Telomere: Schlüssel zu längerem Leben – oder gefährlicher Irrtum?

Shownotes

„Telomere sind nicht einfach ein Countdown bis zum Tod.“ Die winzigen Schutzkappen an den Enden unserer Chromosomen verkürzen sich bei vielen Zellteilungen und gelten als wichtiger Marker biologischer Alterungsprozesse. Werden sie kritisch kurz, können Zellen ihre Teilungsfähigkeit verlieren, in einen Zustand zellulärer Seneszenz übergehen oder absterben. Die Longevity-Forschung beschäftigt deshalb seit Jahren eine verlockende Frage: Könnten wir länger gesund leben, wenn es gelingt, unsere Telomere zu erhalten oder sogar zu verlängern? Doch aktuelle Forschungsergebnisse stellen die einfache Gleichung „längere Telomere gleich längeres Leben“ infrage. Denn unter bestimmten genetischen Bedingungen können ungewöhnlich lange Telomere sogar das Krebsrisiko erhöhen.

In dieser Folge der artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, welche Rolle Telomere bei Zellalterung, Regeneration und Krebsabwehr spielen. Sie untersuchen, warum verkürzte Telomere mit chronischen Entzündungsprozessen und eingeschränkter Zellfunktion zusammenhängen können, weshalb das Enzym Telomerase für die Alternsforschung so interessant ist und wo die biologischen Grenzen gezielter Telomerverlängerung liegen. Auch die kommerziellen Telomertests kommen auf den Prüfstand: Kann die Länge unserer Chromosomenenden tatsächlich verraten, wie alt wir biologisch sind oder wie viele Lebensjahre uns noch bleiben?

Besonders interessant ist der Einfluss unseres Lebensstils. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, chronischer Stress und belastende Kindheitserfahrungen werden in Studien mit kürzeren Telomeren in Verbindung gebracht. Umgekehrt gibt es Hinweise, dass regelmäßiges Ausdauer- und Intervalltraining die Aktivität der Telomerase beeinflussen kann. Matthias erklärt, welche Erkenntnisse zu mediterraner Ernährung, Schlaf, Stressmanagement und körperlicher Aktivität vorliegen. Auch Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren wurden untersucht. Doch ein günstiger Effekt auf die gemessene Telomerlänge ist noch kein Beweis dafür, dass sich die biologische Alterung aufhalten oder gar umkehren lässt.

Wohin führt die Forschung? Könnten standardisierte Telomermessungen künftig helfen, bestimmte Erkrankungen früher zu erkennen? Und lassen sich unsere Chromosomenenden eines Tages gezielt schützen, ohne gleichzeitig das Wachstum entarteter Zellen zu begünstigen? Felix und Matthias ordnen die wissenschaftlichen Perspektiven ein und erklären, warum es bei Longevity nicht darum gehen sollte, einzelne biologische Marker zu maximieren. Das eigentliche Ziel sind möglichst viele gesunde Lebensjahre. Und dafür ist die Länge unserer Telomere nur ein Teil der Gleichung.

HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.

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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:01: Das Stress, chronische Stressbelastung, psychoemotionaler Stress und vor allen Dingen das Ganze in den frühen Kindheitsjahren auch eine Rolle spielen wie lang die Telomere sind.

00:00:12: Es ist definitiv kein Standard-Test der durchgeführt wird aber ja man kann Telomera messen es eins zu eins als persönlichen Lebenszeitmesser zu übertragen ist aber ungeeignet!

00:00:23: Es gibt Enzyme die quasi die Telomeras auch wieder verlängern können.

00:00:31: Mensch einfach erklärt.

00:00:34: Mit Felix Möse und Matthias Baum.

00:00:39: Leute, wir sprechen heute über ein spannendes Thema, über Telomere!

00:00:43: Und ich gebe hier gleich mal eine Zeile mit rein.

00:00:46: Könnt ihr mir überlegen wie ihr das findet?

00:00:48: Sind TelomERE unser Countdown bis zum Tod?

00:00:52: BAM!

00:00:53: Also worum geht's?

00:00:54: Telomeren ganz vereinfacht gesagt sind die Enten unserer Chromosomen Und ihr wisst, haben wir alle mal im Bio-Unterricht gelernt.

00:01:03: Unsere Zellen teilen sich und erneuern sich... ...und im Laufe unserer Lebensjahre werden diese Telomere immer kürzer!

00:01:11: Und jetzt gibt es seit vielen Jahren also die verlockende Theorie.. Hey wenn wir es schaffen dass diese Telomeere nicht kürzer werden im Laufer unseres Lebens?

00:01:19: Wenn wir es irgendwie schaffen das diese Verkürzung verlangsamt wird dann wären vielleicht auch alle älter oder werden Älter und bleiben gesund.

00:01:27: Oder wenn wir sogar schaffen dass die Telomeren wieder länger werden dann können wir unsere Alterung vielleicht sogar aufhalten.

00:01:34: In der Longevity-Forschung gibt es natürlich wildeste Ansätze und Forschungen, Studien und Theorien wobei man fairerweise sagen muss in den letzten zwei drei Jahren gab es auch einige Ergebnisse von Studien die das ganze Thema wieder ein bisschen runter auf dem Boden der Realität geholt haben und gesagt haben hey nur weil wir längere Teelomere haben heißt dass nicht automatisch dass wir auch gesünder sind oder dass wir älter werden können.

00:01:58: Und das wollen wir uns heute mal angucken, Telomere?

00:02:00: Was ist das überhaupt genau?

00:02:01: wie funktioniert?

00:02:02: Das?

00:02:02: können wir die überhaupt aktiv wirklich beeinflussen also ihre Länge und heißen längere Telomäre dann wirklich, dass wir später sterben?

00:02:11: Das wollen wir ans Angucken.

00:02:12: Matthias Baum ist da unser Gesundheitswissenschaftler.

00:02:14: Matthias herzlich willkommen.

00:02:15: Hallo Felix Sie freuen mich immer mit dabei.

00:02:17: zusammen

00:02:18: Kann man die Telomere-Länge messen.

00:02:21: Lass uns direkt damit einstellen, kann ich morgen zum Arzt gehen und sagen hier, Doktor?

00:02:24: Ich will gerne wissen wie lange sind meine Telomeren noch, wie viele Jahre habe ich noch?

00:02:29: Genau unter besten genau mit dieser Formulierung.

00:02:32: also es ist definitiv kein Standardtest der durchgeführt wird.

00:02:34: aber ja man kann Telomera messen.

00:02:37: sollt mir auch nochmal im Detail drauf schauen weil die Frage ist natürlich wo wird was und wie gemessen und den Zusatz den du gerade ergänzt hast?

00:02:47: Und könnten Sie mir dann noch sagen, wie alt ich werde oder wie alt Ich bin?

00:02:50: Ja.

00:02:50: Das ist so ein bisschen die Grundidee, die es rund um die Telomere gibt gab und vielleicht auch das Thema etwas überspitzt betrachtet eben genauso gesehen haben.

00:03:02: Das is eigentlich unsere biologische Uhr!

00:03:04: Wir gehen in die Zelle rein, wir gehen in den Zellkern... ...wir gehen an die DNA und wenn sich hier etwas verändert, dann ist das der Startpunkt.

00:03:12: Und für alle Health-Nerds und für die, die sich mit Longevity beschäftigen wissen das Telomere Verkürzung durchaus einer der strukturellen Faktoren ist wenn es um die Merkmale von Alterung geht.

00:03:25: Aber es ist eben nicht der alleinige und bedeutet letztendlich du kannst gerne zu deinem Arzt gehen vielleicht hat er eine Testmöglichkeit aber er wird dir nicht am Ende sagen okay das bedeutet für dich jetzt lieber Felix zehn Jahre zu alt zu jung oder könnte wirklich ein Countdown festlegen.

00:03:44: Okay, jetzt wollen wir uns mal langsam an dieses Thema rantasten weil es doch relativ komplex ist für Leute wie mich die nicht so tief drinstecken in diesen wissenschaftlichen Themen wie du.

00:03:54: also ich habe verstanden die Thilomere sitzen an unserer DNA am Ende der DNA und wir haben alle diese DNA-Spiralen im Kopf die wir natürlich schon gesehen haben.

00:04:05: Doppelhelix Form?

00:04:06: Und jetzt stelle ich mir das vor.

00:04:07: zwei Meter

00:04:08: Finde

00:04:10: ich's.

00:04:10: Zwei Meter DNA pro Zellkern?

00:04:13: Ja, Wahnsinn!

00:04:14: Unglaublich eine gigantische Zahl.

00:04:15: So jetzt stelle ich mir eine zwei Meter lange Spiralenudel vor.

00:04:20: und stell mir vor mit jeder Zellteilung mit jedem Lebenstag, jedem Lebensmonat, jedem Lebensjahr wird da einfach mit dem großen Messer hinten immer die Spiralnudel ein bisschen gekürzt von zwei Metern irgendwann auf nur noch einen Meter Und irgendwann ist sie ganz kurz und dann ist es vorbei.

00:04:40: Das ist ein sehr einfaches Bild, wie ich's auf meinem fünfjährigen Sohn erklären könnte.

00:04:44: aber... Wie ist das wirklich?

00:04:46: Also die Dinger werden kürzer.

00:04:48: warum?

00:04:48: was passiert da?

00:04:50: Vielleicht für den grundlegenden Prozess mit dem Abkürzen ist auch eine sinnvolle Erklärung und wir können uns vorstellen wenn etwas gekürzt wird kann es vielleicht nicht mehr so gut funktionieren.

00:05:01: jetzt ist es aber nicht so dass die Gesamt-DNA gekürzt wird, sondern die du hast im Begriff eben auch schon genannt.

00:05:07: Die DNA liegt in den Zellkern kondensiert vor in der Form der Komosomen.

00:05:13: Menschen haben im Regelfall forty-sech Komosom manchmal mit verschiedenen Abweichungen aber im Prinzip der komosommensatz die eine Hälfte vom Mama und der andere vom Papa kommt mit dazu und dann ist die DNA quasi aufge Dereden nochmal.

00:05:30: Also nicht nur in sich selbst gedreht, diese Basennukleotide die zusammengedreht sind sondern wir haben diese Kommosom und am Ende dieser langen Kette da sind die Telomere Und ich würde es mir eher so vorstellen, das gängige Bild, was man dafür eigentlich hat.

00:05:46: Stell dir deine Schuhe vor die du gerade anhast und deine Schnürsenkel, die du vielleicht mit dran hast ... Vielleicht hast du heute aber auch Klettverschlussschuhe?

00:05:53: Aber stell dir vor, du hast Schnürsänkel!

00:05:56: Dann ist der gesamte Schnür senkel die DNA-Länge.

00:06:02: Was am Ende eines Schnür Senkel an beiden Enden quasi, hier in dem Fall an einem Ende, das ist die Schutzkappe, die außen drum herum ist.

00:06:12: Das ist das Bild, wie man sich Telemere gut vorstellen kann.

00:06:15: Es geht um diese Kunststoffkappe aus einer bestimmten DNA-Sequenz besteht, nämlich aus sechs unterschiedlichen Nukleotidbasen.

00:06:28: Die sind immer gleich bei Menschen und daran angeheftet sind Eiweißstrukturen Und das Ganze verschließt es ab.

00:06:37: Warum?

00:06:38: Wenn ich so viel DNA in Länge habe und das Ganze irgendwie wild umherwandern würde oder vielleicht sogar aufverransen würde am Ende, wäre das ein Problem.

00:06:48: Diese Schutzkappe schließt das ab.

00:06:51: Das nur in der Vorstellung.

00:06:53: D.h.,

00:06:53: wenn wir über Telomer-Verkürzung sprechen ist es nicht, dass die ganze DNA abgeschnitten wird... Also unsere ganzen Gene plötzlich nicht mehr vorhanden sind, sondern diese Telomere am Ende werden ... gekürzt.

00:07:05: Mhm,

00:07:06: heißt das nur dass ich es richtig verstehe.

00:07:08: wenn also diese Schutzkappen im Laufe des Lebens immer kürzer werden oder eben immer immer instabiler werden?

00:07:14: Dass dann das was sie eigentlich machen soll nämlich die DNA endend schützen dass das irgendwann nicht mehr zuverlässig funktioniert und Die dna also schaden nimmt im laufe des lebens.

00:07:23: Sie könnte Schaden nehmen und so müssen wir telomere auch verstehen.

00:07:25: Das ist eigentlich eine eine Schutzstruktur am ende der chromosome Und sie helfen den zellen dabei zu erkennen ob das chromosome intact ist Und ob es vielleicht einen DNA-Bruch gibt, der repariert werden muss.

00:07:38: Wenn das weiter fortschreitet, je nach Zelltyp unterscheidet sich das natürlich in der Länge und in der Replikationsfähigkeit einer Zelle

00:07:46: usw.,

00:07:47: also nicht jedes Gewebe, nicht jeder Zellart funktioniert da komplett gleich.

00:07:53: Das ist auch ein wichtiger Punkt, auch wenn's um Testung geht.

00:07:55: Und am Ende dieser Chromosomen, und ich hab eine weitere Verkürzung, habe ich unter Umständen Problemen, was mit der DNA einstehen könnte.

00:08:03: Das heißt ... Der Körper beziehungsweise die Zelle versucht zu reparieren.

00:08:08: funktioniert das nicht mehr?

00:08:10: Gibt es immer noch eine genetische Lösung?

00:08:13: und das wäre der programmierte Zell tot?

00:08:16: oder die Zellen liegt brach und nimmt nicht mehr an der Replikation teil aber ist immer noch stoffwechselaktiv.

00:08:21: Das sind sogenannte seneszente Zellen.

00:08:23: Das kennen wir im Kontext von Alterung auch, dass die Zunahme der senizenten Zellen mit einhergeht.

00:08:30: Die dann unter Umständen auch immun aktiv werden können und dann Entzündungen angekobelt wird.

00:08:34: Ihr seht diese Verbindung, die Kette vom einen zum nächsten Mechanismus ist in der Hypothesenbildung, in der Theorie eigentlich schon ganz gut erforscht und hängt da zumindest eng miteinander zusammen.

00:08:47: jetzt aber nur die Telomere heraus zu nehmen wäre dann zu verkürzt.

00:08:52: Da sind wir wieder beim Verkürzen.

00:08:55: Jetzt wollen wir mal einmal einen Blick auf diese Longevity Forschung oder auf den Hype der letzten, ich sag mal zehn, fünfzehn Jahre legen.

00:09:05: Wer sich mit longevity so ein bisschen beschäftigt hat, der ist an telomeren gar nicht vorbeigekommen.

00:09:09: Das war ein riesen Thema oder ist ein Riesenthema.

00:09:11: aber und da muss man jetzt ganz klar sagen diese anfängliche euphorie und diese Theorie das also längere Telomere automatisch eben bedeuten längeres leben oder wenn die sich langsamer verkürzen dass wir länger alt werden oder älter werden und länger gesund bleiben können Da gibt es jetzt relativ neue studienneue untersuchungen die da ein bisschen auf der Bremse treten.

00:09:37: Was hat sich verändert?

00:09:38: Wo ist der Schiff von ... Das ist der Heilige Gral, der Alterung.

00:09:42: Wenn wir das verstehen, wären wir alle hundertfünfzig Jahre alt.

00:09:46: versus wie ist es wirklich?

00:09:48: Naja, das hängt mit unterschiedlichen Ansatzpunkten.

00:09:51: also sag ich mal von der Theoriebildung über die Grundlagenforschung der Erkenntnis, dann die Testung.

00:09:57: Und dann haben wir viel an Beobachtungsstudien und vielleicht auch Verbindungen in bestimmten Lebensphasen.

00:10:02: oder wenn Menschen bestimmte Dinge erlebt haben oder einen bestimmten Lebenstil pflegen, viel Stress haben kommen so einige Faktoren mit dazu.

00:10:10: Rauchen, Alkohol trinken spielt hier auch eine Rolle.

00:10:13: Dann gibt es zumindest die Beobuchtung dass die Telomere kürzer werden.

00:10:16: also ist ein Gedanke dabei naja lebensdiefaktoren beeinflussen wirklich bis runter auf den Zellkern, bis runter zu unseren Kommosomen.

00:10:23: Bis zu den Enden an der DNA oder an den Enten der Kommosome.

00:10:27: Diese Telomere werden dann irgendwie eher kürzer.

00:10:30: und dieses Thema heiliger Graal ... Wenn wir die Telomeren verstehen oder wenn wir verstehen wie stark wird das abgekürzt?

00:10:38: Dann können wir wirklich quantifizieren... Jetzt ist es so-und-so viel Nanometer lang!

00:10:44: Ich muss es wirklich so definieren ich kann's nicht genau sagen.

00:10:46: Und dann kürze sich das bei einer Zellteilung ab Und dann wird es kürzer und wenn ich eine bestimmte Nanometeranzahl verloren habe, kann die Zelle nicht mehr arbeiten.

00:10:57: Aber es gibt natürlich verschiedene Einflussfaktoren wie schnell sich dann auch ne Zelle teilt oder in der Vergangenheit geteilt hat.

00:11:02: Jetzt bring' ich noch einen wichtigen Punkt mit dazu.

00:11:05: Es gibt Enzyme, die quasi die Telomere auch wieder verlängern können.

00:11:09: Die sogenannten Telomerase sprechen wir gleich noch zu.

00:11:13: Von daher kommen wir aus der Alterungsforschung, Anti-Aging, Longevity Richtung darauf.

00:11:18: Dass man sagt, das klingt doch erst mal sehr spannend wenn je länger desto besser sind untergebrochen.

00:11:26: Fakt ist aber dass es unterschiedliche Testmethoden dafür gibt und Telomere sind gar keine Frage auch deren Messung ein superspannender Biomarker.

00:11:37: ich würde das nicht voreilig irgendwie abtun eher auch perspektivisch für verschiedene Krankheitsbilder hier interessante Ansatzpunkte.

00:11:46: Ist eins zu eins als persönlichen Lebenszeitmesser zu übertragen, ist aber ungeeignet das muss man relativ klar sagen weil es unterschiedliche Faktoren gibt was Verkürzung und Verlängerung angehen kann Und dass passiert in den unterschiedlichen Geweben unterschiedlich stark und manche sollen auch ein bisschen kürzer sein und andere etwas länger sein.

00:12:03: und Das Thema was du jetzt gerade eben angesprochen hast sind neuere Forschungen wenn es um das thema Krebs Risiko geht Wenn dann plötzlich die telomere länger sind, weil Länge ist eben nur eine Dimension des Ganzen und sie ist nicht hilfreich wenn die Zelle selbst nicht langfristig kontrollierbar bleibt.

00:12:22: Das heißt eine Teilungsreserve zu haben, die ja quasi ein längeres Telomere bedeutet, ist bei Zellen die potenziell entarten könnten tendenziell eben auch ein Problem.

00:12:32: und von daher gibt es das gerade mit Blick auf verschiedene Krebserkrankungen, die quasi damit untersucht worden sind.

00:12:40: Gerade immunologisch im Kontext der lymphatischen Krebserkrankung wo wir eine Verbindung haben, wo wir längere Telomere haben dann höhere Zellteilungsrate.

00:12:51: aber es ist nicht wirklich kontrollierbar weil es wiederum einen anderen genetischen Faktor gibt er das quasi mit beschleunigt oder diese Telomerregulation mitbeschleunigen und da ist es sogar eher kontraproduktiv.

00:13:03: So, also es ist eben wie du ja auch eingangs gesagt hast ein sehr komplexes Thema.

00:13:07: Es gibt also auf der einen Seite nach wie vor Studien ich fasse das mal zusammen wenn ich dich richtig verstehe die sagen da gibt's durchaus positive Wirkungen oder Effekte wenn die Telomere etwas länger sind oder wenn sie langsamer sich verkürzen.

00:13:22: aber es gibt eben auch immer wieder jetzt Studien die zeigen bei Du hast Krebserkrankung angesprochen.

00:13:28: Ich habe hier eine Studie zum Beispiel von aus dem Mai diesen Jahres wo es um lymphatische Krebserkrankungen geht.

00:13:35: Und da gibt's eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Zellen mit langen Telomeren, das ist kein allgemeiner Beweis, dass längere Telomere schädlich sind.

00:13:45: Aber es ist eben schon ein bemerkenswerter Gegenbefund zum Anti-Aging-Narrativ, ja?

00:13:52: Dass automatisch heißen muss, es ist gesünder!

00:13:54: Genau weil wenn wir jetzt nur darauf beziehen und sagen die eine Dimension zählt nämlich Länge Naja, mehr Schutzkappe heißt mehr Teilungsfähigkeit.

00:14:04: Das ist nicht falsch!

00:14:06: Aber wir müssen gucken wo findet das ganze statt?

00:14:09: und ich will es trotzdem im Kontext der Alterung nicht abhaken weil wir uns natürlich bestimmte Geweber oder auch bestimmte Zellen vorstellen können.

00:14:17: dazu zählen insbesondere die Immunzellen dass es auch dort wo am meisten getestet wird das heißt man nimmt aus einer Blutprobe beispielsweise Immunzellen raus und guckt auf deren Telomerlänge.

00:14:30: Und klar, wenn ein Immunsystem das können wir uns vorstellen, chronisch aktiv ist oder daueraktiv ist dann werden die sich auch mehr replizieren.

00:14:39: also ist die Wahrscheinlichkeit gegeben dass die Telomere kürzer werden und auf Dauer chronologisch betrachtet heißt es im Endeffekt, dass das Immunystem in der Funktionsweise nicht mehr so funktioniert reguliert werden können oder dass die Zellen ihre Aufgaben nicht erfüllen, dann sind zwar zählen da aber sie sind senizent.

00:15:00: Sie arbeiten nicht mehr richtig.

00:15:01: oder Naja Schutzstoffe können nicht ausreichend produziert werden und so kann man Die verbindung erkennen.

00:15:08: Aber wie gesagt als alleinigen punkt eben nicht.

00:15:10: und in diesem fall was du jetzt erwähnt hast in dieser studienlage geht es natürlich primär bei Spezifischen Erkrankungen Und das ist auch ein befund den man erst mal mit ergänzen muss.

00:15:20: das heißt plötzlich sind telomere länger und Es ist kein vorteil mehr.

00:15:24: Also dieses Doppelspiel und ich sag mal ganz vereinfacht runtergebrochen deinen Gedanke, den du hier in vielen Folgen geäußert hast.

00:15:31: Die Menge macht das Gift ja also auch das Richtige am richtigen Ort zur richtigen Zeit in der richtigen Anzahl spielt also auch hier wieder eine Rolle.

00:15:39: nur weil es einfach länger ist oder weil's einfach da ist heißt dass nicht in jedem Falle in jeder Kombination.

00:15:44: das eben positiv ist und das zeigen oder das deuten diese Studienergebnisse durchaus an Ohne da noch tiefer reinzugehen, lass uns aber trotzdem kurz beim Thema Longevity bleiben.

00:15:56: Wir haben auch hier schon über den Long Javity Papst Brian Johnson berichtet diesen ja man muss es schon sagen sehr verrückten multimillionär der sich zum Lebensmotto gemacht hat.

00:16:06: don't die nicht sterben.

00:16:08: Millionen Menschen weltweit folgen ihm.

00:16:11: Es hat schon fast etwas Sektenartiges wenn ich das mal so sagen darf Unabhängig davon.

00:16:16: Er beschäftigt sich eben auch natürlich mit den Telomeren und ich hab ein Interview von ihm gesehen, wo er berichtet hat dass er es geschafft hat seine Telomere auf eine Länge zu bringen.

00:16:29: Ich habe die Zahl nicht mehr, ich glaube das war irgendwie zehn Kilo Base oder so.

00:16:32: ja so ist die Einheit.

00:16:34: Dass er sie verlängert hat von zehn auf elf fünf Kilo base Und dass das etwa der Telomerlänge eines zehnjährigen Menschen entspricht klingt natürlich fantastisch, man denkt wow der hat jetzt quasi irgendwie das Erbgut rückwärts gedreht.

00:16:49: Der ist jetzt wieder so frisch wie ein zehnjähriger.

00:16:53: Du als seriöser Wissenschaftler Wie schätzt du solche Aussagen ein?

00:16:57: Was?

00:16:57: was ist durchaus spannend an so einem Thema und was es?

00:17:01: vielleicht ein bisschen viel hocus-pocus.

00:17:03: Ja fangen wir mit der Art und Weise an was und wie es getestet wird.

00:17:08: Es gibt auf dem Markt und auch in der Forschung unterschiedliche Testverfahren, Messmethodiken und vielleicht um das einmal direkt aufzugreifen.

00:17:18: Unterschiedliche Messmetodien die dann miteinander verglichen werden zeigen erheblicher Abweichung je nach Labor- und Testverfahren bei der gleichen Messung also nicht nur das unterschiedliche Gewebe die man messen könnte oder unterschiedliche Zelltypen die man Messen könnte und auch biopsieren könnte.

00:17:34: Man könnte rein theoretisch alles testen, macht man natürlich nicht.

00:17:38: Man versucht einen simplen Zugang zu wählen.

00:17:39: Aber selbst wenn die gleichen Immunzellen getestet werden, haben wir enorme Testungenauchigkeiten und Abweichungen in den Tests mit drin.

00:17:47: Das ist ein Punkt dabei.

00:17:48: Dann kann man neben der Inter-Testerreliabilität also der Vergleichbarkeit untereinander der Tests auf die Intra ... Also einen spezifischen Test.

00:17:59: Das wird Brian Johnson wahrscheinlich auch tun.

00:18:01: Er hat seinen Testverfahren, sein Testpanel und guckt sich die Entwicklung an.

00:18:06: Und dann muss man relativ klar sagen, viele der Daten sind Beobachtungsstudien, die gemacht werden.

00:18:11: Das heißt wir sehen Verbindungen einmal was verkürzt Telomere, einmal was könnte sie länger halten?

00:18:17: Dann kann man noch auf etwas gucken wie eben schon erwähnt telomerase Aktivität und sich anschauen wird da vielleicht sogar wieder irgendwas mit dran gebaut.

00:18:25: Die Punkte, die er umsetzt, sind ja viele Aspekte davon... naja!

00:18:30: schon sinnvoll.

00:18:31: Also, da ist gar kein Zweifel dran!

00:18:34: Das ist auch in den Gesundheitswissenschaften viele Basisaspekte mit dabei wenn es um Ernährung geht und Bewegungsverhalten geht.

00:18:42: Da achtet er ja auch sehr konsequent drauf.

00:18:44: Dann hat der natürlich ein großes Deck an bestimmten Supplements.

00:18:48: die einen nimmt und verwendet dann geht's noch weiter mit Infusionen und was nicht alles gemacht wird quasi immer mehr diese Verjüngungsschraube zu drehen.

00:18:58: Und jetzt ist die Frage, wie viel Impact hat dann die eine letzte Kapsel, die dann eingenommen wird als der insgesamter Lebensstil?

00:19:06: Der sehr biorhythmisch stattfindet, der ohne Alkohol, ohne Rauchen, ohne verschiedene Toxine stattfindete, die natürlich viele Menschen ausgesetzt sind.

00:19:15: und es geht aber auch nicht nur um das gelebte Leben im Moment sondern entscheidend für die Telomerlänge ist auch ... Auch das zeigen uns eher Beobachtungsstudien.

00:19:23: Stress, chronische Stressbelastung, psycho-emotionaler Stress und vor allen Dingen das Ganze in der frühen Kindheitsjahre auch eine Rolle spielen wie lang die Telomere sind.

00:19:34: Das ist auch Beobachtung!

00:19:36: Und hier wäre es zu sagen wenn ein Trauma passiert ist dann sind meine Telomeren auf jeden Fall alle verkürzt.

00:19:43: aber eine Verbindung besteht ist relativ gut zellulär erklärbar, erhöhte oxidative Stress wird entweder in der Zelle zu einer erhöhten Zelthallungsrate führen oder wirklich zur Störung dann auch der Telomere führen und dann wird es eher schneller abgebaut werden.

00:19:59: Aber das ist ein spannender Punkt, lass uns da kurz bleiben.

00:20:00: also du hast von so traumatischen Erlebnissen gesprochen oder von so Impact.

00:20:05: was sind solche Ereignisse?

00:20:06: Also was kann wirklich dafür sorgen dass diese telomere rapide sich verändern.

00:20:11: Oder das ist dort wirklich einen messbar starken Unterschied zwischen heute und morgen gibt oder ich weiß nicht, wie lang der Zeitraum dann ist aber gib uns da mal ein Blick was hat denn wirklich den stärksten Einfluss darauf dass wir dort negativen Effekt feststellen können?

00:20:28: Also es gibt verschiedene Faktoren.

00:20:30: Ich habe immer so sechs Faktor mitgebracht die schon gut untersucht sind Die eine Erklärung bringen oder zumindest erstmal Beobachtungen zeigen Aber nicht bei allen Punkten.

00:20:39: Es letztendlich heißt, wenn es war,

00:20:41: dann

00:20:42: kommt das im nächsten.

00:20:43: Also ein deterministischer Zusammenhang besteht unter Umständen noch nicht.

00:20:47: Allen voran ist einmal das Thema Rauchen und Alkohol-Konsum.

00:20:51: da ist relativ klar Und die Erkenntnis ist uns allen glaube ich auch bewusst dass rauchen und oxidativer Stress eng zusammenhängen.

00:21:00: Es gibt einen klaren Zusammenhang bei Rauchen mit kürzeren Leukozytentilomeren, also genau die, die auch getestet werden.

00:21:07: Und sprich ich habe über den ... Die Belastung, die Toxinbelastung regelmäßig die Arbeit meines Immunsystems.

00:21:14: dann müssen meine Immunzellen mehr arbeiten und dann werden sie sich auch quasi darauf verkürzen.

00:21:20: Es ist einer der Faktoren, der sehr gut logischerweise verändert war.

00:21:24: Beim Thema Alkohol-Konsum ist es ähnlich.

00:21:26: Auch da gibt es Beobachtungsdaten, natürlich auch insbesondere dann wenn Alkohl misbrauch wirklich stattfindet.

00:21:34: also je mehr, desto höher.

00:21:36: dann die Auswirkungen darauf.

00:21:39: Stoffwechselseitig bei adipositors oder mehrhöhten BMI steht es ebenfalls mit verkürzten telomärenden Verbindungen.

00:21:47: Das heißt aber auch nicht, dass in beide Richtungen ein unmittelbarer Zusammenhang ist und das bedeutet auch nicht der alleinige Gewichtsverlust die verlorene Länge dann auch unmittelbare wiederherstellen kann weil dieses Wiederherstellen ist eher etwas mit Maßnahmen wo man drauf schauen muss so wie das eben am Beispiel von Brian Johnson noch miterwähnt hast.

00:22:05: Und dann finde ich diese Themenwelten rund um chronischen psychischen Stress und früher kindliche Traumatisierung, Belastungserfahrung, Gewalt.

00:22:15: Ebenfalls einen wichtigen Faktor wo sich eben auch zeigen bei chronischem Stress kürzere Telomere die sich einstellen durch erhöhten oxidativen Stress und die Belastung und dadurch auch eine veränderte und verringerte telomerase Aktivität also das Enzym dass quasi die Telomero auch wieder verlängern könnte Gewalt und Belastungserfahrung gibt es ebenfalls Zusammenhänge zu kürzeren Telomieren.

00:22:40: Und dann auch einen spannenden Faktor, dass im weiteren Lauf des Lebens sie sich noch mal mehr oder schneller mit verkürzen können.

00:22:48: aber nochmal nicht ein universeller ursächlicher Zusammenhang das der alleinige Faktore ist.

00:22:54: Das ist auch in der Beobachtung

00:22:56: dabei.

00:22:57: Sondern der letzte Teil den ich auf jeden Fall noch mitaufgreifen wollen würde, ist das Thema Schlaf.

00:23:01: Haben wir gerade drüber gesprochen?

00:23:03: Wir haben gerade drüben gesprochen.

00:23:04: Unser Schlafforscher Michael Feld, Dr.

00:23:07: Michael Feld am Montag können wir sehr empfehlen.

00:23:08: die Folge aber sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen.

00:23:11: Nee,

00:23:11: nee, finde ich einen guten Hinweis ein super wichtiges Thema und auch da haben wir ja über individuelle Schlafzeiten und Bedarfe gesprochen.

00:23:20: von daher können wir uns jetzt vorstellen dass die Daten nicht eindeutig sind im Sinne von, wenn du keine sieben Stunden schläfst oder wenn du kürzer als sieben stunden schläft.

00:23:28: Dann verkürzen sich automatisch deine Telomere.

00:23:30: so ist es nicht.

00:23:31: das heißt wir haben hier auch teilweise sehr unhaltliche und teilweise auch ein Licht lineare zusammenhänge.

00:23:36: Das erklärt sich einfach durch unterschiedliche Schlafbedarfssituationen, unterschiedliche Chronotypen.

00:23:43: Aber natürlich ist ein insuffizienter Schlaf in der Schlafqualität... Wir haben auch zugesprochen was sind dann so die Haupttreiber wenn wir über einen Luftnot also Schnarchen und ähnliches mitsprechen das einfach der schlaf nicht erholsam ist die Regeneration nicht stattfinden kann, der Körper weiterarbeiten muss.

00:24:01: Und dann ist der Zusammenhang nicht weiter von entferntes das natürlich auch Auswirkungen auf die Telomere und die Telemerasaktivität haben wird?

00:24:09: Kann man tatsächlich die Länge der Telomerei mit einem normalen Alltag wie in den meisten Leuten von uns hier in der Community haben, können wir die wirklich beeinflussen?

00:24:18: Können wir etwas essen?

00:24:20: Also klar, wir haben jetzt verstanden was es negativ beeinflusst.

00:24:22: aber was können wir positiv tun?

00:24:24: Es ist quasi nur das Gegenteil besserer Schlaf Schon die Telomere, bessere Ernährung.

00:24:29: Schon die telomere?

00:24:31: Oder gibt es etwas was man tun kann um sie wirklich vereinfacht gesagt wieder wachsen zu lassen?

00:24:36: reparieren geht so etwas?

00:24:38: gibt es irgendein ein Stoff einen Einmittel was irgendwie dem körper hilft da wieder Etwas aufzubauen oder ist das funktioniert dass nicht.

00:24:48: also das thema ist ja wir wollen Ja zwei perspektiven betrachten.

00:24:52: einmal habe ich eine erhöhte Veränderung oder für Kürzung meiner Telomere und der andere Punkt daraus ist, kann ich die Telomerei auch rückwirkend wieder verlängern wenn sie schon kürzer geworden sind.

00:25:04: Das sind ja zwei unterschiedliche Ansatzpunkte.

00:25:06: das heißt es gibt lebensdienbezogen verschiedene Faktoren die insgesamt die Telomerbiologie mit beeinflussen können.

00:25:14: das ist definitiv der Fall.

00:25:15: und dazu wer hätte das gedacht Felix zählt das Thema Bewegung und Ernährung, logischerweise sehr eng mit dazu.

00:25:23: Auch das Thema Supplementierung aber vielleicht auch ein bisschen anders als man es im ersten Schritt sich vorstellen könnte.

00:25:30: Das heißt bei dem Bewegungsthema da haben wir relativ gut in der Datenlage einen Effekt.

00:25:37: nicht nur dass wenn ich mich regelmäßig bewege und unterschiedliche Bewegungsintensitäten in meinem Alltag integriere dann Längere Telomere habe zu einer Vergleichsgruppe, das wäre ja auch wieder die Beobachtung.

00:25:49: Sondern dass sich auch durch die Bewegung selbst die telomerase Aktivität erhöhen kann.

00:25:55: Die Daten, die es dazu gibt sind eher bezogen auf Ausdauertraining und Intervalltraining weniger das Thema Krafttraining.

00:26:04: was aber wichtig nicht bedeutet zwangsläufig das Krafttrainig nicht auch zur Verlängerung der Telomeren beitragen kann.

00:26:12: Das heißt hier ist wichtig zu unterscheiden, was wurde damals untersucht?

00:26:17: bisher und da ging es eher in den Bewegungsprotokollen um Ausdauertraining- und Intervalltraining.

00:26:22: Natürlich kann man in der Überlegung davon ausgehen wenn ich Wachstumsprogramme aktiviere durch mein Krafttraining die sich dann auch nicht ausschließlich nur auf die Muskulatur unter Umständen beziehen dass das vielleicht nicht so effizient funktioniert wie bei Ausdauertraining oder Intervallstraining.

00:26:38: Ich würde aber trotzdem noch Raum lassen und die Daten nochmal erwarten, was wir mit Blick auf Krafttraining bekommen.

00:26:43: Aber hier haben wir wirklich einen Punkt nicht nur längere Telomere zur Vergleichsgruppe sondern auch eine erhöhte Telomeraseaktivität.

00:26:51: Dann lass uns da doch noch konkret bleiben Matthias!

00:26:53: Und gib uns doch bitte noch ein paar konkrete Tipp zum Thema Ernährung und Bewegung.

00:27:00: gibt es da bestimmte Rhythmen?

00:27:02: gibt es bestimmte Übungen.

00:27:04: Gibt es beim Thema Ernährung ein Superfood, was irgendwie besonders hilfreich ist?

00:27:10: Oder ist das sehr allgemein gehalten?

00:27:12: Wie gibt uns da mehr Inseits?

00:27:14: An vielen Stellen würde ich nach der aktuellen Datenlage immer noch sagen, dass es allgemeiner ist.

00:27:19: Das heißt im Ernährungs-Kontext sehen wir die Daten, die wir auch in anderen Bereichen sehen, Ernährerungsformen, die auch das kardiomaskuläre Risiko beispielsweise reduzieren Das Thema mediterraner Ernährung beispielsweise, als viele Elemente daraus die vom Grundsatz her sehr hilfreich sind zumindest die Telomere zu erhalten oder auch länger zu halten.

00:27:41: Und zum Ernährungsthema gehört unter Umständen der Gesamtlebensdimite dazu.

00:27:44: also auch die Bewegungskomponente spielt dann mit eine Rolle.

00:27:47: und das Thema Stress- und Stressregulation, Stressmanagement.

00:27:51: Da gibt es Untersuchungen in dieser Kombination heraus dass die relative Telomerlänge bei der Interventionsgruppe Miternährung plus Bewegung und Stressmanagement, und soziale Unterstützung.

00:28:04: Das spielt logischerweise auch mit einer Rolle.

00:28:06: Länger sind oder wir in günstigere Telomere länger mithaben im Vergleich zu Kontrollgruppen, auf wenn das wirklich über Jahre hinweg dann quasi durchgeführt wird.

00:28:17: Und da werden beide Elemente eine Rolle spielen.

00:28:19: Das heißt weniger starke Verkürzung und auch ein gewisser Aspekt der Telomerase Aktivität.

00:28:26: Das heißt, dass wirklich auch noch mal etwas verlängert werden kann.

00:28:28: Aber man merkt hier es ist ein Gesamtbild das auf eine einzelne Komponente runterzubrechen.

00:28:33: Es ist schwierig.

00:28:34: Das hat man versucht zum Beispiel beim Thema Vitamin D-III, zwei tausend Einheiten die verabreicht worden sind und auch hier gibt es Unterschiede zur Placebokruppe mit längeren Telomären was aber nicht automatisch bedeutet, dass es länger geworden ist sondern erst einmal nur länger geblieben ist.

00:28:49: als ihr merkt wie unterschiedlich die Betrachtung sein kann.

00:28:52: Und auch das Gleiche wurde bei Omega-Dreifetzoren untersucht, hat sich aber der Effekt so nicht bewahrheitet.

00:29:00: Das heißt es hat nicht einen größeren Impact auf eine Verlängerung der Telomere oder einen signifikanten Unterschied zur Kontrollgruppe auf die Telomerlänge.

00:29:09: Ein gigantisches Thema ein sehr komplexes Thema und ein Thema wo ja wir mit Sicherheit in den nächsten Jahren noch einiges lernen werden und besser verstehen tatsächlich Therapien oder Behandlungsmöglichkeiten ableiten können.

00:29:25: Und das ist die Frage an dich, wenn du mit deinem Forscherblick auf die Telomere Forschung schaust ... sagen wir mal, die nächsten fünf oder zehn oder fünfzehn Jahre?

00:29:35: Wie wird das die Medizin verändern?

00:29:38: Werden wir tatsächlich eines Tages gezielt in die Zellalterung eingreifen können?

00:29:44: Meinst du, dass es möglich?

00:29:46: Da bin ich ganz fest von überzeugt und ich glaube, die Telomere da auch eine nicht unwichtige Rolle mal spielen werden.

00:29:52: In der nächsten Zeit wird, glaube ich, der Fokus eher darauf liegen, standardisierte Tests zu entwickeln, die dann auch wirklich vergleichbar sind – auch untereinander.

00:30:02: Der andere Teil ist weg von Reihen langlebigkeit und so als einzelnen Messfühler….

00:30:07: Ich glaube, da ist der Weg schon… weg, aber mit Blick auf Diagnostik von Erkrankungen.

00:30:13: Weil durchaus auch verkürzte Telomere-Längen mit verschiedenen Erkränkungen einhergehen können.

00:30:19: Wir haben eben über längere Telomäre bei bestimmten Krebserkrankungen gesprochen, aber eben auch für kürzte Telomäre teilweise auch genetisch bedingt dass sie kürze sind das Erkrankung tendenziell entstehen können und von daher wird hier sicherlich auch viel dran geforscht werden um da in besseren Einsatz zu haben oder auch einen Zugang zu finden.

00:30:37: Warum entstehen verschiedene Erkrankungen mit dabei?

00:30:40: Es geht nicht nur um Langlebigkeit, es wird eine Rolle spielen und ich denke, es würde therapeutisch trotzdem interessant werden ... Oder auch in pharmacologisch interessant werden.

00:30:51: wie kann ich gezielter die Telomere... Und jetzt würde ich eben noch mal so sagen Nicht nur in der Länge Fair-Längern sondern Schützen?

00:30:59: Wie kann ich meine Schutzkappen so schützen dass sich letztendlich ein Leben lang auf die Fähigkeiten der einzelnen Zellen, wenn man es auf die gewebende Organe dann beziehen zurückgreifen kann und dass sie gut funktionieren

00:31:11: können.

00:31:13: Also auch hier nochmal der Hinweis wäre unsere Schlaffolge, unsere Health Nerds Prodition mit Dr.

00:31:19: Michael Feld noch nicht gehört hat.

00:31:20: Macht das unbedingt?

00:31:21: Hört da mal rein!

00:31:23: Er hatte einen entspannenen Gedanken oder ihr beide hattet den... Und davon natürlich bei diesem ganzen Thema Alterung auch nicht vergessen.

00:31:30: biologisch sind wir Menschen ja eigentlich nicht darauf ausgelegt, dass wir hundert Jahre alt wären.

00:31:38: Auch wenn wir es biologisch können haben wir auch schon drüber gesprochen.

00:31:41: aber natürlich ist der längste Teil unserer bisherigen Evolution eher so gewesen das wir mit Mitte dreißig alte Männer waren und wahrscheinlich das vierzigste Lebensjahr nicht regelmäßig erreicht haben.

00:31:52: insofern wird wahrscheinlich evolutionär der Effekt, den wir als alter Mensch heute mit sechszig, siebzig, achtzig, neunzig Jahren spüren.

00:32:02: Was eine verkürzte Telomere Länge für Auswirkungen hat.

00:32:06: Das wird natürlich der Urvor-Fahre von uns mit Mitte dreißig wenn er ein alter Mann war nicht so gespürt haben.

00:32:14: oder ist da mein Gedanken an falsch?

00:32:16: Nee, der ist... Also falsch würde ich sowieso nicht sagen aber lass uns dann noch mal dran bleiben weil Die Lebenserwartung auch nicht, sei ich mal im Laufe der Evolution immer nur bei thirty-fünf Jahren lag.

00:32:28: Die Möglichkeit natürlich bestand das durch Infektion, Verletzung oder ähnlichem natürlich der Tod früher möglich waren.

00:32:35: Das kann durchaus sein ja aber lebensfähig und länger leben können sehen wir auch in unterschiedlichen.

00:32:42: wenn wir es vergleichen mit Naturvölkern ist durchaus möglich.

00:32:45: also das ist nicht so wie wir diese Mittelalterzeit vor Augen haben wo wirklich aufgrund des städtischen und der Verschmutzung und der schlechten Lebensbedingungen wirklich Menschen nicht älter geworden sind.

00:32:57: Also das würde ich an dieser Stelle auf der einen Seite noch mal relativieren, und ich würde eine andere Perspektive mitnehmen, weil die vergessen wir dann gerne auch.

00:33:05: Der eine Gedankengang bei Langlebigkeit ist nämlich, ja, ich stell mich selbst vor wie ich mit meinen Andy-Hundertjahre irgendwo auf einer Veranda sitze und das Leben genieße und ganz viele Enkel- und Urenkelkinder um mich herum habe Aber der Weg dort hinten ist ja das Entscheidende.

00:33:23: Also Longdurvity ist ja nicht interessant nur für die Menschen, die schon in den letzten Lebensjahrzehnten unterwegs sind sondern auch für junge Menschen interessant.

00:33:32: und da geht es um so einen qualitativen Aspekt von Longdurtity und das bezieht sich bei den Telomeren eben auch mit dazu wenn die Telomerlänge... Und das ist es ein Faktor der Alterung mitbeschreibt dann sehen wir unter Umständen auch bei jüngeren Menschen schon verkürzte Telomere.

00:33:48: aber in der Verkettung spielt es eine Rolle bei der Entstehung unter Umständen von Krankheiten oder des chronischen Synthesieprozesse mit entstehen.

00:33:56: Und das passiert dann nicht erst im hohen Alter, sondern auch schon frühzeitig.

00:33:59: und ich würde es eben nicht darauf zurückführen zu sagen ja mit Mitte dreißig ist man ja eigentlich auch schon alt und für die Evolution nicht mehr notwendig oder wichtig gewesen.

00:34:07: Das würde ich so nicht stehen lassen.

00:34:09: Es gibt eben qualitative Unterschiede und auch bei jüngeren Menschen kann das eben durchaus der Fall sein dass die Telomere kürzer sind und mit den eben schon benannten Ursachen, die hier eine entscheidende Rolle spielen

00:34:22: können.

00:34:23: Telomere sind nicht einfach ein Countdown bis zum Tod das haben wir heute gesehen.

00:34:27: sie sind Teil eines komplexen biologischen Systems dass unsere Zellen schützt ihre Teilungsfähigkeit begrenzt und damit eben auch eine wichtige Rolle zb bei der Immun oder bei der Krebsabwehr

00:34:40: spielt.

00:34:41: Die entscheidenden Erkenntnis also längere Telomerei bedeuten nicht automatisch ein längeres Leben.

00:34:46: Zu kurze Telomere können die Regeneration tatsächlich aber beeinträchtigen, während ungewöhnlich lange Telomäre unter bestimmten Bedingungen eben auch ein Risiko zum Beispiel für lymphatischen Krebs sein kann.

00:34:58: So zumindest deuten es aktuelle Forschungsergebnisse an!

00:35:02: Was heißt das?

00:35:02: Für die longevity-Forschung?

00:35:04: Es geht also vor allem um weit mehr als die Verlängerung unserer Chromosome enden.

00:35:10: Die Mechanismen, das hat Matthias gerade noch gut erklärt wie ich finde die Mechanism in der Zellalterung zu verstehen und gesunde Zellfunktionen möglichst lange zu erhalten.

00:35:21: Und die Telomere spielen da eine entscheidende Rolle aber eben nicht die alleinige Rolle.

00:35:26: Es ist wirklich sehr komplex und man kann eben Nicht so einfach wie bei einem Schnürsenkel oder einer langen Spaghetti reingucken sondern es ist einfach wahnsinnig klein.

00:35:35: Was können wir alle selbst tun?

00:35:36: Auch da gibt es gute Erkenntnisse, gute Studien, Bewegung eine ausgewogene Ernährung.

00:35:41: Ausreichend Schlaf ein bewusster Umgang mit Stress das sind Dinge die unsere Gesundheit nachweislich unterstützen.

00:35:49: ob und wie stark wir damit unsere Thelomere wirklich beeinflussen Das ist abschließend noch nicht geklärt.

00:35:53: aber Wir bleiben natürlich dran an diesem spannenden Thema Die ich finde wichtigste Botschaft dieser Folge also nicht möglichst lange Telomere sind unser Ziel sondern möglichst viele gesunde Lebensjahre werden beeinflusst eben durch ganz verschiedene Faktoren, auf die wir durchaus Einfluss haben können.

00:36:12: Matthias vielen Dank für diesen spannenden Einblick und Leute wenn ihr Fragen habt oder Feedback zur Folge oder noch etwas wissen wollt gerne einfach bei Spotify unter diese Folge in den Kommentaren eure Nachrichten hinterlassen.

00:36:24: Wir freuen uns auf jede Nachricht.

00:36:25: wir lesen alles Und ich verspreche euch am Montag gibt's nächste Folge Bei den Health Nerds mit einem spannenden Thema.

00:36:30: bis dahin bleibt neugierig.

00:36:32: passt doch eure Telomere auf und bleibt gesund!

00:36:35: Vielen Dank.

00:36:38: Der Gesundheits-Podcast von Artgerecht.

00:36:42: Jeden Donnerstag neu!

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