das nennt sich dann, es ist quasi das Drehgermolekül O-Rotat – und das findet man dann häufiger immer wieder – Lithium-Orotat als Verbindung.
00:10:00: Und Achtung!
00:10:01: Hier verändern sich die Dosierungsempfehlungen nicht des reinen Lithiums sondern dieser Lithiumorotatverbindung auf ein bis fünf Milligramm pro Tag.
00:10:11: Ich will an der Stelle unterstreichen und noch mal relativ klar machen, Lithium hat in Europa oder im EU-Raum keine klare Zulassung auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel.
00:10:23: Auch wenn man sich das anschaut, klare Hinweise es gibt.
00:10:27: die Daten sind vielleicht noch nicht so ganz bekannt.
00:10:30: Die Notwendigkeit von Lithium ist noch kein essenzieller Stoff, also gibt es auch keinen Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis.
00:10:38: Wer sich aber umschaut findet viele Präparate auf dem Markt.
00:10:43: Das ist ein Zulassungsthema im Moment und vielleicht ist das noch nicht adäquat geahndet, aber so in der optimalen Verfügbarkeit haben wir eigentlich noch nicht.
00:10:52: Dann finden wir es in nochmal niedrigerer Dosierung in dieser Urotatverbindung wo dann vermutlich gerne angewendet werden möchte, dass unser Gehirn Aufhör zu degenerieren und ganz im Gegenteil Neuroprotektion entsteht.
00:11:07: Und sich hier viele positive Effekte mit ergeben können.
00:11:11: Okay gut also ich habe auch parallel jetzt nochmal paar Zahlen rausgesucht das man sich das noch mal vorstellen kann ja diese diese Mikrogramm von den du sprichst pro Liter.
00:11:22: Was sind so die bekannten Dinge im Trinkwasser Calcium zum Beispiel?
00:11:26: Der Calciumgehalt, das liest man immer auch beim Mineralwasser.
00:11:29: Also wenn man mal guckt in Europa der Calcium Gehalt versus der Lithium Gehalt dann haben wir bis zu zehntausendmal mehr Calcium im Wasser als Lithium und selbst das Calcium sind ja auch nur ein paar Milligrammen.
00:11:45: Also insofern, das ist schon ein Riesenunterschied und du hast es so als Ultraspurenelement bezeichnet.
00:11:52: Dieses Lithium also wirklich eine Hauch, wirklich nur ne Handvoll Atome jetzt mal übertrieben gesagt die da im Grunde drin sind Und trotzdem hat es eben offenbar Auswirkungen auf vor allem unser Gehirn, auf unsere Gefühlswelt.
00:12:08: Das finde ich faszinierend wie so ein winziger Stoff so eine große Wirkung
00:12:13: haben kann.
00:12:13: Ja, aber lass uns hier mit den Daten wirklich auch sauber bleiben.
00:12:18: Weil bevor wir jetzt einen Stoff unmittelbar über den Klee loben und sagen okay jeder braucht jetzt Lithium, möchte ich ganz klar sagen das ist nicht der Fall.
00:12:27: die Anwendungsgebiete umfassen erstmal im allerersten Schritt alles rund um Lithium erst mal die Arzneimittelbereich.
00:12:37: noch mal zu dieser speziellen Verbindung mit der Urotsäure oder diesem Lithium-Urotat, was dann quasi daraus entsteht als Verbindung.
00:12:45: Es gibt Untersuchungen und Studienergebnisse an wie so oft Felix an Mausmodellen.
00:12:51: Die haben diese Lithiumurotatverbindung untersucht und in Verbindung gerade mit dem Thema Alzheimer gebracht.
00:13:01: Was war nochmal einer der Mechanismen, die wir bei Alzheimer finden?
00:13:06: quasi bestimmte Ameloid-Plugs, also Ablagerung bilden zwischen den Synapsen.
00:13:11: Dann kommt es zu entzündlichen Reaktionen und das Gewebe wird abgebaut.
00:13:14: Und diese Lithiumohotatverbindung ist blutisch reingängig.
00:13:19: Achtung noch mal Mausmodell geht rein und sorgt im Endeffekt dafür dass es abgebaut wird.
00:13:25: Hinzu kommen Mechanismen die beschrieben werden, dass sogar neue synaptische Verbindungen gebildet werden können, neue Neurone produziert werden können Und wir haben in dieser Lithium-Orotatverbindung eine niedrige Dosierung und dementsprechend die Gefahr der Toxizität eigentlich auch im niedrigen Bereich.
00:13:45: Das ist durchaus etwas, was in Tiermodellen sowohl mit Blick zu Themen vielleicht rund um Gedächtnisleistung oder auch den Rücklauf von dem Fortschreiten einer Erkrankung wenn es um Alzheimer beispielsweise geht deutlich verbessert werden konnte.
00:14:00: Jetzt kommt Wie so oft, wo wir eher draufschauen sollten.
00:14:04: Wir sind keine Mäuse.
00:14:05: also gucken wir auf den Menschen.
00:14:07: und hier gibt es eine neue Untersuchung aus zwanzig sechsundzwanzig Wo wir sehen Das Lithium bei Menschen mit dem Lithium Orhotat eingesetzt Gerade auch schon Mitbestehender leichter kognitive Beeinträchtigung das über zwei Jahre verwendet haben Aktuell keinen Effekt haben.
00:14:24: das heißt nicht dass das die finale untersuchen ist.
00:14:26: Die Gruppe die untersucht worden ist mit forty Personen war auch relativ klein.
00:14:30: Aber ich will noch mal unterstreichen, jetzt blind zu sagen okay dann nehmen wir halt eben Lithium mit dazu.
00:14:35: und das taucht für mich in letzter Zeit so häufig auf.
00:14:39: Und jeder setzt irgendwie drauf dass wir es nochmal einordnen müssen wo das aktuell steht und nochmal der Hinweis ist hat eben nicht die klare Zulassung.
00:14:48: So, auch das haben wir verstanden.
00:14:49: Und jetzt müssen wir noch mal einen Punkt, der daran anschließt aufgreifen.
00:14:52: Du hattest es kurz erwähnt des Thema Longevity und Langlebigkeit.
00:14:57: Auch da gibt es offenbar Untersuchungen oder Beobachtungen in der Wissenschaft.
00:15:03: Wer das Thema mal googelt wird relativ schnell eine Studie ein Bericht finden dass es Forschern gelungen ist die Lebenserwartung von Fruchtfliegen um sechzehn Prozent zu erhöhen, wenn ihnen geringe Dosen Lithium gegeben werden.
00:15:21: Also das ist interessant.
00:15:22: da hat man also keine Mäuse genommen oder keine Säugetiere sondern man hat es mal an ganz anderen Organismen in dem Fall an Fruchtfliegen die auch eine sehr kurze Lebensdauer haben getestet und man konnte auch da einen Mechanismus ableiten.
00:15:37: Welchen, Matthias?
00:15:38: Was passiert, wenn die richtige Dosis-Lizium in unseren Körper gelangt?
00:15:42: Was kann besten Fall passieren in Bezug auf die Alterung unserer Zellen?
00:15:47: Naja also welche Beeinflussungswege einmal mit angesprochen werden, wenn wir es wirklich auf Neuronen oder das zentrale Nervensystem im Besonderen beziehen dann haben wir wie gesagt Verringerungen von entzündlichen Situationen im zentralen Nervensystem, Schutz vor oxidativen Stresssituation und gleichzeitig einen Promoter das neue Neuronen gebildet werden.
00:16:12: Wachstumsfaktoren aktiviert werden hier sprich mir von BDNF so dass es der eine Teil.
00:16:17: der andere Aspekt ist auch gerade im longevity Kontext interessant dass Zellen vielleicht dadurch angestoßen werden können durch die Lithiumversorgung Selbst der Reinigungsprozessstaaten, Autophagie haben wir auch schon mal darüber gesprochen.
00:16:31: Auch wenn das nun über längeres Fasten mit erzeugen können oder ähnliches.
00:16:34: Das heißt Protein-Aggregation werden quasi zerstörte Proteine werden abgebaut.
00:16:41: Dementsprechend beeinflusst es darüber die Alterungsprozesse Und wir haben verschiedene Signalkaskaden.
00:16:49: Einmal, dass der Ursprung noch mal Beeinflussungen des Neurotransmitterhaushalt ist.
00:16:53: bei den geringen Dosierungen bin ich mir dabei nicht ganz sicher.
00:16:55: oder sehe ich daraus eher nicht.
00:16:57: aber Signalwege von anderen Hormonwegen auch Insolinsignalwege Entzündungsmodulation und andere Zell über Lebenssignale, die quasi mit dem Lithium aktiviert werden.
00:17:10: Da gehen wir sehr in diesen Bereich der Inositole.
00:17:13: Da haben wir auch schon mal darüber gesprochen also Signalmoleküle mit rein das bestimmte Rezeptoren besser funktionieren können unter anderem Insulinrezeptoren.
00:17:20: so dass ist nochmal auch Die theoretische Basis.
00:17:23: und wie du es gerade schön gesagt hast auf was basierend noch Mal Das heißt einmal entweder auch in vitro untersuchen also auch außerhalb des menschlichen Organismus oder überhaupt eines Organismus.
00:17:37: Dann das Thema der Tiermodelle.
00:17:39: und jetzt kommt diese passende Dosierung natürlich mit dazu, ich weiß es taucht immer wieder auf die Orotat- also Lithium-Orotatverbindung zwischen ein bis fünf Milligramm, die typischerweise verwendet werden.
00:17:52: Das ist in Mikrogrammen umgerechnet was an reim Lithium drin ist eben auch deutlich geringer.
00:17:58: Aber wie viel ist das dann eigentlich umgerechnet bei einer Fruchtfliege?
00:18:02: Und dieses Thema haben wir ja auch immer wieder.
00:18:03: Das heißt, du gibst eine Dosierung rein und die Frage ist okay, ist es jetzt vielleicht eher ne pharmacologische Dosierung gewesen dass diese Effekte gezeigt werden konnten und wir konnten schon die Themen von dem Mausmodell nicht auf den Mensch adäquat übertragen.
00:18:18: Von daher ich will das Thema gar nicht abwirken und sagen, das ist absolut die Finger davon lassen.
00:18:24: Aber es ist natürlich nicht so gut untersucht dass wir nachher sagen können okay für dieses spezifische Thema kann man das auf jeden Fall und ohne Probleme einfach mal verwenden.
00:18:35: Ich sage mal, also die Lebenserwartung zu verlängern, das wäre bei uns Menschen schon viele Jahre.
00:18:44: Das klingt sehr gut!
00:18:45: Aber lass uns das hier sauber beinbehalten.
00:18:48: weil es bei einer Fruchtfliege passiert oder einer fruchtfliegen Population, die untersucht worden ist heißt es nicht dass es eins zu eins so übertragen
00:18:55: werden kann.
00:18:56: Okay ganz klare Meinung von unserem Gesundheitswissenschaftler.
00:19:00: Der nächste Punkt Matthias, die Menge macht das Gift.
00:19:02: Ein Thema über das wir hier immer widersprechen müssen natürlich bei den Health Nerds und bei Lithium ganz besonders.
00:19:09: Also Lithium ist wenn man sich das anguckt eigentlich ein hochgiftiger Stoff.
00:19:16: also jeder weiß die Warnungen wenn so einen Akku mal kaputt geht eine Batterie kaputtgeht ein Lithium Akku bloß nicht diese Gase die da raus kommen einatmen bloß in die Finger nehmen.
00:19:28: Also es ist ja eigentlich ein ziemlich giftiges Zeug und dennoch in diesen Minimengen eben positiv.
00:19:36: Was sind denn so typische Dinge, die passieren wenn ich eine Lithiumvergiftung habe?
00:19:40: Was hab' ich dafür für Symptome?
00:19:43: Klar!
00:19:45: deutlich überdosiert und deswegen auch würde ich davon abraten, so im Selbstexperiment mal zu probieren.
00:19:50: Weil dieses Micro-Dosing bezieht sich ehrlicherweise eher auf das Thema rund um Trinkwasserverfügbarkeit und ähnliches.
00:19:58: Und der jetzt selbst zu testen und zum einen viel hilft viel dann gebe ich ein bisschen mehr rein.
00:20:03: Dann haben wir natürlich Themen rund um Gewichtsveränderung, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Übelkeit Langfristig wirklich auch Störungen anderer Organe und Drüsenorganen.
00:20:14: Da ist die Schildröse vorne wieder mit dabei, also eine Entstehung von einer Unterfunktionieren-Funktionsstörung.
00:20:22: Wenn es wirklich zu viel werden würde und dementsprechend sollte man davon sowieso absehen jetzt in der eigenen Anwendung einfach mal zu schauen wie wirkt sich Lithium eigentlich bei mir aus?
00:20:35: Wie gesagt, die Richtung Lithium-Aurotat.
00:20:39: Lass uns dann die weitere Forschung abwarten, was es sich wirklich zeigt mit Blick auf neuroprotektion.
00:20:45: Gehirngesundheit vielleicht auch Stimmung und longevity.
00:20:48: aber es ist faktisch nicht mit robusten Daten aktuell so zu unterlegen dass man sagt davon profitieren alle, wenn sie es anwenden.
00:20:59: Und die Gefahr, dass man's eben dann doch überdosiert ist relativ hoch.
00:21:04: Zulassungsgegebenheiten aktuell habe ich sowieso auch schon einmal mit erwähnt.
00:21:10: Also abschließend Matthias noch mal so zur Einordnung Du hast das gesagt Es gibt im Grunde keine echte Zulassung als Supplement oder als Nahrungsergänzungsmittel Zumindest nicht in Deutschland.
00:21:24: Es ist ein speziell eingesetzter Stoff in der Psychiatrie, der dort seit vielen Jahren auch gut untersucht und gut belegt ist in seiner Wirkung.
00:21:33: Würdest du sagen das Lithium Thema ist etwas was man durchaus mal beobachten kann ob es da Lösungen gibt was das Thema Langlebigkeit usw.
00:21:42: angeht.
00:21:43: aber es ist nichts womit wir uns aktiv im Alltag wirklich auseinandersetzen müssen.
00:21:47: Das muss jetzt nicht jeder zum Arztrenn unseren Lithiumgehalt messen lassen und dann überlegen, ja?
00:21:53: Genau
00:21:53: das ist auch richtig.
00:21:54: Also sprich wenn ich Lithium verwende ob nun im Kontext einer psychischen Erkrankung oder im therapeutischen Kontext herzlich unterstützten begleiteten Kontext supplementiert ist quasi trotzdem, weil quasi verordnet und überprüft.
00:22:13: Dann kann man den Lithiumgehalt durchaus mitbestimmen und damit auch anpassen in welchem Bereich man quasi mit liegt.
00:22:20: jetzt wissen wir die Lithium-Orotatverbindung ist so nach aktuellem Stand Gluthirn schrankengängig.
00:22:25: es würde dann auch wirklich im Gehirn ankommt da wo wir physiologisch etwas Lithium mit benötigen.
00:22:31: Ich möchte überhaupt nicht, weil bei keinem Thema eigentlich.
00:22:33: Ich bin immer offen dafür was an neuen Ergebnissen noch mit dazu kommt.
00:22:37: Aktueller Stand würde ich es eben in der Einteilung, was die Evidenzlage angeht und das potenzielle Risiko nicht einstufen.
00:22:46: Dass Lithium aber einen Wirkspektrum hat ist steht ja außer Frage.
00:22:50: also das wissen wir aus der Arzneimittelforschung auch.
00:22:52: ob sich das dann wirklich ergibt mit Blick auf Langlebigkeit Gehirngesundheit könnte ich mir noch gut vorstellen, ob wir dann wirklich bei regelmäßiger und konsequenter Zufuhr, sechzehn Prozent mehr Lebenserwartung haben wie es bei den Furchtfliegen gezeigt worden ist.
00:23:09: Waage ich zu bezweifeln?
00:23:11: Deswegen genau diese Daten übersetzt bekommen oder auch Daten in dieser Richtung bekommen.
00:23:15: aber beobachten auf jeden Fall was sich an neuen Ergebnissen da noch einstellen wird.
00:23:21: komplett abschreiben würde das auf gar keinen Fall.
00:23:24: Wirkung gibt es so oder so, das ist zweifelsohne der Fall.
00:23:27: Aber Risiko mit Abwägung macht hier durchaus mit Sinn und im ärztlich-therapeutischen Kontext das mit einzusetzen gegebenenfalls aber nicht freigegeben als Spurenelemente oder Ultraspurenelemente was dann doch jeder sich irgendwie zuführen
00:23:44: sollte.".
00:23:45: Lithium zeigt, wie viel Wirkung selbst kleinste Mengen eines Elements im Körper entfalten können.
00:23:51: Besonders im Gehirn und das finde ich spannend scheint es eben Prozesse zu beeinflussen die für Stimmung, Stabilität mentale Gesundheit und vielleicht sogar in ja im Kampf gegen Alzheimer relevant sein können.
00:24:05: Gleichzeitig gilt aber auch kaum ein Stoff bewegt sich eben so stark im Spannungsfeld zwischen möglich im Nutzen und klaren Risiken.
00:24:12: Entscheidend ist also immer der Kontext und die richtige Dosierung, wir bleiben dran an diesem Thema werden das weiter verfolgen.
00:24:19: Diese Fruchtfliegen-Studie, wer das irgendwie noch mal googeln möchte oder näher dazu was lesen möchte.
00:24:25: Die kommt von der Harvard Medical School also auch von einer renommierten Forschungseinheit die diesen Versuch gemacht haben mit diesen erstaunlichen Ergebnissen und wir werden natürlich das Thema beobachten.
00:24:35: wenn es da etwas Neues gibt was uns alle irgendwie gesünder glücklicher oder länger am Leben lässt dann werden wir's natürlich hier bei den HealthNurts neu diskutieren ist doch klar.
00:24:46: Matthias herzlichen Dank für deine Einschätzung.
00:24:48: Leute bleibt neugierig und bleibt gesund.
00:24:51: Vielen Dank!
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