Lactoferrin: Wie dieses Molekül unseren Körper seit Millionen Jahren schützt (Spezial)

Shownotes

„Lactoferrin ist genau dort aktiv, wo unser Körper am verletzlichsten ist: an den Grenzflächen zwischen uns und der Außenwelt.“ Lactoferrin gehört zu den spannendsten Forschungsfeldern der modernen Gesundheitswissenschaft. In dieser Folge unserer HEALTH NERDS Spezialserie geht es um die Frage, welche Rolle dieses außergewöhnliche Molekül an den Schutzbarrieren unseres Körpers spielt.

Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum erklären, warum Immunabwehr nicht erst im Blut beginnt, sondern bereits an Schleimhäuten, im Mund, in der Nase, im Darm und überall dort, wo unser Körper täglich mit Milliarden Mikroorganismen in Kontakt kommt. Genau an diesen Schnittstellen findet sich Lactoferrin in besonders hoher Konzentration.

Die Folge zeigt, weshalb Forscher Lactoferrin heute nicht nur als Schutzstoff, sondern als aktiven Regulator unseres Immunsystems betrachten. Wie kann ein einziges Molekül Krankheitserreger beeinflussen, die Zusammensetzung unseres Mikrobioms mitprägen und gleichzeitig Entzündungsprozesse steuern? Warum sprechen Wissenschaftler von einer ersten biologischen Verteidigungslinie? Und welche Bedeutung könnte Lactoferrin für Infektanfälligkeit, Darmgesundheit und die natürliche Immunfunktion haben?

Außerdem geht es um die faszinierende Frage, wie unser Körper zwischen erwünschten und unerwünschten Mikroorganismen unterscheidet und weshalb Lactoferrin dabei offenbar eine deutlich komplexere Rolle spielt, als lange angenommen wurde.

HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben)

Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:02: Laktiferin ist wie eine Art Entzündungsmanager.

00:00:04: Die bessere Strategie ist doch energetisch betrachtet, wenn wir etwas vermeiden können bevor es eintringt, bevor überhaupt eine Infektion stattfindet.

00:00:13: Es geht grundsätzlich darum die Diversität des Mikrobioms positiv mit zu beeinflussen was anscheinend so wie im Moment das auch aussieht.

00:00:22: Ist deutlich besser funktioniert als nur zu sagen okay wir geben ein bestimmtes Bakterium rein und das wird das

00:00:28: Problem dann lösen.

00:00:41: Heute ist Dienstag und es gibt trotzdem eine neue Folge der Health Nerds.

00:00:45: Warum?

00:00:46: Weil wir in unserem Spezial, in dieser Woche über das momentan meist diskutierte Molekül Lactoferin sprechen wollen!

00:00:54: Es ist ein riesen Hype-Thema haben wir gestern schon gehört in unserer ProDish mit Ari Beesimis.

00:00:59: Heute wollen wir also noch tiefer reintauchen.

00:01:01: Laktophorin, es begleitet uns Säugetiere und Menschenhomo sapiens seit mehr als hundert Millionen Jahren.

00:01:09: Es findet sich in Speichel, Tränenflüssigkeit, Schleimhäuten, Darm- und hoher Konzentration in der ersten Muttermilch.

00:01:18: Die Evolution hat diesen Stoff nicht zufällig hervorgebracht.

00:01:22: Im Gegenteil, Laktopherin scheint dort präsent sein, wo unser Körper besonders verletzlich ist!

00:01:29: In der Prodition haben wir bereits darüber gesprochen, warum Laktopherin heute zu den spannendsten Forschungsfeldern der modernen Gesundheitswissenschaft gehört.

00:01:37: Doch damit beginnt die eigentliche Geschichte erst, denn die entscheidende Frage lautet welche Funktionen übernimmt Laktiferin an den Grenzflächen zwischen unserem Körper und der Außenwelt?

00:01:49: Jeden Tag kommen unsere Schleimhäute mit Milliarden Mikroorganismen, Viren, Bakterien, Umweltreizen und potenziellen Krankheitserregern in Kontakt.

00:01:56: Und trotzdem werden wir nicht permanent krank!

00:02:00: Hinter diesem Schutz stehen hochkomplexe biologische Systeme die lange aktiv werden bevor unser Immunsystem überhaupt eine klassische Abwehrreaktion startet – genau hier scheint Lactopherin eine Schlüsselrolle einzunehmen.

00:02:14: Forscher beschreiben es heute nicht nur als Bestandteil unserer angeborenen Immunabwehr, sondern als aktiven Regulator an den wichtigsten Schutzbarrieren unseres Körpers.

00:02:24: Wie funktioniert diese erste Verteidigungslinie also?

00:02:28: Darüber sprechen wir heute hier mit Matthias Baum unserem Gesundheitswissenschaftler und Health Nerd.

00:02:33: Matthias herzlich willkommen.

00:02:34: schön dass du da bist!

00:02:35: Hallo Felix ich freue mich immer wieder dabei zu sein.

00:02:38: So Matthias, lass uns direkt tief reintauchen in dieses unglaublich spannende Thema.

00:02:41: Wir haben auf die Folge gestern schon wahnsinnig viel Feedback und Fragen bekommen Und ich bin sicher dass wir heute noch mehr Aha-Erlebnisse kreieren können.

00:02:49: also wir wissen bereits Laktophorin kommt in Speichel vor in Tränenflüssigkeit In den Schleimhäuten auch im Darm.

00:02:56: Was sagt uns diese Verteilung über seine eigentliche Aufgabe?

00:03:01: Na es zeigt uns das ist Genau an der Schnittstelle zwischen Innen zur Außenwelt sitzt, so könnte man sagen.

00:03:08: Und wenn wir hier auch die nächsten Tage detailliert in die einzelne Mechanismen von Lackte für Regen reinschauen dann sehen wir es ist nicht nur die eine Funktion aber bezogen auf die Schleimhäute Und da, wo wir es eben finden – ob nun in Tränen, Speichel anderen Sekreten beispielsweise im Darm, Vaginalsekreten.

00:03:27: Im Schweiß überall haben wir eine gewisse Konzentrationsmenge von Laktopherin Und die Funktionsweise oder was es dann tun kann, ist an dieser Stelle vor allen Dingen das Thema der direkten Abwehr.

00:03:41: Du hast das angesprochen, das ist die erste Verteidigungslinie.

00:03:43: also immer dann wenn wir von Haut und Schleimhäuten von Barrieren sprechen und von den dort enthaltenen Drüsenzellen.

00:03:50: diese Gräte, die wir also finden und diese Schutzstoffe wo natürlich auch noch andere Substanzen mit dazugehören aber Lactopharyn eine ganz entscheidende Rolle spielt interagiert unmittelbar mit etwas, was potenziell eindringen könnte.

00:04:03: Und der Körper ist logischerweise in der Lage oder insbesondere auch das Immunsystem die Menge und die Konzentration auch in Akutphasen zu verändern.

00:04:12: Aber jetzt stellen wir uns vor Wir haben einen Schutzstoff ein Molekül Ein Eiweiß, dass der Körper selbst produziert.

00:04:18: Es ist eine verhältnismäßig sehr günstige Möglichkeit für den Organismus etwas abwehren zu können, bevor es diese erste Verteidigungslinie überwindet und dann erst in der zweiten Verteiligungs- linie das angeborene Immunsystem wirklich aktiv werden würde.

00:04:35: Jetzt denken viele beim Thema Immun-System sofort an weiße Blutkörperchen also so als die sagen wir mal die Zählen, die Körperchen, Feinde sozusagen angreifen und eliminieren.

00:04:49: Warum beginnt Immunabwehr in Wahrheit aber viel früher, nämlich direkt an unseren Körpergrenzen?

00:04:55: Naja, weil das Ziel nicht sein sollte einer... Jetzt nehme ich mal diese militärische Analogie zum Immunsystem die Armee, die bereit steht.

00:05:06: Das Ziel sollte jetzt nicht sein, diese Armee zu aktivieren und kämpfen zu lassen.

00:05:11: Es ist gut wenn sie vorhanden ist oder dass Sie vorhandenen sind adäquat funktionieren kann.

00:05:17: Aber die bessere Strategie ist doch energetisch betrachtet, wenn wir etwas vermeiden können bevor es eintringt, bevor überhaupt eine Infektion stattfindet.

00:05:27: Wir müssen vorbereitet sein im Sinne von das Immunsystem muss vorbereitet werden und das wäre im Idealfall schon in dieser ersten Verteidigungslinie.

00:05:36: ich kann noch einen Schritt weiter geben Felix, auch das wird manchmal vergessen.

00:05:40: Es gibt einen anderen Teil des Immunsystems, der dabei hinten runterfällt, der sogar noch vor dieser ersten Verteidigungslinie ist und das ist das sogenannte verhaltensassoziierte Immun-System.

00:05:52: Was ist das genau?

00:05:53: Das ist relativ simpel was jeder von uns kennt.

00:05:55: Wenn ich dir jetzt etwas ... Na, ich sag mal, ich beschreib's erst einmal so eine Spinne zeigen würde oder eine Schlange oder bestimmten Dreck oder Exkremente die man findet.

00:06:07: Wie würdest du reagieren?

00:06:09: Mit

00:06:09: Ekel wahrscheinlich, mit Zurückschrecken.

00:06:13: Ich würde es auch versuchen nicht anzufassen.

00:06:15: Das ist was du meinst wahrscheinlich.

00:06:17: Und Angst!

00:06:17: Genau das ist Ekel und Angst.

00:06:20: Was eine sehr starke emotionale bei uns allen Menschen verankerte Reaktion ist.

00:06:24: Bei den ein oder anderen wissen einige die Reaktionen etwas stärker aber auch Kinder lernen das schon frühzeitig.

00:06:32: Und das ist natürlich die noch günstigere Variante, wo wir nicht mal die Perthopation der ersten Verteidigungslinie haben.

00:06:40: Aber gehen wir davon aus es kommt irgendwie in Kontakt und viele Sachen sind auch jetzt nicht so offensichtlich.

00:06:47: Dann haben wir diese erste Verteiligungs- linie und von daher beginnt die Aufgaben des Immunsystems oder auch des Immunsystem selbst.

00:06:54: So könnte man sagen schon weit bevor dann weiße Blutkappchen wirklich aktiv werden und dann auch adäquat bekämpfen können.

00:07:03: Und welche Aufgabe Matthias macht jetzt genau Laktorferin?

00:07:05: Wie funktioniert das?

00:07:07: Stellen wir uns das wie folgt vor, dieses Eiweiß hat, da haben wir es schon darüber gesprochen auch an unterschiedlichen Stellen gestern.

00:07:14: Er hatte natürlich verschiedene Bindungsstellen, Reaktionsmöglichkeiten sowohl mit Viren, Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen.

00:07:22: Es interagiert quasi mit dem Milieu das quasi vorhandene.

00:07:26: Das ist ein Schutzstoff.

00:07:28: Ein Schutzstoff der aus diesen Drüsenzellen gebildet wird oder im späteren Verlauf zweite Verteidigungslinie auch von Immunzellen selbst produziert wird.

00:07:38: Und da sehen wir schon, okay es sind unterschiedliche Aufgaben aber in der Barriere selbst ist es logischerweise ... Wir hatten uns bei dem Thema der Viren, er hat sich's mit angesprochen.

00:07:46: die Bindung an ein Virus sorgt letztendlich dafür dass das Eindringen des Virus weniger gut möglich ist.

00:07:52: Ist also in dem jeweiligen Sekret ausreichend Laktopherien vorhanden dann kann sehr wahrscheinlich eine Infektion schwieriger stattfinden.

00:08:01: Nun ist es bei Lactopherin so Matthias, dass man hört oder liest das er eine ganz außergewöhnliche Fähigkeit hat.

00:08:08: Es scheint irgendwie zwischen guten Bakterien und weniger guten Bakterie.

00:08:16: In meiner diese Einteilung ist jetzt sehr rudimentär.

00:08:17: wir haben darüber in unserer Deep Dive Folge über Bakterian auch gesprochen.

00:08:21: Aber es gibt Bakterien, die tun unserem Organismus gut.

00:08:24: Davon brauchen wir möglichst viele und es gibt einige, die haben eher negative Effekte auf unseren Organismus und damit auf unsere Gesundheit, davon brauchen wir ja wenige.

00:08:32: So, und Laktiferin scheint eine Fähigkeit zu besitzen zwischen den guten und dem weniger guten zu unterscheiden.

00:08:41: Jetzt stelle ich mir natürlich ne Frage wie macht das?

00:08:44: Ist das Zauberei?

00:08:45: Natürlich nicht!

00:08:46: Es ist Wissenschaft.

00:08:47: aber wie funktioniert das?

00:08:48: Wie ist dieser Mechanismus zu erklären?

00:08:51: sogar noch vor Wissenschaft erst mal die grundlegende Physiologie beschreiben.

00:08:55: Wenn etwas physiologisch anwesend sein soll, in dem Falle Laktiferin in einer gewissen Konzentration.

00:09:00: also hier auch zum Verständnis.

00:09:02: Körper eigenes Laktiverin heißt jetzt nicht dass ich Unmengen davon benötige aber es ist ein wichtiger Bestandteil in Körpersekreten beispielsweise.

00:09:10: und diese Körpersekrete wenn wir das auf einen Dasekret beziehen dann können wir uns wieder vorstellen.

00:09:15: Interagiert das auch mit den vorhandenen Bakterien, die vor Ort sind?

00:09:20: Und du sagst zurecht, es geht bei den Bakterinnen in eine Einteilung, bei den unterschiedlichen Stämmen nicht nur um gut oder schlecht.

00:09:28: Vereinfacht und ausgedrückt wäre gut etwas was ... In einer Art Symbiose leben sie alle irgendwie aber für uns vielleicht auch bestimmte Substanzen produzieren können.

00:09:38: Wir haben über kurzkettige Fettsäuren gesprochen, wir haben über bestimmte Vitaminproduktion von Bakterie gesprochen Und wir haben über unterschiedliche Stämme gesprochen, also eine gewisse Diversität.

00:09:48: Das ist auch ein entscheidender Punkt das heißt unterschiedliche stämme die vorhanden sind ja auch Die gleichen Aufgaben übernehmen können.

00:09:54: das heißt wenn mal etwas ausfallen würde Wir quasi hier auch wieder Eine möglichkeit hätten dass mit einem anderen stamm zu kompensieren.

00:10:01: und die negativen bakterien Ja die können potenziell erreger auch sein.

00:10:06: Erreger im sinne von sie werden Den zellen den körper eigenen zellen schaden.

00:10:11: das immunsystem wird eher aktiviert werden.

00:10:14: Davon braucht es nicht zu viele oder sollen auch nicht so viele sein.

00:10:17: Hier geht's wieder um das Thema des Ungleichgewichtes, und die physiologische Anwesenheit von Laktiferin sorgt letztendlich nicht als intelligente Systeme im Sinne von ja weiß was gut und was schlecht ist sondern hier in den Verhältnissen, in den Mengenverhältnisses wie für Laktiverines vorhanden?

00:10:35: Wie sind die Bakterienstämme, wie ist die Diversität aufgebaut?

00:10:38: da kann es quasi mit Interagieren und wenn wir jetzt in die einzelnen Mechanismen reinzoomen wirklich einmal reinschauen, dann können wir genauer verstehen warum das passiert.

00:10:50: Wenn wir auch über die Anwendung von Lactiferin sprechen, sprich Wir haben Bakterien, die auch ihren eigenen Energiestoffwechsel haben Und dieser Energiestofwechsel funktioniert eisenabhängig Genau wie unser Zeltstoffwechsel.

00:11:04: ohne Eisen wird Energieproduktion in den Zellen nicht möglich sein.

00:11:07: Das gilt für Bakterian genauso.

00:11:09: Und jetzt wissen wir, dass eine der Teilfunktionen von Laktopherin als Transportprotein vereisen ist.

00:11:16: Dass wir Eisen mit Laktiferin sequestrieren können, also bindenden können ... Wir reden hier von zwei Bindungsstellen pro Molekül, wo jeweils ein Eisenatom andocken kann und wenn eine gewisse freie Eisenmenge verfügbar ist, die wir auch haben im Darmluben vor unserer Ernährung herkommt, dann kann das eher gebunden werden.

00:11:37: Jetzt ist es schwierig zu verstehen, dass man sagt, das geht nicht nur sehr spezifisch auf ein Bakterium.

00:11:43: Das betrifft logischerweise auch die guten Bakterien.

00:11:46: Aber gleichzeitig haben wir im Laufe der Evolution in der Anwesenheit der Sekrete, wo Laktopherin mit dabei ist und andere Substanzen und bestimmte Bakteriangruppen, die auch im Laufer der Evolution uns mit begleitet haben, die Fähigkeit entwickelt, dass Laktiferin gleichzeitig das Wachstum bestimmter Bakterie Das heißt, die physiologische Produktion von Laktopherin sorgt für ein gewisses Gleichgewicht und verändert mit auch die Diversität.

00:12:14: Und spannend ist natürlich dann irgendwann auch die therapeutische Anwendung, wo man sagt, Laktiferin von außen zugeführt hat vielleicht einen Peré-und probiotischen Effekt bei gleichzeitig antibakteriellen Effekten.

00:12:25: Ich weiß es ist für viele immer mal so ein bisschen schwierig in der Verständnis.

00:12:30: wie kann das sein?

00:12:31: Wir dürfen das nicht nur mit Null und Eins an- und aus, Schwarz und Weiß bezeichnen.

00:12:36: Es geht grundsätzlich darum, die Diversität des Mikrobioms positiv zu beeinflussen was anscheinend so wie im Moment es auch aussieht ist deutlich besser funktioniert als nur zu sagen okay wir geben ein bestimmtes Bakterium rein und das wird das Problem dann

00:12:52: lösen.

00:12:52: Spannend, wirklich ein faszinierendes Molekül und je mehr man darüber hört und liest und auch von dir erfährt natürlich umso mehr versteht man warum das für die Wissenschaft, für die Forschung momentan so ein spannendes Thema ist.

00:13:05: Ein Begriff der immer wieder mit Laktopherien genannt wird ist der Begriff des Kommunikators.

00:13:10: also was mich interessiert vielleicht kannst du uns das erklären

00:13:14: wie

00:13:14: kommuniziert Laktopherien mit unserem Immunsystem?

00:13:18: Und warum ist das mal mindestens genauso wichtig wie die Erregerabwehr in der ersten Verteidigungslinie?

00:13:25: Warum ist es so wichtig, dass da dieser Austausch stattfindet.

00:13:29: Das finde ich ebenfalls ... Ich hab diesen Begriff auch gestern schon einmal mit erwähnt.

00:13:34: Ich habe das früher mal um's greifbarer zu machen.

00:13:37: Ich hab's als Entzündungsmanager beschrieben.

00:13:39: Lackteferin ist eine Art Entzündenungs-Manager und das führt uns wieder dazu, dass wir natürlich dazu neigen den einzelnen kleinen Mechanismus im Detail zu verstehen, was superwichtig ist und hilfreich ist.

00:13:53: Aber es führt dazu, dass wir sehr schnell Laktiferin beispielsweise einteilen und sagen ja das ist ein Transportprotein-Vereisen und darüber lässt sich alles erklären.

00:14:02: aber jetzt noch mal im Laufe der Evolution eine hundertvierzig Millionen Jahre Evolution und Laktiferin ist immer irgendwie ein Bestandteil.

00:14:09: Wir finden's bei allen Säugetieren wie gesagt in dem Barrieren in den Sekreten.

00:14:13: da ist diese Anwesenheit erstmal auf der einen Seite mitgegeben.

00:14:18: So, wie ich es eben versuchte zu erklären, kann man sie schon ableiten und sagen dann schützt das an dieser Stelle?

00:14:24: Aber diese vielfältigen Mechanismen die Laktopherin hat ... Und jetzt ist der entscheidende Punkt, wo kommt es eigentlich her?

00:14:32: Zeigt uns auch, dass es mehrere Funktionen hat.

00:14:34: Diese Kommunikationsfunktion hat nichts mit dem Laktiferin zu tun, das von euren Drüsenzellen produziert wird und beispielsweise in Schweiß abgegeben wird, Drehenflüssigkeit, Speicheldamsekrete.

00:14:46: Sondern es sind produzierte Mengen an Laktopherin aus Immunzellen.

00:14:52: Ganz vorne mit dabei sind die Neutrophilen-Granolozyten, das sind Immunzellen des angeborenen Immunsystems.

00:14:59: und dieses Laktopherin, das produziert wird, immer dann wenn Entzündung entsteht ... Jetzt kommt der spannende Punkt!

00:15:05: Immer dann wenn entzündet wird mehr Laktophirien erst mal produziert, vereinfacht ausgedrückt.

00:15:10: Wir sehen auch, dass dieses Lactophirin in den Darm beispielsweise abgegeben.

00:15:16: Das ist ein Entzündungsmarker, um entzündliche Prozesse im Darmbar festzustellen.

00:15:22: Das mittlerweile einer der Standardparameter, die bei chronisch-entzündlichen Damerkrankungen mitbestimmt wird.

00:15:29: Aber wenn wir weiter in den Funktionsweisen schauen und das jetzt der spannende Teil, dann ist es nicht nur dass mehr Laktiferin automatisch mehr Entzünden bedeutet sondern ... der Stofflaktiferin aus den einen Immunzellen ist wie eine Nachricht, ein Anruf, eine Information die an andere Immunzählen gesendet wird.

00:15:51: An Makrophagen, an dentritische Zellen, an verschiedene Lymphozyten und im Endeffekt ist es also nicht nur ein Signal für mehr Entzündung, die entsteht oder das Gaspedal für Entzündenung sondern wirklich eine Art Dirigieren des entzündungsablaufenden Prozesses.

00:16:10: In der Literatur, in Studien wird immer wieder auch gerne beschrieben, Laktiferin ist anti-entzündlich.

00:16:16: Jetzt ist das sehr genau das Gegenteil von dem was ich gerade beschrieben habe.

00:16:19: aber seht ihr es ist genau dass in den einzelnen kleinen Mechanismus reinzugehen und dann erkennt man beispielsweise in einer Invitro Studie also in einer Zeltstudie wenn Laktiverin dazukommt dann nimmt die Menge an proentzünglichen Botenstoffen wiederum ab.

00:16:36: Aber es ist ein Teilmechanismus rausgezogen, aus dem wie Laktiferin im gesamten Organismus funktioniert.

00:16:44: Was das bedeutet?

00:16:45: In einer normalen Entzündungsreaktion wird Laktopherin ansteigen und es wird dirigierend wirken darauf dass entzündung auch nicht überschießend ablaufen wird.

00:16:53: Das ist ein wichtiges Kommunikationssignal Und die Überlegungen hier auch wieder die Schnittstelle.

00:16:59: Wie könnte das jetzt nicht nur diagnostisch interessant sein sondern eben auch in der Therapie könnte die Anwesenheit von ausreichend Laktopherin ebenfalls einen positiven Effekt auf Entzündungsregulation mitnehmen, sodass wir nicht diese überschießenden Reaktionen haben.

00:17:14: Ohne und das ist auch wichtig, die Entzindung zu hemmen!

00:17:18: Das machen ja einige Medikamentenkruppen auch.

00:17:20: Und ich glaube dass zumindest mal begleitend, dass ein super sinnvoller Ansatzpunkt es hier auch mehr Laktiferin von außen zugeführt durchaus einen positifen Effekt zu

00:17:29: haben Und das ist ein wichtiger Punkt, wir haben ja auch eine Folge zum Thema Entzündungen gemacht und da hast du das gut beschrieben.

00:17:39: Prozess durchaus ist oder ein notwendiger Prozess in vielen Dingen und auch Wundheilung, dass das natürlich immer eine Kaskade, eine bestimmte Abfolge von Themen ist die ablaufen sollte.

00:17:50: Und die durchaus auch mit Schmerzen verbunden sein kann.

00:17:54: aber auch das hat eben einen Grund.

00:17:56: Wenn man zu früh oder zu sehr eingreift dann kann man diesen natürlichen Ablauf stören was am Ende analogischerweise kein positiver Effekt ist.

00:18:06: Jetzt trotzdem noch mal zu Laktiferin, du hast schon gerade gesagt man kann es eben auch von außen zuführen.

00:18:11: also die Supplementierung mit Laktopherin gibt uns nochmal ein paar konkrete Beispiele.

00:18:17: Wann ist das sinnvoll?

00:18:19: Ist es sinnvoll, wenn ich bereits merke ... Ich habe niedriggradige Entzündungsprozesse in meinem Körper oder ich fühle mich schlappmüde oder eine Grippe is im Anflug oder ich hab drei Kinder die schleppen mir jeden Tag aus dem Kindergarten, aus der Schule irgendwas mit nach Hause an Keimen und Bakterien.

00:18:38: Wanne würdest du sagen ist eine gute Phase oder wann sollte ich ernsthaft darüber nachdenken, wenn nicht dass noch nie gemacht haben Laktiferin einfach mal zu supplementieren?

00:18:47: Einfach mal so.

00:18:48: Und sich von daher ist der Grundgedanke, wie du es gerade beschrieben hast, entweder noch hohe Infektanfälligkeit oder eine gewisse Immuneinschränkung im Sinne vielleicht auch an Barrieren und Ähnlichem.

00:19:03: überall dort haben wir genau diesen Präventivgedanken.

00:19:06: also es gibt zahlreiche Untersuchungen die das Thema Anwendung von Laktopherin Oral noch mal, also ich schlucke das.

00:19:15: Einen Effekt auf Atemwegsinfektionen beispielsweise zu haben.

00:19:19: Da ist die Datenlage, es muss man ehrlicherweise sagen ... Von den Mechanismen her ist es relativ klar.

00:19:23: aber es ist jetzt nicht so bei der Datenlage dass man drauf schaut und sagt alles klar wenn ich nur Laktephorieneinnehme werde ich keinen Atemwegsinfekt mehr habe.

00:19:32: Aber es gibt eine gewisse Datenlage die das erst einmal mit unterstützen würde und sagen würde okay das kann ein Präventiv Teil davon sein.

00:19:40: Ich würde noch ein Schritt weitergehen in der Überlegung, wo würde mir das gerade bei Atemwegsinfektionen helfen?

00:19:46: Dann natürlich idealerweise in den lokalen Bereichen, wo es stattfindet.

00:19:50: Mund-Rachenraum-, Nasenbereich macht natürlich durchaus Sinn.

00:19:55: und diese Applikation also das Aufbringen davon, dass stellt uns eher auch noch einen... Kontexte Produktentwicklung und ähnlichem vor gewisse Herausforderungen, um das mal so zu formulieren.

00:20:05: Aber der grundlegende Gedanke?

00:20:07: Mehr Laktiferin, dass ich noch einmal von außen zuführe wird mehr Viren, Bakterienpilze die potenziell eindringen können, inhibieren können, inaktivieren können mit welchen Mechanismen dann auch immer.

00:20:20: So das ist Dieser eine Präventivgedanke, der immer wieder auftaucht.

00:20:23: Auch im Kontext von chronischen Entzündungen oder auch grundsätzlich mit einer erhöhten Aktivität des Immunsystems, die einhergeht bei Autoimmunprozessen wird viel darüber diskutiert und teilweise in erfahrungsterreportischem Kontext gerne auch mit eingesetzt.

00:20:39: Das ist auch ein wichtiger Aspekt.

00:20:41: Und dann da sind wir auch naheliegender gerade im Kontekt von Darm-Problemen sei es erstmal nur auf Ebene Verdauungsprobleme, durchlässige Darmbarriere.

00:20:57: Auch in zündlichen Prozessen im Darm, da hätten wir natürlich auch mit der oralen Einnahme eine direkte Anwendung in diesem Bereich und von daher haben wir hier auf den Ebenen sowohl vom Präventiven als auch im Kontext verschiedener Beschwerden, durchaus eine sinnvolle Unterstützung mit dabei.

00:21:14: Und dann erwähne ich gerne noch mal das Thema Mitblick auf Eisen und Eisenhaushalt – da wird es wirklich auch bereits therapeutisch auch mit eingesetzt -, dass man Laktiferin, ob nun isoliert oder in Kombination mit einem anderen Eisenpräparat als Teil der Eisentherapie quasi mit einbaut bei Eisenmangel- oder Eisenmangelanämien.

00:21:38: Lactoferin, ein hoch spannender Stoff.

00:21:39: und Matthias beim Thema Eisen was du gerade gesagt hast machen wir direkt weiter.

00:21:42: Nicht jetzt nicht hier sondern morgen in unserem nächsten Teil unserer Spezialserie zum Thema Lactoferin denn Lactopherin zeigt wie früh unsere Immunabwehr beginnt!

00:21:53: Nicht erst tief im Körper sondern direkt an den Grenzflächen zur Außenwelt an Schleimhäuten im Mund in der Nase im Darm.

00:21:59: genau dort entscheidet sich oft ob ein Erreger überhaupt eine Chance bekommt.

00:22:05: Spannend ist dabei, Laktopherin schützt nicht nur es reguliert.

00:22:09: Es kommuniziert und greift in biologische Prozesse ein die viel älter sind als der Mensch selbst.

00:22:15: Morgen also schauen wir uns genau einen dieser Mechanismen noch tiefer an.

00:22:18: eine der erstaunlichsten Fähigkeiten von Laktopherin ist seine Fähigkeit Eisen zu binden.

00:22:25: warum ausgerechnet Eisen für Bakterien Viren und für unser Immunsystem so entscheidend ist Das besprechen wir morgen in der nächsten Folge mit Matthias Baum.

00:22:34: Es wird sehr spannend, das kann ich euch jetzt schon sagen und es wird uns mit Sicherheit einen wieder tiefer Einblick geben in diese spannende Welt des Laktophorien.

00:22:43: Matthias, herzlichen Dank!

00:22:44: Leute bis morgen bleibt neugierig und bleibt gesund.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.