Viszerales Fett: Der gefährliche Bauchfett-Mechanismus ab 40

Shownotes

„Ab dem 40. Lebensjahr jedes Jahr etwa ein bis anderthalb Kilo Gewichtszunahme - das klingt harmlos. Über zehn Jahre sind das aber schnell 15 zusätzliche Kilo, und dann wird es kritisch.“ Viele kennen dieses Gefühl: Mit Anfang 20 funktioniert der Stoffwechsel scheinbar problemlos. Doch irgendwann verändert sich der Körper. Trotz Sport, Bewegung und scheinbar unveränderter Ernährung wächst vor allem eines: der Bauch. Oft ist dann vom „Hormon-Bauch“ oder „Stress-Bauch“ die Rede. Dahinter steckt häufig nicht einfach „normales Fett“, sondern sogenanntes viszerales Fett: Fettgewebe tief im Bauchraum rund um Organe wie Leber, Darm oder Bauchspeicheldrüse.

Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum erklären, warum sich unsere Körperzusammensetzung mit zunehmendem Alter hormonell verändert und weshalb viszerales Fett medizinisch so relevant ist. Denn dieses Fettgewebe ist hochaktiv: Es produziert Entzündungsstoffe, beeinflusst Hormone, verändert den Blutzuckerstoffwechsel und steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz, Herz Kreislauf Erkrankungen und chronischen Entzündungen.

Besonders spannend: Das Thema betrifft Männer genauso wie Frauen. Bei Frauen verstärken hormonelle Veränderungen rund um die Menopause häufig die Einlagerung von Fett im Bauchraum. Bei Männern spielen Stress, Schlafmangel, sinkende Testosteronspiegel und der Verlust von Muskelmasse eine zentrale Rolle. Gleichzeitig zeigt die Forschung, wie eng chronisch erhöhte Cortisolspiegel, schlechter Schlaf und viszerales Fett miteinander verbunden sind – genau deshalb ist der sogenannte „Stress-Bauch“ weit mehr als nur ein optisches Problem.

Die Folge zeigt, warum Bauchfett biologisch und hormonell so komplex ist, weshalb Krafttraining und Schlafqualität ab 40 immer wichtiger werden und warum der berühmte Satz „Iss weniger und beweg Dich mehr“ oft nicht ausreicht, um dieses System nachhaltig zu verändern.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Von der Birnen zur Apfelform ist genau etwas, was sich in Teilen hormonell erklären lässt.

00:00:07: Da gilt für alle Beteiligten etwas, das man gut und sinnvoll umsetzen soll, dass es das Thema Schlaf- und Schlafhygiene.

00:00:14: Krafttraining

00:00:15: ist ein ganz zentraler Faktor – und das gilt für Männer logischerweise genauso!

00:00:20: Irgendwie scheint die Hormon eine Rolle zu spielen, dass anscheinend die Körperzusammensetzung sich verändert und vor allen Dingen fett im Bereich des Bauchraumes entsteht.

00:00:40: Viele Menschen kennen dieses Gefühl.

00:00:42: Mit Anfang zwanzig, da kannst du essen was du willst doch spätestens ab vierzig verändert sich plötzlich etwas denn trotz Bewegung trotz vielleicht regelmäßigen Sport oder auch einer bewussten Ernährung wächst vor allem der Bauch.

00:00:57: Das ist spannend, denn das betrifft Männer genauso wie die Frauen.

00:01:01: Bei Frauen häufig verstärkt rund um die Wechseljahre und hormonelle Veränderungen.

00:01:05: bei Männern oft Schleichen durch

00:01:08: Stress,

00:01:09: Schlafmangel, sinkende Muskelmasse und auch Veränderung im Stoffwechsel.

00:01:13: Und genau hier wird es wissenschaftlich interessant, denn häufig geht es nicht nur normales Körperfett, sondern es geht um ein ganz spezielles Fett das sogenannte viszerale Fett.

00:01:25: Also fettgewebe tief in unserem Bauchraum rundum die Organe wie Leberdarm oder Bauspeicheldrüse und dieses Fett ist metabolisch hochaktiv.

00:01:37: Es produziert Entzündungsstoffe, es beeinflusst Hormone, verändert den Blutzuckerstoffwechsel und es steht in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz, mit Herz-Kreislauferkrankungen und chronischen Erzündungen.

00:01:50: also viscerales Fett wenn wir so viel davon im Bauch haben keine gute Sache.

00:01:55: Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten, dass Stress, Schlafmangel und dauerhaft erhöhte Cortisol-Spiegel ebenfalls dazu beitragen.

00:02:02: Dass unser Körper eben gezielt Fett im Bauchraum einlagert – selbst dann wenn Ernährung und Bewegung eigentlich

00:02:08: stimmen!

00:02:09: Was ist da los?

00:02:10: Was passiert da in unserem Körper?

00:02:11: Warum verändert sich die Fettverteilung mit dem Alter hormonell so stark?

00:02:17: Und weshalb reicht weniger Essen und mehr Bewegen oft nicht aus um dieses System wirklich zu

00:02:22: verändern?!

00:02:22: Dem gehen wir auf dem Grund.

00:02:23: In dieser Folge der Health Nerds, Matthias Baumister, unser Gesundheitswissenschaftler.

00:02:27: Herzlich willkommen, Mathias!

00:02:28: Hallo Felix und ich freue mich immer mit dabei zu sein.

00:02:31: Matthias, wir starten mal ganz easy rein dieses viszerale Fett.

00:02:33: Wir haben es ein paar Mal hier schon erwähnt rund um Ernährungsthemen aber gib uns da nochmal die Basics.

00:02:39: was genau unterscheidet dieses viscerale Fetts von dem normalen Fett das wir überall am Körper haben?

00:02:45: Was macht ist so besonders?

00:02:46: und was macht es vor allem so ja besonders kritisch wenn wir zu viel davon haben?

00:02:51: Der wesentliche Unterschied ist einmal die Stoffwechselfunktion, die dieses Fett quasi mit ausgelöst.

00:02:57: Wisteral heißt Fett im Bereich der eigentlich erstmal Bauchorganer und dann natürlich aber auch in den Bauchbereich.

00:03:05: Man kann das auch ein bisschen unterscheiden und vielleicht doch selbst feststellen wenn ein Bauch vielleicht etwas runder kugeliger wird, etwas fester wird in der Struktur.

00:03:14: es geht häufig strukturell in den Veränderungen wirklich um Fettsellen, die dann auch größer werden, enger werden.

00:03:21: In einem bindegewebigen Konstrukt sind und das unterscheidet sich natürlich zu subkutaren Fettgewebe was man an unterschiedlichen Stellen finden kann wo man auch quasi Energie einspeichern kann.

00:03:30: Und jetzt kommt der entscheidende Punkt eigentlich mit dazu Was macht denn dieses Fetts nochmal anders als anderes Fett Gewebe?

00:03:37: Weil grundsätzlich würden wir erst mal sagen okay es ist ein Energiespeicher den wir haben auf diese Energie zurückgreifen.

00:03:47: Und dafür ist das wisterale Fett eigentlich auch vorgesehen, auch das kann man evolutionär vielleicht auch noch mal betrachten, dass es ja sinnvoll ist, dass ich das in Teilen erstmal abspeichern kann.

00:03:57: aber die Energie soll auch wieder freigegeben werden.

00:03:59: Es geht jetzt vor allen Dingen mit zunehmenden Alter darum und mit der Zunahme von wisteralem Fett, dass eben zum einen nicht freigeben wird und jetzt noch etwas anderes Wichtiges passiert ist sorgt letztendlich dafür, im Körper überhaupt entstehen können.

00:04:16: Wir haben schon häufiger über niedriggradige Entzündungsreaktion gesprochen, oder chronische Entzinnung als einer der Haupttreiber für die Entstehungen von nicht übertragbaren chronischen Krankheiten.

00:04:25: und da spielt viscerales Fett eine ganz entscheidende Rolle weil wie so oft haben wir auch zwischen den Zellen in dem Gewebe auch Immunzellen angesiedelt und das Immunsystemgerät Schiff in eine Verlagerung, in eine pro-entzündliche Situation.

00:04:41: Dann haben wir einen anhaltenden Entzündungstreiber der das System nun auch wieder umschaltet.

00:04:45: bei mehr Entzündenung, dass es zu weiteren hormonellen Veränderungen kommt noch mehr zur Insulinresistenz

00:04:51: und dann

00:04:52: sicherlich auch viele der Haupterkrankungen über die wir schon gesprochen haben wie Herzkreisverkrankungen erst entstehen

00:04:57: können.".

00:04:57: Okay, das haben wir verstanden!

00:04:58: Nun ist es aber so, dass viele Menschen sagen Mensch, das gibt's doch gar nicht.

00:05:02: ich mache eigentlich alles richtig.

00:05:04: Ja, ich ernähre mich nicht übermäßig.

00:05:07: Ich esse abends auf der Couch keine Schokolade und Chips.

00:05:09: Ich achte auf meine Ernährung.

00:05:11: Ich bewege mich regelmäßig.

00:05:13: Ein Lifestyle, wo ich meine ... Das hat bisher immer super funktioniert.

00:05:17: Ich hatte mein Idealgewicht.

00:05:18: Ich war fit, gut in Shape.

00:05:20: Und plötzlich wächst da dieser Bauch!

00:05:23: Wie kann das biologisch passieren?

00:05:25: Was verändert sich da?

00:05:26: Naja ein Begriff, der aktuell sehr kursiert aber medizinisches lohnt nicht wirklich hundertprozentig korrekt ist, ist das Thema wenn wir über Hormonbauch sprechen.

00:05:37: Also irgendwie scheint die Hormona eine Rolle zu spielen dass anscheinend Die Körperzusammensetzung sich verändert und vor allen Dingen Fett im Bereich des Bauchraumes entsteht.

00:05:47: von ursprünglichen Verteilungen von Fett oder Energie in Form von Fette in unterschiedlichen Bereichen ob jetzt im Bereich der oberen Schenkel Gesäß oder auch sonst an den Extremitäten verlagert sich das ganze immer mehr zur Mitte hin kugelig runter.

00:06:02: Und da ist die Begrifflichkeit vielleicht ein bisschen zu kurzgreifen, dass man sagt das hängt nur an den Hormon.

00:06:08: aber und das sollten wir an der Stelle festhalten hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens spielt durchaus eine entscheidende Rolle und es sind verschiedene Hormone die jetzt hier mit zunennen sind die durchaus einen Faktor darstellen können und individuell in der Betrachtung natürlich wo man herausfinden muss Ist das eine Thematik?

00:06:30: Du hast eben angesprochen beispielsweise für Frauen im Bereich der Wechseljahre beziehungsweise nach der Menopause, dass sich hier hormonelle Veränderungen zeigen werden.

00:06:42: Und die können durchaus ein Faktor dafür sein, dass es wirklich zu strukturellen oder von äußerlichem Betrachtung zur Veränderung kommt und dann auch zum mehr visceralen Bauchwert.

00:06:52: Aber bei Männern ein ähnlich schleichender Prozess, der durchaus entstehen kann.

00:06:56: Und hier spielen auch Hormone eine Rolle in dem Falle mehr das Thema Testosteron und die Abwesenheit von Testosteronen.

00:07:03: So, gleichzeitig können wir zwei weitere Hormonen noch mit ins Spiel bringen.

00:07:07: Das ist zum einen natürlich das Thema wenn wir über Energiestoffwechsel sprechen Insulin.

00:07:13: Es ist nun mal auch eine Hormon und potenziell vielleicht dann auch eines der Hormones, die es da nicht mehr richtig wirken kann aber viel Insulin vorhanden ist und dementsprechend wird sich die Körperzusammensetzung Und nicht zuletzt, und das kennen dann auch einige.

00:07:25: Dann ist es nicht mehr nur der Hormonbauch sondern dann wird es der Stress-Bauch genannt.

00:07:29: Da spielt Cortisol eine ganz entscheidende Rolle.

00:07:32: In dieser Kombination unterschiedlicher Steroidhormoner auf und abbauender Hormone im Sinne von Cortisol und Insulin beispielsweise, spielt sich das Ganze ab.

00:07:43: Und verändert sich natürlich im Laufe des Lebens so dass es dann auch wirklich zu diesen strukturellen Veränderungen kommt obwohl man vermeintlich erst mal nichts geändert hat was das Ernährungs- und Bewegungsverhalten

00:07:54: angeht.

00:07:55: Es ist ein spannendes Thema weil wenn wir uns die Datenlage dazu anschauen Matthias viele Menschen also nehmen ab dem vierzigsten Lebensjahr langsam

00:08:03: zu

00:08:04: Im Schnitt etwa ein bis anderthalb Kilo pro Jahr.

00:08:08: Das klingt erst mal nicht so viel, aber wenn wir uns einen Zeitraum über zehn oder fünfzehn- oder zwanzig Jahre anschauen ... Ja?

00:08:15: Zehn Jahre jedes Jahr eineinhalb Kilo!

00:08:16: Da sind nach zehn Jahren fünfzehnt Kilo mehr und das vor allem im Bauchraum.

00:08:21: Und das ist die eine Perspektive, aber gucken wir uns doch noch einmal in Relation dazu an weil häufig sehen wir vielleicht auch gar nicht auf der Waage an der Zahl eine große Veränderung sondern dass was Menschen dann eher ja Beschwerden bereitet oder zumindest einem auffällig ist, dass man sagt diese Hose passt vielleicht gar nicht mehr richtig.

00:08:41: Am Bauch ist sie zu eng?

00:08:42: Oder ich habe irgendwie das Gefühl, dass sich an den Armen schmaler meine Schultern sind und nicht mehr so bereit wie sie früher mal waren oder ich hab nur eine Schuhe verloren.

00:08:50: Von oben rutscht alles nach unten?

00:08:51: Alles in die Mitte rein!

00:08:54: Und der andere Punkt ist du sagst zwar auf der einen Seite haben wir vielleicht das Thema der Gewichtszunahme, da sind sicherlich auch noch andere Lebensdifaktoren mit dabei.

00:09:02: Aber viele richten sich nach dem Gewicht auf der Waage und sagen, nee, das bleibt eigentlich konstant.

00:09:06: Beobachten ist nicht wirklich!

00:09:08: Und das meine ich mit der Relation.

00:09:09: Das heißt Muskelmasse geht verloren, Fett wird aufgebaut... ...und es kann eben sehr gut sein dass die Muskelmasse so stark abnimmt, dass dann funktionelles Gewebe fehlt und das Ganze nochmal mehr mit beschleunigt.

00:09:21: Wir haben über Muskulatur schon häufig gesprochen welche wichtige Rolle für den Stoffwechsel und das Immunsystem mit einnimmt.

00:09:28: Jetzt könnte die Folge davon sein, dass man vielleicht erkennt, ich kann die Bewegung dem Sport nicht mehr so durchführen wie ich es früher gemacht habe.

00:09:35: Also nimmt das auch noch ab und dann geraten wir in diesen Teufelskreis rein wo wir strukturelle Veränderungen haben und Entzündungen auch wirklich mit beschleunigt werden

00:09:46: können.

00:09:47: Man visuell gibt es ja dieses Bild von der Birnenform verwandeln wir uns in den Apfel mit dem dicken runden Bauch.

00:09:56: Nun ist es so.

00:09:56: Matthias, ich habe es eingangs gesagt mit diesem visceralen Fett vor allem wenn es in solchen Mengen dann im Bauchraum existiert gehen erhebliche Gesundheitsrisiken ein.

00:10:08: Wie gut ist da die wissenschaftliche Studienlage?

00:10:11: Was weiß man wirklich und welche Auswirkungen sind auch gut untersucht?

00:10:14: also was kann mir im schlimmsten Fall drohen wenn nicht mit zum kugelrunden bauch Den Rest meines Lebens verbringe?

00:10:20: Also der eine sehr naheliegende Punkt ist das Thema, was ich eben schon erwähnt hatte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

00:10:26: Das ist für die einen oder anderen vielleicht im ersten Moment nicht so ganz nachvollziehbar, warum jetzt gerade das viszerale Fett mit Herz-, Kreislauferkrankung in Verbindung steht?

00:10:34: Aber von den Mechanismen ist es relativ nachvollziebar!

00:10:37: Wir stellen uns vor, dass muss ein Grund geben einem der Mechanismens, einer der hormonellen Veränderungen und auch die Kombination daraus, die dazu führt, dass sich die Körperzusammensetzung verändert mehr viszerales Fett eingespeichert wird Und jetzt hab ich eben schon erwählt, funktionell.

00:10:52: nicht nur dass die Hormonproduktion der Fettsellen mehr Leptin produzieren wird und auch eine Auswirkung auf mein Hunger-Sättigungsgefühl und meine Leptineresistenz im zentralen Nachendsystem haben wird.

00:11:03: Das heißt viel Leptinen das von den Fettsällen produziert wird, wird in meinem Gehirn signalisieren okay eigentlich ist hier Sättigung und irgendwann braucht es mehr dafür und Sättigungen setzt vielleicht nicht mehr mit ein, das könnte eine Richtung sein Aber viel spannender, was dann lokal im Bereich der Fettcellen passiert.

00:11:20: Immunzellen sind vorhanden unter anderem Makrophagen und die verändern sich in dem visceralen Fettgewebe und werden pro-entzündlich.

00:11:29: Und jetzt kommen mehr pro entzündliche Bodenstoffe in die Blutbahn!

00:11:33: Und jetzt haben wir einen Zusammenhang, den wir eigentlich schon lange kennen.

00:11:37: Wenn ich dich fragen würde, was ist der Grund für Herzkreise auf Erkrankungen?

00:11:40: Dann können wir einige mit aufführen von Bluthochdruck.

00:11:43: Aber viele würden dann sagen, na ja ... Was war das noch mal diese Arterienverkeilung?

00:11:49: Das passiert am Herzkranzgefäß und irgendwann gibt es ein Herzinfarkt unter Umständen.

00:11:53: Das ist in der Entwicklung erst mal nicht schmerzhaft oder die Symptome fallen einem vielleicht erst mal gar nicht auf.

00:12:01: kommt es dann zu einem Herzkreislaufereignis.

00:12:04: Und wie ist der Zusammenhang zwischen der Entzündung in dem wisteralen Fettgewebe und der Entstehung dieser atherostlerose?

00:12:09: Das ist gut untersucht, dass wir diesen proentzündlichen Prozess im Körper niedriggradigen chronischen entzündlichem Prozess als Motor sehen dafür, das es an den Gefäßinwänden zur Entzündenungsreaktion kommt.

00:12:23: Dann spielen natürlich einige Komponenten kommen aus unserem Stoffwechsel oder unter Ernährung Der Cholesterinstoffwechsel mit eine wichtige Rolle, und dann verkalken die Gefäße.

00:12:34: Ein Herzkreis auf Erkrankung stehen da sehr eng in Verbindung.

00:12:38: Und jetzt darf man die Frage stellen, warum passiert das eigentlich?

00:12:42: Dass ein viscerales Fett überhaupt so ausgebildet wird.

00:12:45: Auch das hat einen gewissen Nutzen und einen Vorteil.

00:12:49: Weil wenn wir uns anschauen, was gerne viscerales Fetts produzieren könnte, hormonell betrachtet, dann würde ich in erster Linie mal auf das Thema Cortisol.

00:12:58: So ein Cortisol, unser Stresshormon ist ein Energie-Mobilisierungshormon.

00:13:05: Was vom Zentralnervensystem quasi initiiert und dann in den Nebennieren ausgeschüttet wird.

00:13:11: Und Cortisol bildet neuen Zucker in der Leber.

00:13:15: Also es baut eigentlich erst mal Reserven auch fett tendenziell mit ab.

00:13:20: Vor allen Dingen werden Eiweiße abgebaut.

00:13:23: Jetzt ist die Frage ... Bei einer akuten Stressreaktion, supergut.

00:13:26: Ich hab mehr Energie zur Verfügung.

00:13:28: Bei anhaltenden Stresssituationen, mehr Cortisol wird auch mehr Zucker produziert.

00:13:32: Dafür wird dann Eiweiß abgebaut und dann je nach Person oder Situation kommt es unter Umstände dazu, dass die Energie gar nicht verbraucht wird.

00:13:41: Und die Mehranwesenheit an Zucker wird mittels Insulin in die Zellen gebracht und Insulin signalisiert den Umbau zu Fett.

00:13:50: also wird die Energie quasi entfett umgewandelt.

00:13:52: Und noch mal in einer akuten Situation oder in der akuten Phasen kann das sinnvoll sein.

00:14:01: Aber es geht um das anhaltende andauernde und die Einspeicherung des Fettes nahe der Fortader, also im Bereich der Leber signalisiert uns schon okay diese Energie könnte auch schnell wieder mobilisiert werden wenn wir ein bisschen Energiemangel-Situationen in bestimmten Lebensphasen oder saisonal vielleicht mit dabei haben.

00:14:18: Das Problem ist das Anhaltende und Persistierende dabei und dann nimmt die Menge quasi weiter mit zu.

00:14:23: Ist das ein Thema, Matthias, dem wir uns kampflos geschlagen geben müssen?

00:14:28: Nein.

00:14:29: Natürlich nicht!

00:14:29: Sonst würden wir Zweifeln an deinem Können und deinen Wissen.

00:14:32: Lass uns mal konkret Tipps geben.

00:14:34: also es ist etwas... Das können wir nochmal festhalten dass dafür kann erstmal niemand was.

00:14:39: Das ist einfach Teil des Lebens, dass sich unser Körper unserer Hormone verändern und dass wir obwohl nicht bewusst unsere Verhaltensweisen, unserer S-Verhalten beispielsweise verändern.

00:14:50: Trotzdem eben diese Probleme bekommen können.

00:14:53: So das Punkt eins.

00:14:54: dann finde ich es ja gut wenn wir das erkennen und wenn wir den Entschluss fassen okay lasst uns doch gucken was können wir tun um das zumindest zu reduzieren?

00:15:03: Ja so wie werden's vielleicht nicht ganz eliminieren können aber dass wir auf ein Level bringen was unkritisch ist.

00:15:08: Was sind konkrete Themen?

00:15:11: muss ich radikal weniger essen, muss sich anders essen.

00:15:14: Muss ich den Sport verdoppeln?

00:15:17: Muss ich fünfhundert Sit-ups in der Woche machen und die Bauchmuskeln krass

00:15:21: trainieren?".

00:15:21: Was sind ganz konkrete handfeste Tipps, die du uns hiermit geben kannst?

00:15:25: Also ganz konkret!

00:15:26: Du hast es zwar eingangs gesagt gefühlt hat sich nichts verändert an dem Ernährungs- und Bewegungsverhalten.

00:15:32: das Darf und sollte man für sich individuell auch nochmal mit analysieren, aber Fakt ist schon es macht jetzt insbesondere Sinn Ernährung und Bewegungsverhalten natürlich konkret im Blick zu behalten.

00:15:43: Der eine Teil ernährungsseitig ist natürlich schon darauf zu achten dass sich potenzielle Treiber die das System des hormonelles System sprich östrogenen Testosteronhaushalt Cortisol und Insulin mit ansteuern bestmöglich nicht noch mehr Potenziere.

00:16:01: Was meine ich damit?

00:16:02: Wenn ich jetzt natürlich hohe Mengen, hohe Energiedichten in der Ernährung mit dabei habe, wenn ich hohe Mengen an verfügbaren Zucker mit dabei hab wird der Körper automatisch durch die Aufnahme auch mehr Insulin nochmal mit ausschütten.

00:16:14: das heißt eine vielleicht schon bestehende Insulinresistenz würden nochmal mit verstärkt werden.

00:16:20: was sinnvoll wäre gerade wenn es schon visterales Fett mit besteht ist zu verändern.

00:16:26: Das heißt, ein paar Komponenten können wir damit aufgreifen.

00:16:29: Sprich einmal das Thema wie häufig esse ich?

00:16:32: Das heißt nicht dauerhaft und ständig zu snacken um wirklich auch eine Pausestoffwechselseitig mitzugeben im Idealfall möglichst natürliche Lebensmittel mitzuintegrieren natürlich hoher Phaserstoff- und Ballaststoffanteil mit dabei zu haben und im Idealfall auch einen hohen Anteil und dass ist auch hilfreich im Kontext von entzündlichen Prozessen Sekundäre Pflanzenstoffe mit zu integrieren, Polyphenole, Flavonoide.

00:16:57: Die auch einen antioxidativen Effekt noch mal mit dabei haben und dementsprechend eine gute Ergänzung mit dabei zu haben.

00:17:04: Dann gibt es auf der Bewegungsebene auch einen wichtigen Aspekt.

00:17:08: die einen würden sagen ich habe mich so verändert Ich muss mal wieder ein bisschen mehr Sport machen.

00:17:15: also gehen viele darauf dass sie sagen ich mache so ein bisschen Kadiotraining ich gehe wieder laufen joggen wie auch immer.

00:17:21: Keine Frage, dass das durchaus eine körperliche Aktivität sein kann.

00:17:25: Die nicht unwichtig ist mit Blick auf die Gesamtgesundheit so, dass wir eine kardiovaskuläre Fitness auch dabei haben.

00:17:34: aber genau in diesen Fällen ist das Training das was sich im Idealfall verändern sollte wenn es nicht schon vorher der Fall war und das ist eher in Richtung

00:17:42: Krafttraining.

00:17:44: insbesondere Frauen profitieren natürlich sehr von dem Thema

00:17:47: Kraft

00:17:47: Training, Ganz-Körperkrafttraining und das hat einen Impact.

00:17:51: Das gilt dann aber auch für Männer auf hormonelle Veränderung zum Beispiel auf den Insulinhaushalt aus die Insulinsensitivität weil wenn wir jetzt anfangen unsere Muskulatur wieder zu trainieren und die baut sich im Idealfall dann noch wieder auf oder weiter auf ist die Muskulatur selbst der höchste Glucoseverbraucher.

00:18:08: also hier geht der Zucker dann letztendlich auch hin und wir haben positiven Einfluss auf Insulinresistenz Und vielleicht auch schon so was wie Prediabetes und dann auch Diabetes Meditus Typ II.

00:18:19: Also Krafttraining ist ein ganz zentraler Faktor, das gilt für Männer logischerweise genauso.

00:18:25: Hormonell bei Frauen haben wir eine wesentliche Veränderung nämlich den Abfall des Oestrogens perimenopausal bis nach der Menopause dass wir sehr geringe Oestrogenwerte haben.

00:18:37: Und Oestrogen hat natürlich verschiedene Funktionen auch bei Männern, aber jetzt beim Mengenmäßig und im Zyklus natürlich für Frauen.

00:18:46: Und jetzt kommt der entscheidende Punkt.

00:18:48: Der Abfall des Oestrogens nimmt einen Regulator mit wo am Ende Energie gespeichert werden sollte.

00:18:55: Du hast es eben so schön gesagt von der Birnen zur Apfelform ist genau etwas was sich in Teilen hormonell erklären lässt über den Abfall von Oestrogen.

00:19:05: So!

00:19:05: Bei Männern ist das Bild ein bisschen anders.

00:19:07: Hier haben wir nicht diese extreme Veränderung der Hormone einmal nicht zyklisch.

00:19:12: Und vielleicht auch nicht so abrupt wie es häufig noch mal mit Einsatz bei Frauen, hier haben wir aber trotzdem die kontinuierliche Abnahme von verfügbaren Testosteron.

00:19:23: Wir sehen erst mal über die Generationen hinweg eine Abnahme vom Testosterohen und im Alltag wirklich auch eine Abname von Testosteronen.

00:19:30: Auch Männer haben eine Form von Wechseljahren, die sich etwas anders darstellt ... weil sie unter Umständen noch länger läuft, aber es ist genauso ein Thema.

00:19:39: Und Testosteron als aufbauendes Hormon, gerade wenn wir mit dem Blick so auf Muskulatur schauen fällt dann auch weg.

00:19:47: und auch hier profitieren natürlich Männer durch das Krafttraining die durchaus einen Impact haben kann auch auf Testosteronen oder auf Testostereunverfügbarkeit.

00:19:56: So von daher sehe ich die Verschiebung vor allen Dingen im Training Wenn es nicht schon vorher passiert ist angepasstes Ganz-Körperkrafttraining.

00:20:06: Das ist ein zentrales Element und natürlich für alle Beteiligten, für alle die das Thema mitbetrifft, das Thema der Stress- und Stressregulation wie je nachdem ob sich das bestätigt dass sehr viel Cortisol ausgeschüttet wird Ist das Ein zentraler Dreh-und Angelpunkt?

00:20:24: Und da gilt für alle beteiligten etwas was man gut und sinnvoll umsetzen soll.

00:20:30: das ist das Thema Schlaf und Schlafhygiene.

00:20:32: Weil es ist ein Wechselspiel, wenn ich gestresst bin, schlafe ich schlechter.

00:20:37: Wenn ich schlecher schlaffe, werde ich insulinresistent und mit dem alter- und einsetzenden Abnahme meiner jeweiligen Hormone, ob Nothestosterone oder Oestrogen sorgt das am Ende für dieses Wechselsspiel der Hormon, dass die wisterale Fettmenge zunehmen kann.

00:20:53: Das heißt

00:20:54: Schlaf...

00:20:55: In der Quantität ausreichend Schlaf und im Idealfall auch die passende Schlafqualität, sprich ausreichenden Tiefschlafphasen so dass das Immunsystem in der Nacht arbeiten kann.

00:21:05: Und sich hier auch mit beruhigen können sind hier ganz zentrale Faktoren.

00:21:09: Matthias lasst uns abschließend noch einmal zusammenfassen.

00:21:13: wir haben gut erklärt wie ich finde was ist dieser Bauch?

00:21:16: Dieser Hormonbauch oder Stressbauch?

00:21:18: Was ist dieses viszerale Fett?

00:21:20: Was sind die Veränderungen, die in unserem Körper mit Beginn des vierzigsten, fünftigsten Lebensjahres auftreten.

00:21:26: Du hast gute Tipps gegeben was wir ernährungsseitig und live-style seitig tun können um dem entgegen zu wirken.

00:21:34: Lass uns noch mal abschließend deine wichtigsten Learning hiermit geben.

00:21:38: Was sollten wir alle und ich zähme mich dazu Ich bin auch Mitte vierzig jetzt Und ich merke das bei mir auch schon seit einigen Jahren dass da vor allem im Bauch Dass die Problemzone.

00:21:47: Was sollten wir als drei goldene Regeln uns in den nächsten Abschnitt unseres Lebens mitnehmen, um diesem wisteralen Fett den Kampf anzusagen?

00:21:56: Also, Goldene Regel Nummer eins.

00:21:58: Auch wenn es durch hormonelle Veränderung bedingt sein kann, dass es zu strukturellen Veränderungen kommt zum mehr wisteralem Fett einmal wirklich ehrlich nachzuforschen ob sich nicht das Ernährungs- und Bewegungsverhalten doch deutlich verändert hat, das ist nämlich nach wie vor eine wichtige Stellschraube.

00:22:15: Wenn man hier Veränderungen vornehmen möchte, hatte ich gerade schon gesagt würde ich das Thema der Kaloriendichte ultra hochverarbeitete Lebensmittel, Zuckerkonsum nochmal mit in den Fokus nehmen eher etwas aus der Ernährung rausnehmen dafür viele natürliche Lebensmittel mit integrieren, hohe Pflanzenstoffanteile mit dabei zu haben.

00:22:36: Einmal aufgrund der Phaserstoffe und der sekundären Pflanzenstoffe.

00:22:39: Das Training sollte für alle Beteiligten ganz klar Richtung Krafttraining gehen und im Idealfall auch ein funktionelles Krafttrainig.

00:22:46: Also Dinge die mir im Alltag auch etwas helfen können?

00:22:50: Da

00:22:50: haben wir eine gute Evidenz mit Blick auf Veränderung der Insulin-Sensitivität beziehungsweise Reduktion von Insulinresistenz, Reduktions von Blutzuckerspiegel weil aktive Muskulatur sehr viel Zucker aufnimmt.

00:23:04: Und der wesentliche Punkt rund um Stress und Stressregulation würde ich vor allen Dingen, das ist jetzt ganz persönlich an dich Felix noch mal gerichtet, das Thema Schlaf und ausreichend Schlaf nochmal mit dazunehmen weil es ein wichtiger Treiber ist auch was zum Beispiel mein Hunger am Tag angeht, wenn ich weniger geschlafen habe.

00:23:23: Wir sehen genau das Muster, hab' ich schon mal an der Stelle auch glaube ich schon erwähnt, wenn wir zwei Gruppen vergleichen gleiches Ernährungs-, gleiches Bewegungsprofil und die eine Gruppe schläft quantitativ anderthalb bis zwei Stunden weniger pro Nacht sehen wir eine Veränderung und je nachdem was versucht wird also zum Beispiel Gewicht zu reduzieren, sehen wir ne gleiche Menge an Gewichtsreduktion aber eine deutlichen Unterscheidung zwischen Muskelmasse und Fettmasse die sich verändert.

00:23:54: Was bedeutet das?

00:23:55: Schlaf ist ein zentraler Faktor mit Blick auf ausreichend Regeneration, Regulation des Immunsystems und dann natürlich auch ein Stoffwechsel der in der Lage ist einmal auch Muskulatur wieder aufzubauen oder auch zu erhalten.

00:24:08: Und eben nicht nur weiter abzubauen!

00:24:10: Viscerales Fett ist also mehr als ein optisches Thema.

00:24:14: Es ist hormonell hochaktiv, wie wir gelernt haben.

00:24:17: es beeinflusst Entzündungen unseren Stoffwechsel und hat damit langfristig Auswirkung auf unsere Gesundheit.

00:24:23: und genau deshalb verändert sich das Thema Bauchfett ab vierzig für viele Menschen grundlegend bei Männern genauso wie bei Frauen rund um hormonelle Veränderungen und die Menopause.

00:24:32: Was können wir alle tun?

00:24:34: Also der Körper folgt biologischen Mechanismen.

00:24:36: Das hat Matthias super erklärt.

00:24:37: Stress Schlafmangel, Bewegungsmangel – chronisch erhöhte Cortison-Spiegel können dieses System massiv beeinflussen.

00:24:45: Gleichzeitig zeigen aber auch wissenschaftliche Daten Bewegung Krafttraining Schlafqualität und stabile Blutzuckerwerte Und wichtig eine entzündungsarme Ernährung können einen großen Unterschied machen.

00:25:00: Und hier an dieser Stelle will ich euch auch nochmal unsere Episode zu anti-entzündlicher Ernährung empfehlen.

00:25:06: Wir haben eine Spezialfolge gemacht vor wenigen Wochen, da geht es genau darum welche Lebensmittel helfen unserem Körper Entzündungen zu regulieren oder eben Welche Lebensmittel wirken anti entzündlich?

00:25:16: Hört euch die Folge an.

00:25:17: müsst ihr in der Library nun paar Folgen rückwärtsspulen?

00:25:20: Leute, vielen Dank.

00:25:21: Es hat großen Spaß gemacht!

00:25:22: Matthias lieben Dank, dass du uns wieder teilhaben lässt an dieser spannenden Welt der Ernährung.

00:25:27: Leute am Montag gibt's die nächste Folge hier bei den Health Nerds.

00:25:30: Bis dahin bleibt uns treu und bleibt gesund.

00:25:33: Vielen Dank.

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