Ketonkörper: Uralter Energie-Mechanismus entschlüsselt (Deep Dive)
Shownotes
„Ketonkörper sind kein Notfallprogramm des Körpers, sondern ein uralter biologischer Mechanismus für Energieversorgung und Überleben.“ Ketonkörper galten lange vor allem als eine Art Reserveenergie in Hungerphasen. Heute zeigt die Wissenschaft: Sie sind weit mehr als das. Immer dann, wenn wir längere Zeit nichts essen oder nur sehr wenige Kohlenhydrate aufnehmen, beginnt der Körper umzuschalten. Statt Zucker nutzt er zunehmend Fett als Energiequelle und produziert dabei sogenannte Ketonkörper.
Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum erklären, warum Ketose und metabolische Flexibilität aktuell so intensiv erforscht werden. Denn Ketonkörper dienen nicht nur als Energieträger, sondern wirken auch als wichtige Signalmoleküle im Stoffwechsel. Besonders spannend: Das Gehirn kann Ketone direkt nutzen und genau darin könnte ein evolutionärer Vorteil liegen, der dem Menschen über Jahrtausende das Überleben in Hungerphasen ermöglicht hat.
Die Folge erklärt, wie Ketonkörper in der Leber entstehen, welche Rolle Fasten, niedrige Mahlzeitenfrequenz und kohlenhydratreduzierte Ernährung dabei spielen und weshalb viele Menschen heute ihre metabolische Flexibilität verloren haben. Außerdem geht es um ketogene Ernährung, exogene Ketonkörper als Supplement, die Verbindung zwischen Ketose und Gehirn sowie die Frage, warum moderne Stoffwechselprobleme häufig genau diese natürliche Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen.
Besonders relevant: Ketonkörper stehen zunehmend im Fokus der Forschung rund um Stoffwechselgesundheit, Neuroprotektion und Entzündungsregulation. Gleichzeitig wird klar, dass Ketose kein dauerhafter Extremzustand sein muss, sondern vor allem zeigt, wie anpassungsfähig der menschliche Stoffwechsel ursprünglich einmal war.
-- Tauche tiefer in das Thema ein!
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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00:00:01: Gerade auch so bei neurologischen Erkrankungen Epilepsie, da ist es ganz gut untersucht.
00:00:04: Es wird diskutiert bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen mit einzusetzen.
00:00:10: in einer gewissen Art und Weise mit etwas mehr Ketunkörperproduktion oder einer Verbesserung der metabolischen Flexibilität können durchaus alle von profitieren.
00:00:18: Exogene Ketonkörper jetzt per se zu verwenden wird den Körper nicht in eine metabolische Flexibilität bringen.
00:00:34: Mit Felix Möse und Matthias Baum.
00:00:37: Leute, herzlich willkommen!
00:00:38: Wir sprechen über Ketunkörper.
00:00:41: Was ist das?
00:00:42: Lange galten sie vor allem als eine Art Notfallenergiequelle des Körpers – so ne Reserve.
00:00:49: Heute weiß die Wissenschaft, na?
00:00:50: Sie sind deutlich mehr als das.
00:00:52: Immer dann wenn wir länger nichts essen oder eine Fastenperiode einlegen oder sehr wenige Kohlenhydrate aufnehmen, beginnt der Körper umzuschalten.
00:01:02: statt Glucose nutzt er plötzlich Fett als Hauptenergiequelle und produziert dabei sogenannte Ketonkörper.
00:01:11: Spannend ist dabei, dass eben Ketone nicht nur unseren Stoffwechsel beeinflussen sondern möglicherweise auch Einfluss auf Gehirn entzündungen Leistungsfähigkeit und spannend Alterungsprozesse nehmen können.
00:01:24: So das wollen wir uns mal anschauen.
00:01:25: was sind Ketonkörper also genau?
00:01:27: warum produziert sie unser Körper?
00:01:29: Und weshalb interessieren sich aktuell so viele Forscher für Kethose für Fasten und metabolische Flexibilität.
00:01:38: Matthias Baum ist da, hier im Health Nerds Deep Dive unser Gesundheitswissenschaftler.
00:01:42: Herzlich willkommen!
00:01:43: Hallo Felix ich freue mich immer mit der Batze an!
00:01:45: Matthias jetzt müssen wir einmal uns selbst ein bisschen loben.
00:01:48: Wir machen diesen Podcast jetzt bald seit sechs Jahren.
00:01:51: Und das Thema Metabolische Flexabilität Also dass Flexible umschalten unseres Körpers zwischen den Energiequellen, Glucose, Zucker und Fettreserven.
00:02:01: Darüber haben wir vor sechs Jahren schon gesprochen.
00:02:03: Da wart ihr auch.
00:02:05: der Kollege Daniel Rehe heißt ja hier am Anfang immer dabei war Ewa Große verfechternd habt gesagt das ist eine Fähigkeit die uns Menschen über Jahrtausende ausgezeichnet hat und wir haben sie so ein bisschen in den letzten modernen jahren Jahrhunderten verloren.
00:02:17: dieses flexibe umschalte.
00:02:19: viele menschen können das nicht mehr Und das sorgt für einige Probleme.
00:02:23: So, jetzt sind wir heute sechs Jahre später da und reden ganz neu.
00:02:26: die Wissenschaft entdeckt plötzlich diese metabolische Flexibilität als einen wichtigen Mechanismus.
00:02:32: Was ist da los?
00:02:33: Wart ihr einfach derzeit voraus?
00:02:35: oder warum ist es momentan so spannend für die Wissenschaft?
00:02:38: Was ist an dem Thema so spannend neu?
00:02:41: Ich glaube dass das grundsätzliche Verständnis dieses Anders eingeordneten Energieprogramms eben nicht nur ein Notfallprogramm ist oder im Rahmen irgendwelcher Erkrankungen entstehen könnte wie zum Beispiel Typ I Diabetes Meditus, dass kein Zucker mehr in die Zellen kommt und zu viele Ketunkörper produziert werden.
00:03:00: Und der Körper dann auch besäuert sondern eher zu verstehen das es einer unserer Energieträger ist, Ketone und des Phasen im Laufe der Evolution immer gab wo das gerade schon schön erwähnt ist Situationen gab, wo wenig Nahrungsverfügbarkeit vorhanden war.
00:03:16: Wo Kohlenhydratquellen sehr stark reduziert waren oder Kohlenydrate sehr dicht in irgendwelchem Gemüse- oder anderen Lebensmitteln eingepackt waren so dass man nicht diesen schnell verfügbaren Zucker oder Kohlehydratmengen hatte.
00:03:30: und dann musste sich der Organismus etwas überlegen und das hat er getan indem er quasi ein Zwischenprodukt bilden kann.
00:03:37: und das geht auch nach wie vor Jeder Körper prinzipiell, also im Idealfall unter anderem natürlich.
00:03:45: logischerweise spielt die Leber hier eine ganz entscheidende Rolle diese Ketonkörper als Zwischenprodukt zu produzieren.
00:03:52: Und die sind dann nicht nur schlecht sondern es ist abgespeicherte Energie die noch nicht richtig aufgebraucht ist.
00:03:57: und diese Ketonkörper können aber von anderen Körperzellen genutzt werden insbesondere vom Gehirn.
00:04:02: Sondern haben wir so ein anderes Trendthema ketonkörper und ketose.
00:04:07: Und dann sind wir nicht so weit entfernt von so etwas wie einer Ketogenernährung,
00:04:11: d.h.,
00:04:11: das könnte man auch darüber mit erzeugen.
00:04:13: Am Ende geht es um genau diese Strukturen dieser Energieträger.
00:04:18: Drei-ketonkörper über die sprechen wir da eigentlich hauptsächlich.
00:04:21: Beterhydroxybutyrat, Acetoacetat und Aceton... Schöne
00:04:24: Zungenbrecher mein Lieber!
00:04:26: Echt?
00:04:27: ...betterhydroxylbutyrate, acetoacethat und aceton...
00:04:31: Matthias hat's nicht abgelesen.
00:04:32: Das kann ich an dieser Stelle mal sagen.
00:04:33: Wahnsinn.
00:04:35: Aber wenn man schon ein paar mal darüber gesprochen hat, kann man diese eigentlich auch ganz gut merken.
00:04:39: Und am Ende des Tages ist es spannend zu sehen, dass der Körper das überhaupt kann.
00:04:45: und zurück zu deinem Eingangsthema.
00:04:48: ja mit der bodische Flexibilität ist einer der zentralen Themen die in der modernen westlichen Welt eher etwas untergehen.
00:04:57: Spannend so!
00:04:57: Wir wollen uns gleich diese ketonkörper genauer angucken aber lass uns einmal noch mal kurz sehr Bildlich bleiben.
00:05:03: Also diese Fähigkeit, die wir Menschen haben und auch andere Säugetiere natürlich aber lassen es bei uns Menschen natürlich bleiben.
00:05:09: Wir nehmen Energie oder wir brauchen Energie.
00:05:12: unsere Zellen brauchen Energie permanent ständig.
00:05:15: ohne Energie Können nicht existieren können.
00:05:17: ich leben so wenn wir mal schauen diese Lycogenen Speicher also unser zuckerspeicher Die sind relativ schnell, wenn die nicht nachgefüllt werden, relativ schnell leer.
00:05:28: Was sagt man da?
00:05:32: Das geht relativ flott.
00:05:33: So lange wird das nicht reichen, es klingt so ein bisschen von der ... Wo haben wir Glycogenespeicher?
00:05:39: Glygogen ist quasi ein Zwischenprodukt zwischen Zucker und Fett.
00:05:42: Ist jetzt auch keine Kleukose.
00:05:44: Ein bisschen haben wir in der Blutbahn, in der Verfügung, dann haben wir diese Glykogenenspeicher, die aktiviert werden können.
00:05:50: Dann hängt es davon ab, wie viel ist da an der Leber dran gespeichert oder auch in der Muskulatur.
00:05:58: Je nachdem, wieviel Muskelmasse man hat, reden wir eher vom ... sagen wir mal, fünfhundert, sechshundert Kilo Kalorien vielleicht bis tausendtausend zweihundert Kilokalorien die darin gespeichert sind.
00:06:07: Also vierundzwanzig Stunden wird das nicht ausreichen plus die Frage wie viel Bewegung habe ich mit dabei und dass ist ein Teil des Energie-Reserve-Programms.
00:06:18: und dann geht es eben weiter, dass mehr und mehr auf Fettsäuren zurückgegriffen
00:06:23: wird.
00:06:23: Und das ist spannend weil worauf will ich hinaus?
00:06:25: Also nach weniger als vierund zwanzig stunden ist im Grunde der Zucker den wir im Körper haben Aufgebraucht, da ist nichts mehr da.
00:06:31: Der Körper muss dann um weiter seine Kalorien zur Verfügung zu haben auf Fettreserven umsteigen und muss also anfangen fett als Energiequelle zu nutzen.
00:06:43: Denn ich habe mal geschaut wie lange können wir Menschen ohne Nahrung leben?
00:06:47: Natürlich hängt das von vielen Faktoren ab.
00:06:49: aber gehen wir mal von einem gesunden normal situierten Menschen aus Dann kann er dreißig bis sechszig Tage sagt die Wissenschaft ohne Ernährung Klammer auf, aber mit Wasser.
00:06:59: Aber ohne Ernährung überleben.
00:07:01: in Extremfällen gab es sogar dokumentierte Phasen von siebzig Tagen wo Menschen komplett ohne Ernärung trotzdem überlebt haben also eine lange Zeit zwei Monate und noch ein bisschen mehr.
00:07:13: so das heißt wenn diese Fähigkeit nicht existieren würde zwischen Zucker- und Fett als Reserven hin und her zu switchen dann wären wir Menschen, wenn wir mal drei Tage nichts zu essen haben oder vierundzwanzig Stunden nix zu Essen haben.
00:07:25: Dann werden wir ganz schön aufgeschmissen.
00:07:26: da wäre also relativ schnell der Ofen aus wie man so schön sagt.
00:07:30: Also umso wichtiger dass diese metabolische Flexibilität irgendwann sich einmal entwickelt hat und das wir die alle in uns tragen.
00:07:37: bevor jetzt uns diese Ketunkörper nochmal näher anschauen lasst uns einmal da noch mal kurz bleiben nur dass für uns es allen nochmal vor Augen führen warum ist diese flexibilität nicht mehr Gut vorhanden.
00:07:49: Warum fällt es vielen Körpern, vielen Menschen schwer hin und her zu switchen?
00:07:53: Welche Faktoren spielen da eine Rolle?
00:07:55: ist es die Insulin-Sensitivität?
00:07:57: Ist es Fettleibigkeit?
00:07:59: was ist das unser Körper da schwerfällig geworden ist?
00:08:03: Sowohl als auch also.
00:08:04: es gibt in den diesen biologischen biochemischen Prozessen nicht nur Null und Eins.
00:08:11: Das heißt interessanterweise du hast gerade dieses Beispiel genannt deines Sechzig Tage fastenden, es gibt keine Nahrungszufuhr.
00:08:19: Ja komplett und
00:08:20: das ist ein spannender Unterschied.
00:08:23: Keine externe nahrungstufur.
00:08:25: Ernährung findet meines Erachtens immer noch statt weil der körper ernährt sich einfach selbst.
00:08:30: er sorgt für die energie Die er sich besorgen kann und selbst in dem fall wird niemals null Null Milligramm pro ziel Liter Zucker in der blutbahn zu finden sein.
00:08:39: Das würde nicht gut funktionieren.
00:08:41: das heißt der körper hat immer mechanismen dafür einen teil z.B.
00:08:45: mittels Stresshormon, auch Eiweiße abzubauen um daraus Zucker zu bilden, Gluconeogenese.
00:08:53: Das heißt es wird sich einpendeln aber der größere Teil der Energie wird aus Fettreserven gewonnen werden und da haben wir alle genügend Energie eingespeichert?
00:09:01: und auf deine Frage zurückzukommen was ist das in der heutigen Zeit des Problems?
00:09:06: Wir sind regide geworden was den Stoffwechsel angeht.
00:09:08: das funktioniert immer noch.
00:09:11: Die Empfehlung, auch die medizinische Empfehung ist nicht für jeden zu sagen okay jetzt fast einmal einfach für dich vor dich hin und hat mal längere Hungerperioden.
00:09:20: oder stellt unbedingt auf eine ketogene Ernährung um alles was quasi fördern würde in diese Ketose zu kommen oder mehr Kettonkörper zu produzieren.
00:09:27: Das is ja nicht die Standardempfehlung weil das ich versuch's mal so auszudrücken In Anfangsstrichen wehtun kann oder auch nicht so gut funktionieren kann, weil der Stoffwechsel nicht guter ist umzuschalten und dann wird er vielleicht schwindelig oder schwarz vor Augen.
00:09:41: Und man isst es so nicht mehr gewohnt.
00:09:43: Rein von der Biologie und so wie sie sich im Laufe der Evolution entwickelt hat wäre wenn wir keine Kette und Körper produzieren könnten solche längeren Hungerphasen evolutionär deutlich schwieriger gewesen.
00:09:54: Weil wir können zwar rein theoretisch weiter und immer weiter auch Energie aus Fett produzieren.
00:10:02: Aber dieser Zwischenschritt, der gebildet wird über die Kethomkörper ist ein Schnellenergieprogramm insbesondere für das Gehirn.
00:10:12: Und von daher gibt es Möglichkeiten.
00:10:16: und dass das Gehörn dann aber noch ausreichend mit Energie versorgt wird wäre ohne Kethonkörper oder ohne diesen Mechanismus nicht wirklich gut sichergestellt.
00:10:25: Und der viel spannendere Teil ist, dass durch eine bessere metabolische Flexibilität natürlich auch ein enormer Impact für das Thema der Neuropotektion.
00:10:34: Also den Schutz für das zentrale Nervensystem eben auch mitgegeben ist.
00:10:38: Da liegt schon auch spannendes Potenzial mit drin und die Dinge hängen logischerweise miteinander zusammen.
00:10:43: Ich glaube es sind sich alle einig, wenn der Stoffwechsel flexibel mit unterschiedlichen Energieträgern umgehen könnte, mal was essen.
00:10:50: Mal nichts essen und keine Probleme damit hat dass sehr wahrscheinlich auch das zentrale Nervensystem davon profitieren wird.
00:10:57: relativ
00:10:57: klar also Matthias.
00:10:59: dann lass uns doch mal darüber reden Was passiert da?
00:11:02: wie werden diese ketonkörper in unserem körper gebildet?
00:11:06: Wie funktioniert es?
00:11:07: und gleich vielleicht kannst du das mit ranhängen hier im deep dive.
00:11:10: können wir das irgendwie beeinflussen?
00:11:11: können wir die bildung von ketonköpfern irgendwie unterstützen.
00:11:16: Genau, also was erstmal für sie logisch abläuft so wie du es eben schon schön beschrieben hast.
00:11:20: zunächst habe ich weniger klokose verfügbarkeit im verhältnis.
00:11:25: das geht nicht runter auf null aber weniger in der verfügbaren halt.
00:11:28: es muss dann auch weniger insulin ausgeschüttet werden.
00:11:31: der körper fängt an mit dem weniger registrierten energie status quo.
00:11:38: jede einzelne zelle versucht jetzt irgendwie das problem zu lösen und wird Oxidativen Phosphorylisierung, also der Energiegewinnung in den Mütterhondrien anfangen eben auch mehr Fettsäuren zu verstoffwechseln.
00:11:53: Und diese Fettsaugen werden auch wie Zucker in einen universellen Energieträger umgewandelt.
00:11:58: Der nennt sich Acetyl-CoA.
00:12:00: Das ist so eine Vorstufe an Energietrager, der am Ende verbrannt wird, so könnte man sagen So.
00:12:08: und wenn ich mich in einer, ich nenn's mal ernährungsseitig Low Carb Situation bringe.
00:12:12: Also wenig Kohlenhydrate, wenig Zucker hinzufüge oder gar keine Nahrungsaufnahme habe und wenige Insulinverhandlungen ist dann ist im Verhältnis auch weniger Zucker in den Zellen.
00:12:23: Und jetzt passiert folgendes dass dieses HZyl-CoA verarbeitet wird in etwas was dem ein oder anderen vielleicht Schrecken bereitet.
00:12:30: Wenn ich jetzt den Krebszyklus Das kennt man noch aus dem Biologieunterricht in der siebten Klasse, einmal mit Anspreche.
00:12:38: Wo immer gesagt haben ich weiß gar nicht wer was wie wo reagiert am Ende brauche ich das nur damit Energie produziert werden kann und dieser Zitronensäurezyklus wird quasi gestört.
00:12:50: so zyklus heißt dieses acetylkoa kommt rein und reagiert eigentlich mit einer anderen Substanz.
00:12:56: die nennt sich oxalazetat.
00:12:59: Und jetzt kommt der spannende Punkt, wenn zu wenig Zucker in der Zelle ist wird dieses Oxalazetat herausgezogen und wird zur Zucker rumgewandelt um irgendwie das System aufrechtzuhalten.
00:13:10: Das Acetyl-CoA kann nicht mehr weiter reagieren und hier entstehen die Ketonkörper.
00:13:15: Und das passiert vor allen Dingen in der Leber.
00:13:18: Ja?
00:13:19: Jetzt werden diese Keton-Körper erinnert sich noch wie sie heißen Beta-Hytoxybutyrate, Acetoacetate und Aceton werden produziert und gelangen in die Blutbahn.
00:13:30: Und das ist, ich versuche es immer so zu erklären, chemische Energie, die irgendwann noch mal elektrisch umgewandelt werden soll und dann zu unserem eigentlichen Energieträger umgebaut werden soll.
00:13:41: Das ist einfach eine Art von Energiespeicher.
00:13:44: Und der kann durch die Bluthirnschranke gehen und mein Gehirn mit Energie versorgen.
00:13:49: So, und das heißt ... Es lässt sich daraus ableiten entweder ich verändere meinen Ernährungsmuster Ich höre einfach auf, Kohlenhydrat zu essen.
00:13:59: Oder ich habe eine niedrige Mahlzeitenfrequenz und fasten Perioden dazwischen.
00:14:05: Auch dann hab ich logischerweise einen Einfluss darauf.
00:14:08: Und natürlich ist das abhängig von der jeweiligen Situation.
00:14:12: wie ist das aktuelle Stresslevel?
00:14:15: Wie hab' ich so was wie eine Insulinresistenz?
00:14:18: Hab' ich irgendwelche anderen Probleme mit meinem Blutzuckerstoffwechsel?
00:14:22: Gibt es irgendwelchen anderen hormonellen Problematiken?
00:14:26: Da muss man das individuell noch einmal mit einschätzen.
00:14:28: Aber erst mal von den biochemischen Abläufen wäre das quasi das Vorgehen und das fördert die metabolische Flexibilität, auch die Bildung neuer sogenannte endogener Ketunkörper.
00:14:44: Heißt das ganz vereinfacht gesagt?
00:14:46: Je mehr Ketankörper wir in uns tragen umso besser?
00:14:49: Nein!
00:14:50: Das kann man relativ klar sagen weil wenn die Menge überschritten wird Noch mal in den Namen Aceto, Acetats.
00:14:59: Da kommt das Aceto aus dem Balsamico Essic raus.
00:15:03: Also hier kommt die Säure doch zur Geltung.
00:15:06: Was ich damit sagen will ist wenn der Stoffwechsel gar keine Zuckerverfügbarkeit mehr hat dann wird die Energieproduktion eingeschränkt produzieren und dann werden so viele Ketonkörper produziert dass Ich über Säuren.
00:15:20: Und das kann bei einem Krankheitsbild passieren, nämlich einem Typ I Diabetes mellitus.
00:15:27: Das war nicht im Vergleich bei dem Typ II Diabetes Mellitus der quasi aufgrund einer Insulinresistenz besteht.
00:15:32: beim Typ I. Diabetes Mellitus haben wir einen Autoimmunenprozess wo die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheltrüse kaputt gegangen sind und durch das Zerstören dieser Zellen gibt es kein Insulin mehr was produziert wird.
00:15:45: und wenn das noch nicht diagnostiziert wird fehlt das Insulin Dann ist zwar immer noch genügend Zucker in der Blutbahn, aber es kommt nicht in die Zelle rein und dann werden sehr viele Keto-Körper produziert.
00:15:56: Und dann überseuert man und dann kann es zu einem sogenannten ketoacidotischen Coma kommen.
00:16:01: Das heißt das gibt auch ein Zu viel im physiologischen Prozess wird erst mal nicht passieren.
00:16:08: Von daher liegt der Vorteil schon auch in ketonkörper nicht nur und vielleicht das nochmal zu unterschreichen als Energieträger, sondern als wichtiges Signalmolekül für den gesamten Stoffwechsel.
00:16:19: Für den gesamte Organismus, der am Ende des Tages im Vergleich zu anderen Treibstoffen den Stoffwechselzustand mit verbessern kann oder mit verändern kann logischerweise dann auch die Energiegewinnung der Zellen perspektivisch mit verbesseren kann die Gene mitregulieren kann.
00:16:37: Also, da steckt natürlich viel spannendes Potenzial auch noch mit drin.
00:16:41: Also eine komplett ketogene Ernährung oder dauerhaftes Fasten- oder sehr lange Fastenzeiten sind kein natürlicher Zustand unseres Körpers.
00:16:52: Das höre ich bei dir raus!
00:16:54: Für wen kann Ketose dennoch sinnvoll sein und wo sie grenzen?
00:16:59: Genau, lasst mich da nur das nochmal sagen... ist kein Zustand, den ich jetzt befürworten sollte.
00:17:05: Ich würde nicht jedem empfehlen dauerhaft zu fassen.
00:17:07: logischerweise der spannende Teil ist doch Felix das es funktioniert also unser Körper kann es.
00:17:14: Und das zeigt uns, diese Phasen gab es.
00:17:16: sie sind keine nicht immer nur förderliche Phasene.
00:17:19: aber wir haben über längeres Fasten jetzt nicht über sechzig Tage aber über eine Woche gesprochen welche Entwicklungen quasi daraus entstehen wie viele neue Gene abgespielt werden und da spielen die Ketunkörper eben auch ne wichtige Rolle.
00:17:31: und die rein ketogene Ernährung muss man mit berücksichtigen.
00:17:35: mehr Fett hinzuzufügen um die Kohlenhydrate zu reduzieren kann in bestimmten Indikationen total sinnvoll sein Gerade auch so bei neurologischen Erkrankungen Epilepsie, da ist es ganz gut untersucht.
00:17:44: Es wird diskutiert bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen mit einzusetzen.
00:17:50: Aber es ist häufig schwierig in der Umsetzung und häufig zu Lasten durch hohe Fettmengen mit zu wenig Eiweiß in der Kombination und des Fehlens unter Umständen Faserstoffe.
00:17:59: Also auch da muss man schauen längerfristig wie setzt man das quasi mit um?
00:18:06: Aber in einer gewissen Art und Weise mit etwas mehr Kettunkörperproduktion oder eine Verbesserung der metabolischen Flexibilität können durchaus alle von profitieren.
00:18:15: Matthias, abschließend lass uns einen Aspekt nochmal aufgreifen den ich auch hier in der Recherche gelesen habe exogene Ketonkörper.
00:18:25: Also, Keton-Körper die nicht mein Körper selber bildet sondern die ich mir quasi fertig so habe ich es verstanden zu führe also wie eine Art Zapplement.
00:18:34: für wen kann das sinnvoll sein?
00:18:35: Gib uns mal da einen Einblick!
00:18:37: Ja natürlich ist über die Prozesse über die wir jetzt gesprochen haben wenn ich von außen einfach nur ketonkörper hinzufüge was es gibt genau dass in der Supplementierung In der bestimmten Menge pro Tag dann habe ich quasi einen externen Energieträger mit dabei, der meinem Gehirn hilfreich sein kann.
00:18:56: Wo wir noch nicht genau wissen auf Dauer also längerfristig wie sich das sind dann quasi in so einer Salzform, Ketonsalzer die mit aufgenommen werden?
00:19:06: Wie sinnvoll in der Verträglichkeit es ist!
00:19:08: Das kann im Übergang nicht verkehrt sein.
00:19:10: aber der eigentliche Hebel liegt logischerweise in den Endogen Ketonkörpern, die produziert werden und wie gesagt in der Kombination aus Kohlenhydrat reduzierter Zufuhr bzw.
00:19:25: komplexeren Kohlenhydratsstrukturen mit einer niedrigeren Mahlzeitenfrequenz wenn es der Stoffwechsel zu der aktuellen Zeit eben mit zulässt.
00:19:34: so und exogene Ketonkörper jetzt per se zu verwenden wird den Körper nicht in eine metabolische Flexibilität bringen.
00:19:41: vielleicht um das nochmal an der Stelle festzuhalten
00:19:43: Ketonkörper zeigen also, wie flexibel unser Stoffwechsel ist.
00:19:47: Unser Körper kann eben nicht nur Zucker als Energiequelle nutzen sondern unter bestimmten Bedingungen auch gezielt auf Fettverbrennung und Kethose umschalten ein uralter Mechanismus der evolutionär mit Sicherheit entscheidend war für unser Leben als Mensch.
00:20:03: Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass Ketone eben weit mehr sind als nur eine Notfallenergiequelle.
00:20:09: Sie haben Einfluss auf unseren Stoffwechsel, auf Gehirn und auf Entzündungen.
00:20:14: Wenn ihr mehr auch zum Thema ketogene Ernährung erfahren wollt – auch dazu hatten wir hier bei den Health Nerds schon eine Folge gemacht!
00:20:21: Wir verlinken euch in den Show-Notes die Folge.
00:20:23: da könnt ihr direkt nochmal rein hören.
00:20:25: Und Matthias, ich sage wieder vielen Dank.
00:20:28: Es war ein spannender Einblick.
00:20:29: jetzt am Donnerstag gibt's die nächste Folge hier bei den Health Nerds.
00:20:32: Leute bis dahin bleibt neugierig und bleibt gesund.
00:20:34: Vielen Dank!
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