Beta Glucan: Gehypter Ballaststoff für Cholesterin, Blutzucker und Immunsystem? (Deep Dive)
Shownotes
„Beta Glucan kann den Cholesterinspiegel beeinflussen, Blutzuckerspitzen abflachen und sogar mit unserem Immunsystem interagieren. Entscheidend ist aber, welches Beta Glucan wir meinen.“ Hinter dem Namen verbirgt sich kein einzelner Stoff, sondern eine ganze Familie unterschiedlich aufgebauter Polysaccharide. Wissenschaftlich hoch spannend: Ihre molekulare Struktur entscheidet darüber, was sie in unserem Körper bewirken können.
In dieser Deep Dive Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum vor allem Beta Glucane aus Hafer und Gerste ernährungsphysiologisch interessant sind. Als lösliche Ballaststoffe binden sie Wasser und bilden im Verdauungstrakt eine gelartige Masse. Dadurch können sie die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen, den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit abflachen und länger sättigen. Besonders gut untersucht ist ihr Einfluss auf den Cholesterinstoffwechsel: Für Beta Glucan aus Hafer und Gerste ist die cholesterinsenkende Wirkung wissenschaftlich so gut belegt, dass dafür in der EU ein zugelassener Health Claim existiert.
Doch Beta Glucan kann biologisch noch etwas völlig anderes sein. Die verzweigten Strukturen aus Hefe und Pilzen wirken nicht primär über ihre Viskosität im Darm, sondern können mit Rezeptoren des angeborenen Immunsystems interagieren. Matthias erklärt, warum man dabei eher von einer Modulation oder einem Training des Immunsystems sprechen sollte als von einem „Immunbooster“. Studien untersuchen unter anderem, ob bestimmte Beta Glucane die Häufigkeit und Dauer von Atemwegsinfekten beeinflussen können. Die Ergebnisse sind interessant, die Datenlage ist allerdings deutlich weniger eindeutig als beim Cholesterinstoffwechsel.
Auch die Menge zählt. 100 Gramm Haferflocken enthalten je nach Produkt ungefähr drei bis fünf Gramm Beta Glucan. Wer gezielt von den untersuchten Effekten profitieren möchte, braucht deshalb Regelmäßigkeit. Haferflocken, Haferkleie und Gerste lassen sich unkompliziert in die Ernährung integrieren, alternativ ist auch eine gezielte Ergänzung möglich.
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:01: Ist mehr Hafer.
00:00:03: Das haben die einen oder anderen sicherlich schon mal irgendwie im Hinterkopf und der Hintergedanke dabei ist vor allen Dingen das Betterklokane.
00:00:08: Der Better klokane ist kein einzelner Stoff, es ist wie eine Stofffamilie und die Struktur oder der Aufbau dieser Better Klokane je nachdem woher sie stammen macht dann im Wesentlichen auch die Funktionsweise aus.
00:00:22: Es ist wie einer Art Training für das Immunsystem aber es ist nicht ein Immunbooster.
00:00:41: Betaglucan.
00:00:42: Darüber wollen wir heute sprechen!
00:00:44: Herzlich willkommen, Leute.
00:00:45: hier sind die Health Nerds.
00:00:46: und betagluccane das ist ein Ballaststoff der so hört man, so liest man den Cholesterinspiegel senken soll, den Blutzucker stabilisieren gleichzeitig unser Immunsystem auch beeinflussen klingt erst mal nach einem Stoff, der erstaunlich viele Dinge gleichzeitig kann.
00:01:05: Und genau hier wird es spannend, denn Beta-Glucan ist chemisch betrachtet nicht immer dasselbe!
00:01:11: Was heißt das?
00:01:12: Also die Moleküle aus Hafer und Gerste funktionieren in unserem Körper anders als Betaglucane aus Hefe oder Pilzen.
00:01:21: Entscheidend ist also ihre Struktur und damit die Frage welche biologischen Systeme sie überhaupt erreichen.
00:01:29: Matthias Baum ist da, unser Gesundheitswissenschaftler und Health Nerd.
00:01:32: Matthias herzlich willkommen!
00:01:33: Hallo Felix ich freue mich mit dabei zu sein.
00:01:36: Beta-Glucane warum sprechen wir ausgerechnet darüber heute?
00:01:39: Naja weil das Thema rund um Ballaststoffe, Phaserstoffe immer wieder ein Thema ist und beta-glucan wie ich finde oder auch Die einen oder anderen sind vielleicht auch schon darüber gestolpert, dass es in aller Munde ist.
00:01:53: Viele interessante Ansichten, warum könnte man das einsetzen?
00:01:57: Warum sind da bestimmte Lebensmittel gut?
00:01:58: Du hast es gerade erwähnt.
00:02:00: Also macht's jetzt extrem viel HV und Gerste zu essen?
00:02:03: Oder geht es um isoliertes Beterglykan?
00:02:05: Welche Informationen haben wir da?
00:02:07: Wie du gesagt hast von Struktur und Form gibt es doch gewisse Unterschiede.
00:02:12: Von daher kann man nicht alles in einen Topf schmeißen!
00:02:15: Also ein spannendes Thema wollen wir uns angucken.
00:02:17: Wir machen einen ganz einfachen Abriss, was sind better Glucane?
00:02:21: Ich habe schon gesagt es ist irgendwie ein Ballaststoff aber gibt uns mal ein paar Infos?
00:02:25: wie müssen wir uns das vorstellen?
00:02:26: Also erstmal nochmal diese Begrifflichkeit Ballaststoff historisch betrachtet gerne ein Zusatz in Lebensmitteln der quasi wie Ballast wirkt ja gar nicht benötigt wird.
00:02:36: heute wissen wir so einfach ist das nicht.
00:02:39: und Ganz im Gegenteil, sie sind besonders wichtig und es ist das was in unserer Ernährung fehlt.
00:02:43: Ich plädiere eher für den Begriff des Phaserstoffes verwenden aber auch gerne mal beide.
00:02:48: also es geht um Phaserstoffe die enthalten sind oder Ballaststoffe im Sinne von Kohlenhydratstrukturen, die nicht typischerweise auseinandergebaut werden und als Zucker dann in unsere Blutbahn gelangen können.
00:03:03: Sondern es geht bei Beta-Klokanen um sogenannte Polysacheride also polyfiele sacharidezucker lange Ketten von vielen Klokosemolekülen.
00:03:12: Der entscheidende Punkt ist aber dass nicht jedes Beta-klokan in ihrer Struktur identisch ist.
00:03:18: Es gibt unterschiedliche Strukturformen und die einzelnen Klukosebausteine, die Zuckerbaustein sind miteinander verbunden.
00:03:26: Wenn wir auf Getreide – das hattest du gerade angesprochen, Hafer- und Gerst zum Beispiel – schauen finden wir eine bestimmte Verbindung, die das eher in eine Länge zieht als wir haben quasi ein lineares Molekül Wasser zu binden und letztendlich zusammen mit Wasser eine veränderte Struktur, also eine viskose-galat-gelartige Struktur zu bilden.
00:03:53: Das ist wichtig in der Unterscheidung.
00:03:54: Sondern hast du selbst schon erwähnt das Thema Hefe und Pilzen?
00:03:58: Da finden wir auch Peter Klokane drin!
00:04:00: Und letztendling auch Polisaharitketten die aber ein anderes Grundgerüst haben.
00:04:05: Die sind nicht nur linear, sondern in so einer dreidimensionalen geformten Struktur.
00:04:12: Und hier wird es interessant, weil da geht das nicht mehr nur um die Funktion eines wasserlöslichen Ballaststoffes, sondern eben um eine Struktur wenn sie aufgenommen wird und mit unserem Immunsystem anfängt zu interagieren Das Immunystem quasi auf eine gewisse Art und Weise trainiert.
00:04:30: Da können wir gleich noch mal etwas im Detail drauf schauen, so kurz und klar um hier festzuhalten.
00:04:35: Beta-Glucane ist kein einzelner Stoff.
00:04:37: es ist wie eine Stofffamilie und die Struktur oder der Aufbau dieser Beta- Gluacane je nachdem woher sie stammen macht dann im Wesentlichen auch die Funktionsweise aus.
00:04:48: Okay also haben wir verstanden.
00:04:49: Es kommt also darauf an auch woher das Beta- Glucan kommt Also welche natürliche Quelle beispielsweise unserem Körper zugefügt wird.
00:04:58: Und jetzt, also wenn man das googelt oder im Social-Web sich mit diesem Thema auseinandersetzt dann trifft man sofort auf ziemlich viele Versprechungen was better Glucan im Körper alles beeinflussen kann.
00:05:11: Also ich habe schon genannt Cholesterinspiegelsenken Blutzucker regulieren, Darmflora fördern kann man auch immer wieder lesen.
00:05:19: Klar!
00:05:19: Es soll irgendwie die Darmbakterien mit dem guten Ballaststoff unterstützen den sie brauchen um zu Verstoff wechseln.
00:05:27: für ein Sättigungs Das Gefühl soll es im Magen auch sorgen, weil das eben aufquält und man lange dann keinen Hunger mehr hat.
00:05:33: Es gibt viele positive Eigenschaften.
00:05:36: die Frage ist was ist davon wirklich wissenschaftlich?
00:05:41: Ich will nicht nur sagen belegt sondern auch relevant.
00:05:43: also wo hat es wirklich einen Nutzen der auch fühlbar und erlebbar ist?
00:05:48: und wo's den Nutzen vielleicht so verschwindend gering dass er für uns nicht so relevant ist?
00:05:53: Ja wie du richtig beschreibst haben wir unterschiedliche Wirk-Eigenschaften.
00:05:58: Wahrscheinlich, wer sich mit dem Thema Ballaststoff und Phaserstoffen auseinandersetzt schon an unterschiedlichen Punkten gehört hat.
00:06:02: Wir haben auch schon darüber gesprochen.
00:06:04: also bleiben wir noch mal bei HV&Gerste.
00:06:06: längliche Strukturpolisacharide.
00:06:08: Sie werden nicht auseinander gebaut wie andere Stärkemoleküle das heißt sie bleiben quasi bestehen.
00:06:15: An diesen ländlichen Strukturen bindet Wasser Viskose, gelartige Struktur.
00:06:21: Warum erwähne ich das noch mal?
00:06:22: Weil es je nachdem darauf ankommt wo wir quasi eine Wirkung letztendlich haben oder wo die Ballaststoffe vorkommen.
00:06:29: Das heißt wenn das im Magen schon teilweise mit passiert dann dehnt das etwas aus und dann ist eine Überlegung dabei naja das sorgt für ein längeres Sättigungsverhalten.
00:06:39: deswegen werden beta-klokane in diesem Kontext auch gerne mit eingesetzt.
00:06:42: da können Haken also dran machen.
00:06:44: Sättigung gefühlt das schaffen die Dinger.
00:06:46: Das kann durchaus bei der zusätzlichen Ergänzung mit einem Punkt sein.
00:06:51: Ich würde hier nochmal unterscheiden allein über die Ernährung, also die Vorstellung zu sagen ich esse einfach ein paar Haferflocken Das löst das unter Umständen noch nicht, weil auch die Menge des Beta-Klucans was darin enthalten ist nicht ausreichend.
00:07:03: Aber wenn man es zusätzlich ergänzt kann, dass durchaus auch auf das Zettigungsverhalten mit einer Auswirkung haben.
00:07:08: und jetzt kommt dieser andere Aspekt, was den Cholesterinstoffwechsel angeht können wir gerne nochmal im Detail drauf schauen.
00:07:17: Cholesterinstoffwechsels, was ist immer das Ziel?
00:07:19: Wir haben zu viel Cholsterin in der Blutbahn vor allen Dingen dann LDL-Cholesterinpartikel die mehr und mehr in die Blutbahnen gelangen quasi in den Leber gebildetes Cholisterin.
00:07:30: transportiert wird und dann potenziell zur Herz-Kreisler Verkrankung mitführen kann.
00:07:34: Und die Überlegung ist okay, diese Art von wasserlöstlichen Ballaststoffen binden Flüssigkeit verändern das Darmloom und beeinflussen die Gallenproduktion und am Ende des Tages beeinflusst es dadurch auch das Vorhandensein vom Cholesterin in der Blutbahn.
00:07:48: Das ist eine Überlegungen, das ist auch sehr gut untersucht den Bestandteil Beta-Klucan, auch einen sogenannten Health Claim.
00:07:56: Also sprich die europäische Lebensmittelbehörde sagt das bei der Verwendung der Beta-Clucane eben auch eine Beeinflussung des Cholesterinsstoffwechsels möglich
00:08:04: ist.
00:08:04: So also Sättigungsgefühl kann man Haken dran machen durchaus berechtigt und diese Wirkung hat es.
00:08:12: Cholesterinspiegel senken hast du auch erklärt?
00:08:14: Auch gut untersucht gibt den Health CLAIM sogar dafür also dass funktioniert.
00:08:19: Lass uns noch auf Blutzuckeregulation schauen und auf das Thema Darmflora fördern.
00:08:24: Wie sieht's da aus?
00:08:25: Naja, also Schritt eins, Blutzucker- und Blutzukeregulationen.
00:08:29: auch hier gibt es klare auch Humanstudien oder humanintervention mit Betaglückhanen.
00:08:34: Und auch hier gibts einige Humanstudie zum Thema Verwendung von Betaglückhanen und die Auswirkungen.
00:08:41: Das ist jetzt der entscheidende Punkt, der blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit Weil auch wenn es auf der einen Seite Physiologisch ist, dass der Blutzuckerspiegel ansteigen soll.
00:08:51: Aber was haben wir häufig als Problem?
00:08:52: Wir haben wiederkehrende immer häufigere Spitzen, die manchmal auch auf so einem Platoniveau ablaufen.
00:08:59: Das heißt das der Bluzuckerspiegel zu lange erhöht ist oder er dann stark abfällt und mit der Anwesenheit von Betaglucanen steigt der Bluzzuckerspiel quasi langsamer an.
00:09:08: Das ist die Funktionsweise des Ballerstoffes und letztendlich ein Wirkort im Dünndamen Weil das ist das grundlegende Prinzip.
00:09:16: Wir haben über andere Ballaststoffe in dem Kontext auch schon gesprochen, beispielsweise über Glucomananen.
00:09:20: Das ist ein sehr ähnliches Wirkprinzip.
00:09:24: Dann kommt dein Punkt mit Blick auf den Darm.
00:09:28: Und die Auswirkung auf das Darm Mikrobiome bzw.
00:09:31: die Darmbaktäne, die vor allen Dingen im Dickdarm sind.
00:09:33: Wir verlassen den Dünndarm und gehen in den Dickdamm.
00:09:36: Der Effekt, der häufig bei Ballaststoffen mit beschrieben wird – deswegen nochmal die Begrifflichkeit!
00:09:41: So ein schlechter Ballast ist das gar nicht dem man da mit isst, sondern es Unverdauerte Zucker-Kohlenhydratquellen, die wir unsere Verdauungsenzyme nicht aufspalten können.
00:09:52: Aber sie kommen in Takt noch im Diktamen an und die Diktambakterien freuen sich unter Umständen diese zu fermentieren.
00:10:01: Und im Rahmen dieses Fermentationsprozesses werden kurz kettige Fettsäuren gebildet.
00:10:06: Unter anderem oder insbesondere Buttyerat.
00:10:09: Dazu haben wir gesprochen – die Buttersäure!
00:10:11: Und die Anwesenheit vom Buttersäure hat letztendlich als Treibstoff für die Darmzellen eine gewisse Funktion, aber auch zur Regulation für das Immunsystem.
00:10:20: Das ist ein indirekter Effekt!
00:10:22: Der ist bei den wasserlöslichen Ballaststoffen nicht so hoch wie bei anderen, nicht-wasserlösischen Ballaststoffen.
00:10:30: Es kommt immer ein bisschen darauf an aber es gibt hier durchaus einen näherenden Effekt quasi eine Fermitationsgrundlage für die Bakterien im Diktator.
00:10:37: So und Matthias last but not least das Thema Immunsystem.
00:10:42: ja also bisher haben wir verstanden es gibt da relativ klare funktionelle Auswirkungen die auch relativ logisch sagen man nachvollziehbar klingen.
00:10:52: Das Thema Immunsystem ist nun doch komplexer und größer.
00:10:55: Auch da soll better Glucan tatsächlich positiv wirken können, wie müssen wir uns das vorstellen?
00:11:00: Wie wirkt dieses Molekül oder wie wirkt dieser Stoff auf unser Immun-System?
00:11:06: Und hier ist eigentlich so ein bisschen der entscheidende Punkt, dass was vorher chemisch-physikalisch als Wasserlössiger Ballaststoff relativ viel Sinn macht und chemisch wie gesagt in dem Umwandlungsprozess im Fermentationsprozess das sehr naheliegend ist.
00:11:19: Was wir bei auch anderen Ballaststoffen haben, haben wir insbesondere bei den Betaglykanen dieses Thema.
00:11:23: ja das stimuliert nochmal anders des Immunsystems es moduliert das Immun System.
00:11:28: Der Hintergrund ist das was ich eingangs eben gesagt habe Beterklokan-Familie, also unterschiedliche Beter klokanzstrukturen.
00:11:35: Und hier kommt jetzt genau dieser Aspekt mit dazu, dass nicht jede Beter Klokanz struktur auch das Immunsystem moduliert.
00:11:43: Hier kommen jetzt quasi die Strukturen, die Beter krokanz strukturen ,die wir typischerweise in Pilzen oder in Hefen finden können.
00:11:51: Also diese dreidimensionale Teilstruktur.
00:11:54: Und jetzt passiert etwas anderes, nämlich eine Interaktion mit unserem Immunsystem.
00:12:00: Wie kann das stattfinden?
00:12:01: Ist jetzt natürlich logischerweise eine Frage.
00:12:03: aber wer sich daran erinnert der Darm die Darmbarriere besteht erst mal aus Darmzellen und direkt dahinter im lymphatischen Gewebe des Darms liegen ein Großteil der Immunzellen die auch erstmal physiologisch vorhanden sind.
00:12:17: wenn wir etwas essen dann untersucht quasi das Immun System diese Strukturen.
00:12:23: dafür hat es verschiedene Rezeptoren, also Bindungstellen und diese Nachweisbindungsstellen von verschiedenen Strukturen.
00:12:33: Stocken eben auch diese Betterklokan-Strukturen an und zwar die dreidimensionalen Teilstrukturen, die dann nicht mit einem spezifischen Betterklokanrezeptor interagieren aber mit Rezeptoren auf unterschiedlichen Immunzellen sind.
00:12:45: Auf Makrophagen, auf dentritischen Zellen, auf Neutophilenkranolozyten.
00:12:50: Was sagen uns diese Immunzellen?
00:12:52: Es geht um das angebrochene Immunsystem sehr gerne beworben, dass diese betterklikaren Strukturen so eine Art Immunbooster sind.
00:13:01: Die schützen dich vor Erkältungen und vor häufigen Infekten.
00:13:06: Was es tut ist ... Und so kann man das auch verstehen und auch verstehen, warum es evolutionär so ist.
00:13:12: Naja, das Immunsystem will immer Strukture überprüfen und sich darauf vorbereiten und entscheiden.
00:13:17: muss ich hier jetzt überschießend reagieren oder eben nicht?
00:13:20: Es ist wie eine Art für das Immunsystem.
00:13:23: Aber es ist nicht ein Immunbooster, so sollte man das nicht einteilen.
00:13:27: Es dockt an den Rezeptoren des angeborenen Immun-Systems an und reguliert oder interagiert quasi mit einer Immunantwort die jetzt nicht zu einer überschießenden Entzündung führt aber quasi dass im Unsystem ein bisschen besser darauf vorbereitet.
00:13:41: Und daran anschließend kommt logischerweise die Frage, dass man sagt ja funktioniert das dann auch?
00:13:47: Oder ist das nur wieder eine der mechanistischen Geschichten, die so erzählt werden.
00:13:52: Ja oder
00:13:52: ein Werbeversprechen?
00:13:53: wie generkt das Immunsystem?
00:13:55: Den Spruch kennen wir alle und da um da
00:13:58: die Einteilung noch mal da wo wir einen Impact haben auch nachgewiesen.
00:14:02: auch große RCTs haben also große klinische Studien randomisierte Studien mit Blick auf Cholesterinstoffwechsel beziehungsweise Blutzuckerregulation.
00:14:13: Sättigung haben wir auch Studien mit Blick auf Beta-Klykane aus Hefen und Pilzen.
00:14:21: Und der Frage, wie entwickelt sich das an den oberen Atemwegen?
00:14:25: Da gibt es auch Übersichtsarbeiten in der Metaanalyse zu dem Thema, wo quasi gesunde ... Personen Beterklokan bekommen haben und Placebo bekommen haben.
00:14:34: Und ja, was zeigt diese Metaanalyse?
00:14:37: Eine geringere Inzidenz von oberen Atemwegerkrankungen, weniger Infektionsepisoden und eine etwas kürzere Erkrankungsdauer ...
00:14:46: Aber
00:14:46: auch hier weisen die Autoren dieser Meta-Analyse darauf hin.
00:14:49: Die Daten sind schon immer noch heterogen, also das ist nicht so dass man eins sagen kann nimm das einmal ein und dann hast du keine Atemweginfekte mehr.
00:14:59: und natürlich im Moment auch noch begrenzte Anzahl der Studien.
00:15:01: und hier auch der Hinweis diesen Effekt auf das Immunsystem.
00:15:04: dafür gibt es für diese Beta-Klokane keinen Healthclaim den man typischerweise verwendet.
00:15:10: So, das klingt aber alles im Gesamtpaket muss ich sagen.
00:15:12: Auch mit dem wissenschaftlichen Background den du uns hier präsentierst schon nach einem ultraspannenden Stoff.
00:15:18: und ich sag mal neben all den Nahrungsergänzungsmitteln über die wir auch schon berechtigterweise gesprochen haben, die alle ihre Wirkung oder ihren Sinn haben oder eben ihre Unterstützung liefern.
00:15:29: Warum ist Beta-Glucan noch nicht unter den Topf fünf der beliebtesten Nahrungsergänzungen?
00:15:36: Warum hat es da seinen Platz noch nicht gefunden?
00:15:38: Woran liegt das?
00:15:39: Ich glaube schon, dass es auch über die Jahre hinweg durchaus eine Rolle spielt.
00:15:43: Das Thema ist das viele mit Blick auf... ich muss etwas für meinen Blutzucker- Insulinstoffwechsel tun, schon häufiger gehört haben ... is mehr Hafer!
00:15:54: Also das haben die ein oder anderen sicherlich schon mal irgendwie im Hinterkopf Und der Hintergedanke dabei ist vor allen Dingen das Beterklickarm.
00:16:00: Nicht der Hafer selbst alleine, ist dann für sich der Halsbringer sondern natürlich dieser wasserlösliche Ballaststoff.
00:16:09: so muss man es ehrlicherweise eher mit einordnen.
00:16:12: Und ich verstehe total, dass du sagst ... Das ist doch wunderbar.
00:16:16: Das müsste doch eigentlich jeder verwenden.
00:16:19: und ich würde relativ klar sagen ja wir sollten alle mehr Ballaststoffe und Faserstoffe zu uns nehmen.
00:16:25: das ist unser Hauptproblem in der westlichen Ernährung.
00:16:29: nicht das zu viel von vielleicht so viel Energie in der Nahrung gar keine Frage.
00:16:33: und Thema Gewichtsmanagement aber das was im Regelfall fehlt.
00:16:38: sollte die Darmsituation nicht irgendwie mit Feebesiedelungen, SIBO, wo wir zugesprochen haben.
00:16:45: Auch Reizdarmproblematiken beschäftigt sein.
00:16:47: Dann kann ein normaler Verdauungstrakt quasi nur profitieren mehr und mehr Phaserstoffe aus unterschiedlichen Quellen zu konsumieren.
00:16:54: Und für mich gehört bitter Glück Hahn da auch auf jeden Fall mit hinzu ob man das jetzt direkt aus Hafer macht oder extrahiert verwendet.
00:17:01: Und mit Blick auf das Immunsystem und eben die Pilze- oder Hefestrukturen, die es durchaus gibt – also bei den Pilzen ist vor allen Dingen so etwas wie Löwenmähne -, da geht's natürlich auch noch um andere Strukturen ,die jetzt noch mit diskutiert werden, auch mit Blickauf des zentrale Nervensystems Machen wir vielleicht noch mal separat.
00:17:20: Aber auch Beta-Glucane sind drin, die quasi das Immunsystem trainieren sollten.
00:17:24: Da ist die Dosierung nicht so hoch und bezieht sich auch nicht nur auf den Konsum von Pilzen und Hefen.
00:17:31: Aber keine Frage eine vielfältige Ernährung hätte es natürlich im Idealvermittler bei.
00:17:35: Lass uns das konkret machen.
00:17:36: Matthias gibt uns ein paar Zahlen.
00:17:38: Nehmen wir mal hundert Gramm Haferflocken.
00:17:40: wie viele Betaglucan ist da wirklich drin?
00:17:43: Genau in hundert Gramm Haferflocken sind ungefähr, je nachdem wie es hergestellt ist zwischen drei bis fünf Gramm Beterklokane enthalten.
00:17:50: Und dementsprechend muss natürlich auch eine gewisse Menge an Hafer Flocken dementsprechend konsumiert
00:17:56: werden.".
00:17:57: Das heißt wenn wir mal ganz konkret dabei bleiben und sagen okay ich packe Hafer-Flocken auf meinen Speiseplan Hundert Gramm jeden Tag, das ist eine ordentliche Portion.
00:18:06: Brauche ich die wirklich jeden Tag zum Frühstück oder reicht es, wenn ich das zwei-, dreimal die Woche mache?
00:18:12: Gib uns ne kurze Einordnung!
00:18:13: Wie würdest du das aufziehen?
00:18:15: Also für die notwendige Beta-Klucanmenge da wo wir quasi einen Effekt in Verbindung auf Kohlesterinsstoffwechsel, Sättigung und auch Klucozynsulinstoffwechsel haben bezieht sich das eher auf drei Gramm pro Tag.
00:18:31: Und je nachdem, welche Herstellung man hat – also die auf den Haferflocken ist nicht unbedingt die Beterklokadenmenge per hundert Gramm explizit mit angegeben – müsste ich quasi jeden Tag hundert Gramm Hafer Flocken zu mir nehmen was durchaus möglich ist.
00:18:45: aber hier würde ich eben wie gesagt darauf achten dass man auch drauf achtet, dass Hafer-Flocken zwar glutenfrei sind und in der Verträglichkeit für viele auch völlig in Ordnung und gut.
00:18:56: Aber das darf man an der Stelle nicht vergessen, in Kombination reine Haferflocken beispielsweise auch mit Hafermilch bei den ein oder anderen eher noch mehr Blutzuckerspitzen mit erzeugen könnten.
00:19:08: Und rein theoretisch brauche ich es quasi jeden Tag.
00:19:10: Es ist aber wie gesagt auch möglich Betaglucan separat zu substituieren und quasi diesen Effekt der Betteklokane mit dabei zu haben.
00:19:18: So,
00:19:18: also man kann es als Supplement zu sich nehmen oder eben versuchen.
00:19:21: über die Ernährung Hafer-Haferflocken haben wir gelernt ist eine gute Quelle dafür.
00:19:25: was gibt's noch?
00:19:26: Haferkleie gibts noch Gerste gibt es noch.
00:19:29: auch das kann man natürlich probieren ob man das irgendwie in den Speiseplan mit integrieren kann.
00:19:34: Matthias abschließend nochmal natürlich auch der Hinweis Es gibt ja viele Haferflockenprodukte auch im Supermarkt und ich weiß, bei unseren Kindern sehr beliebt vor allem wenn da noch irgendwie Schokolade drin ist mit Chocoflakes und Schokoflocken und Knusper und Zimt.
00:19:50: Gut!
00:19:50: Ich wollte es nur einmal gesagt haben Leute da müsst ihr natürlich gucken dass sie nicht so eine super süße Packung euch schnappt sondern wenn wir von Hafer Flocken sprechen sprechen wir natürlich vom Naturprodukt und im besten Fall von einer sehr reinen Form der Hafer-Flocken.
00:20:02: Matthias, was nehmen wir mit aus dieser Folge?
00:20:04: Also Beta-Glucan.
00:20:06: Das haben wir verstanden ist nicht gleich beta-glucan.
00:20:08: die Struktur, die Herkunft entscheidet darüber wie gut dieser Stoff in unserem Körper überhaupt verarbeitet werden kann.
00:20:16: Beta Glucane aus Hafer und Gerste wirken vor allem als lösliche Ballaststoffe im Verdauungstrakt.
00:20:21: Sie können also die Aufnahme von Nährstoffen positiv beeinflussen, sie können den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit abflachen und sie können dazu beitragen unseren Cholesterinspiegel zu senken.
00:20:33: Beta-Glucane aus Hefe oder Pilzen haben eine andere Struktur das habe ich mir ebenfalls hin notiert und sie werden deshalb vor allem im Zusammenhang mit dem angeborenen Immunsystem untersucht und stehen da sehr stark im Fokus der Wissenschaft.
00:20:46: Die entscheidende Erkenntnis ist also nicht, dass Beta-Glucan ein einziger Superstoff für alles ist sondern das wir sehr genau hinschauen müssen welche Form gemeint ist aus welcher Quelle sie stammt und welche Wirkung am Ende wissenschaftlich wirklich relevant und belegt ist.
00:21:02: Matthias vielen Dank für die Einordnung hat wieder großen Spaß gemacht und Leute wenn ihr Fragen habt zu Beta Glucan vielleicht ernährt ihr euch auch sehr Betaglucanreich und habt da Erfahrungen, die ihr mal teilen wollt?
00:21:13: Schreibt's gerne mal bei Spotify direkt unter diese Folge in die Kommentare.
00:21:17: Jetzt am Donnerstag gibt es die nächste Hauptfolge hier bei den Health Nerds.
00:21:21: Bis dahin, bleibt neugierig und bleibt
00:21:36: gesund!
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