Nootropika: Können wir unser Gehirn wirklich boosten?

Shownotes

„Nootropika machen unser Gehirn nicht automatisch besser. Entscheidend ist, welcher biologische Engpass die Leistung gerade begrenzt.“ Genau deshalb lässt sich die Wirkung sogenannter Brain Booster nicht auf ein simples Mehr an Konzentration oder Denkleistung reduzieren. Koffein kann Müdigkeitssignale dämpfen, Kreatin die schnelle Energiebereitstellung unterstützen, Pflanzenstoffe auf Stresssysteme wirken und Phospholipide oder Omega-3-Fettsäuren liefern Bausteine für Nervenzellen. Doch diese Mechanismen greifen an völlig unterschiedlichen Stellen an.

In dieser Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, welche Nootropika bei gesunden Menschen wissenschaftlich interessant sind und warum der Ausgangszustand so entscheidend ist. Ein ausgeschlafenes, gut versorgtes Gehirn arbeitet häufig bereits nahe an seinem individuellen Optimum. Größere Effekte zeigen sich eher dann, wenn Schlafmangel, Stress, eingeschränkte Energieversorgung oder Nährstoffdefizite die Leistungsfähigkeit begrenzen.

Felix und Matthias sprechen über Koffein, L-Theanin, Kreatin, Rhodiola, Phosphatidylserin und weitere Substanzen, aber auch über die Grenze zum Neuroenhancement. Verschreibungspflichtige Medikamente wie Methylphenidat werden teilweise zweckentfremdet eingesetzt, um Wachheit und Aufmerksamkeit zu steigern. Das kann jedoch biologische Defizite überdecken, statt sie zu beheben, und mit Schlafstörungen, innerer Unruhe, Herz-Kreislauf-Effekten oder Abhängigkeitspotenzial einhergehen.

Am Ende bleibt die wirksamste Strategie erstaunlich unspektakulär: ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, gute Stoffwechselgesundheit und eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie und Mikronährstoffen. Bewegung fördert Durchblutung und Neuroplastizität, Schlaf stabilisiert Gedächtnis und Regeneration, und ein flexibler Stoffwechsel versorgt das Gehirn auch unter Belastung zuverlässig mit Energie. Nootropika können unterstützen. Sie ersetzen aber nicht die biologischen Grundlagen, auf denen kognitive Leistungsfähigkeit überhaupt entsteht.

HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: In Wahrheit komme ich nicht mehr annähernd an das heran, was

00:00:04: mein

00:00:04: Gehirn eigentlich leisten könnte.

00:00:06: Wenn ich auf dieser anderen Parameter insbesondere schlafe aber eben auch Bewegungsstoffwechselgesundheit wirklich achten würde.

00:00:12: Creatine ist eine Art Energieträger der mir schnellstmögliche Energie bereitstellen

00:00:17: kann.

00:00:18: Ich

00:00:18: kann diese Müdigkeit und der Schöpfung nicht überspielen egal welches Neutropikum oder welche andere Substanz sich versuchen möchte mit einzusetzen.

00:00:31: Mensch einfach erklärt mit Felix Möse und Matthias Baum.

00:00:39: Leute, volle Konzentration jetzt!

00:00:41: Denn genau darum geht's sich besser konzentrieren schneller denken mehr erinnern unter Stress leistungsfähig bleiben Genau das versprechen sogenannte Notropika.

00:00:54: Das sind Substanzen die unsere kognitiven Fähigkeiten beeinflussen sollen Und die Spannweite ist riesig.

00:01:01: Also dazu werden ganz alltägliche Stoffe gezählt wie Koffein, aber auch Aminosäuren, Pflanzenextrakte, Phospholipide, Kreatin und auch verschreibungspflichtige Medikamente.

00:01:13: Manche wirken direkt auf Neurotransmitter in unserem Kopf, in unserem Gehirn andere auf die Energieversorgung unserer Nervenzellen oder auf unsere Stressreaktion.

00:01:23: Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur was wirkt sondern Bei wem, unter welchen Bedingungen und vor allem wie groß ist der messbare Effekt wirklich?

00:01:33: Darüber wollen wir sprechen.

00:01:34: In dieser Folge mit unserem Gesundheitswissenschaftler und Health Nerd Matthias Baumister.

00:01:39: Herzlich willkommen Mathias!

00:01:40: Hallo

00:01:40: Felix ich freue mich dabei zu sein und bin hochkonzentriert.

00:01:43: Ja ich wollte gerade sagen hast du irgendwelche Nutropika heute schon reingeworfen?

00:01:47: Ich

00:01:47: habe eine Nutropiker heute schon rein geworfen.

00:01:49: das ist richtig.

00:01:50: in dem Falle geht es bei mir um das Thema Koffeinorte.

00:01:53: So hier auch grade vor mir ein Tessinkaffee Also direkt rein damit.

00:01:58: Jetzt ist die Frage, der Hype ist relativ groß.

00:02:01: also das Thema begegnet mir seit einiger Zeit.

00:02:03: bei Instagram und auch bei LinkedIn habe ich darüber gelesen.

00:02:07: Es gibt Leute die schwören wirklich drauf.

00:02:09: Notropika ist so einen riesen Stichwort auch für viele geworden.

00:02:12: Leistungsfähigkeit Konzentration unser Gehirn Boosten ja sowas liest man häufig So.

00:02:18: jetzt wollen wir mal gucken was es genau funktioniert?

00:02:20: Das sind vor allem wie stark sind die Effekte wirklich?

00:02:23: und auch dass finde ich spannend.

00:02:24: kann ein gesundenes, normal funktionierendes Gehirn tatsächlich überhaupt geboostet werden.

00:02:29: Also funktioniert das wie ein Computerprozessor die man übertaktet?

00:02:33: Kennt man manchmal so Overboost?

00:02:36: Das wollen wir uns mal anschauen.

00:02:37: also lass uns mal ganz vorne anfangen was macht eine Substanz überhaupt zu einem Notropikum?

00:02:43: Genau vielleicht in der Begriffstefinition ist es nicht einheitlich definiert was wir dann unter Notropika also die Mehrzahl verstehen.

00:02:51: aber Grundsätzlich, wenn man in der Recherche einmal so durchgeht sind es Substanzen die bestimmte geistige Funktionen verbessern sollen.

00:02:59: Einige Elemente hattest du gerade schon erwähnt oder ich hab's auch gerade angedeutet kennen wir haben wir hier schon separat drüber gesprochen.

00:03:06: Wir fassen das heute nochmal zusammen.

00:03:07: sowas wie Koffeein beispielsweise Oder eben auch verschiedene Pflanzenextrakte kreatien gehört mit dazu und Medikamente Die eher auch in der Therapie bei ADHS mit eingesetzt werden.

00:03:20: Das Ganze wird dann immer unter dem Motto so kognitionsfördernd, mit eingestuft.

00:03:26: Aufmerksamkeitsverbesserung, Gedächtnisverbesserungen, Reaktionsgeschwindigkeit und all das hat an einigen Stellen durchaus einen Ansatzpunkt.

00:03:34: auch wir haben hier nicht nur über Koffein, aber auch über LT-Amin beispielsweise schon gesprochen Und da gibt es durchaus Effekte.

00:03:42: Aber es gibt eben nicht eine einheitliche Funktionsweise, wo man sagt okay das schmeiß ich rein und dann dreht mein Gehirn mal richtig auf.

00:03:53: oder diese Aussage die man auch kennt wir nutzen nur einen Bruchteil eigentlich unterer Leistungsfähigkeit des Gehirns was so natürlich überhaupt nicht stimmt.

00:04:00: Die Gehirneleistung einfach nur zu vergrößern das macht wenig Sinn.

00:04:04: von daher muss man ein bisschen im Detail reinschauen.

00:04:07: Was sind die einzelnen biologischen Stellschrauben an denen nur Tropiker eben wirken können?

00:04:13: Gleich mal vorne weggefragt, Matthias.

00:04:15: Um so ein bisschen die Erwartungshaltung hier einzuschätzen.

00:04:17: Funktioniert das denn generell?

00:04:19: Also von diesem Boost über den da gesprochen wird... Du nimmst etwas, also über Koffein haben wir schon gesprochen, Tianine haben wir auch gesprochen.

00:04:26: Auch da hast du ja relativ gut eingeschätzt oder gut eingegrenzt dass der Effekt vielleicht in dem Moment zwar irgendwie gefühlt auch da ist aber das ja natürlich auch häufig auch im Marketing in der Werbung überzeichnet wird und natürlich das Gefühl vermittelt wird, ich trinke eine Dose XY oder trinkene Tasse Kaffee.

00:04:46: Und danach kann ich zwei Stunden ist mein Gehirn voll fokussiert auf alles was ich zu tun habe.

00:04:52: Wie ist overall der Effekt dieser Nutropika?

00:04:56: Das macht es eben schon so schwierig weil du's nicht Einheitlich kategorisieren kannst.

00:05:00: Also es ist nicht der eine Mechanismus, der angestoßen wird um deine Gehirnlassungsfähigkeit hochzufahren sondern es sind verschiedene Stellschrauben an denen die Substanzen Angreifen entweder als Baustoff für neue Substanze also beispielsweise für Botenstoffe im Gehirnen oder einen ähnlichen Rezeptoren wirken.

00:05:19: oder bei Koffein beispielsweise haben wir besprochen, dass es eben nicht darum geht das man wirklich wacher ist in dem Sinne sondern die Erschöpfung und Müdigkeit die biochemisch in unseren Zellen eigentlich vor allen Dingen im Gehirn registriert wird.

00:05:34: Die wird gehemmt!

00:05:35: Das hat dann noch eigentlich gar keinen Effekt darauf, dass wir dann wirklich wacher sind.

00:05:39: natürlich funktioniert das für den Moment und das macht die andere Ebene aus das heißt was für die eine Person gut funktionieren kann.

00:05:47: Also nehmen wir, gehen wir auch gerne in die Pharmakologie rein.

00:05:50: In die Medikamente rein mit Thylphenidat als Medikament bei ADHS hat eine Wirkung an Dopaminrezeptoren.

00:05:57: beispielsweise lässt letztendlich im post-synaptischen Spalt länger Dopamin wirken was beim Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit und Konzentrationsthemen durchaus vielleicht sein kann.

00:06:11: aber bei einem anderen Funktionsfähige Gehirn Das tut es bei ADRS auch nur ein bisschen anders.

00:06:17: Hat das vielleicht gar nicht genau diese Wirkung, wie wir uns das so vorstellen?

00:06:20: Okay also ist es nicht ein allgemeines Ding und wir müssen uns wirklich lösen von diesem Verständnis.

00:06:26: wie beim Computer man gibt mehr Energie rein, man übertaktet ihn und plötzlich läuft das Gehirn irgendwie auf hundertzehn Prozent Leistung.

00:06:32: So funktioniert's also nicht.

00:06:33: Dann lass uns doch mal schauen Bei welchen Neutropika gibt es bei gesunden Gehirnen die beste wissenschaftliche Evidenz?

00:06:44: Welche Nutropika haben tatsächlich einen messbar nachweisbaren Effekt?

00:06:50: Dann gehen wir gerne die Sachen durch, die wir schon mal mitbesprochen haben.

00:06:55: Aber um der Vollständigkeitshalber das zu beschreiben, Koffein gehört auf jeden Fall auch mit einer klaren Evidenz dazu.

00:07:01: Da hatten wir gesagt es ist die Blockade der adenosinen Rezeptoren, Müdigkeit nimmt ab.

00:07:06: ich habe eine kurzzeitige Verbesserung des Gefühl von Wachheit Aufmerksamkeit und auch Reaktionszeit die sich verändern kann.

00:07:13: Aber ich kann das nicht bis ins Unermessliche hinaustreiben sollen, wenn ich Koffein was für die ein oder anderen je nach Stressachsenaktivität auch überschießen werden kann gerade Menschen, die da sehr sensibel drauf reagieren ist es nicht gut geeignet.

00:07:27: aber was sich auch zeigt die Kombination aus Koffeein und L-Thernin Das heißt, wir haben mehr das Thema der Wachheit und der Problemlösungsbereitschaft in einem bestimmten abgegrenzten Bereich im Kontext der Einnahmen.

00:07:39: Koffein plus Heldtianin hatten wir an dieser Stelle schon mit besprochen.

00:07:43: Das ist Wirkung im zentralen Nervensystem?

00:07:47: Dann kann man – und das auch wird nach wie vor immer mehr und besser untersucht – das Thema Creatine.

00:07:54: was viele im sportlichen Kontext verorten ist ein superspannender Effekt auch wahrscheinlich zu erwarten auf das Gehirn und die Gehirnenfunktion.

00:08:05: Jetzt werden einige sagen, warum?

00:08:06: Das macht doch irgendwie die Muskeln größer und stärker.

00:08:09: Wir haben auch das schon mal angesprochen.

00:08:11: Kreatin ist kein ... der Wachstumsfaktor für die Muskulatur, sondern Kreatin ist eine Art Energieträger, der mir schnellstmögliche Energie bereitstellen kann.

00:08:23: In dem Kreatinen gebunden es an Phosphat und so eine Phosphatkruppe schnell wieder ein verbrauchtes Energiepaket übertragen werden kann, dann habe ich mehr Energie.

00:08:31: Und das Ganze findet eben nicht nur im Muskelstadt, sondern auch im Gehirn.

00:08:36: Da gibt es durchaus mit dem Blick auf einzelne Gedächtnisparameter, aber auch kognitive Leistungsfähigkeit und Belastung zu verschiedenen Krankheitsbildern wie Depressionen.

00:08:45: Durchaus spannende Daten und Untersuchungen.

00:08:47: Das gehört auf jeden Fall auch dazu.

00:08:49: Sondern haben wir mit Blick auf verschiedene pflanzliche Substanzen ... Da haben wir schon mal über Ashwagandha gesprochen, mit Blick Auf Stressformonregulation, Rhodiola-, Rosea-interessante Wirkspektrin, weil sie eben auch stressregulierend und einen Effekt auf das Thema der Wachheit und Energiebereitstellung mit dabei haben.

00:09:11: Aber hier noch mal zu erwähnen, nur weil das in einer bestimmten Gruppe von Menschen mit einem vielleicht dysregulierten Stresssystem einigermaßen gut nachgewiesen ist – ich sage bewusst einigermaßen – aber da wo es eben funktioniert heißt nicht dass jeder losrennen sollte und sich irgendetwas davon unmittelbar reinschmeißen sollte.

00:09:32: So dann gibt es für mich eine andere Gruppe Und da zählen ganz viele Mikronährstoffe mit dazu, die quasi Nahrung für das Gehirn sind.

00:09:40: Baustoffe für das gehirn sind auch.

00:09:42: dazu haben wir in Teilen schon gesprochen.

00:09:44: Phospholipide, Phosphatidilserien haben wir einen eigenen Diebdäufel noch mal zugemacht.

00:09:50: Omega-Dreifhetsoren hat natürlich niemals einen boostenden Effekt im klassischen Sinne Aber es sind natürlich die Baustoffe, die ich brauche, damit Neuronen sich besser verschalten können.

00:10:01: Synapsen sich neu ausbilden können, dass die Zellmembranen überhaupt gebildet werden können und Rezeptoren eingebaut werden können.

00:10:07: Das ist eher so auf die längerfristige Distanz

00:10:09: betrachtet.".

00:10:11: Heißt das wenn ich's richtig verstehe?

00:10:12: Je gesünder je besser ein Gehirn bereits schon läuft umso geringer ist der Effekt den diese Notropika haben, kann man das so zusammenfassen?

00:10:23: Und

00:10:23: so würde ich ... Ich finde den Gedankengang sehr gut.

00:10:26: Weil wir immer diese Vorstellung haben, na ja jetzt ist es gerade sehr anstrengend, ich schlafe wenig, ich bin an sich vielleicht aufgrund von beruflichen Situationen oder auch körperlichem Beantwortung sehr gestresst und nehme dann irgendetwas.

00:10:42: Ja in diesen Phasen Gerade unter hohen Belastungen kann das einen Wirk-Effekt haben.

00:10:48: Aber ein ausgeschlafenes und gut versorgtes Gehirn arbeitet häufig bereits an seinem individuellen Optimum, dann bleibt wenig zusätzlicher Spielraum.

00:10:58: also ich würde mich etwas davon verabschieden dieser Idee wir entfalten ein Potenzial des Gehirns was wir alle noch nicht entdeckt haben.

00:11:06: jeder hat eine unterschiedliche und individuelle Leistungsfähigkeit.

00:11:10: unterstützend in bestimmten Phasen etwas zu verwenden, gerade so im Bereich der Ernährung oder Mikronährstoffe ist durchaus sinnvoll und denkbar.

00:11:19: Jetzt aber auf Medikamente umzusteigen wäre noch mal ein anderer Faktor was dann auch nicht unbedingt hilfreich sein kann.

00:11:25: Und das heißt ich muss die Ausgangssituation der jeweiligen Personen mit berücksichtigen.

00:11:30: ausgeschlafen und dann oben drauf noch etwas genommen wird wahrscheinlich also gerade wenn wir über Müdigkeitshemmung sprechen wahrscheinlich gar keinen großen Effekt haben.

00:11:40: Der Experte nennt diese Form der Beeinflussung des Gehirns Neuroenhancement.

00:11:46: Ja, das ist so der Begriff natürlich aus dem amerikanischen.

00:11:49: Wo würdest du sagen wo beginnt Neuro enhancement problematisch zu werden?

00:11:54: Also wann is es an einer Grenze?

00:11:56: Ich meine am Ende wir reden hier über unser Gehirn.

00:11:58: ja also es ist jetzt nicht irgendwie dass wir mal eine andere Creme ausprobieren oder überlegen wie wir irgendwie unsere Haut entfalten können sondern wir greifen ja wenn auch wie wir jetzt von dir gelernt haben nicht so stark und effektiv, wie man sich das vielleicht im Marketing vorstellt.

00:12:13: Aber wir greifen ja trotzdem irgendwie in die Prozesse in unserem Körper, in unseren Gehirn ein.

00:12:18: Was davon kann kritisch werden?

00:12:21: Na ja, kritisch würde ich ... Das werden mir wahrscheinlich die meisten zustimmen auch wenn es einige für sich persönlich anders sehen.

00:12:28: Finde ich es schwierig oder problematisch wirklich dann, wenn das Thema jetzt ... Nennen wir's mal eher das Thema Wachhalt Konzentrationsfähigkeit, verwechselt wird mit Leistungsfähigkeit und ein biologisches Defizit dauerhaft versucht wird zu überdecken.

00:12:46: Und was ich mehr und mehr feststelle des Menschen dann eben gerne auch Medikamente mit einsetzen, Zweckentfremden dafür wo sie nicht für gemacht sind.

00:12:56: Methylfinidad ist das klassische Beispiel was gerne als ADHS-Medikation mit eingesetzt wird.

00:13:02: Und noch mal bei ADRS haben wir die Hyperaktivität, die Aufmerksamkeitsdefizit.

00:13:09: Das was quasi schon in diesem Syndrom mit drinsteckt und wer hat darüber gesprochen das verschiedene Hirnareale also so ein Ruhemodus des Gehirns und Aktivitätsfokus dass dieses Thema nicht gut abschalten können das Gehirn auf den Dopaminstoffwechsel anders reagiert.

00:13:25: und naja und jetzt kommt eigentlich der spannende Punkt in einem heutigen Alltag nicht unbedingt ADRS haben, aber ADRS-ähnliche Symptome.

00:13:35: Und das sollte man auch unbedingt berücksichtigen, aber ein Teil davon sehr wahrscheinlich und es gibt immer mehr neue Daten durch die Nutzung von sozialen Medien quasi dazu führt.

00:13:44: Das heißt unser dopaminergesystem, unser Belohnungssystem des Reward System stumpft ab!

00:13:51: Es funktioniert gar nicht richtig gut.

00:13:52: Das hat noch keine strukturelle Veränderung und auch keine genetische Komponente, sondern wir verändern unseren Alltag.

00:13:59: Und jetzt merke ich in meinem beruflichen privaten Umfeld, ich kann mich nicht gut konzentrieren und wirklich motivieren auch nicht all die Dinge funktionieren nicht so gut?

00:14:09: Und jetzt fangen einige vielleicht an darüber nachzudenken, damit das besser funktioniert, dann nehme ich doch vielleicht so ein Medikament.

00:14:17: Wie auch immer man daran kommt, da will ich gar nicht im Genauen drüber sprechen was es aber macht ist spannend.

00:14:22: Ich hatte es schon erwähnt, das hemmt quasi Dopaminrezeptoren.

00:14:26: Die für die Wiederaufnahme quasi notwendig sind.

00:14:29: also erhöhe ich simpel gesprochen alle Pharmakologen und Pharmazeuten sollen es mir verzeihen.

00:14:36: Erhöre im Umkehrschluss die Dopaminmenge was bei Menschen mit ADS dazu führt dass sie wirklich fokussiert arbeiten können was bei anderen Menschen nicht unbedingt der Fall sein muss.

00:14:46: Und dann haben wir verschiedene Folgen wie Schlafstörung, innere Unruhe, Ängste oder Überstimulationen, Appetitminderung, Veränderungen der Herzfrequenz des Blutdrucks.

00:14:56: Es wirkt sich vegetativ mit aus und von daher ist das für mich so eine Grenze wo ich die wirklichen Neuro-Enhancement Möglichkeiten, die wir haben auch nicht unbedingt nur in Notropika sehe unter dem Einsatz vom bestimmten Produkten.

00:15:12: Lass uns bei diesem Gedanken kurz bleiben, Matthias.

00:15:14: Denn man muss dann um die Kette weiterzuführen.

00:15:17: wenn nicht also schon anfangen Verschreibungslichtige Medikamente Zweck zu entfremden Dann ist natürlich auch die Frage Spielen Drogen Also Drogen, die wach machen.

00:15:29: Die aufputschen, die uns irgendwie drei Tage durchfeiern lassen ohne Schlaf.

00:15:34: sind das auch nur Tropiker?

00:15:36: Wenn man so will.

00:15:37: also sind es quasi auch ähnliche Substanzen, die unser Gehirn genau auch stimulieren unsere Rezeptoren da beeinflussen oder wie würdest du das kategorisieren?

00:15:45: Also bestimmte Wirkstoffgruppen durchaus, die quasi einen putzenden Effekt haben.

00:15:51: bei Drogen haben wir natürlich im weiteren noch darüber hinaus das Problem dass wir Sucht Zentrum oder unser Gehirn natürlich darauf reagiert.

00:16:00: Das heißt, da wo ich erst einen Neutransmitter-Boost bekommen habe wenn es dann abklingt suche ich unter Umständen sehr zügig danach nach dem nächsten Mittag zu und durchaus setzen viele verschiedene aufputschende Medikamente Amphetamine oder durchaus auch noch andere beeinflussbare Drogen wirklich genau dafür ein um die Situation besser zu überstehen.

00:16:25: Und was man manchen Menschen vielleicht dann auch anmerkt, dass es dann eher so eine überschießende Reaktion eigentlich kommt und da ist die Folge noch mal mehr mit dabei das es dazu führen wird, dass unter Umständen sich etwas wie eine Abhängigkeit mit ausbildet, die viel leicht im sozialen Kontext ganz gut überlagert ist.

00:16:45: Also kennt viele der harten Drogen, die voll auch in der Gesellschaft angekommen sind Das haben viele vielleicht so nicht auf dem Schirm.

00:16:54: Und das wird verwendet und es machen doch irgendwie alle, dann gibt's entweder im privaten Kontext aber durchaus auch für den beruflichen Kontext.

00:17:05: Sie sind Teil des Ganzen und das Ganze wird stabilisiert durch ein soziales Umfeld weil man ist halt beruflich eingespannt wie immer.

00:17:13: Aber natürlich auch noch mal separat mit Kippen.

00:17:17: Ich sehe ja aber auch bei Medikamenten ... wenn wir noch mal diese Drogenschiene an der Stelle etwas verlassen, dass da wo es wirklich um eine ausgeprägte ... sagen wir mal auch.

00:17:28: Es gibt ja nicht nur Methylphenidat, sondern auch andere Medikamente die bei einer ausgeprägten Schlefrigkeit oder sowas wie Narkolepsie ständig quasi Einschlafe eingesetzt werden.

00:17:40: Dass man sie an den Stellen zweckentfremdet.

00:17:43: und jetzt kommt eben genau das, dieses Neuroenhancement gleichsetzen, also leistungsfähiger zu werden.

00:17:50: Wobei es eigentlich vielleicht für viele auch darum geht ich bin schlauer und ich bin schneller und besser.

00:17:55: dabei hemmt das eigentlich im Mechanismus was viele an der stelle vielleicht auch nicht brauchen anstatt eher in ihrer lifestyle situation draufzuschauen dass man in anderen Bereichen Mikronährstoffversorgung, Stoffwechselgesundheit, Bewegung um das schon mal anzudeuten eher noch mit eingeht.

00:18:12: Um gezielt etwas für die Gehirnleistungsfähigkeit den Energiestoffwechsel, die Wachhalt im Gehirne auch wirklich tun zu können statt nur irgendetwas reinzuwerfen.

00:18:21: und ein Medikament, das Müdigkeit unterdrückt, die Motivation erhöhte oder die Aufmerksamkeit verschiebt bedeutet eben noch lange nicht, dass unser Gehirn insgesamt dann wirklich besser arbeitet.

00:18:34: Matthias wir wollen ja auch gleich noch darüber sprechen was wir tatsächlich machen können losgelöst von Notropika um unsere Gehirne Leistung zu verbessern oder um da irgendwie resilienter anpassungsfähiger zu werden.

00:18:46: Lass uns vorher mal kurz bleiben beim Thema Auswirkungen auf unseren Körper.

00:18:51: also jeder der schonmal zu viel Kaffee zum Beispiel getrunken hat Der wird das schon mal erlebt haben.

00:18:58: Man kriegt Herzrasen, man kann teilweise wirklich dann stundenlang überhaupt nicht zur Ruhe kommen oder einschlafen.

00:19:04: Ich erinnere mich als ich sehr jung war und diese Energydrinks so neu rauskam, war ich mir auf einer Party eingeladen und da gab es eine ganze Kühltruhe voll mit diesen Energydrink.

00:19:16: Und an dem Abend ... Kannst du dir nicht mehr genau sagen?

00:19:18: Aber vielleicht zehn, zwölf Dosen getrunken!

00:19:20: Und ich weiß, ich bin nach Hause gekommen Und ich hatte so gefühlt, mein Herz hat gerast.

00:19:25: Ich habe das erste Mal gemerkt, dass etwas Äußeres, was ich gegessen oder getrunken habe Einfluss wirklich spürbar auf meinen Körper hat.

00:19:34: Also ich hatte Schweißausbrüche, meine Oberarme und Unterarme haben so gezittert Das war... also ich hatte das Gefühl aus meinen Poren sehe ich wie der Schweiß rauskommt Ja?

00:19:43: Also ich war wirklich so koffein overloaded So!

00:19:47: Und das ist schon natürlich ein Punkt wo man sagen muss okay Der Einfluchs aufs Gehirn ist das eine Aber wenn ich zu viel von diesen Stoffen vielleicht zu mir nehme, hat es natürlich auch einen Fluss auf den Rest des Körpers.

00:19:58: Also natürlich auch auf Herz-Kreislaufsysteme, auf Schlaf und ja andere Dinge die unseren Körper natürlich irgendwie beeinflussen können.

00:20:07: oder wie schätzt du das ein?

00:20:09: Ja definitiv!

00:20:10: Also Coffin ist natürlich so ein gängiges Beispiel weil es viele würden sie auch benennen eine Droge auch komplett angekommen ist und mit dazugehört, aber es sind eben bioaktive Stoffe die schon eine Wirkung mit erzielen.

00:20:27: Manchmal vielleicht nicht die Wirkung die man sich so erhofft hat.

00:20:31: also Das Thema Wachheit gerade so am Morgen.

00:20:34: Bei vielen ist es so sehr in der Routine drin, dass wahrscheinlich die Wirk-Eigenschaft des Koffeins geringer ist als das, was einfach die Routine ausmacht, dass man dann nicht startet erst mal mit einem Kaffee in den Tag und ein zu viel.

00:20:44: eine Überdossierung gehört bei allen Substanzen logischerweise auch mit hinzu.

00:20:50: immer dann wenn wir natürlich eingreifen wollen entweder regulieren nochmal auf dem Neurotransmitterhaushalt Hemmend für verschiedene Rezeptoren, bessere Beeinflussung oder auch Baustoff liefern wollen.

00:21:02: Für neue Neurotransmitter, wenn man diesen Gedanken noch mal mit verfolgt.

00:21:07: Also verschiedene Aminosäuren, Thürosin beispielsweise wichtig für den Dopaminstoffwechsel aber eben auch die Bildung von Noa-Adrenalin und nur viel von etwas zuzuführen löst das Problem dann nicht.

00:21:21: Von daher gibt es definitiv ... Überdusierungsmomente und die Frage, die man sich zurechtstellen darf.

00:21:28: Und ich hoffe das kommt mittlerweile schon einigermaßen aus.

00:21:31: Ich bin gar nicht abgeneigt dass man Nutropika irgendwie auch mit einsetzt und dass sie ihre Berechtigung in bestimmten Konstitutionen haben.

00:21:41: aber wenn ich natürlich andere Bereiche komplett überlagere oder mehr und mehr davon zu mir nehme oder wie in deinem Fall weil du noch jung warst und die Erfahrung nicht hatte es einfach eine sehr hohe Dosis konsumiert hast wird es nicht unbedingt besser dadurch werden und von daher muss man andere Lebensdifaktoren definitiv auch mit berücksichtigen, um das eigene Potenzial wirklich auch regelmäßig entfalten zu

00:22:02: können.

00:22:04: Also zusammenfassend kann man sagen wenn ich's richtig verstehe Matthias Notropica machen unser Gehirn nicht automatisch besser.

00:22:12: die entscheidende Frage ist eigentlich welcher biologische Engpass Die Maximalleistung gerade begrenzt, oder kann man das so sagen?

00:22:20: Ja,

00:22:20: das ist doch ein ganz guter Punkt.

00:22:22: Weil es eben unter Umständen wirklich ein Energieversorgungsproblem ist weil wirklich zu wenig Energie im zentralen Nachendsystem gebildet werden kann Oder auch längerfristig die Stoffwechselsituation sich im Gehirn verändert hat und man sehr auf viel Zucker Und Insulin läuft und dementsprechend auch in energetischen Engpissen das Gehirn unterversorgt

00:22:48: wirkt.

00:22:50: Von daher geht es hier eher darum, auf anderen Ebenen auch über Ernährungsparameter, Stoffwechsel-Parameter Einfluss zu nehmen, dass wir die volle Leistungsfähigkeit überhaupt entfalten können.

00:23:01: Da sind wir doch genau am Punkt.

00:23:03: Also lass uns jetzt mal losgelöst von den Nutropika gucken, du als Gesundheitswissenschaftler auch als Ernährungsexperte.

00:23:09: was kann denn jeder von uns tun?

00:23:12: Jeder der seine Gehirnleistungen verbessern möchte... Was hat aus deiner Sicht die größte Wirkung?

00:23:18: Was hat den größten Einfluss darauf?

00:23:19: Ja

00:23:19: und ich glaube die größste Wirkung.

00:23:21: und manchmal ist das natürlich im Alltag Ich kenne es bei mir selbst nicht perfekt umsetzbar, weil man eben in einer Aufgabe steckt oder ein Thema hat und man einfach auch nicht aus der Situation rauskommt.

00:23:31: Und man muss fokussiert arbeiten und merkt es funktioniert nicht so gut.

00:23:35: So an den Stellen, den Einsatz von Koffein-Elternien beispielsweise ja kann man durchaus drüber nachdenken.

00:23:43: aber was natürlich viel wichtiger ist das nicht nur die Nährstoffe da sind sondern dass sie auch ankommen.

00:23:48: das heißt die durch Blutung im Gehirn ist natürlich eine ganz zentrale Komponente Und zweifelsohne für die Verbesserung der Durchblutung bekomme ich natürlich einen sehr guten Effekt über Bewegungen.

00:23:58: Ich weiß, es klingt total langweilig!

00:24:00: Aber nochmal – der aktive Muskel ist eine funktionsfähige Drüse, die am Ende dafür sorgt, dass wir wenn die Bewegung denn regelmäßig kommt und die Muskulatur regelmässig aktiv ist wirklich leistungssteigend im Gehirn aktiv werden können.

00:24:18: Was zum Beispiel Gedächtnisleistungen mit angeht, ist ziemlich gut untersucht.

00:24:21: Das heißt durch die körperliche Aktivität gerne auch hochintensive Einheiten sorgen am Ende dafür das Wachstumsfaktoren im Gehirn, dafür sorgen dass neue Neuronen gebildet werden, neue Verknüpfung gebildete werden Synaptische Verbindung neu gebilden werden.

00:24:35: wir sprechen von Neuroplastizität und das kann Bewegung also Bewegung eigentlich noch ein viel besseres Neutropikum könnte man eigentlich sagen.

00:24:44: sowohl für Ausdauerleistung als auch High-Intensity Leistung wirkt sich das unglaublich gut auf Hypokampusvolumen, aus Stressregulationen mit aus.

00:24:54: Und von daher würde ich es auf jeden Fall mit reinnehmen und man darf auch mal probieren wenn man vielleicht schon dabei ist und verwendet verschiedene Substanzen wie fühlt es sich an?

00:25:04: Wenn ich das Substrat die Substanz verwende und im Vergleich dazu doch eine Unterbrechung in meinen Alltag mit einbauen kann und einfach einen kurzen fangen mit einem kleinen Spaziergang an Um zu merken, wie sortieren sich vielleicht dann auch Dinge?

00:25:20: Merken viele die regelmäßig laufen gehen.

00:25:24: Ich hab das selbst mal eine Zeit lang gemacht, dann Zettel und Stift mit dabei gehabt weil sehr viele Gedankengänge dann sich ganz anders sortiert haben während dieses Prozesses Und es ist nachgewiesen also jetzt nicht nur erklärbar durch eine höhere Durchblutung Das gehört auf jeden Fall mit dazu.

00:25:39: Dann ein anderer wichtiger Punkt, und der reiht sich auch damit ein.

00:25:42: Ist das Thema rund um Stoffwechsel Gesundheit?

00:25:45: Ja, metabolische Flexibilität ... Ich weiß, viele haben das auch schon hundertfach gehört.

00:25:51: Aber noch mal!

00:25:52: Wenn wir es gewohnt sind in stressigen Situationen uns so wie wir's ja früher mal gelernt haben schnell mit Energie zu versorgen und dann sehr zuckereich noch irgendetwas konsumieren wird es auf Dauer nicht förderlich sein?

00:26:05: für die Gehirnfunktion des Gehirns ist eigentlich in einer aktiven, in einem Denkprozess und einem Neugierde-Prozess darauf ausgelegt sich Energie aus dem Körper selbst zu holen.

00:26:18: Und wenn wir es schaffen den Stoffwechsel flexibel zu gestalten, wir erinnern uns eine erhöhte Beta-Oxidation zu erzeugen um mehr Ketonkörper zu produzieren dann sind die Ketonkörper ein supergutes sauberer Brennstoff für unser Gehirn.

00:26:31: Das ist etwas, was ich auch über Ernährung beeinflussen kann.

00:26:35: Mahlzeitenfrequenz, integrieren das Fasten gehört logischerweise mit dazu und eben nicht so zuckereich zu essen.

00:26:42: Es muss keine komplette ketogene Ernährungen dafür sein!

00:26:45: Das könnte man fast noch mit als Nutropikum in einsetzen, auch Ketunkörper in die Substitutionen mit einzubauen weil sie quasi ein direkter verfügbarer Brennstoff sind wird aufgenommen gelangt zum Gehirn und versorgt das Gehirn sehr schnell mit sauberer Energie.

00:27:03: Es wird sehr gut verbrannt in den Nervenzellen, und stellt dann die Energieversorgung im Gehirnsicher.

00:27:10: Aber ich kann das logischerweise auch oder sollte ich ... Im Kontext meiner Stoffwechselgesundheit auf jeden Fall auch mit berücksichtigen.

00:27:18: Und dann lasse mich noch einen Punkt mit dazu nehmen, der unfassbar wichtig ist, den natürlich auch viele in dem Kontext vielleicht sich auch mit überlegen, aber es auch in ihrem Alter kennen.

00:27:28: bin ich vielleicht nicht mehr so wach und nicht konzentriert in den Abendstunden, weil ich mich mit dem Thema Schlafen nicht auseinandergesetzt hab.

00:27:36: Und gerade wenn man intensive Aufgaben abzuarbeiten hat ... Es gibt vielleicht gerne mal den Schlaf.

00:27:43: Man übergeht das und sagt, komm, ich arbeite noch länger!

00:27:46: Das sollte man auf gar keinen Fall tun.

00:27:49: Warum?

00:27:50: Weil ich kann diese Müdigkeit und der Schöpfung überspielen, egal welches Neutropikum oder welche andere Substanz ich versuchen möchte mit einzusetzen.

00:28:01: Für einen Moment ja aber nicht

00:28:03: dauerhaft.

00:28:03: Da haben wir auch, wer da nochmal tiefer einsteigen will, da haben wir ja auch drüber gesprochen in unser Kaffee und unser Koffeinfolge wo du ja sehr klar gesagt hast, die machen nicht wacher.

00:28:11: Sondern sie überspielen quasi oder unterdrücken diese ... Wie

00:28:15: hemmen die Erschöpfung?

00:28:17: Genau!

00:28:17: Ja aber die Ersköpfungen an sich bleibt erhalten wird natürlich noch größer.

00:28:20: also der Knall zurück sozusagen, der kommt dann wenn dieser Hemmung wieder nachlässt und das ist ein wichtiger Punkt insofern gut dass du das nochmal hier auch

00:28:28: angesprochen hast.

00:28:29: Und dann lass mich mit dem... Also erst mal ist eine große Problem Und dann wirken die Substanzen für einen Moment.

00:28:37: Aber wenn wir unseren Schlaf kontinuierlich aufrechterhalten, sprich ausreichend zu schlafen, den regelmäßigen Schlaf beibehalten auch in den stressigen Situationen und im Idealfall eine Optimierung unserer Schlafarchitektur haben, erinnert euch, dass wir genügend Rämschlaf haben für die kreative und kognitive Verarbeitung aber auch genügen Tiefschlaf so das Abbauprodukte im zentralen Nährungssystem im Gehirn abtransportiert werden können.

00:29:04: Das passiert in der Nacht.

00:29:06: Wenn ich hier, wie in der Dauer oder in der Art, wie ich schlafe, das ausfallen lasse ... Oder versuche weiter zu hemmen und komm nicht zur Ruhe und arbeite dann immer weiter, werde ich den großen Faktor haben für Leistungsminderung.

00:29:18: Dann versteh ich, dass manche Menschen sagen, super!

00:29:21: Ich setz einfach irgendetwas zum Push'n ein.

00:29:24: Und dann fühl ich mich total leistungsfähig.

00:29:26: im Regelfall, wie du gerade gesagt hast, Felix überdeckt es einen bestimmten Mechanismus?

00:29:32: In Wahrheit ... komme ich nicht mal annähernd an das heran, was mein Gehirn eigentlich leisten könnte.

00:29:37: Wenn ich auf diese anderen Parameter insbesondere schlafe aber eben auch Bewegungsstoffwechsel Gesundheit wirklich achten würde.

00:29:43: Matthias abschließend dein ultimativer Tipp worauf achtet Matthias Baum der Gesundheitswissenschaftler bei der Optimierung seines Gehirns?

00:29:54: Bei der Optimierungen meines Gehörens in der Reihenfolge Schlafbewegung Ernährung sind meine Hauptpunkte.

00:30:02: Gar keine Frage, ich erwische mich auch immer wieder gerne selbst, dass man doch in so ein Muster zurückkehrt, den stressigeren hochbelassenen Phasen auch ernährungsseitig vielleicht noch mal auszubrechen.

00:30:11: aber Schlaf und Bewegung sind eigentlich die zentralen Komponenten, die ich wirklich mit einbaue.

00:30:17: Ich finde das Thema Leistungssteigerungen durch Substanzen durchaus interessant.

00:30:22: Meine erste Ebene wäre aber erstmal eine bedarfsgerechte Versorgung also Mikronährstoffversorgung B-Vitamine gehören natürlich mit dazu und High-Wice Versorgung beziehungsweise Aminosäurenversorgung, die würde ich ganz oben und vorne mit anstellen.

00:30:35: Gerne auch mal gezielt im Einsatz ob nun mit Theanin beispielsweise.

00:30:40: Koffein gehört bei mir definitiv mit hinzu.

00:30:44: Und Creatine das finde ich ebenfalls einen sehr spannenden Aspekt der mir persönlich erstmal gut tut und wo die Datenlage mehr und mehr natürlich sich auch weiterentwickelt.

00:30:55: Und am Ende des Tages, wenn ich mich fokussiert auf etwas konzentrieren will und muss.

00:30:59: Bevor ich zu hektisch werde und einfach nur reinstürzt und merke, ich komme da so nicht weiter, versuche mir persönlich natürlich auch eine Struktur zu schaffen um Projekte besser abarbeiten zu können bewusst auch Pausen mit einzubauen weil das ist häufig dann auch das Problem dass man eher der Timeline hinterherrennt und versucht irgendetwas umzusetzen seine eigentliche ursprünglich vielleicht auch schon mal entwickelte Struktur anfängt zu verlassen, so von daher nicht zu lange Blöcke einzubauen und Pausen einzubauen.

00:31:31: Man wird es merken ist ähnlich wie beim Sport auch nicht wer am meisten trainiert wird am besten werden sondern wirklich auch diese Regenerations Phasen mit einzubauern.

00:31:40: das gilt bei Lernprozessen Arbeitsprozesse wo das Gehirn wirklich auch stark gefordert ist die auf jeden Fall mit dabei zu

00:31:46: behalten.

00:31:47: Auch unser Gehirnen is ein Muskel haben wir schon mehrfach drüber gesprochen ja es kann Ja, quasi.

00:31:54: Und natürlich ist es auch mal trainierbar auf bestimmte Routinen und Abläufe und reagiert da entsprechend drauf.

00:32:02: also was nehmen wir noch mit aus dieser wie ich finde sehr sehr spannenden Folge?

00:32:06: erstmal Matthias Ich nehme mit Es ist sehr sympathisch dass auch ein strukturiert denkender wissenschaftler wie du Da auch Mal struggled und auch Mal überlegt okay Neben all den guten Vorsätzen oder dem guten Wissen, was ich habe.

00:32:17: Auch ich kann als Mensch das nie perfekt umsetzen und hab da auch Phasen wo ich auch mal irgendwie durchatmen muss und mein Gehirn nicht auf hundert Prozent Leistungsfähigkeit läuft.

00:32:26: Was nehmen wir noch mit?

00:32:27: Notropika sind keine Abkürzung zu einem leistungsfähigen Gehirnen.

00:32:33: Sie können einzelne Funktionen wie Aufmerksamkeit, Wachheit Gedächtnis oder Stressresistenz beeinflussen?

00:32:40: Ja, das geht.

00:32:41: Wie stark dieser Effekt allerdings ausfällt hängt und das nämlich auch aus dieser Folge mit entscheidend davon ab welcher biologische Engpass überhaupt vorliegt.

00:32:50: ja also in der Regel können diese Stoffe helfen einen Engpass vielleicht zu lösen oder einen Fluss zu verbessern eine Energieverteilung zu verbesseren aber sie boosten nicht in dem Sinn unser Gehirn dass unsere Gehirne plötzlich auf einmal mehr Neuronen verknüpft oder irgendwie auf Hundertzehn Prozent Leistungen läuft.

00:33:06: Was nehmen wir noch mit?

00:33:07: Ein ausgeschlafenes, gut versorgtes Gehirn lässt sich oft deutlich weniger steigern als ein System das unter Schlafmangel leidet und der Stress- und Nährstoffdefizit.

00:33:16: Genau deshalb müssen wir natürliche Substanz-, Nahrungsergänzungen und verschreibungspflichtige Medikamente klar voneinander unterscheiden.

00:33:22: in gerade Arzneimittel können Wachheit und Aufmerksamkeit deutlich verändern sind aber eben keine harmlosen Brainbooster für gesunde Menschen.

00:33:31: Das ist wichtig.

00:33:33: Noch ein wichtiger Gedanke, deshalb nicht die Substanz entscheidet allein über den Nutzen.

00:33:38: Sondern die Frage was unser Gehirn wirklich gerade begrenzt?

00:33:42: Matthias vielen Dank hat großen Spaß gemacht.

00:33:44: Leute wenn ihr Fragen habt Anregungen eigene Erfahrungen schreibt es gerne direkt unter.

00:33:49: diese Folge bei Spotify könnt ihr kommentieren.

00:33:52: Am kommenden Montag gibt's die nächste Folge unseren Health Nerds Deep Dive.

00:33:56: bis dahin bleibt neugierig und bleibt schön konzentriert.

00:34:00: Vielen Dank Der Gesundheits-Podcast von Artgerecht.

00:34:08: Jeden Donnerstag neu!

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