Insulinresistenz erkennen: Diese Warnzeichen kommen vor dem Diabetes

Shownotes

„Der Blutzuckerwert scheint normal zu sein. Und trotzdem kann der Stoffwechsel bereits aus dem Gleichgewicht geraten.“ Eine Insulinresistenz kann sich über Jahre entwickeln, ohne dass der klassische Nüchternblutzucker auffällig wird. Der Grund: Die Bauchspeicheldrüse produziert zunächst einfach mehr Insulin, um den Zucker weiterhin zuverlässig aus dem Blut zu bekommen.

In dieser Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie Insulinresistenz entsteht und welche frühen Warnzeichen darauf hindeuten können. Zunehmendes Bauchfett, Müdigkeit nach Mahlzeiten, Heißhunger, Leistungsschwankungen oder ein starkes Unterzuckerungsgefühl sind keine Diagnose, können aber Hinweise liefern. Bleibt die Insulinresistenz dauerhaft bestehen, kann sich daraus Prädiabetes und schließlich Typ-2-Diabetes entwickeln. Auch Fettleber, metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen eng mit einem gestörten Glukose-Insulin-Stoffwechsel in Verbindung.

Entscheidend ist deshalb der Blick über den Blutzucker hinaus. Nüchterninsulin und HOMA-Index können zeigen, wie viel Insulin der Körper benötigt, um einen scheinbar normalen Glukosewert aufrechtzuerhalten. Auch Triglyceride, HDL, Taillenumfang und weitere Stoffwechselparameter helfen, Veränderungen früher zu erkennen. Ein einzelner Wert reicht dafür nicht. Entscheidend ist das Gesamtbild.

Und genau hier liegt die Chance: Insulinresistenz ist kein unumkehrbarer Prozess. Bewegung und Muskelarbeit, weniger dauerndes Snacken, eine angepasste Ernährung, ausreichend Schlaf und der Abbau von viszeralem Fett können die Insulinsensitivität deutlich verbessern. Wir müssen also nicht warten, bis aus einer Stoffwechselverschiebung eine Erkrankung wird. Wer die frühen Veränderungen erkennt, kann rechtzeitig gegensteuern.

HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:00: Insulin ist nicht schlecht.

00:00:02: Insulin isst ein aufbaunes Hormon, das wir brauchen und zwar in lebendlangem Idealfall aber es muss halt wirken können?

00:00:08: Dieses Thema ist reversibel!

00:00:10: Das heißt es wirklich unkehrbar und bei der Insulinresistenz definitiv auch.

00:00:14: Der bewegte Muskel nimmt aber Zucker ohne Insulin auf Wenn HDL-Kolesterin beispielsweise absinkt.

00:00:22: das könnten erste Indikatoren dafür sein.

00:00:25: Es gibt durchaus Frühwarnzeichen die wir labordiagnostisch feststellen können.

00:00:30: Erst mal ist Insulinresistenz etwas, was dazugehört.

00:00:34: Was wir phasenweise immer wieder haben können.

00:00:49: Leute herzlich willkommen.

00:00:50: hier sind die HealthNurts und wir haben heute ein Thema das insofern spannend ist weil es jeden von uns treffen kann.

00:00:57: folgendes Szenario der Blutzucker scheint normal zu sein.

00:01:03: Und trotzdem kann der Stoffwechsel bereits aus dem Gleichgewicht geraten.

00:01:09: Wie funktioniert das?

00:01:10: Also bei einer beginnenden Insulinresistenz reagieren unsere Zellen zunehmend schlechter auf Insulin,

00:01:18: d.h.,

00:01:19: der Körper versucht es zunächst auszugleichen indem die Bauchspeicheldrüse einfach mehr davon produziert.

00:01:25: Das kann auch erstaunlich lang über viele Jahre oder Jahrzehnte funktionieren.

00:01:31: Nüchtern Blutzucker fällt deshalb möglicherweise noch gar nichts

00:01:34: auf.

00:01:35: Gleichzeitig können sich aber erste Hinweise zeigen, mehr Bauchfett erhöhte Triehglyceride, Blutdruckveränderungen, Müdigkeit nach dem Essen oder auch auffällige Leberwerte.

00:01:47: Aber welche dieser Zeichen sind wirklich aussagekräftig und welche Blutwerte zeigen uns frühzeitig?

00:01:53: Dass der Körper bereits immer mehr Insulin benötigt um den Blutzugger stabil zu halten!

00:01:58: Matthias ist da, Matthias Baum unser Gesundheitswissenschaftler und Health Nerd.

00:02:02: Matthias herzlich willkommen schön dass du da bist.

00:02:04: hallo Felix ich freue mich wie immer mit dabei

00:02:06: zu sein.

00:02:06: natürlich wir müssen es gleich mal vorne weg sagen das ist ein thema das kann jeden betreffen vor allem mit fortschreitendem alter mit einem lebensstil der bei uns in der modernen welt bei vielen leuten scheinbar normales aber wenn wir ihn im vergleichen mit unserer herkunft als homo sapiens aus der natur kommend ist er eben nicht normal.

00:02:30: und es gibt dann Veränderungen mit zunehmendem Alter, die am Ende tatsächlich zu einem Diabetes führen kann oder so anderen Themen mit dem Blutzucker- und Stoffwechsel.

00:02:41: Das wollen wir uns heute mal angucken.

00:02:42: also was passiert bei einer zunehmenen oder sich entwickelnden Insulinresistenz in unserem Körper?

00:02:50: Wie läuft das

00:02:51: ab?

00:02:52: Lass mich Thema in dem Kontext Insulinresistenz beginnen, um vielleicht das Bild auch zu verändern.

00:02:58: Weil du hast recht eine chronische Insulin-Resistenz oder ein Problem im Krokoseinsulinstoffwechsel über längere Zeiträume kann die Grundlage sein für die Entstehung der meisten Erkrankungen, die wir so kennen, wo viele Menschen daran erkranken.

00:03:14: Auch das Thema beispielsweise von Herz-Kreisauferkrankungen steht damit in Verbindung.

00:03:18: Diabetes natürlich unmittelbar!

00:03:20: Aber was ist wenn ich dir jetzt sage dass Insulin Resistenz prinzipiell erst mal nicht pathologisch ist, sondern ein Mechanismus des Körpers um Energie besser verteilen zu können.

00:03:31: Das heißt Insulin und die Insulinresistenz schwankt physiologisch über den Tagesverlauf.

00:03:38: das ist ein wichtiger Faktor und sie schwankts auch in bestimmten Stadien in bestimmte Situationen also wenn wir fast.

00:03:44: beispielsweise verändert sich die Intensität der Insulin-Resistenz oder wie werden vielleicht auch insulinsensitiver bei körperlicher Aktivität im Schlaf bei Stresssituationen in der Schwangerschaft und ein wichtiger Faktor immer dann, wenn unser Immunsystem aktiv wird.

00:03:59: Auch das ist wieder ein enger Zusammenhang.

00:04:01: Das heißt, wenn wir quasi entzündliche Situation haben, vereinfacht ausgedrückt gibt es verschiedene Stoffwechselwege die dafür sorgen dass unsere Insulinrezeptoren nicht mehr gut auf Insulin reagieren können.

00:04:13: Und der Ausgangspunkt stammt von unserem Immun-System was letztendlich dafür sorgt dass mehr Energie Richtung Immun System gehen kann.

00:04:20: so das heißt Erstmal ist Insulinresistenz etwas, was dazu gehört.

00:04:26: Was wir phasenweise immer mal wieder haben können.

00:04:29: Aber wenn wir jetzt weitergehen und uns anschauen welche Veränderungen im Stoffwechsel noch auftreten können dass wir immer mehr und mehr Insulin benötigen für die Wirkweise dann entwickeln sich durchaus im Laufe der Zeit verschiedene Effekte auf die Muskulatur auf die Leber auf unser Fettgewebe.

00:04:50: Insulin ist ein aufbauendes Hormon.

00:04:51: Wenn mehr davon da ist, wird mehr fett aufgebaut und gespeichert.

00:04:56: Die Effektivität der Energieversorgung der Muskulatur wird unter Umständen mit eingeschränkt.

00:05:02: Und am Ende habe ich zu viel Insulin.

00:05:05: Irgendwann kann es nicht kompensiert werden und dann auch einen Diabetes-Mellitus Typ II.

00:05:10: So, und da wollen wir gerne in dieser Folge tiefer reintauchen um eben diese Mechanismen noch besser zu verstehen.

00:05:16: Und natürlich am Ende auch für uns alle etwas mitzunehmen.

00:05:19: was können wir aktiv tun?

00:05:21: Um

00:05:22: dem gegenzuwirken ja um dort irgendwie sagen wir mal gesund zu bleiben ganz einfach ausgedrückt und eben auch im hohen Alter noch eine funktionierende Insulinregulation zu haben und unseren Körper eben insulin sensitiv zu halten.

00:05:37: So, jetzt wollen wir also bevor wir da in die Mechanismen noch tiefer eintauchen.

00:05:42: Wollen wir erstmal verstehen warum wird das zum Problem?

00:05:45: Also was passiert wenn unser Körper diese Sensitivität nicht mehr hat?

00:05:50: ich esse etwas es kommt beispielsweise Zucker in meinen Blutkreislauf über den Verdauungstrakt und der Körper kann diesen Zucker eben nicht mehr durch eine ausreichende Insulinausschüttungen neutralisieren oder eben in einem moderaten Level halten.

00:06:08: So, der Blutzucker schießt hoch.

00:06:10: dieses Spikes diese Spitzen auch darüber haben wir hier schon mehrfach gesprochen.

00:06:14: Warum ist das ein Problem?

00:06:16: zu viel Zucker?

00:06:17: In unserem System macht was konkret

00:06:20: zu viel zucker geht es auch wieder erst mal nur darum.

00:06:23: wenn wir es auf den auf dieser blutzucker spikes beispielsweise beziehen geht es erstmal darum dass sie Auch für sie logisch sind, aber nicht zu häufig auftreten.

00:06:30: Und hier ist genau die Frage, die wir auch schon mal mit angesprochen haben, wie viel Insulin es dann notwendig um den Blutzuckerspiegel wieder auf ein Ausgangsniveau zurückzubringen?

00:06:39: Das ist eine indirekte Messung.

00:06:41: Wir messen wenn an dem Blutzuckspiegel weniger die Insulinmenge produziert wird und wenn dauerhaft zuviel Zucker zugeführt wird.

00:06:49: von Außen.

00:06:49: das heißt einmal das Thema Überernährung spielt eine ganz zentrale Rolle als Risikofaktor Stoffwechsel bedingter chronischer Insulinresistenz, wo es nicht mehr um das Prinzip der Energieverteilung geht.

00:07:01: Dann wird mit mehr Zucker in der Blutbahn die Bauspeicheldrüse aufgefordert werden, Insulin auszuschütten und Insulin ist ein Hormon.

00:07:09: Und Hormone vereinfacht hier ausgedrückt, ist immer dieses Schlüssel-Schlossprinzip.

00:07:14: Insulin is der Schlüssel, um Zucker in Zellen zu bringen oder eben auch Fett in Fettsällen zu bringen.

00:07:21: Das Schloss ist der Rezeptor.

00:07:23: Und was jetzt eigentlich passiert ist, wenn es zu einer hohen Mahlzeitenfrequenz kommt und immer wieder Blutzuckerspitzen mit dabei sind.

00:07:34: Die Bauchspeichelsrüse mehr und mehr Insulin ausschüttet und vielleicht parallel noch chronisch entzündliche Prozesse hinzukommen, das mag noch mit eine Rolle spielen, dann zirkuliert mehr Insoline in der Blutbahn und die insulinabhängigen Gewebe ... Das ist fett!

00:07:49: Lebermuskulatur, die quasi Insulinrezeptoren haben.

00:07:54: Um hier eine wichtige Rolle der Energieverteilung mitzuspielen ... Jetzt hab ich diese Rezeptoren, die Schlösser.

00:08:03: und wie Zellen so sind?

00:08:04: Wenn Sie merken, das sind viele Schlüssel, dann brauchen wir vielleicht weniger Schlössa.

00:08:09: Das heißt, Rezeptor werden entweder abgebaut oder im Falle des aktiven Immunsystems abgeschaltet.

00:08:15: Da sind sie noch nicht ganz weg!

00:08:16: Sie werden nicht mehr so stark ausgebildet oder die Wirkweise des Rezeptors funktioniert nicht mehr gut.

00:08:21: Das heißt aber nicht, dass kein Insulin da ist sondern es ist sogar sehr viel Insulin dar.

00:08:25: Es kommt zu einer Hyperinsulinämie und Insulin hat verschiedene Aufgaben.

00:08:30: Zucker in Zellen fett in Fettsälen Aber eben auch der Leber sagen produziert doch mal neues Fett weil wir haben genügend Energiereserven.

00:08:37: natürlich auch für einen Trainiertem Muskel würde Insulin auch bedeuten, anabola-Machstumsprozess in der Regeneration.

00:08:44: Es ist nicht nur negativ, aber es ist am Ende ein zu viel im System und das kompensiert sehr lange gut.

00:08:53: Die Standardmessmethoden, die wir haben, nämlich unseren Nüchternblutzuckerwert, kann ganz unauffällig sein.

00:08:58: Da weiß keiner wie viele Insulin dafür produziert werden muss.

00:09:03: Bis es mal zu den klassischen Symptomen bei einer Diabeteserkrankung kommt ... häufiges Wasser lassen oder sehr starken Durst zu haben.

00:09:12: Oder auch Gewichtsveränderungen, die mit einer Rolle spielen können und so weiter und sofort.

00:09:17: Die kommen meistens immer erst viel später.

00:09:19: Jetzt geht es darum, frühzeitig zu erkennen, was sind mögliche Mechanismen?

00:09:24: Oder Veränderung?

00:09:25: Auch Blutparameter, die sich verändern können über einen längeren Zeitraum für eine Insulin-Rosistenz sprechen.

00:09:31: Und dann natürlich Felix, was kann ich dagegen tun?

00:09:34: Der Körper kann ... mit diesen Mechaniken oder diesen verschiedenen Zuständen sehr gut, sehr flexibel umgehen.

00:09:41: Das ist uns Homo sapiens und natürlich auch vielen anderen Säugetieren von Geburt an in die Wiege gelegt, dass wir das können.

00:09:49: aber es gibt eben bei einer

00:09:53: dauerhaften

00:09:54: überstrapazierung so wird ich mal benennen dieses Systems.

00:09:57: wenn wir also permanent ohne große Pausen viele Menge viel zu viel Zucker in uns hineinschaufeln, ist das System irgendwann überlastet.

00:10:08: Das passiert nicht von heute auf morgen und auch nicht innerhalb eines Monats oder eines Jahres, aber es passiert im Laufe des Lebens.

00:10:15: Was Matthias sind Frühwarnzeichen, auf die wir alle achten können?

00:10:20: Wo sind Momente wo du auch in deiner Praxis wenn Patienten bei dir sind mit dir sprechen wo du sagst Achtung!

00:10:26: Das könnte etwas sein was darauf hindeutet.

00:10:28: hier bewegst du dich gerade in eine Richtung, die nicht gesund

00:10:32: ist?

00:10:32: Das ist sehr interessant.

00:10:34: Weil das was ich gerade schon angedeutet habe, was so Warnzeichen oder Symptome eines nicht therapierten Diabetes-Militers sein können also Polyuri häufiges urinieren müssen hohe Trinkmenge beispielsweise um quasi den Zucker auszuschwemmen Gewichtsveränderungen.

00:10:52: Das tritt dann typischerweise auch gerne bei Typ I Diabetes eher noch mit auf Ist die Insulinresistenz selbst eher sehr unspezifisch in ihren Symptomen.

00:11:00: Es gibt nicht das eindeutige Symptom, wo man sagt, wenn ich das sehe, dann habe ich auf jeden Fall eine Insulinresistenz.

00:11:07: Natürlich können wir beginnen mit Körperveränderungen, also Zunahme von bis zu rahmem Fettgewebegewichtszunahmen sind erstmal Risikofaktoren dessen eine Insulineresistenz wahrscheinlich entstehen könnte im weiteren Verlauf.

00:11:20: Es gibt aber durchaus ein paar Hinweise, wo man hellhörig werden kann.

00:11:24: Zum Beispiel Müdigkeit nach Mahlzeiten.

00:11:27: Dieses Thema von Fressenakosen kann ein Thema einer erhöhten Insulinenausschüttung sein oder auch einer beginnenden Insulinresistenz.

00:11:35: Oder sehr starken Heißhunger.

00:11:37: Heiß-Hungerattacken gehören mit dazu.

00:11:39: noch mal nicht jeder Heißsünger.

00:11:41: oder einmal aufgetretener Heißhunger heißt automatisch, dass man dauerhaft insulinresistent ist.

00:11:46: Aber es kann durchaus ein Faktor sein.

00:11:49: Leistungsschwankung gehören mit dazu und das macht es am Ende des Tages erst mal unspezifisch weil es kann ganz viele Mikronährstoffe hier natürlich auch mit einer Rolle spielen, eine Versorgungsthematik mit stattgefunden hat.

00:12:02: aber ja das sind zumindest Dinge wo man mal hellhörig werden kann Heißhunger oder dieses Beispiel, was man dann gerne auch mal als Frage stellen kann.

00:12:12: Angenommen du hast Hunger und ich stelle mich jetzt zwischen deinem Kühlschrank und dich wie würdest du darauf reagieren?

00:12:17: Und die Reaktion von Menschen ist unter Umständen dass sie sagen würden Ich würde dich packen und weg schieben ich muss dort hin.

00:12:24: Also so ein Fight

00:12:25: for your food

00:12:26: Genau!

00:12:26: So könnte man es ungefähr beschreiben.

00:12:28: Aber auch das ist ihr merkt es letztendlich Hinweise Die man geben kann.

00:12:33: aber es gibt durchaus Frühwarnzeichen die wir labordiagnostisch feststellen können oder bei sich selbst feststellen kann, da verbrauche ich keine größere Messmethode.

00:12:44: Die beste Messmethode ist die Hose, die ich morgens anziehe verändert sich.

00:12:49: Wenn ich sie an der Talie beispielsweise den Gürtel ein Loch weiter stellen muss, ist das eine Hinweis dafür dass sich am Talienumfang beispielsweise etwas verändert und in dem Zusammenhang wahrscheinlich auch die wisterale Fettmenge.

00:13:01: Frühes Thema, was jeder für sich selbst feststellen kann.

00:13:03: Wo man vielleicht merkt, die Hose passt nicht mehr so gut.

00:13:07: Da war Gewichtszunahme.

00:13:08: aber insbesondere rund um den Bauchbereich ist ein Hinweis, was dafür sprechen könnte, dass der Körper nicht mehr insulin-sensitiv ist.

00:13:18: Vielleicht eine Insulinresistenz hat.

00:13:20: Vielleicht auch einen Prediabetes oder auch ein Diabetes mitentwickeln.

00:13:23: Wie ist es beispielsweise Matthias mit Symptomen?

00:13:27: dass Leute sagen, wenn sie über einen längeren Zeitraum für Sie länger, also ich sage jetzt mal ein paar Stunden nichts essen.

00:13:34: Dass sie wie so eine Unterzuckerung spüren, ja?

00:13:36: Dass sie so kribbelige Hände bekommen, das den leichten Schwindelanfall vielleicht bekommen und merken... Wow!

00:13:41: Wenn ich nicht sofort was esse, bin ich hier wirklich kippig um.

00:13:47: Das könnte ich mir vorstellen.

00:13:48: ist es etwas, was auch ein Zeichen sein kann?

00:13:51: und die Frage Kreislaufprobleme Schwindelanfälle.

00:13:55: Absolut!

00:13:56: Spielt das mit rein?

00:13:58: Das spielt in jedem Fall mit rein, nochmal nicht als dass es der absolute klare Beweis dafür.

00:14:04: aber es gibt mir einen Hinweis darauf und du hast absolut recht wenn wir drauf schauen dass Unterzuckerungsgefühle durchaus entstehen können Aber auch bei einem Typ II Diabetes Melitus ist die Unterzuckerung in dem Sinne gar nicht möglich.

00:14:23: Ich weiß, jetzt werden die eine oder andere sagen doch ich spüre das auch.

00:14:26: Auch ohne Diabetes spüre diese Unterzuckerung aber unser Körper ist eigentlich darauf ausgelegt immer wieder auszugleichen.

00:14:33: Das heißt sobald der Blutzuckerspiegel absinkt wird der Energiemangel im Gehirn registriert und die Stressachse wird aktiv werden, was am Ende dafür sorgt dass wir aus Reserven über Cortisol quasi mehr Energiereserven bilden oder mobilisieren können quasi neuen Zucker bilden können.

00:14:51: Das ist das Prinzip warum Fasten funktioniert und wir nicht unter Zuckern grundsätzlich mit dabei Und ich kann mir das natürlich über meine Ernährung miteinander trainieren Dass wenn ich viel Zucker esse mehr Insulin ausschütte und die Schwankungen stärker sind und sich das dementsprechend anfühlt.

00:15:06: Es geht aber noch ein Schritt weiter, das mit anhaltender oder auch beginnender.

00:15:11: aufbauender Insulinresistenz natürlich auch der Soll- und Istwert im Gehirn anders registriert wird, wenn es um den Blutzucker normal Wert geht.

00:15:20: Das heißt man läuft eigentlich auf einem höheren normalen Nüchternblutzucker wert.

00:15:26: Und wenn man den unterscheidet wäre es immer noch keine Unterzuckerung.

00:15:30: aber man ist es nicht mehr gewohnt und das ist unter Umständen auch genau das Gefühl dass das Gehirner kennt ich habe hier zu wenig Energie.

00:15:39: Dann wird die Stressaksa aktiv werden, die Hände werden kaltschweißiger werden.

00:15:43: Der Puls wird schneller werden.

00:15:45: Das kann sehr eng damit zusammenhängen und ist auch ein Hinweis dafür.

00:15:49: Kann man Matthias auch die Blutwerte zur Rate ziehen oder kann man im Blut tatsächlich über eine Laboranalyse etwas feststellen?

00:15:59: Gibt es da eine Veränderung, die ein deutlicher Hinweis sein kann?

00:16:03: Zumal wir wie so oft bei den Blutwerten eher drauf schauen, ist irgendetwas eskaliert ja oder nein?

00:16:09: Viele würden jetzt sagen, ich kann mir meinen Nüchtern-Blutzucker werden anschauen.

00:16:14: Das Problem dabei ist, dass der Blutzucker durchaus ganz normal aussehen kann.

00:16:19: Normal heißt im Regelfall zwischen, sagen wir, ... Der steigt unter Umständen erst an nüchtern in einem prädiabetischen Bereich.

00:16:32: Prädiabetes, wenn man es auf den Blutzuckern zieht, liegt er bei ... Und nüchtern ein Diabetes wäre über hundertundzwanzig quasi darüber hinaus.

00:16:45: Das ist aber kein perfekter Parameter, weil na ja ich kann meinen Blutzuckerspiegel sehr wohl beeinflussen auch wenn ich auf dem Weg zum Arzt bin und nicht dann bin, wenn ich zb nämlich noch schnell eben vorher zum Bus gelaufen bin und auch hier wieder mein Stresssystem aktiv geworden ist und der Blutzucherspiegel ansteigt.

00:17:00: Deswegen guckt man gerne auf den Langzeitblutzuckerwert und auch der kann sehr lange unauffällig aussehen.

00:17:05: Der liegt dann in Bereichen unter fünf Komma sieben Prozent und Langzeitblutzucker wert.

00:17:13: Da wird was gemessen, das Hemoglobin der Blutfarbstoff und es wird quasi geschaut wie viel Oberfläche des Hemoglobins ist verzuckert so könnte man sagen.

00:17:23: und weil so rote Blutkörperchen ungefähr hundertzwanzig Tage leben hat man eine gewisse Regenerationszeit der Blutkörperchen mit integriert und kann sagen, wir haben eigentlich einen längeren Zeitraum wo wir uns den Blutzuckerspiegel daraus anschauen können.

00:17:37: Aber nochmal, er kann auch gut aussehen!

00:17:39: Und jetzt kommt eigentlich der andere Punkt dazu dass man eher herausfinden möchte wie viel brauche ich für meinen Nüchternblutzucker?

00:17:47: Wie viele Insulin ist dafür notwendig?

00:17:49: Das nennt sich Homa Index den man daraus bestimmen kann, das Verhältnis zwischen Nüchtern, Blutzucker und Nüchterinsulin in der Wehne gemessen.

00:17:59: Das ist auch eine Möglichkeit!

00:18:00: Es gibt aber auch Standardparameter die untersucht werden und wo man häufig drüber hinweggehen kann.

00:18:06: Das finde ich mich auch spannend wenn man beispielsweise auf die Triglyceride schaut, die Neutralfette in der Blutbahn weil da würde man ja sagen naja das sind ja Fette, das hat dann eher was mit fettreicher Ernährung zu tun.

00:18:17: Aber die Neutralfette in der Blutbahn werden zu großen Teilen in der Leber produziert und gebildet.

00:18:23: Drei Fettsäuren, ein Glycerol-Molekül gibt einen Triglycerid.

00:18:27: Wenn sie ansteigen muss die Leber quasi mehr Fetts produziert haben.

00:18:32: Und wann tut sie das?

00:18:33: Wenn sie ein Insulinsignal bekommt.

00:18:36: Normaler Nüchternblutzucker, normaler HBA, ein C-Deck und kein Hinweis für einen Prediabetes oder Diabetes gibt.

00:18:43: Aber schon erhöhte Trikrizoride beginnen nicht erst ab hundertfünfzig Milligramm pro Dezeliter sondern eben ich würde sagen wenn sie dreistellig sind also abhundert ist ein Hinweis dafür die Veränderung im Cholesterinstoffwechsel wenn HDL Cholsterin beispielsweise absinkt.

00:19:01: das könnten erste Indikatoren dafür sein.

00:19:03: Und dann kann man weiter schauen, schaut man sich Glukoseinsulin an diesen Homaindex um wirklich Informationen herauszufinden frühzeitig herauszufunden und um dann auch zu intervenieren.

00:19:12: Das heißt nur dass ich es noch mal richtig verstehe ein einzelner Blutwert also ein einzelne Glukosewert oder einen Triglycerid Wert ein HDL ein Leberwert Das wird nicht funktionieren, aber das Gesamtbild kann eben deutliche Hinweise liefern.

00:19:27: Okay da ist etwas was sich verschiebt

00:19:29: Genau und es wird nicht funktioniert weil alles sich nur um die Klokose dreht die sehr stark beeinflussbar ist Und gut aussehen kann.

00:19:37: Es ist wie ein Wie könnte man das beschreiben?

00:19:40: Ist wie einen auf hübsch gemacht sieht der wertgute Aus Aber dafür dass der Wert so schön niedrig nüchtern ist oder normal ist Was wir als normal in dem falle definieren also unter hundert Millikramprodetzliter der Nüchternblutzucker.

00:19:54: Dafür musste dann aber sehr viel Insulin investiert werden, verstehst du?

00:19:57: Das ist etwas was man quasi sich nicht mit anschaut!

00:20:01: Aber es kann eben sein, dass schon länger im System mehr und mehr Insulin unterwegs ist.

00:20:05: Und die eben beschriebenen Hinweise oder Symptome, die vielleicht auftreten, Müdigkeit nach dem Essen, Heißhungerattacken, starkeschwankungen unter Zuckerungsgefühle.

00:20:14: Und rein auf der Blutzuckerebene sieht das alles wunderbar und fein aus.

00:20:18: Einige erkennen auch als Frühsymptom bräunliche Flecken gerne so in den Nackenbereich oder unter den Achseln oder veränderte Haarwachstum.

00:20:26: Kann auch mit Insulin in Verbindung stehen.

00:20:28: Mehr Insulin im System heißt noch nicht, dass die Blutzuckerwerte aus der Bahn geraten sind.

00:20:33: Aber mehr Insulin heisst mehr anabolis-Hormon und das wirkt sich auf den gesamten Stoffwechsel mit

00:20:40: aus.".

00:20:41: Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang auch immer wieder auftaucht wenn man sich damit beschäftigt, ist sogenannte Nüchterninsulin.

00:20:48: also die Frage warum rückt dieser Wert gerade jetzt oder seit einiger Zeit in der Wissenschaft immer mehr in den Fokus?

00:20:56: Gib uns da mal einen Einblick!

00:20:58: Warum wird nüchter insulin zunehmend diskutiert.

00:21:01: Und was kann uns das zusätzlich zum Blutzucker zeigen?

00:21:04: Ja,

00:21:04: es ist das, was ich gerade schon beschrieben hab mit diesem Homer-Index.

00:21:08: Das heißt wir gucken prinzipiell auf den Nüchtern Blutzucker und ich würde sagen wenn wir eine Reparaturmedizin weiterhin sein wollen und uns nicht mit Gesundheitsförderung, Langlebigkeit usw.

00:21:17: beschäftigen wollen dann reicht uns das auch völlig aus.

00:21:20: aber wir wollen ja herausfinden individuell wie viel Insulin ist notwendig um diesen Blutzuckerspiegel zu halten Und das ist eine Information, die wir nur damit herausbekommen können.

00:21:30: Wenn wir natürlich explizit uns anschauen wie hoch dieser Insulinwert ist und man guckt quasi immer nur indirekt.

00:21:38: Man guckt auf den Blutzuckerspiegel sagt ja okay es ist kein Diabetes super!

00:21:42: Aber ist es eine beginnende Insulinresistenz, die über das physiologische Niveau hinausgeht und anhält?

00:21:47: Und vielleicht andere Erkrankungen mit verursacht wie Fettleber beispielsweise.

00:21:52: Die entsteht?

00:21:52: oder dieses Thema rund um das polizistische U-Varialsyndrom haben wir auch zu gesprochen.

00:21:58: Haben wir einen engen Zusammenhang in dem Kontext Gewichtsveränderung oder eben auch die von vielen Menschen häufig beschriebenen Erschöpfungsthemen wo man auf jeden Fall sich den Klukoseinsulinstoffwechsel in Gänze besser versucht anzuschauen?

00:22:12: Auch der kürzlich von uns besprochene Klukose-Ketonindex kann nur ein indirekter Indikator sein.

00:22:18: Aber um wirklich etwas über Insulin herauszufinden, brauche ich einen Insulinwert und von daher wird da mehr und mehr sowohl mit Blick auf Forschung aber vor allen Dingen auch in der Praxis drauf geschaut.

00:22:29: So, aber wichtig dabei ist eben auch es ist ein weiterer Messwert.

00:22:34: Mit den optimalen Bereichen.

00:22:37: ist es noch aktuell.

00:22:38: so eine Sache, muss man ganz ehrlich sagen.

00:22:40: Klar das Verhältnis, diesen Homa-Index ... Es ist ein Verhältnitz zwischen Glucose und Insulin.

00:22:45: Daran kann man sich orientieren.

00:22:47: Das ist auch typischerweise etabliert.

00:22:49: Aber es kann natürlich schon zu Höhenveränderungen kommen die in dem Verhältnes quasi nicht mit abgebildet werden.

00:22:56: da haben wir fehlen uns teilweise eben auch noch klare Daten.

00:23:00: Es gibt uns aber einen anderen Einblick in dieses sehr spannende Thema.

00:23:04: So, und jetzt ist natürlich für uns User sozusagen die Frage okay.

00:23:10: Was können wir tun um dem entgegenzuwirken?

00:23:13: Bevor wir sagen mal hinten anfangen lasst uns mal vorne anfangen.

00:23:16: was können wir im besten Fall schon in jungen Jahren vermeiden?

00:23:19: oder wenn wir eigene Kinder haben worauf sollten wir schon achten.

00:23:25: Insulin-Resistenz oder eben den Abbau dieser Sensitivität.

00:23:29: Was sind so die typischen, sagen wir mal Top drei, vier, fünf Dinge wo du sagst wenn man das, dass, dass über Jahre macht dann ist es klar wohin es führt?

00:23:38: Naja, ich glaube es ist relativ klar.

00:23:41: Ich sag's gerne auch auf die Lebensspanne bezogen bei Kindern natürlich der Blick darauf zu sagen auch frühzeitig Ernährung und Bewegungsaspekte mit zu berücksichtigen.

00:23:50: aber lieber Eltern da draußen an dich Felix auch an Jenny Und dann alle logischerweise.

00:23:56: wir müssen das aber auch nicht übertreiben.

00:23:59: Das heißt die Kompensationsfähigkeit eines jungen Kindes sollte man auch mit berücksichtigten.

00:24:03: Aber es geht natürlich um die extremen sehr viel Zuckerkonsum, hohe Mahlzeitenfrequenzen.

00:24:09: Gerade in Kinderjahren, also die Mahlzeit- und Frequenzensein noch mal dahingestellt.

00:24:14: Im Mägen sind etwas kleiner, das ist auch völlig in Ordnung, wenn da nicht zu viel Proportion gegessen wird.

00:24:19: Aber hohe Zuckermengen oder hohe Energiedichten oder hochverarbeitete Lebensmittel treiben unter Umständen an, mehr und mehr essen zu wollen.

00:24:29: Und was ich bei meiner Tochter persönlich immer sehe ... Felix du kennst es auch?

00:24:32: Wir hatten das schon mal zugesprochen dass Kinder unfassbar gut darin sind, auch bei Sachen, die ihnen schmecken zu sagen.

00:24:40: Ich bin satt!

00:24:41: Und das ist manchmal so dieser Letzte und da wird noch ein bisschen ... Da ist der Teller, mach ich mir noch einmal voll, dann ist irgendwie dieses

00:24:48: Fertig.

00:24:49: Vorher kommt aber noch der Spruch, dass esse ich alles auf?

00:24:51: Dass esse ich

00:24:52: alle

00:24:53: auf.

00:24:54: Das finde ich aber wichtig, weil es funktioniert.

00:24:58: Das sieht man in jungen Jahren unter Umständen, dass es nicht gut funktioniert bei irgendwelchen Süßigkeiten.

00:25:01: Die parallel zu irgendeiner anderen Tätigkeit gesnackt werden.

00:25:05: das sind Dinge wo ich darauf achten würde.

00:25:06: fest gute feste Mahlzeiten in der Familie ein gutes Angebot.

00:25:11: Es geht nicht um kompletten Zuckerverzicht und es ist auch bei Kindern in der Entwicklung ganz normal gerade dann Bei heranwachsenen bei Jugendlichen zu Beginn auch der Pubertät.

00:25:20: Das mehr insolinenen System kommt, ist ein anerboles Hormon.

00:25:23: Und dass dann auch phasenweise sich die Insolienresistenz noch mal mit verändern wird das ist auch völlig in Ordnung.

00:25:29: Das merkt man dann vielleicht auch im Kontext des Hautbildes nochmal mit dazu.

00:25:33: Insolin spielt da durchaus eine Rolle mit und der andere wichtige Hebel ist logischerweise das Thema Bewegungsverhalten gilt auch für in jungen Jahren weil ich quasi aufbauend schon Muskulatur vorbereiten kann.

00:25:46: Und Muskulatur hat mir eben gesagt, ist Insulin abhängig?

00:25:50: Das heißt damit Muskulatur mit Zucker versorgt werden kann, braucht es Insulin.

00:25:55: jetzt kommt der spannende Punkt!

00:25:56: Der bewegte Muskel nimmt aber Zucker ohne Insulin auf.

00:26:01: das super spannend über den gleichen Weg wie er es über Insulin machen würde.

00:26:04: also richtig gut und von daher zentrale Regulationsorganen, wenn es um den Klokose, Insulinstoffwechsel oder eine Störung darin geht.

00:26:14: Und das zieht sich ein Leben lang durch.

00:26:16: nur, wenn ich natürlich früh mich in meinem Leben schon nicht bewege und keine Bewegungskompetenz entwickle dann habe ich vielleicht auch im jüngeren erwachsenen Leben nicht so viel Lust auf Bewegungen und dann baue ich wenig Muskulatur auf.

00:26:31: Dann kann es durchaus sein dass das sich im Alter rechen wird dass immer mehr und mehr Insulin ausgeschüttelt worden ist.

00:26:37: Die Insulinresistenz besteht, reagiert die Muskulatur unter Umständen nicht so gut darauf, wie es bei trainierter Muskulatur funktioniert hätte.

00:26:45: Bei Ernährung gehört auch mit dazu das Vermeiden von Adipositas.

00:26:51: Das ist in Kinderjahren besonders wichtig und hilfreich, weil hier bilden sich neue Adipozyten aus.

00:26:58: Dann kann auch tendenziell mehr gespeichert werden.

00:27:00: Das wäre ein Faktor, den man perspektivisch ... vermeiden sollte, dann habe ich Ernährung und Bewegung mit dabei.

00:27:08: Und der andere für mich ganz zentrale Punkt immer wenn es um den Insulinstoffwechsel geht oder Klokoseinsulinstoffwechsel viel mehr ist unser Biorhythmus.

00:27:17: Der natürliche Rhythmus das heißt Eingangs eben schon erwähnt habe, dass wir in fasten Situationen sich unsere Insulin-Sensitivität verändern wird.

00:27:27: Beziehungsweise weniger Insulinenresistent werden oder unter Stress tendenziell eine Form von Insulinresistenz entwickeln bzw aber auch weniger Insulin im System haben werden bei akutem Stress.

00:27:38: Oder wenn ich sage, wenn das Immunsystem aktiv wird dann schaltet das Immunsystem durch Botenstoffe die Insulinrezeptoren haben, dann sind wir auch insulinresistent.

00:27:47: Das ist völlig in Ordnung.

00:27:48: aber es gibt in der Tagesrhythmik auch einen physiologischen Verlauf und das heißt dass wir am Abend hin tendenziell insulin resistenter werden.

00:27:59: Es ist ganz normal und ganz physiologisch muss man berücksichtigen bei so Mess thematiken wenn man sich irgendwelche Sachen mit anschaut also von daher ein Homerindex macht man immer nüchtern morgens nach mindestens eigentlich acht eher zwölf Stunden Fastenzeit.

00:28:16: Er sollte dann eigentlich erst eine Messung stattfinden, um da einen aussagekräftigen Wert zu haben.

00:28:21: und es ist wie gesagt ganz normal dass wir im Tagesverlauf insulin resistenter werden auf einem gewissen Niveau.

00:28:26: das ist nicht vergleichbar mit dem wofür wir jetzt eigentlich schon gesprochen haben, was quasi eine Vorstufe dann eines Prediabetes oder auch Diabetes sein würde.

00:28:34: Aber das würd ich mit berücksichtigen, was für mich auch bedeutet wir müssen das Thema auch hier wieder Schlaf mit berückssichtigen.

00:28:41: Das heißt schlafmangel schlechter Schlaf unregelmäßige Schlafzeiten wird uns auch im Tagesverlauf Insulin resistenter machen an dem nächsten Tag schon direkt und auf Dauer.

00:28:53: natürlich ist es ein weiterer Faktor der das mit vorantreiben

00:28:55: kann.

00:28:56: Also, ich fasse nochmal zusammen Ernährung großes Thema Bewegung Sport großes Thema und unser Lifestyle also unser Tagesablauf unser Rhythmus Unser Tag-Nachtrhythmus Und auch unsere Schlafqualität so die Dinge über die wir hier bei den health nerd seit ja mittlerweile fast sechs Jahren immer sprechen.

00:29:12: Am ende und das finde ich faszinierend führt es egal welches thema wie hier behandeln.

00:29:17: Es führt am Ende immer auf den gleichen punkt zu dass unser Lebensstil einfach aus dem aus dem Rhythmus geraten ist und eben nicht mehr Synchron mit dem läuft, was in unseren Genen in unserer DNA über Jahrtausende programmiert wurde.

00:29:32: So, faszinierend!

00:29:34: Jetzt haben wir also vor allem von dir gehört Matthias, vor allem im jungen Jahren können wir viel machen oder sollten wir eben darauf achten bei unseren eigenen Kindern?

00:29:40: Aber natürlich in der Community sind viele Leute in unserem Alter also dreißig vierzig fünfzig plus.

00:29:45: Und jetzt ist die Frage natürlich wenn also erste Anzeichen einer Insulinresistenz erkennbar sind Wie gut lässt sich dieser Prozesse noch beeinflussen?

00:29:57: Lässt es sich überhaupt noch beeinflussen, also können wir das irgendwie stoppen verlangsamen oder sogar umkehren.

00:30:03: und gleich dran gehangen die Frage welche Maßnahmen haben denn dann den größten Effekt.

00:30:07: Super wichtige Frage weil ich würde bis hin zum Diabetes Meditus Typ II sagen, selbst wenn wir über genetische Disposition sprechen würden dieses Thema ist reversible.

00:30:19: Reversibel Das sagt man eigentlich nicht so oft.

00:30:21: Es ist wirklich umkehrbar und bei der Insulinresistenz definitiv auch, das heißt Maßnahmen die auch ernährungsseitig total sinnvoll sind.

00:30:31: Angefangen bei der Mahlzeit in Frequenz und so Snacks zwischendurch weil jeder Snack würde quasi immer wieder auch die Anforderungen stellen Blutzucker steigt an mehr Insulin kommt ins System.

00:30:42: Phasen zu haben, wo das Programm einmal runtergefahren wird hilft.

00:30:46: Also auch das Thema Fasten, Intermittientes Fasten kann eine sinnvolle Komponente mit dabei sein.

00:30:51: Dann in der Zusammensetzung in der Mahlzeit was sehr hilfreich ist sind mehr Faserstoffe in die Ernährung mit einzubauen und wir haben über beide Gruppen schon mal gesprochen einmal die Beta-Clucane oder aus der Konjak-Pflanze des sogenannte Glucomanahen.

00:31:08: Also wasserbindende Phaserstoffe, es gehen auch andere so etwas wie pH GG beispielsweise die binden quasi Flüssigkeit verändern Die Konsistenz wären eher ein bisschen gelig und sorgen am Ende dafür dass der Blutzuckerspiegel nicht zu stark ansteigt Und Sorgen im Umkehrschluss mit dafür Dass sich die Sättigung verändert wird.

00:31:29: Dann macht es Sinn, in der Mahlzeit weniger isolierte Kohlenhydratquellen zu konsumieren.

00:31:36: Sondern Kombinationen, gerne Eiweiß und das heißt, dass wäre auch so eine Regel zu sagen, ... einfach mit dabei zu haben.

00:31:45: Das verbessert nachweislich isoliert schon die Insulinensensitivität, weil ich die Nährstoffversorgung mit den Aminosäuren mit dabei habe.

00:31:53: Es sorgt aber auch dafür, anders verhält.

00:31:56: Wir haben dann in dieser notativen Thermogenese, als bei der Verarbeitung des Speisepreis braucht es dann auch noch ein bisschen mehr Energie.

00:32:03: also das ist von der Gesamtbilanz einfach besser.

00:32:06: Dann haben wir Faserstoff und Eiweiß keine zu hohe Mahlzeitenfrequenz und nach den Mahl Zeiten gerne nochmal so eine kleine Bewegungskomponente.

00:32:16: weil was hatte ich eben gesagt?

00:32:17: Der Handstieg des Blutzuckerspiegels funktioniert unter Umständen nach einer Mahlzeit auch sehr schnell.

00:32:21: wer das schon mal so getrackt hat das geht dann auch zügig hoch.

00:32:24: Und wenn ich jetzt hier für so zehn bis fünfzehn Minuten keine Sport-Einheit, aber doch einen moderaten Spaziergang hinten dran hänge.

00:32:31: Also nach dem Essen haben wir eine Möglichkeit, dass die Muskulatur ein Teil des Zuckers insulin unabhängig aufnehmen kann.

00:32:38: Das sind supergute Möglichkeiten.

00:32:40: Kann ich nach jeder größeren Hauptmahlzeit machen?

00:32:42: Wenn ich das nicht jeden Tag schaffe, dann mache ich es halt nur abends.

00:32:45: und das bringt mich zu einem anderen spannenden Thema was gerade aktuell in der Studienwelt noch mal wieder und wenn ich wieder entdeckt habe, ich hab's das erste Mal gelesen.

00:32:56: Dass der Effekt ... Wenn wir auf Sport über den Tag sprechen, Sport ist immer gut, da sind wir uns einig!

00:33:03: Und unterschiedliche Intensitäten sind hilfreich haben wir auch schon zugesprochen.

00:33:08: Krafttraining ist bei wirklich auch Diabetes-Meditus superhilfreich weil Intensive Muskelarbeit fordert die Muskulatur.

00:33:17: Es kann mehr Krokose aufgenommen werden, also gehört das auf jeden Fall mit dazu.

00:33:21: und jetzt kommt noch ein spannender Aspekt im Timing, dass es sich aktuell nach aktueller Datenlage so darstellt, dass ist.

00:33:28: besser ist bei Insulinresistenz, bei Typ II Diabetes Melitus eher das Training auf Abends zu verlagern als zu früh am Tag.

00:33:38: Nachmittagsabend sind die besten Zeiten, um wirklich insulin-sensitiver zu

00:33:43: werden.".

00:33:44: Abschließend Matthias von dir bitte noch mal deinen Appell als Gesundheitswissenschaftler, als jemanden der sich der Gesundheit von uns Menschen verschrieben hat.

00:33:56: Warum sind wir alle gut beraten daran?

00:34:00: dieses Thema wirklich ernst zu nehmen, einen Auge darauf zu haben.

00:34:03: Auch zu gucken was ist vielleicht in unserer Familie los bei unseren Eltern und Großeltern?

00:34:08: Wie sollten wir eben du hast es schon beschrieben auf unsere Kinder achten?

00:34:12: Warum ist dieses Thema für uns alle uns als Gesellschaft so ein enorm wichtiges und leider wie ich finde unterschätzt das Thema?

00:34:20: Weil es mindestens mal in der Verkettung und assoziiert aber ein zentraler Mechanismus ist der mit den meisten Erkrankungen in Verbindung steht über die wir eigentlich.

00:34:29: Da können wir über Herz-Kreisauferkrankungen genauso in die Einrichtung sprechen wie auch über verschiedene Krebserkrankungen.

00:34:36: Nicht jeder, das ist schon klar!

00:34:38: Aber Veränderung im Stoffwechsel und dem Falle im Klikose Insulinstoffwechsel, da neigen wir natürlich in unserem Lebensstil besonders dazu, dass wir hier anfällig werden.

00:34:49: Und noch mal, Insulin ist nicht schlecht.

00:34:51: Insulin is ein aufbauendes Hormon, was wir brauchen und zwar ein Lebenlange Medialfall.

00:34:56: aber es muss halt wirken können Und wir haben einfach eine Umwelt, das ist unser großer Missmatch.

00:35:03: So wird kann man ihn wirklich beschreiben was wir so nicht gewohnt sind dass wir so viel Insulin Anforderung durch unsere Ernährung unserer nicht mehr adäquates Bewegungsverhalten mit dabei haben.

00:35:13: und es ist veränderbar und das ist das Schöne.

00:35:16: bei vielen Sachen haben wir eher wieder die Verkettung und dann wird es schwierig die Kette zurückzugehen und zu sagen da an den Punkten kann ich irgendetwas verändern.

00:35:24: hier bei diesem Klokosinsulin Thema definitiven Möglichkeiten der Veränderbarkeit.

00:35:32: Insulin-Resistenz ist ein Energieverteilungsprogramm unseres Organismus, das Immunsystem des Gehirns und des Stoffwechsels.

00:35:40: Es ist sinnvoll dass wir da Schwankungen und Veränderung drin haben aber dauerhafte Insulinresistenz isst wirklich ein veränderbares Thema und notwendiges Thema für nicht nur Erhalt sondern auch Entwicklung von Gesundheit.

00:35:56: Matthias, vielen Dank.

00:35:57: Viel gelernt!

00:35:57: Was nehmen wir noch mit aus dieser Folge?

00:36:00: Insulinresistenz entsteht nicht plötzlich.

00:36:03: Sie entwickelt sich über Jahre – über Jahrzehnte.

00:36:06: Der Blutzucker kann auch völlig unerfällig aussehen und trotzdem entwickelt sie sich bereits.

00:36:11: Genau deshalb lohnt es sich sehr genau in den eigenen Körper rein zu fühlen und auch genau hinzuschauen auf Blutwerte, auf den Teilchenumfang, auf unsere tägliche Bewegung... unseren Sport, unseren Schlaf und vor allem natürlich auf unsere Ernährung.

00:36:27: Was essen wir?

00:36:28: Wie viel davon in welchen Abständen?

00:36:30: Wovon vielleicht zuviel?

00:36:32: Die gute Nachricht gerade in frühen Stadien lässt sich noch sehr viel beeinflussen Muskelaufbau regelmäßige Bewegungen eine angepasste Ernährungs der Abbau von visceralem Fetter so rund um unseren Bauch kann die Insolinsensitivität deutlich verbessern.

00:36:47: Matthias sagt es ist

00:36:49: reversibel

00:36:50: Es ist umkehrbar.

00:36:52: Es geht also nicht darum, auf die Diagnose Diabetes zu warten sondern es geht darum, die Warnzeichen vorher zu verstehen und im Rechtzeitig gegenzusteuern.

00:37:01: Wir haben es, man muss das ganz deutlich sagen selber in der Hand!

00:37:05: Matthias vielen Dank dafür.

00:37:06: und Leute wenn ihr Fragen oder Kommentare zu dieser Folge habt schreibt sie uns direkt unter die Folge bei Spotify.

00:37:12: da gibt's die Kommentarfunktion.

00:37:13: wir lesen alles und freuen uns natürlich über Nachricht und Feedback aus der Community.

00:37:19: Am Montag gibt's den nächsten Folge, ein Dieb-Dive hier bei den HealthNurts.

00:37:21: Leute bis dahin bleibt neugierig und bleibt gesund!

00:37:25: Vielen Dank.

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