Diaminoxidase (DAO): Warum manche Menschen Rotwein und Käse nicht vertragen (Deep Dive)

Shownotes

„Bei Histamin entscheidet nicht nur, wie viel wir aufnehmen. Entscheidend ist auch, wie gut unser Körper es wieder abbauen kann.“ Rotwein, gereifter Käse, Salami oder fermentierte Lebensmittel sind für viele Menschen problemlos. Andere reagieren mit Kopfschmerzen, Hautrötungen, Herzklopfen oder Verdauungsbeschwerden. Eine zentrale Rolle kann dabei Diaminoxidase, kurz DAO, spielen. Das Enzym wird unter anderem in der Darmschleimhaut gebildet und hilft, Histamin aus der Nahrung abzubauen.

In dieser Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum nicht allein der Histamingehalt eines Lebensmittels über seine Verträglichkeit entscheidet. Auch Darmmikrobiom, Darmschleimhaut, Allergien und die körpereigene Histaminausschüttung beeinflussen das Gleichgewicht. Besonders gereifte und fermentierte Lebensmittel können viel Histamin enthalten, zugleich können bestimmte Darmbakterien selbst Histamin bilden. Ein niedriger DAO-Wert beweist noch keine Histaminintoleranz. Die Messung im Blut zeigt nicht automatisch, wie gut Histamin im Darm tatsächlich abgebaut wird. Deshalb sollten Beschwerden, Ernährungsreaktionen und Darmgesundheit immer zusammen betrachtet werden.

Und es geht um DAO als Nahrungsergänzung: Das Enzym kann vor histaminreichen Mahlzeiten eingesetzt werden und Beschwerden reduzieren. Langfristig geht es aber um die Ursache: Warum ist das Verhältnis zwischen Histaminbelastung und Histaminabbau überhaupt aus dem Gleichgewicht geraten?

HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Die einzige Lösung kann auch nicht sein, ein Leben lang nur auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten.

00:00:06: Wir müssen

00:00:06: anfangen

00:00:08: über Ernährung und sicherlich auch Beeinflussungen preh- und probiotisch des Darmikobiums zu versuchen die Situation wieder in die Ursprungssituation zurückzubringen so dass es keine Probleme mehr macht.

00:00:21: Häufig verdeckt sich eine Histamin

00:00:23: Thematik,

00:00:25: ich will noch nicht mal unbedingt Histaminintoleranz sagen.

00:00:27: Ich nenn's gerne so was wie eine Histaminose also irgendwas im Histamin auf und ab.

00:00:31: Bau scheint ein Thema zu sein Sehen wir ganz häufig mit Beschwerden in Verdauungsdraht.

00:00:36: Sodbrennen beispielsweise gehört dazu.

00:00:39: Durchfälle kann eine Rolle spielen Blähungen Gerecht Helfnerz Deep Dive Nalyse und Fakten Mit Felix Möse und Matthias

00:00:53: Baum.

00:00:54: Leute, herzlich willkommen!

00:00:55: Ein super Thema haben wir wieder dabei hier bei den Health Nerds.

00:00:58: Wir sprechen heute über Rotwein, gereiften Käse Salami Über Sauerkraut oder auch bestimmte Fischprodukte.

00:01:07: Für die einen sind das völlig problemlose Lebensmittel für andere ist dass der Beginn von Kopfschmerzen Hautrötungen ja sogar von Herzklopfen oder heftigen Verdauungsbeschwerden.

00:01:19: Oft

00:01:19: fällt dann schnell der Begriff Histamin-Intoleranz.

00:01:23: Haben wir hier bei den Health Nerds auch schon eine Folge zu gemacht, könnt ihr gerne mal in unserer Library suchen, Histamin Intoleranz?

00:01:29: aber darüber wollen gar nicht sprechen denn Histamin ist grundsätzlich nicht schädlich.

00:01:34: unser Körper produziert es selbst und braucht es unter anderem als Botenstoff.

00:01:40: Wann wird es problematisch?

00:01:41: Also genau dann, wenn zusätzlich viel Histamin aus Lebensmitteln aufgenommen wird und der Körper ist im Darm nicht ausreichend abbauen kann.

00:01:51: Und jetzt kommt ein Enzym ins Spiel das viele kaum kennen!

00:01:57: Darüber sprechen wir in dieser Folge.

00:02:03: Da gehört zu den wichtigsten Abbauwägen für Histamin aus der Nahrung.

00:02:10: Wenn also ihre Aktivität eingeschränkt ist, kann das Verhältnis zwischen Histaminzufuhr und Histaminabbau aus dem Gleichgewicht geraten.

00:02:17: Und genau dann können eben diese Beschwerden- und Probleme auftreten.

00:02:20: Darüber wollen wir sprechen mit Matthias Baum, unserem Gesundheitswissenschaftler und Health Nerd.

00:02:25: Mathias Schönerst du da bist?

00:02:26: Hallo

00:02:27: Felix ich freue mich über immer mit dabei zu sein!

00:02:29: So jetzt wollen wir noch mal ganz vorne anfangen.

00:02:31: Diaminoxidase Welche Aufgabe übernimmt sie in unserem Körper?

00:02:38: Wie funktioniert dieses Dau?

00:02:40: Wir müssen uns das vorstellen.

00:02:41: Also

00:02:41: du hast es gerade schon erwähnt, dass hört man schon raus hinten mit der Asis ein Enzym und ist ein kupferhaltiges Enzym was der Körper selbst produzieren kann und in der Lage ist verschiedene biogene Amine darunter eben auch Histamin abbauen zu können.

00:02:58: Wichtige in der Einteilung, der Histamin-Stoffwechsel.

00:03:01: Du hast es gerade schon erwähnt ist nicht nur negativ.

00:03:03: viele Menschen mit Histaminintoleranz, histaminosen Problemen wenn zu viel Histamine den Körper kommt oder produziert wird ausgeschüttet wird.

00:03:11: da stimmt quasi das Verhältnis nicht.

00:03:13: und das ist am Ende die Frage wie viel wird zugeführt?

00:03:16: Wie viel wird vom Körper selbst produziert und in bestimmten Situationen aus geschüttelt?

00:03:20: Da gehen die Grüße raus an alle Menschen die mit Allergien zu tun haben weil da spielt ja Histamin auch eine entscheidende Rolle.

00:03:27: Und dann ist immer die Frage, wie gut kann es abgebaut werden?

00:03:31: Und Histamin befindet sich zum einen in den Zellen selbst drin.

00:03:34: Da braucht es ein anderes Enzym als die Diaminoxidase.

00:03:39: Das ist das Histamin N-Methyltransferas.

00:03:42: Ich habe es einmal erwähnt da soll's heute weniger darum gehen sondern um den extrazellulären Abbau von Histamin und dafür brauche ich Diaminoxydase.

00:03:53: Das können unterschiedliche Zellen produzieren.

00:03:55: Wo es aber eben auch wichtig ist, wo es produziert wird sind unsere Entrozyten.

00:03:59: Also die Zellen im Darm können Diaminoxidase produzieren und dann kommt genau das ins Spiel was du eingangs erwähnt hast.

00:04:06: Es kommen vielleicht sehr histermienreiche Lebensmittel in den Verdauungstrakt rein Und der Körper beziehungsweise der Darm selbst reguliert das Ganze mit dem Ausschütten von Diaminoxydase und hält somit das Gleichgewicht dass es nicht zu viel Histermines weil zu viel Histamin kann an unterschiedlichen Rezeptoren andocken und dann unterschiedliche Beschwerden erzeugen, wenn es ein Zufil ist.

00:04:31: Über dieses Zufiel haben wir ... Ja das ist auch Teil unserer Biologie, unserer Natur dass eben die Menge macht das Gift sagst du immer ja?

00:04:39: Das finde ich hochspannend Und wir haben vor ein paar Tagen über Vitamin B-Sex gesprochen.

00:04:43: Auch da ist es ähnlich Zu wenig ist schlecht aber wenn's eben zu viele ist, ist es auch nicht gut Also das richtige Maß zu finden Menge zu finden und so ist es eben auch bei diesem Thema.

00:04:55: Jetzt lass uns einmal schauen, was du hast gerade oder ich habe auch schon ein paar Lebensmittel genannt wo also Histamin drin ist.

00:05:03: Lass uns diese Liste noch mal so ein bisschen weiterführen.

00:05:06: Also Rotwein ist glaube ich so ein ganz bekanntes Ding.

00:05:09: Parmesan Käse Warum ausgerechnet Parmesan?

00:05:11: Oder ist das jetzt in jeder Käsesorte drin oder warum ist es da so hoch dosiert?

00:05:17: Lass uns anders strukturieren, weil ich glaube dann wird es für viele Einleuchende immer.

00:05:23: Wenn Lebensmittel lange gereift sind wenn sie im Verarbeitungsprozess eine Fermentation erfahren haben Dann haben wir quasi immer die Veränderung der ursprünglichen Struktur.

00:05:35: Bakterien fermentieren das Produkt.

00:05:38: Das haben wir bei Käse mit dabei also lange gereiften Käse wie Parmesan beispielsweise.

00:05:42: das haben wir Bei ein Gehrungsprozesse wie der Alkoholbild und dann dementsprechend auch das Rotwein.

00:05:50: Das haben wir bei ja teilweise auch Konserven alles was lange lagert, Fische in alles was weiter arbeitet und dann bauen quasi Bakterien Stück für Stück die Eiweißstrukturen aus dem ursprünglichen Lebensmitteln ab.

00:06:04: Dann lösen sich verschiedene Aminosäuren daraus darunter eine Die nämlich der Baustoffe Histermines die nennt sich Histidine Und die Bakterie fangen an Stück für Stück weiter dieses Histamin zu bauen und dann steigt quasi die Histaminmenge.

00:06:19: Das ist der eine Teil, das heißt Lebensmittelgruppen, die lange gereift sind Die verarbeitet sind fermentiert sind da finden wir typischerweise mehr Histamien.

00:06:28: Und dann kommt es genau was du schon gesagt hast.

00:06:30: Es ist teilweise in in Wurstwaren mit dabei In verschiedenen Milchprodukten.

00:06:35: alles was länger reift wird die Istamin Menge auch mit ansteigen lassen.

00:06:39: und Dann gibt es um die Liste hier zu erweitern andere Lebensmitteln die Biogene Amine sind, also die von den Strukturen her ähnlich sind und eine ähnliche Wirkung wie Histamine erzeugen können.

00:06:50: Und die finden wir auch in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten.

00:06:54: wenn man sich mit Histaminarmer Ernährung beschäftigt tauchen die dann typischerweise auch mit auf.

00:06:58: das können dann beispielsweise auch Erdbeeren sein oder verschiedene Früchte gehören dazu.

00:07:04: Verschiedene Hülsenfrüchte all das kann gewisse entweder Histaminmengen ansteigt und in bestimmten Konstitutionen der Körper im Abbau nicht optimal damit umgehen kann.

00:07:19: Und dann entstehen auch mal plötzlich Symptome, ich würde sie immer als so eine Art der funktionellen Histamine in Toleranz bezeichnen weil wie wir es schonmal beschrieben haben nur ein bis drei Prozent in der Bevölkerung haben wirklich eine genetisch bedingte Veränderung dieser abbauenden Enzyme und die kann man bestimmt diesen Genen Defekt oder Mutation, so würden wir es nennen.

00:07:41: Und das ist dann wirklich auch eine lebenslange Histaminentoleranz.

00:07:44: aber viele Menschen haben ein Thema damit und da scheint einfach etwas aus dem Gleichgewicht geraten zu sein.

00:07:50: So und das bedeutet diese Biogenamine führe ich unter Umständen in der größeren Menge mit hinzu.

00:07:55: Ich habe vielleicht sehr histaminreiche Lebensmittel an sich Oder und Da kommt meistens eine Kombination raus Lebensmittel mit dabei wie Koffein oder Alkohol, die am Ende dafür sorgen dass die Diaminoxidase Aktivität und die Funktionsweise eingeschränkt funktioniert.

00:08:15: Und dieses Konklomerat erzeugt dann quasi eine histaminreiche Ernährung und sorgt für viele Beschwerden erst mal im Verdauungstrakt aber wie du schon gesagt hast auch mit Kopfschmerzen mit schlecht schlafen können weil Histamin an unterschiedlichen Stellen

00:08:29: wirkt

00:08:30: und natürlich bezieht sich das erstmal auf das Darmloomen.

00:08:34: Es transportiert aber auch in Teilen logischer Weise über den ganzen Blutkreislauf in unterschiedliche Organsysteme.

00:08:40: So, das erklärt also auch warum manche Menschen Probleme mit sistaminreichen Lebensmitteln haben und manche eher weniger?

00:08:46: Oder wo kommt dieses Ding her?

00:08:49: Genetisch habe ich verstanden ist es wirklich nur bei einem ganz kleinen Prozentsatz überhaupt relevant.

00:08:54: Dann bleiben wir mal bei den bei den achtundneinzig Prozent der Bevölkerung die diesen Gendeffekten nicht haben.

00:09:01: Warum merken manche Leute gar nix?

00:09:04: Die essen Rotweinkäse, hauen sich da irgendwie entspannt rein.

00:09:08: Und andere Leute trinken Gließchen Rotweine und snacken noch an einem Parmesan und plötzlich kriegen die Herzrasen oder eben Kopfschmerzen.

00:09:15: Wieso sind diese

00:09:16: so unterschiedlich?

00:09:17: Woran

00:09:17: liegt das?

00:09:17: Oder Verdauungsprobleme mehr?

00:09:19: Weil auch hier ... Ich greife das nochmal mit auf.

00:09:22: Die individuelle Dosismaske kann meinen Verdauungstrakt gerade gut kompensieren ist sehr unterschiedlich.

00:09:27: Das heißt für Auffälligkeiten im Histaminstoffwechsel würde ich verschiedene Aspekte mit berücksichtigen.

00:09:33: Punkt eins, die Menge.

00:09:34: Wie viel Histamin führe ich zu?

00:09:36: Und vielleicht ist es so dass man Phasen hat auch zu bestimmten Jahreszeiten, vielleicht auch Richtung Herbst-Winter hin wo die Gerichte länger reifen unter Umständen mit dabei und die Histaminmenge steigt.

00:09:49: plötzlich wird mehr Rotwein getrunken als ein Beispiel und dann nimmt die Menge unter Umständen zu.

00:09:53: also kann wirklich eine Mengenfrage sein das Meer mit dazu kommt.

00:09:57: Dann kann es sein, dass sich das Darmikrobiom verändert.

00:10:02: Das wissen wir auch und da gibt's verschiedene Faktoren für uns.

00:10:04: Es gibt einige Stämme der Bakterien die besonders gerne Histamin produzieren und jetzt wird es türkisch weil wir haben quasi Bakterie die im Darmen sowieso sich mit Fermentation beschäftigen aber besonders gerne Histamin produziert.

00:10:19: Das kann also sein, dass es eine Veränderung im da Mikrobiom gibt.

00:10:24: Was dazu führt das wir mehr Histaminbilden haben und mehr Histamien produziert wird?

00:10:27: Da habe ich immer noch kein Problem mit zu wenig Diaminoxidase.

00:10:30: aber man versteht das verhältnis verändert sich.

00:10:33: Und dann haben wir die dritte Ebene.

00:10:35: das ist wirklich die phase wo vielleicht Diaminoxidase zu wenig produziert wird, funktioniert nicht genetisch bedingt.

00:10:42: Nicht weil es überhaupt nicht gebildet werden kann sondern weil die größte Menge in den enterozütenden Darmzellen produziert.

00:10:49: und wie wir schon oft zugesprochen haben eine geschädigte Darmbarriere heißt nicht nur das potenziell toxine Nährstoffe mit dem Immunsystem interaktieren können, sondern heißt auch dass die Funktionen vielleicht eingeschränkt sind und das bedeutet, dass weniger Diaminoxidase produziert wird.

00:11:07: Sondern esse ich nicht sonderlich viel mehr als sonst an histaminen aber mir fehlt es am Abbau unter den Abbaumöglichkeiten.

00:11:15: so und die letzte Komponente und die will ich noch erwähnen Es bezieht sich auf den Bereich von Allergien oder auch Pseudo allergischen Reaktionen.

00:11:22: immer dann entweder wenn ich Allergiene habe Das ist gerade so Menschen mit saisonalen Allergien, deren Immunsystem getriggert wird.

00:11:31: Das ist aber eigentlich eher der Prozess des vorher Antikörper gegen irgendwelche Pollen oder ähnliches gebildet worden sind und jetzt reagiert das Immun-System?

00:11:40: Und die erste Reaktion ist das Ausschütten von Histamin.

00:11:43: Dann zirkulierten mehr Histamin auch in der Blutbahn.

00:11:47: Und wenn ich dann noch zusätzlich mehr Histamin esse, sind die Reaktionen unter Umständen noch höher.

00:11:53: und bis hin zu dem Thema der Mastzell-Aktivierung – das ist eine Depolarisierung dieser Mastcellen gibt es auch ohne Allergen.

00:12:00: Davon sind leider im Moment auch sehr viele Menschen betroffen und auch hier spielt es eine Rolle.

00:12:05: Dann haben wir einfach einen zu viel an Histamin.

00:12:06: aber da ist es nicht durch die Nahrung kommt sondern vom Körper selbst produziert.

00:12:10: Jetzt sind wir ja hier ein wissenschaftliches Format.

00:12:13: Und du weißt, ich bin immer großer Fan davon, dass wir hier auch unterscheiden zwischen Theorie, These, Idee und könnte sein und es vielleicht so hinzu.

00:12:26: das ist messbar, das ist belegbar da gibt es eine Evidenz dafür.

00:12:30: Kann man Dao also kann man das irgendwie zuverlässig messen?

00:12:37: oder kann man eine Histaminintoleranz Wirklich diagnostizieren?

00:12:41: oder ist da auch viel Unschärfe dabei?

00:12:43: Gibt es so was wie einen einzelnen validierten Test.

00:12:46: Genau, es gibt mit dem Blick auf die Histamin-Intoleranz natürlich die genetische Veränderung.

00:12:51: Die kann man bestimmen.

00:12:53: das ist nicht der erste Mittel der Wahl aber dann hätte man wirklich den Hinweis für die wirklich betroffenen Menschen mit einer Histaminintoleranz, die genitisch bedingt ist ein bis drei Prozent je nach Datenlage die davon betroffen sind.

00:13:07: Das ist natürlich für die Histamine Intoleranz der wesentliche Test.

00:13:12: So, jetzt kann ich natürlich sagen okay was kann ich mir anschauen?

00:13:16: Habe ich zu viel Histamin im System habe ich zu wenig Diaminoxidase?

00:13:20: dafür gibt es Tests und ist es gut dass du's mit ansprichst.

00:13:23: das ist wenn man sich mal wirklich konkret auch Leitlinienkonform betrachtet und wenn man sieht wie aussagekräftig sind die Tests haben wir nicht nur den einen Messparameter sprich Ich bestimme im Blut, im Serum meine Diaminoxidase Menge.

00:13:42: Das ist nicht hundertprozentig aussagekräftig.

00:13:44: ob es dann im Darm genauso aussieht?

00:13:48: Ob die Menge an Histamin im Darmen, die natürlich auch sich verändern kann im Verlauf?

00:13:53: Ob sie passend dazu ist?

00:13:55: Es gibt uns zumindest funktionelle Ansatzpunkte, das würde ich schon sagen.

00:13:58: Aber es ist richtig dass wir nicht die Evidenz dafür haben zu sagen okay wenn ich einmal Diaminoxidase gemessen habe dann weiß ich Bescheid der Wert ist gut und dann ist das auf jeden Fall kein Problem.

00:14:09: Interessant sind natürlich erstmal Symptome die unter Umständen mit auftreten Und die einzige Lösung kann auch nicht sein, ein Leben lang nur auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten.

00:14:18: Das kann für den Moment total sinnvoll sein um dann wirklich herauszufinden was vertrage ich vielleicht doch ganz gut und was ist?

00:14:28: Da würde ich eher darauf hinausgehen mit der Ursache das es zu dieser funktionellen Verschiebung gekommen ist also Auffälligkeiten im Darmikrobiom, Darmbarriere Störung andere Trigger die für mehr Histamien im System sorgen Abbauprobleme.

00:14:42: Danach würde man schauen.

00:14:44: Jetzt gibt es diese DAO auch als Nahrungsergänzungsmittel.

00:14:49: Sprich, ich kann also ja so ein Gegenmittel ... wenn ich also merke okay mein Histamingehalt steigt irgendwie an.

00:14:57: Ich habe genau diese Beschwerden die darauf zutreffen.

00:15:01: Ich kann sozusagen den Abbau-Kollegen einfach als Nährungsergänzungsmittel zu mir nehmen.

00:15:08: Ist das sinnvoll?

00:15:09: Funktioniert das?

00:15:10: für wen kann das sinnfull sein?

00:15:15: Erstmal erster Schritt, genau das.

00:15:16: Es gibt die Möglichkeit Diaminoxidase in unterschiedlicher Herstellungsform also tierischen Ursprungs auch pflanzlichen Ursprung mit einer bestimmten Enzymaktivität.

00:15:27: Das ist von Produkt zu Produkt auch nochmal unterschiedlich sage ich gerne gleich noch etwas zu verwenden und zwar immer dann mindestens mal wenn ich ein histaminreiches Lebensmittel zu mir nehme.

00:15:38: Wenn man in der Ursachenforschung unterwegs ist und herausgefunden hat okay dass es eigentlich Bei mir der Mechanismus, ich habe zum Beispiel zu viele histaminbildende Bakterien.

00:15:46: Denn verschwinden die nicht von heute auf morgen.

00:15:48: Das heißt wir müssen anfangen über Ernährung und sicherlich auch Beeinflussung peri- und probiotisch des Damikobiums zu versuchen diese Situation wieder in die Ursprungssituation zurückzubringen so dass es keine Probleme mehr macht.

00:16:03: Und da gehört bei Ernährung unter dem Ständen schon die histaminarme Ernährungen mit dazu.

00:16:07: Häufig sehen wir aber, dass die Histaminmenge im Stuhl auch dann sehr hoch ist und wiederholt hoch ist.

00:16:14: Und der eine Punkt ist, ich kann das über Ernährung verändern und die andere Überlegung ist okay.

00:16:18: Wenn ich mehr Diaminoxidase von außen zuführe wenn es mein Darm vielleicht gerade nicht selbst erzeugen kann dann lindert das Symptome.

00:16:26: Ja, da hat das etwas symptomatisches im ersten Schritt aber das ist richtig keine Ursachenlösungen Aber die Symptomen sind manchmal so stark dass genau der richtige Weg sein kann damit zu beginnen.

00:16:39: Das sollte nicht auf Dauer die Strategie sein Es sei denn, und dann komme ich wieder hin zurück.

00:16:45: Ich kann es überhaupt gar nicht ausreichend produzieren.

00:16:47: Dann wäre das wirklich ein Wegbegleiter!

00:16:49: Wir sehen das ja bei anderen enzymatischen Produktionsthemen auch die exocrine Pankresinsuffizienz da haben wir zugesprochen.

00:16:55: Wenn die Bauchspeicheltrüse zu wenig Verdauungsenzyme produziert würden wir auch Verdauungsenzyme ergänzen in einer gewissen Phase.

00:17:04: Das hindert auch nicht die Larmzellen oder bei den Verdauungenenzymen die Bauspeicheltrösel daran perspektivisch wieder anzufangen zu produzieren, aber es lindert die Beschwerden relativ zuverlässig.

00:17:17: Ich sage bewusst relativ zu verlässig weil vom Mechanismus her ist es klar dass das funktioniert.

00:17:22: ein Enzym kommt an.

00:17:23: aber wir wissen auch ja wie ist die Nahrungszusammensetzung?

00:17:26: Wann habe ich das Enzym eingenommen?

00:17:28: Erreicht die Enzymaktivität des jeweiligen Präparates wirklich aus oder brauche ich vielleicht ein bisschen mehr?

00:17:34: und damit ist auch eine Überlegung natürlich individuell zu schauen etwas zu experimentieren So nenne ich es mal, um zu schauen wie viel Enzymen, wie viel Diaminoxidase brauche ich eigentlich?

00:17:45: Dass ich keine Symptome mit entwickle.

00:17:47: Also deshalb sprechen wir dazu, das ist ein häufig eingesetztes Präparat und trotzdem gibt es halt viel auf dem Markt auch was eine zu geringe Enzymaktivität hat und da nimmt man es und es hat nicht den Effekt, den es eigentlich haben sollte.

00:18:04: Was, Matthias?

00:18:05: Würdest du als Gesundheitswissenschaftler jemanden raten der in deine Praxis kommt und der dir von genau diesen Beschwerden erzählt?

00:18:13: auch sagen wir mal relativ klar sagt immer wenn ich das esse passiert dass also jemand der offenbar Probleme mit dieser Histaminintoleranz hat was würdest du ihm

00:18:25: raten?

00:18:26: Wie würdest du jemanden behandeln oder wie sollte er sein Lifestyle ändern?

00:18:31: Was wären deine Tipps.

00:18:32: Genau, ich würde jetzt hier natürlich nicht auf gar keinen Fall über konkret Behandlung sprechen aber von den Grundgedankengängen kann das versuchen etwas allgemeiner mit zu fassen was man tun würde.

00:18:43: Das wichtigste ist erstmal die Information die man von Patientinnen und Patienten bekommt Und meistens es so dass es Jetzt aufgetreten ist oder in einer bestimmten Phase.

00:18:52: also die wenigsten werden davon berichten und sagen Mein Leben lang schon.

00:18:56: Immer dann, wenn ich etwas geräucherten Fisch gegessen habe, hab' ich irgendwie rote Flecken bekommen oder einen Erzrasen bekommen oder Verdauungsprobleme bekommen.

00:19:05: Häufig verdeckt sich so eine Histaminthematik.

00:19:10: Ich will noch nicht mal unbedingt Histaminintoleranz sagen.

00:19:12: Ich nenn's gerne sowas wie ne Histaminose.

00:19:14: also irgendwas im Histamin auf und abbauen scheint ein Thema zu sein.

00:19:18: Sehen wir ganz häufig mit Beschwerden in Verdauungstrakt.

00:19:20: Sodbrennen, beispielsweise gehört mit dazu.

00:19:24: Durchfälle kann eine Rolle spielen, Blähungen... All das ist etwas was man sich tendenziell mit anschauen würde und wenn man es sich diagnostisch anschauen würden.

00:19:33: Funktionell wären eben genau die Blickwinkel auf da Mikrobiom.

00:19:38: also habe ich ne vermehrte Verschiebung Richtung Histaminbildner.

00:19:42: danach würde man schauen.

00:19:43: Man kann sich die Histaminmenge im Stuhl mit anschau'n.

00:19:47: auch das Klar Momentaufnahme, aber es zeigt unter Umständen bei sehr hohen Werten okay das wird nicht ausreichend gut abgebaut oder nicht gut aufgenommen.

00:19:57: Dann ergänzt man das mit dem Blickwinkel auf das histaminabbauende Enzym, also Diaminoxidase.

00:20:04: Das misst man im Blut und dann kann man auch noch drüber nachdenken die Histaminmenge in Urin zu bestimmen.

00:20:10: Und dann kriegen wir mehr Informationen über den Blutkreislauf mit dazu.

00:20:13: Die gesamte Konstellation gibt uns einen Aufschluss darüber.

00:20:17: ist es ein Thema?

00:20:18: ich würde jetzt nicht sagen dass das standardmäßig bei jedem getestet werden muss Aber das wären Blickwinkel, wie man sich die Verbindungen zueinander anschaut und was die Strategie unter Umständen auch mit verändert.

00:20:28: Also ist dann eine histaminarme Ernährung das erste Mittel der Wahl.

00:20:33: oder braucht es etwas immun-regulatorisches?

00:20:37: Gerade wenn in der Blutbahn plötzlich viel Histamien auftaucht sind, dass vielleicht die Mastzellen mehr und mehr Histamin ausschütten und dementsprechend die Menge miterhöhen.

00:20:48: Und dann eben auch die Frage, lohnt sich der Einsatz von Diaminoxidase um im ersten Schritt symptomatisch zu helfen.

00:20:57: So dass man wirklich sehr schnell eine Reduktion der Beschwerden

00:20:59: hat

00:21:01: und in Kombination mit Ernährung diese Situation erst in den stabilen Bereich mit reinbekommt, um dann der Ursache wirklich gezielt auf den Grund zu gehen.

00:21:12: Bei Einflussung des Darminkrobiums auch wieder Rückkehr in die eigentlichen Lebensmittelgruppe mit rein und ein individuelles Maß finden, mit dem man gut umgehen

00:21:22: kann.".

00:21:23: Man kann also schon versuchen diese Diaminoxidase im Körper irgendwie wieder anzukurbeln, die Zellen im Darm sozusagen irgendwie zu befähigen, dass sie mehr davon produzieren... Geht schon.

00:21:36: oder würdest du sagen, das ist schwierig?

00:21:39: Das geht rein theoretisch dann wenn es mal funktioniert hat.

00:21:45: Wenn es genetisch bedingt nicht funktioniert und nochmal, Diaminoxidase ist für den extrazillulären Abbau also insbesondere im Darmlogen übertragen bezieht sich das logischerweise auch auf andere Organengewebe.

00:21:56: da kommen wir gar nicht so spezifisch hin um das zu testen.

00:21:59: aber wenn wir davon ausgehen dass die...dass es entzündliche Situationen gibt Zu wenig Diaminoxidase unter Entzündung verlieren Darmzellen auch die Funktionsweise zu wenig produziert wird.

00:22:12: Es muss ja irgendwo herkommen und wenn das Regeneriert, die Darmschleimhaut regenerieren kann dann gibt es durchaus auch wieder einen Weg zurück dass sich das mit stabilisiert und auf einem individuellen Niveau einpendelt wo man gut mit zurecht kommen kann.

00:22:28: Matthias, das hat wieder großen Spaß gemacht.

00:22:30: Wir haben viel gelernt in diesem Deep Dive hier bei den Health Nerds.

00:22:33: Was nehmen wir mit aus dieser Folge?

00:22:35: Also, bei Histamin entscheidet nicht nur wieviel wir aufnehmen, entscheidend ist auch, wie gut unser Körper das Histamin wieder abbauen kann.

00:22:45: und genau dabei spielt eben diese Diamin-Oxidase oder DAW eine zentrale Rolle.

00:22:51: Ist die Aktivität eingeschränkt Kann histaminreiche Ernährung Beschwerden begünstigen Und gleichzeitig gilt Ein einzelner Dauwert beweist noch keine Histaminintoleranz auch wichtig.

00:23:03: So, deshalb nicht pauschal, Histamin meiden sondern versuchen ein Muster zu erkennen andere Ursachen ausschließen und eben die eigene Toleranzgrenze besser verstehen.

00:23:16: wie viel kann mein Körper wirklich realistisch abbauen?

00:23:19: wann ist es soviel dass ich eben Beschwerden bekommen kann?

00:23:22: Matthias vielen Dank!

00:23:23: Und Leute von euch wollen wir natürlich gerne wissen habt ihr Eine Histaminintoleranz zum Beispiel.

00:23:29: Oder habt ihr Erfahrung damit gemacht, nutzt ihr Dao als Nachungsergänzungsmittel, teilt doch gerne mal eure Erfahrungen mit der Community einfach bei Spotify.

00:23:38: unter dieser Folge könnt ihr euren Kommentar hinterlassen und ich bin gespannt was eure Erfahrung mit diesem Thema sind.

00:23:45: Leute am Donnerstag gibt's die nächste Health Nerds Episode.

00:23:49: bis dahin eine gute Woche.

00:23:50: bleibt neugierig und bleibt gesund.

00:23:53: Vielen Dank!

00:23:57: Deep Dive, Analyse und

00:24:01: Fakten.

00:24:03: All ears on you

00:24:05: Original Podcast.

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